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Hundeforum Der Hund
Mimmotschka

Mein Welpe konnte schon alleine bleiben - plötzlich nicht mehr

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Hallo Hundefreunde,

 

ich bin erst seit kurzem hier im Forum Mitglied. Mein Mimmo ist jetzt 17 Wochen alt, er kam zu mir als er 11 Wochen alt war. Vom zweiten Tag an übten wir das alleine bleiben. Zuerst mit Zimmer verlassen und Tür schließen. Nach einigen Sekunden zurück kommen. Die Zeiten verlängern. Dann für 5 Minuten aus dem Haus, für 10 Minuten usw. Bis vor kurzem konnten wir es auf 2 Stunden steigern. Was ohne Probleme machbar war. Bevor ich gehe, lege ich ihm einen gefüllten Kong hin, mit dem er sich eine Weile beschäftigen kann. Natürlich wird er vorher noch einmal Gassi geführt. Er machte nichts kaputt und war brav. Die Nachbarn sagten, man hört nichts von ihm. 

 

Seit letzter Woche ist das jedoch anders geworden. Er macht, was das alleine bleiben betrifft Zicken. Je enger die Bindung zu mir wird, desto weniger mag er mich gehen lassen. Er pinkelt hinter die Türe, jault und bellt. So kann das nicht bleiben. Aber außer ignorieren, bis er merkt, dass er damit keinen Erfolg hat, weiß ich mir auch keinen Rat. 

 

Habt ihr Tipps für mich?

 

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Die Zeit in der er alleine gelassen wird wieder drastisch verringern und von vorne beginnen. Es gibt übrigens Hunde die es nie können werden. Es entspricht nicht ihrer Natur dem "Rudel" nicht zu folgen und alleine zurück zu bleiben.

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Warum lässt Du einen 17 Wochen jungen Welpen schon 2 Stunden alleine?

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Ich halte das für zu schnell in dem Alter. Und ja....wie schon geschrieben wurde......ein ganzes Stück zurück gehen und von vorne aufbauen. 

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Das Schlafbedürfnis ändert sich. Dein Welpe ist zum Junghund- Powerpaket mutiert. Der will und braucht Bewegung, muss mit anderen jungen Hunden toben, will die Welt entdecken und mag nicht allein in der Wohnung hocken und sich langweilen. Völlig normal. 

Ich würde an Deiner Stelle entweder die Zeiten des Alleinbleibens drastisch verringern oder nach einem Hundesitter für solche Zeiten suchen, jedenfalls würde ich mich bemühen, das Alleinesein nicht weiter zu problematisieren! Sonst wird es immer schwieriger. 

 

Meiner Erfahrung nach bleiben Hunde dann gut und entspannt alleine, wenn sie ihre Wohnung als gemeinsamen Ruheraum empfinden (das heißt, dass auch ihre Menschen mindestens in der Anfangsphase ihre Aktivitäten in der Wohnung runterfahren sollten), als Rückzugsort, zu dem ihre Menschen garantiert zurückkehren. Das können sie am Besten lernen, indem sie sich niemals verlassen fühlen müssen. Darum: Lieber jetzt für die nötigen Zeiten einen Hundesitter engagieren (Beispiele: Ich habe mir als junges Mädchen mein Taschengeld dadurch aufgebessert, dass ich entweder Hunde Gassi führte oder ihnen beim "Alleinsein" ruhige Gesellschaft leistete; vielleicht gibt es in der Verwandtschaft/Nachbartschaft ja einen vertrauenswürdigen Teenager oder auch nette ältere Leute, die das gerne machen würden) als schlimmstenfalls lebenslange Verlassensängste zu wecken. 

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Die Nachbarn sagten, man hört nichts von ihm. 

 

Dazu noch ein kleiner Gedanke: Wenn du nur weißt, dass er nix kaputt gemacht hat und die Nachbarn nichts gehört haben - dann bedeutet das, du weißt im Grunde gar nicht, ob er es vorher wirklich gut weggesteckt hat. Es könnte genauso gut sein, dass er nur im Zimmer rumgelaufen ist und dabei vor sich hin gejammert hat? Sich hingehockt und gehechelt, bis die Welpenmüdigkeit eingesetzt hat? Muss alles nicht sein, kann aber. Ich wollte das nur erwähnen damit du auf dem Schirm behältst, es ist nicht gesagt dass vorher alles in Butter war und sich nun geändert hat - es könnte auch sein, dass es für den Kleinen noch nie völlig ok war und er jetzt einfach mit dem Ausdehnen der Zeit noch mehr in Stress gerät und gleichzeitig mit dem Größerwerden deutlichere Zeichen zeigt.

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Ich finde auch, dass das Alleinbleibenlernen zu schnell ging. Er hatte jetzt bei euch grad mal 6 Wochen Zeit zum eingewöhnen und Alleinebleibenlernen.

Am besten fängst du nochmal von vorne an und lässt ihm wirklich Zeit für die einzelnen Phasen.

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17 Wochen sind noch nicht einmal 5 Monate.

Das ist zu viel verlangt für dieses Alter.

 

Übertreibt man es jetzt mit dem alleine lassen, kann es sein, dass er sich so in eine Panik hineinsteigert, dass es nie klappt, weil er mit seiner Aufregung auf einem immer höheren Level ansetzt.

 

Es bleibt nichts anderes, als ihn erstmal nicht alleine zu lassen und dann, nachdem er seine Ängste möglichst wieder vergessen hat, noch mal von vorne mit dem Üben zu beginnen.

 

Man hat die Wahl - entweder jetzt eine enorme Geduld aufzubringen, wo er schon einmal diese Verlassenseinängste entwickelt hat

 - oder später einen Hund zu haben, der nicht alleine bleiben kann und die Wohnung schreddert und alles vollkackt.

 

Hab Geduld.

 

Viel Glück.

 

Berichte doch mal weiterhin, wie es sich entwickelt.

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Ich häng mich da mal mit dran, weil mich das auch interessiert.

In dem Alter würde ich jetzt auch noch nicht damit rechnen, dass das Alleinbleiben so lange gut geht, aber bis es soweit ist, lassen sich ja auch ohne Berufstätigkeit manche Dinge nicht vermeiden, wo der Hund allein bleiben muss.

Also einkaufen ist auf jeden Fall mal nötig, eine Stunde muss das schon mal gutgehen, möglichsts bald nach dem Einzug - habt ihr da alle einen Hundesitter parat? (Ich schon, aber eigentlich möchte ich das nicht so handhaben, denn ich fürchte, dass die Aufsichtspersonen dann später bei jeder Abwesenheit kontrollieren und der Hund dadurch gar nie lernt, allein zu bleiben).

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Einkaufen kann man von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends.

Da kann man den Welpen auch notfalls im Auto mitnehmen. Da ist die Wartezeit kürzer.

 

Ich lasse Welpen nicht alleine.

 

Welpen können - genau wie kleine Kinder - erst ab einem entsprechenden Alter alleine bleiben.

Am besten funktioniert das über eine sichere Bindung.

Kinder werden zum Beispiel früher selbstständig je sicherer die Bindung ist.

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