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Hundeforum Der Hund
Juline

Erhöhtes Krebsrisiko durch Kastration

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Naja, Erfahrungen sind immer etwas persönliches. Zu sagen "das stimmt nicht" oder "das hab ich ganz anders erlebt" bringt nichts, denn andere Leute haben nunmal andere Erfahrungen. Ist ja nun nicht an den Haaren herbei gezogen.

 

Die Hündin meiner Bekannten hatte vor kurzem eine Gebährmutterentzündung. Sie musste nicht notoperiert werden, allerdings wurde die Hündin einen Monat später (geplant) kastriert, da diese Hündin extreme Probleme mit der Läufigkeit hatte. Also mehrere Wochen vor und nach der Läufigkeit matt, schlapp, krank, maulig und grantig war. Und das immerhin sechs Jahre lang. Sie haben einen Zeitpunkt abgewartet, der wohl hormonell am wenigsten Probleme bereitet (daher auch nicht gleich kastriert bei der Pyometra)

 

Ihre andere Hündin ist und wird auch nicht kastriert. Ich kenne mehrere Leute, deren Hündinnen gesund sind und immer gesund waren (was die Gebährmutter angeht zumindest) und die auch keine Probleme haben mit der Läufigkeit. Und trotzdem kenne ich nun auch eine, die beides hat/hatte. Oh, und eine die "nur" eine Pyometra hatte, mit Not-OP und allem (und Pfusch am "Bau" ... :Oo )

 

Und nun? Nur weil etwas eigentlich selten ist, heißt es ja nicht dass es nie vorkommt. 

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Ich meine auch mal gelesen zu haben, dass das Risiko teilweise sehr rasseabhängig ist?

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Mh, ist aber so ne Sache, vorbeugend ein Organ rausnehmen zu lassen. Ich weiß nicht, alles geht einfach nicht vorzubeugen. Ja, es besteht das Risiko einer Gebärmutterentzündung, aber: es bestehen auch tausend andere Risiken. 

 

Das Thema Kastration wird wohl ein Thema bleiben, das ewig diskutiert werden kann. Was mich ein wenig erschrocken hat ist, dass es wohl doch viele Hundehalter gibt, die ihre Hündin kastrieren lassen, weil die Läufigkeit "lästig" ist. Das las ich nun in verschiedenen Gruppen, in denen ebenso das Thema diskutiert wurde. Und das in Deutschland. Ich ging davon aus, dass in Deutschland nicht kastriert wird, solange kein med. Notwendigkeit bestehe. Ist dann wohl doch nicht so fernab vom spanischen Tierarzt, denn hier wird ja schnell kastriert.

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Sehe ich auch so Lemmy... meine unkastrierte hündin starb an krebs, meine kastrierte nicht. Nach persönlichen erfahrungen müsste ich ja jetzt pro kastra sein. Bin ich aber nicht. Nur wie gesagt mit medizinscher indikation.

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Ich ging davon aus, dass in Deutschland nicht kastriert wird, solange kein med. Notwendigkeit bestehe.

Ich kenne jedenfalls niemanden, der gesagt hat, ich wollte eigentlich meinen Hund kastrieren lassen, aber der Tierarzt hat mich wieder nach Hause geschickt :D

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Und nun? Nur weil etwas eigentlich selten ist, heißt es ja nicht dass es nie vorkommt. 

 

Hab ich auch nicht geschrieben.

Aber man muss sich ja mal fragen, warum das so etwas wie eine "Modekrankheit" geworden ist.

 

Ich hatte durch meine Tierschutzarbeit immer mit sehr vielen Hundehaltern zu tun.

Eine Pyometra war eine seltene Erkrankung. In den letzten Jahren liest man ständig von Hündinnen mit einer Pyometra.

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 Je älter die Hündin aber dann ist, desto mehr Gedanken würde ich mir machen, insofern kann ich schon verstehen, wenn Leute quasi kurz vorm "erhöhten Alter" dann doch kastrieren...

 

Es wird immer behauptet, dass das Risiko mit dem Alter steigt.

Nee, kann ich nicht bestätigen.

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Ich meine auch mal gelesen zu haben, dass das Risiko teilweise sehr rasseabhängig ist?

Guck hier unter 2.2.1.3. Rasse der Hündinnen

https://edoc.ub.uni-muenchen.de/11298/1/Hahn_Nina.pdf

Zur Häufigkeit heißt es hier, dass es kaum Erhebungen gibt, lediglich zwei Untersuchungen, die 23% bis 24% der intakten Hündinnen bzw. 15% als von Pyometra Betroffene angeben. Wikipedia sagt ein Viertel der intakten H. bis zum 10. Lebensjahr.

Das kommt mir ziemlich viel vor!

Aber vielleicht kenne ich tatsächlich nur durch Zufall keine betroffene Hündin, mag sein.

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Also ich habe in rund 40 Jahren auch keine einzige Hündin mit Pyometra erlebt / davon gehört. Weder eigene, noch die von Freunden / Bekannten / Kollegen / Vereinsmitgliedern etc.
allerdings besteht mein Hunde-Bekanntenkreis zu rund 90% aus großen Hunden, weiß nicht, ob das ein bei kleinen Rassen häufiger auftretendes Problem ist.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich Themen wie "Pubertät" und "Scheinträchtigkeit" nie als besonders präsent erlebt habe, das waren leichte Randerscheinungen. Seit es das Internet gibt, erscheinen mir beide Themen als massive Problembereiche. Von daher passt meine Erfahrung aus dem realen Leben teilweise null zur virtuellen Welt.

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Also ich habe in rund 40 Jahren auch keine einzige Hündin mit Pyometra erlebt / davon gehört.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich Themen wie "Pubertät" und "Scheinträchtigkeit" nie als besonders präsent erlebt habe, das waren leichte Randerscheinungen, seit es das Internet gibt, erscheinen mir beide Themen als massive Problembereiche.

 

Ich sags ja, das sind Modekrankheiten und Probleme der heutigen Hundehaltergeneration. :D

Wenn ich lese: Meine Hündin leidet während der Läufigkeit oder Scheinträchtigkeit - dann denke ich immer, wie kann das sein????

 

Natürlich kann eine Hündin in der Scheinmutterschaft mal ruhiger, lustlos sein oder auch mal ein dickes Gesäuge und auch Milch haben.

Aber darum hat sich nie jemand Sorgen gemacht.

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