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Hundeforum Der Hund
Juline

Erhöhtes Krebsrisiko durch Kastration

Empfohlene Beiträge

Also ich kann nur sagen was ich in diversen Gesprächen in TA-Warteräumen mitbekommen habe und das waren

nicht wenige bei denen es um Pyometra bei Hündinnen im höheren Alter ging.

Die meisten wurden daraufhin kastriert.

 

Da ich wirklich viel in der Praxis bin und immer sehr interessiert, habe ich auch schon die ein oder andere böse vereiterte (und gerade entfernte) Gebärmutter

live sehen können.

 

Die Rotti-Hündin eines Bekannten ist leider daran verstorben. :(

 

Ist jetzt kein Maßstab aber ich kann sagen ja,in meinem Umfeld ist es jetzt nicht so selten.

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Hallo,

 

meine vorherige Hündin musste in hohem Alter wegen Pyometra quasi notoperiert werden. War happig und kein Spaß.

Erst nach der OP bemerkte ich, dass es die Gebärmutter und nicht die Hüfte war, die immer so ein bisschen gedrückt haben musste. Mit den Läufigkeiten gab es öfter Probleme. Meine TÄ hatte mir zuvor nie wirklich zur OP geraten, solange es noch anders in den Griff zu kriegen war. (Um mal eine kleine Lanze für den Berufsstand zu brechen von wegen Geld verdienen am Routineeingriff).

 

Hätte ich wieder mal eine unkastrierte Hündin, die hormonell nicht völlig in Ordnung ist, würde ich die Kastration sehr wohl in Erwägung ziehen, bevor große Probleme auftreten. Aber dann mit gründlichen Checks und Meinungen vorher, bestimmt nicht, weil mir Läufigkeit oder Verhalten lästig wären.

 

Generell finde ich das Thema schwierig, vor allem, weil es auch und im großen Maße den Tierschutz betrifft. Sollen Tierheime wirklich unkastrierte Hunde abgeben und im Jahr drauf dann - wenn's blöd läuft - ein Dutzend Nachkommen aufnehmen? Hm...

 

Entscheidungen, die ich nicht mehr treffen möchte, denn mir leuchtet es völlig ein (Katzen ausgenommen, das geht bei Freigängern nicht anders), dass es nicht ok ist, ein eigentlich gesundes Geschöpf zu verstümmeln. Meine nächsten Hunde werden wieder ältere aus dem Tierschutz sein, und da ist mir die Entscheidung abgenommen: entweder sind sie schon kastriert (wahrscheinlich) oder nicht, und würden es dann nur bei Indikation.

 

Liebe Grüße

Lisa

 

 

 

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LisaH:

Generell finde ich das Thema schwierig, vor allem, weil es auch und im großen Maße den Tierschutz betrifft. Sollen Tierheime wirklich unkastrierte Hunde abgeben und im Jahr drauf dann - wenn's blöd läuft - ein Dutzend Nachkommen aufnehmen? Hm...

 

 

Ich habe immer unkastrierte Hunde vermittelt. (Außer, ich habe sie schon kastriert übernommen.)

Man muss halt die neuen Hundehalter sorgfältig auswählen. Dann bekommt eben nicht jeder einen Hund.

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Einmal nicht 100% aufgepasst... das kann jedem passieren. Ich habe nur volles Verständnis dafür, dass sich Tierheime und co. nicht selbst noch mehr Probleme machen wollen.

War ein Fehler von mir, das einzuwerfen, denn es übersteigt wohl das Thema, sorry dafür.

 

Liebe Grüße

Lisa

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Jetzt lese ich alle Beiträge und bin am Ende völlig verwirrt.

Da wir unseren Rüden ja am Sonntag plötzlich verloren haben bin ich jetzt noch aufmerksamer bei unserer Hündin die jetzt 11 Monate ist. Sie war bereits das erste mal Läufig und wir wissen ehrlich gesagt nicht was wir jetzt machen sollen. Dachte wenn man Sie sterilisert dann verringert man das Krebs Risko und jetzt lese ich das man es auch erhöhen kann? Hilfe jetzt weiss ich nicht was ich machen soll. Will sie nich auch noch recht früh verlieren .....

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Hallo,

 

kurz gesagt? - Nein, mach's nicht, wenn sie keine Probleme in der Richtung hat und Du ungewolltes Decken verhindern kannst. Sie ist ja noch nicht mal erwachsen.

Das ist kein kleiner Eingriff, so rein "mechanisch", vor allem aber auch hormonell. Statistiken wirst Du in beide Richtungen finden.

 

Liebe Grüße

Lisa

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Jetzt lese ich alle Beiträge und bin am Ende völlig verwirrt.

Da wir unseren Rüden ja am Sonntag plötzlich verloren haben bin ich jetzt noch aufmerksamer bei unserer Hündin die jetzt 11 Monate ist. Sie war bereits das erste mal Läufig und wir wissen ehrlich gesagt nicht was wir jetzt machen sollen. Dachte wenn man Sie sterilisert dann verringert man das Krebs Risko und jetzt lese ich das man es auch erhöhen kann? Hilfe jetzt weiss ich nicht was ich machen soll. Will sie nich auch noch recht früh verlieren .....

 

Hey, am Ende sind alles "nur" Wahrscheinlichkeiten, aber grade weil es bestenfalls sehr zweifelhaft ist, ob die Kastra ohne klare Indikation Vorteile bringt, würde ich persönlich es nicht machen bzw. habe es bei meiner Hündin (1 1/2 Jahre) nicht machen lassen und werde es auch nicht machen lassen. Wenn du sehr früh kastrierst, soll vor allem das Risiko für Mammatumore zurückgehen, aber wenn du mal nach neueren Studien schaust, scheinen andere Tumor-/Krebsrisiken und teils auch die für Gelenkprobleme dafür hochzugehen, grade bei einer frühen Kastra. Ich würde mich da immer selbst einlesen, wenn es möglich ist (kenne selbst die Studien nur auf Englisch) und dann kann man sich immer noch entscheiden.

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Ob das echt eine moderne "Modeerscheinung" ist? :think: Das erste mal, dass ich das im näheren Umfeld mitbekommen habe, ist immerhin schon gut 25 Jahre her. Und ich könnte auch nicht behaupten, dass sich da viel verändert hätte.

 

Generell finde ich das eine ganz schwierige Frage, und ich könnte nicht behaupten, dass ich da für mich eine schon eine zufriedenstellende Position gefunden hätte. Grundsätzlich hatte ich früher immer die feste Überzeugung, niemals etwas operieren was an sich gesund ist. Allerdings habe ich durch viele Erfahrungen ein deutlich differenzierteres Bild bekommen.

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Ich geh nochmal auf die Frage

"Erhöhtes Krebsrisiko durch Kastration"

und möchten diesen Link mit einbringen

 

http://dogs-magazin.de/gesundheit/therapie/diagnostik-und-therapie-diagnose-krebs-beim-hund/

 

Da wird die Klinik in Hofheim und die Universität in Wien zitiert, die mit führend bei der Krebsforschung bei Hunden sind.

 

Es steht nicht ein Wörtchen dabei, dass Kastrierte Hunde ein erhöhtes Krebsrisiko hätten.

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Es steht nicht ein Wörtchen dabei, dass Kastrierte Hunde ein erhöhtes Krebsrisiko hätten.

Und was sagt das aus?

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