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polar-chat.de  Der Hund
Juline

Erhöhtes Krebsrisiko durch Kastration

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Als Minos wegen einer Knopfzellengeschwulst operiert werden musste (als Demodex-Hund kam für ihn die Behandlung mit Kortison nicht in Betracht), wurde mir auch ein "Rundumpaket" angeboten, wie z. B. die Wolfskralle entfernen zu lassen, oder aber ihn - weil er dann ja schon in Narkose liegt - kastrieren zu lassen. 

 

Das hat mich damals doch ins Grübeln gebracht, wie schnell man solche Schritte gehen kann und von der Natur Mitgegebenes entfernen lassen kann.

 

Natürlich war das für mich ein No go, an meinem Hund "rumschnibbeln" zu lassen. 

 

Das "Intakt-Sein" ist das, was die Natur vorgibt und wenn keine medizinischen Gründe vorliegen, werde ich das keinem meiner Hunde antun, so auch nicht geschehen bei Minos seinen beiden Vorgängern. 

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Interessant! Glaub ich sofort!

Ich verstehe es einfach nicht, dass sich soviel einfach keine Gedanken machen und einfach etwas funktionierendes wegschneiden lassen! Und sogar vermehrte Krankheiten riskieren.

Aber eigentlich kein wunder legen sich ja auch immer mehr Menschen freiwillig unters Messer, um aus schõnheitsgründen an sich hherumschneiden zu lassen

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Ich hab mal irgendwo gelesen, keine Ahnung mehr wo das war , das kastrierte Hunde besonders Rüden eher zu einer Magendrehung neigen.

Mit ein wichtiger Grund warum ich Gondi nicht kastrieren lassen hab.

Uns hat es dann leider trotzdem getroffen.

Kann es auch nicht verstehen , warum so viele kastrieren.

Für mich ist und bleibt es eine Verstümmelung.

Gondi und Nele bleiben intakt.

Während der Läufigkeit ( eh nur einmal im Jahr ) ,darf Nele bei meinem Sohn urlauben, was sie auch sehr genießt.

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Ich verstehe es einfach nicht, dass sich soviel einfach keine Gedanken machen und einfach etwas funktionierendes wegschneiden lassen!

 

Hm, teils teils. Dass sich viele einfach keine Gedanken machen - jep, da bin ich völlig deiner Meinung, das werde ich auch nie verstehen. Dass sie etwas funktionierendes einfach wegschneiden lassen - das kann ich stellenweise durchaus verstehen, das hängt auch viel mit den Vorerfahrungen zusammen. Wer beispielsweise schon eine Hündin an eine Pyometra verloren oder zumindest beinahe verloren hat, der denkt da sicher anders als jemand, der das nie erlebt hat. Wichtig wäre mir deshalb vor allem, dass sich die Menschen vorher gründlich Gedanken über ihre Entscheidung machen und die verschiedenen Argumente pro und contra gut überlegen. Und was dann folgt, liegt in der Hand des Schicksals. So oder so.

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Ich glaube das trifft es sehr gut. Jeder sollte sich im Einzelfall informieren und dann entscheiden, denn eine Kastration ist endgültig und kann nicht wieder rückgängig gemacht werden. 

Ich für meinen Teil entscheide nur für mich und meine Hunde. :)

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Interessanter Artikel, danke fürs Einstellen!

 

Ich lebe ja in Spanien und hier ist Kastration bei den meisten, älteren Einheimischen verpönt. Sie sagen, das sei unnatürlich, womit sie ja auch Recht behalten. Allerdings werden hier jedsn Jahr unzählige Welpen teils lebend in Müllcontainern oder mitten im Campo gefunden. Die Halter der unkastrierten Hunde passen also nicht auf und die Welpen werden halt entsorgt.

 

Im Tierschutz wird jeder Hund, der aufgenommen wird, möglichst schnell kastriert. Natürlich noch keine Welpen, aber häufig recht früh.

 

Auch mir wurde vom Tierarzt geraten zu kastrieren, bevor sie 1 Jahr alt wird. Als Gründe wurden die vielen Rüden genannt, die hier rumlaufen, aber auch Kastration als Vorbeugung gegen Mammatumore. 

 

Da meine vorige Hündin nicht kastriert und letztlich Mammatumore hatte, war ich zuerst geneigt, dem Rat der Tierärztin nachzukommen. Allerdings spielte mein Bauchgefühl schon beim Gedanken daran verrückt. Dank des Bauchgefühls und ein paar Forenmitglieder ist Emma immer noch intakt.

 

Jetzt ist sie wieder läufig und wir sprachen wieder über Kastration. Grund war Emmas Verhalten in den ersten Tagen der 2. Woche (erst wie Depri, dann total unruhig) und es war wirklich sehr anstrengend, mit ihr überhaupt vor die Türe zu gehen (freilaufende Rüden).

 

Aber, wir können es nicht. Vielleicht sind wir Weicheier, keine Ahnung. Es ist eine OP, mögliche Nebenwirkungen bekannt und nicht bekannt ist, wie und ob sich ihr Verhalten ändert und wie sie sich anschließend fühlt.

 

Also lieber alle 10 Monate eine Woche Stress und Rüden, die mich hassen *g* .

 

Ich würde aber kastrieren lassen, würde Emma Probleme bekommen.

 

Ich dachte bis vor einer Woche, dass sich mittlerweile viele deutsche Hundehalter genaustens überlegen, ob sie kastrieren oder nicht. Aber, wir hörten von mehreren Deutschen den Satz: "Warum ist die denn noch nicht kastriert? Unsere wurde im Alter von ... (1 Jahr, 1 1/2 Jahren usw. ) kastriert.". Wenn wir sagten, dass wir das eigentlich nicht möchten, konnte man uns nicht verstehen. 

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Warum auch sollte es bei Hunden (oder überhaupt bei Säugetieren) anders sein als bei Menschen?

 

Früher wurden menschliche Kastraten ja durchaus für Oper und als Haremswache ( ;) ) gebraucht, aber die wurden alle nicht sonderlich alt, und bekamen Probleme. Dass dies nun bei anderen Säugetieren komplett problemlos sein soll, ist doch verwunderlich.

 

Die Sexualhormone sind ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung der Tiere und Menschen - Pubertät ist ja auch nicht deswegen so anstrengend für alle Beteiligten, weil es den Teenies Spaß macht, plötzlich ihr eigenes Ding zu drehen.

Da wird alles umgestellt im Kopf und im Körper, und fällt das weg, dann MUSS doch was fehlen.

 

Dass die meisten Hunde - gerade Rüden - kastriert werden, wenn sie 18 Monate alt sind passt genau da rein: der Hund "leidet" in so vielen Fällen durch die läufigen Hündinnen... der arme!

 

Komischerweise wird kaum ein Elternteil seinen 15jährigen Sohn kastrieren lassen - dabei leidet der sicher auch ordentlich. Und ja, doch, das ist ein fairer Vergleich! Denn genau wie dem Teenager geht es dem Junghund: er wird reif,er interessiert sich für das andere Geschlecht, er muss lernen, wo die Grenzen für ihn sind,was geht und was nicht geht. Das lernt keiner der beiden, indem man einfach die Entwicklung an dieser Stelle beendet.

 

 

Nun sehe ich durchaus ein, dass es nachvollziehbare Gründe für eine Kastration gibt, zB für Straßenhunde oder für Wachhunde und Hilfshunde (Blindenhund zB-  wäre schon doof, wenn die arbeitende Hündin bedrängt wird, und der Mensch ist nicht in der Lage etwas zu unternehmen)

Aber die meisten der Hundehalter finden es einfach nur bemittleidenswert, wenn aus dem süßen Welpen plötzlich ein Pipischnüffelnder Stehenpinkler wird. Und das ist einfach Mist.

 

Lemmy war schon kastriert als ich ihn bekam - quasi grade erst. Eine Woche früher aus dem Tierheim geholt, und er wäre noch intakt gewesen. Butch ist intakt, sein Vater war intakt. Higgins wurde kastriert, allerdings vor allem weil der Kerl wirklich dauerhaft im Haus lag und hechelte als wäre er bei Hitze 50 km getrabt. Und nicht nur wärend der Läufigkeitsphasen der Umgebungs-Hündinnen.

 

Dass es auch mal nervt, wenn Hund oder Hündin hormonell nicht mehr zurechnungsfähig sind, ist mir klar. Ich hätte auch wenig Lust, mich mit der Läufigkeit einer Hündin auseinander zu setzen - drum werden es wohl auch in Zukunft nur Rüden sein, die bei mir wohnen ;)

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Super geschrieben Lemmy!

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Uns wurde bei beiden Hunden die Entscheidung abgenommen.

Lara musste aus medizinischen Gründen kastriert werden - erst Scheinträchtigkeit mit massivsten Schwellungen des ganzen Körpers und dann Gebärmutterentzündung. Sie wurde fast 16 Jahre alt, bis der Krebs sie uns nahm.

Jule kam schon kastriert zu uns. Wir haben 2 Jahre auf eine Läufigkeit gewartet und dann per Zufall die OP-Narbe entdeckt. Die war winzig.

Wir hoffen sehr, dass sie uns mindestens genau so lange erhalten bleibt.

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Der beste Beitrag den ich zu diesem thema je gelesen habe!

Hoffentlich lesen das alle die immer so

luftig locker damit umgehen !

Und mir geht es genau so bei jeder hundebegegnung wird sofort nach Kastration gefragt und ganz ganz wenige sind nicht kastriert. Soviel zu der Behauptung ohne Grund kastriert doch niemand

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