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Hundeforum Der Hund
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Kurti ist tot, er wurde erschossen.

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Die Voraussetzungen waren aber nicht erfüllt.

Es hätte zig andere Lösungen gegeben. Der schwedische Experte stufte diesen Wolf als ungefährlich ein. Der war so scheu, dass dieser mit seinen Gummigeschossen noch nichtmal auf 200 m rankam. Nein, es musste für die Jägerlobby ein Exempel statuiert werden. Diese Grünen sind einfach nur noch ein Witz.

Welche Jägerlobby?

Der Wolf wurde durch einen Scharfschützen der Polizei erschossen.

Vergrämung heißt nicht, dass er sich einer momentanen Gefahr nicht nähert, sondern dass Wolf auf Dauer fernbleibt bzw. scheuer wird.

Schweden wird da augenscheinlich auch nicht lange gefackelt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/zum-abschuss-freigegeben-schweden-jagen-wieder-woelfe-a-669916.html

 

 

Laut NABU und anderen Verbänden:

"Experten waren sich einig, dass erneute oder weitere Vergrämungsversuche bei dem Wolf MT6 nicht dazu führen würden, dass er sein Verhalten ändert. Aufgrund dieser fachlichen Einschätzung ist die Entnahme des Tieres für die Verbände nachvollziehbar."

 

http://www.wwf.de/2016/april/wolf-mt6-ist-tot/

 

Ich weiß nicht, ob diese genannten Experten weniger kompetent sind...

Dies hier findeich sehr spannend und differenziert, vielleicht lohnt sich das Lesen ja für den ein oder anderen (auch die anderen Stellungnahmen, sowohl Pro als auch Kontra sind durchaus lesenswert!)

http://wolfsmonitor.de/?p=3281#more-3281

 

"Es bringt dem Artenschutz für den Wolf nichts, jedes Einzeltier um jeden Preis am Leben zu erhalten. Dass legale Abschüsse von Wölfen auch in Deutschland früher oder später vorkommen werden, muss eigentlich allen klar gewesen sein."

 

 

 

(Nochmal, ich bin unbedingt PRO Wolf und auch Wolfspate, ich finde es auch nicht schön, aber so populistisch und plakativ und politisch zu argumentieren, muss echt nicht sein.

Die Klage ist das gute Recht der Frau und die Staatsanwaltschaft wird schon sehen, ob sie es verfolgt oder nicht, egal wieviele Unterstützer aus dem Volk kommen sollten, glaube ich an die Judikative in diesem Land)

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Ach ja, magst du ausführen, warum die Voraussetzungen nicht erfüllt waren?

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Aussage von Jens Karlsson, dem schwedischen Biologen, dem es nicht gelang, aufgrund der Scheuheit von "Kurti", diesen mit Gumigeschossen bis auf 200 m zu erreichen zu vergrämen .

Zitat MK Kreiszeitung.de:

 

"In Nordschweden ist es mehr an der Sache, in Südschweden ist es so emotional wie hier“, sagt Karlsson, der auch den Wolf von Munster nicht für gefährlich hält. Der Begriff „Problemwolf“ fällt nicht an diesem Abend."

 

 

Diese ganze Panikmache ist ein Armutszeugnis für dieses Land.

Das war eine Hinrichtung, und für den Umweltminister der von Natur und Umwelt nichts versteht, wird sie zweifelsohne ein juristisches Nachspiel haben.

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Christian Berge war nicht vor Ort und in der Wolfhundszene ist er durchaus ein sehr streitbarer Zeitgenosse (seit wann hält Berge denn Wölfe? Meines Wissens nach sind es ausschließlich Wolfhunde). Er hat für mich nun nichtmehr Aussagekraft als ein User in dem Forum. Gerade in der plakativen, emotionalen Schreibweise.
Woher weiß Herr Berge, dass der gezeigte Wolf in dem Video überhaupt Kurti ist? Weil Youtube das schreibt. Da fehlt es mir doch an Eindeutigkeit.
Es ist schön, dass Herr Berge für Wölfe brennt, aber er kann den Fall nicht besser beurteilen als wir alle.
Natürlich kann Herr Berge den "Todesschützen" anzeigen, wie er ankündigt, die Staatsanwalt wird dann wohl auch genaue Protokolle vorliegen haben, und nicht nur Medieninformationen wie Herr Berge (und wir). :)


[Ach ja, will ich mir nicht nehmen lassen:
"Wir Wolfshundehalter ja, aber einen normalen Hund?" - in Fernsehauftritten hat Berge so oft betont, dass Wolfhunde ja auch nur Hunde seien.]

 

Andreas Kielings Aussage ist ebenfalls voller Klischees und alles andere als sachlich. (Fast der erste Satz, der Wolf wäre ABGEKNALLT worden. Nein!)
Auf den Fall selbst geht er (noch) nicht ausreichend ein, sondern redet drumherum, mit stereotypen Floskeln.
Es ist schön, dass sich ein Dokumentarfilmer für seine Passion einsetzt, aber das hat für mich keine Aussagekraft - zumindest nicht, da das Wolfsmanagementpaket schon lange geschnürt war und die letale Lösung nun einmal als letztes Mittel probat ist. Auch Herr Kieling war meines Wissens nicht vor Ort.

Zumindest beweisen diese Meinungen nicht im Geringsten die von dir postulierte Ungefährlichkeit des betreffenden Wolfes.



"Schweden ist, was Wolfschutz und Wolfverständnis angeht, der letzte Dreck."
Aha, hast du dich nicht gerade noch auf den schwedischen Experten gestützt?

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Ich frage mich manchmal, als absoluter Wolfsliebhaber, wer dem Wolf mehr schadet... die Rotkäppchen oder die Bambie Fraktion...

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Aussage von Jens Karlsson, dem schwedischen Biologen, dem es nicht gelang, aufgrund der Scheuheit von "Kurti", diesen mit Gumigeschossen bis auf 200 m zu erreichen zu vergrämen .

Zitat MK Kreiszeitung.de:

 

"In Nordschweden ist es mehr an der Sache, in Südschweden ist es so emotional wie hier“, sagt Karlsson, der auch den Wolf von Munster nicht für gefährlich hält. Der Begriff „Problemwolf“ fällt nicht an diesem Abend."

 

 

Diese ganze Panikmache ist ein Armutszeugnis für dieses Land.

Das war eine Hinrichtung, und für den Umweltminister der von Natur und Umwelt nichts versteht, wird sie zweifelsohne ein juristisches Nachspiel haben.

Wie emotional Südschweden ist, tut nichts zur Sache.

Ich weiß nicht, was dies genau beweisen soll, außer dass dieser Vergrämungsexperte, wie er in den Medien genannt wird, den Wolf für ungefährlich hielt, weil er sich dann doch "scheu" zeigte bei den Vergrämungsaktionen.

Beim Spiegel geht es noch weiter:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/niedersachsen-wolf-kurti-laesst-sich-nicht-verschrecken-a-1081230.html

"Eine Vergrämung sei letztlich nur in deutlich weniger als 30 Prozent der Fälle erfolgreich, sagt Karlsson einschränkend."

 

 

 

 

Hier schreibt der "Feundeskreis freilebender Wölfe" (nach Karlssons Abreise vor über einem Monat):

http://wolfsmonitor.de/?p=3199#more-3199

>>Dem Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. ist aktuell bekannt, dass der besenderte Wolfsrüde MT6 aus dem Munsteraner Rudel einen Hund angegriffen und verletzt hat. Die DNA-Auswertung scheint momentan noch nicht abgeschlossen. Dem Anschein nach kann dieser Berichterstattung Glauben geschenkt werden.<<

>>Der Wolf MT6 ist sowohl vor als auch nach der Vergrämungsaktion durch den Schwedischen Experten Karlsson immer wieder durch Nahkontakte zu Menschen aufgefallen. Weiterhin haben wir Kenntnis davon genommen, dass der Wolf MT6 gegenwärtig Verhalten zeigt, dass auf sein Abwandern von seinem elterlichen Revier aus Munster schließen kann.<<

Und hier weiter:

http://wolfsmonitor.de/?p=3274#more-3274

 

>>Am vergangenen Wochenende hat er nachweislich den angeleinten Hund einer Familie bei ihrem Spaziergang angegriffen. Zunächst hatte das niedersächsische Umweltministerium entschieden, den auffällig gewordenen Wolf wenn möglich zu betäuben, einzufangen und in ein Gehege zu bringen. Das Vorhaben, einen wilden Wolf in einem Gehege unterzubringen konnten die GzSdW und Freundeskreis aufgrund der in der Vergangenheit in Sachsen gemachten Erfahrungen nicht unterstützen.<<

>>Der Abschuss von MT6 erfolgte nach den Vorgaben des Managementplanes in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Wölfe.<<

Klingt für mich nicht so, dass man ihn einfach "abknallen" WOLLTE.

Ich hielt Kurti ganz persönlich und unbekannterweise auch nicht für eine reißende Bestie. Ich sehe seine Tötung (Hinrichtigung ist der falsche Begriff, der ist nur plakativ, mehr nicht) ine inem großen Ganzen und eben differenzierter. Schmecken tut mir der Abschuss auch nicht, weil ich Wölfe sehr mag.

"Zweifelsohne" wirds ein Nachspiel haben? Wie gut, dass das die Entscheidung der Staatsanwaltschaft sein wird und nicht deine.

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