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Hundeforum Der Hund
Ludari

Hundebegegnung der speziellen Art

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Scheiße gelaufen. So doof das auch ist - abschütteln, Eis essen (oder Bier trinken ;) ) und in den großen grauen "Rundordner" abheften.

Mir tut der Airedale ziemlich leid. Vermutlich war der wirklich ganz nett, aber noch öfter solche Torturen mit Frauchen, und der findet auch keine Hunde mehr witzig :( Wenn ich jetzt fies wäre, würde ich sagen "Naja, dann steckt die Dame ja mal in anderer Leute Schuhen und lernt, wie k***e ihr eigenes Verhalten ist" - aber ich bin ja nicht fies.

 

Das einzige, was ich dir für solche Begegnungen mit auf den Weg geben kann ist, dass du frühzeitig den Mund aufmachst und sagst "Nehmen Sie bitte ihren Hund zu sich, meine beißen". Ob das mit dem Beißen nun stimmt ist erstmal wurscht. Wenn sie da jetzt noch diskutieren will - na, wie sagte chibambola schon "schlag ein Ei drüber". Aber einfach davon auszugehen, dass die Menschen dein Verhalten richtig deuten geht meistens in die Hose.

 

Ich hab auch nen Hund mit MK (den er zu Recht auch trägt) dabei, und wenn ich einen freilaufenden Hund sehe bei dem recht sicher ist, dass einfach nur Abstand nehmen nichts bringt, dann ruf ich immer "Bitte Hund ranrufen, meiner ist ein Arschloch" und lächle dabei. Bisher immer gut geklappt (allerdings hab ich auch große Hunde... da will dann auch keiner "nur mal gucken, weil meiner ja ganz lieb ist"  - das macht es leichter)

Danke auch Dir für die aufmunternden Worte! :-) Ja, abschütteln und vergessen ist das Beste was man in so einem Fall tun kann. Ich versuche immer so schiefgelaufene Aktionen im Nachhinein zu analysieren, um auch mein eigenes Verhalten zu überprüfen oder Strategien zu finden, wie man in solchen Situationen besser hätte handeln können. Mir tut der Airdale auch sehr leid, der war wirklich freundlich und seinen Blick während und nach der Misshandlung vergesse ich so schnell nicht. Wir haben hier vor Ort sogar Leinenpflicht ( ich lebe in der Schweiz ), also ist es eigentlich grundsätzlich überflüssig, dass über "Leine ja oder nein " diskutiert werden muss. Du hast leider Recht, dass das Deuten des Verhaltens oft in die Hose geht ...ich dachte gestern wirklich: Deutlicher geht nimmer! Angeleinte Hunde, beide im Sitz, ein Kinderwagen und zwei laufende Kinder dabei, da ist es doch eigentlich selbstverständlich, dass man Abstand hält....Deinen Spruch werde ich mal ausprobieren, der reizt mich! :D

Lg, Ludari

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Warum hast du nichts gesagt und sie aufgefordert ihren Hund nicht näher kommen zu lassen?

Leider kapieren die meisten Halter die "Choreo" mit anleinen und am Rand absitzen lassen nicht auf Anhieb und man muss verbal nochmal nachlegen :).

 

Der Airdale tut mir auch leid, was soll so ein Anschiss bringen? Rein gar nichts...hätte sie nicht gepennt, hätte sie ihn früh genug rufen können. 

 

Ich würde das jetzt auch nicht überbewerten und als "shit happens" abhaken. Ist ja nichts passiert und nächstes mal einfach sofort was sagen, wenn die Leute die Situation nicht richtig einschätzen und du wahrnimmst, dass sie nicht eingreifen.

 

Ich hab nix gesagt, weil ich davon ausging, dass die Situation eindeutig genug war, zumal auch noch meine drei Kinder dabei waren, eines davon im Kinderwagen, da hält man doch automatisch Abstand mit Hund, oder? Und ich hab während meiner Arbeit an der Leinenaggression festgestellt, dass es die Hunde schnell aufregt, wenn ich den anderen Hundehaltern etwas zurufe, vermutlich nehmen sie mehr aus meiner Stimme wahr, als mir lieb ist  und interpretieren das dann auf ihre Weise. Ausserdem hätte es gar nix gebracht sie um das Anleinen ihres Hundes zu bitten, denn der hat ja absolut nicht auf sie reagiert. Ich mach das meistens intuitiv, wenn ich meine, eine verbale Anweisung könnte erfolgversprechend sein, dann versuche ich es, oder ich lass es lieber mit dem Vorteil, dass MEINE Hunde dadurch ruhiger bleiben. Ist immer ne Gratwanderung das Ganze und kommt zum Glück auch nicht so oft so unglücklich vor, wie gestern.

LG, Ludari

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Ich habe bei meinem letzten Hund, der Rüden, und ganz besonders große starke Rüden nicht besonders mochte, immer gerufen, er hat eine ansteckende Krankheit. Das wirkte Wunder. Die ganzen Tutnixe waren plötzlich alle an der Leine ihrer schnell verschwindenden Frauchen.

 

Wie diese Frau sich verhalten hat,ist m.E. tierschutzrelevant. Hunde am Fell hochziehen, zu Boden schleudern etc, da hilft nur eines: Anzeigen.

Ich finde das Verhalten auch tierschutzrelevant, mir tat der Hund sehr leid. Er hat ja nix gemacht, ausser nicht auf Abruf reagiert, dafür war Frauchens Reaktion völlig überzogen und sowieso total daneben. Ich hab sie auf alle Fälle auf meinem Radar und sollte mir nochmal etwas derartiges auffallen, dann würde ich mich nicht scheuen, Anzeige zu erstatten und das trotz meines Wissens, dass der Polizei Hunde hier leider herzlich egal sind. MIR aber nicht! ;)

LG, Ludari

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Es stimmt: Es ist eigentlich gar nichts weiter passiert. Und genau deshalb würde ich das gedanklich ganz schnell loslassen, sowas vergiftet dir deine Spaziergänge.

Meiner Meinung nach ist es diesen Grobianen und Gewalttätern dann so peinlich, dass alle einfach niedergemacht werden: Der eigene Hund und du - und du bist auch noch stellvertretend für dene Hunde, die sie am liebsten auch niedergerungen hätte (spekulativ).

Ihr Verhalten dir und ihrem eigenen Hund gegenüber sagt alles über sie aus. Mehr als eine Disqualifikation, das ist eindeutig auch noch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.


Ich würde das nächste Mal wirklich sehr klar sagen, dass der Hund nicht herlaufen soll oder noch besser, ich würde mit meinen den Rückzug antreten, weil erfahrungsgemäß bei Hörtnixen das die beste Strategie ist.
Manchmal lasse ich solche Hunde auch von einem meiner Rüden vertreiben (er tut denen nichts, aber er macht deutlich, dass er das nicht will). Ist mir mitlerweile egal, dass er als aggressiv verschrien ist, den Stempel hat er so oder so.


So in der Art:

tumblr_nhfd8axOP61rb5pbho1_1280.jpg

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Ich finde, Du hast das gut gemacht und Deine Hunde auch. Abhaken und über das freuen, was Ihr geleistet habt und die hohle Nuß eine hohle Nuß sein lassen.

Natürlich hat sich die Frau total daneben benommen. Man wirft keine Sachen in Richtung Fremdhunde (auf eigene Hunde ist Ansichtssache) und man sollte Rücksicht nehmen. Leider sind da die Meinungen sehr unterschiedlich.

Die hätte es wohl als ihr gegenüber rücksichtsvoll gesehen, wenn Du Deine Hunde einfach hättest frei laufen lassen, damit sie heren Hund nicht versuchen muss, unter Kontrolle zu bringen. Solche Tut-Nix-Halter haben keine Ahnung davon, wie schwierig es ist, leinenaggressives Verhalten zu verändern und dass es auch Hunde gibt, die Null Bock auf Kontakte haben.

 

Lass Dir die Freude an den Hunden nicht vermiesen und sei stolz drauf, was Ihr erreicht habt.

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Update - wer mag....

So, seit der letzten so unangenehmen Hundebegegnung die ich hier beschrieben hatte, liegen einige Wochen und viele positive Begegnungen, die man auch immer wieder
wahrnehmen und wertschätzen sollte. :)Doch heute mal wieder eine Begegnung, die ich nicht so recht einordnen kann. :wacko: Dazu möchte ich sagen, dass ich ein Mensch bin, der immer sein Verhalten hinterfragt, ob ich etwas hätte besser machen können, und versucht, auch die Perspektive des Gegenübers zu übernehmen, so auch heute. Doch ich komme zu keinem anderem Schluss als dem, dass die andere Hundehalterin sich falsch verhalten hat, wie seht Ihr das? Doch nun von vorne. Ich war mit beiden Hunden an den Führleinen, Ludwig inklusive Maulkorb und unserer kleinen Tochter im Kinderwagen spazieren. In der Ferne sah ich eine Frau mit einem grossen Schäfermix der frei lief, allerdings war ein Feld zwischen uns und ich ging erst mal davon aus, dass sie ja wohl dafür sorgen würde, dass ihr Hund auf ihrer Seite des Feldes bleiben würde. Falsch gedacht. Kaum hatte ihr Hund uns entdeckt, rannte er quer über das Feld auf uns zu. Ich signalisierte per Handzeichen STOPP, was den Hund auch für einen kurzen Moment ausbremste, dann rannte er jedoch weiter auf uns zu. Da ich dieses Mal nicht wie im letzten misslungenen Versuch nur auf die nonverbale Kommunikation bauen wollte, rief ich der Hundehalterin zu, sie möge ihren Hund bitte zu sich nehmen. Sie sprach jedoch nur englisch und verstand meine Ansage wohl nicht bzw. wollte sie nicht verstehen, denn es war ja auch ohne Worte offensichtlich, dass sie ihren Hund besser zu sich nehmen sollte. Also kam auch sie noch auf uns zu ( ich lieeebe es, wenn dann auch noch die Halter schnurstraks auf meine angeleinten Ex-Leinenpöbler zukommen! :angry: ) und fragte, was das Problem sei. Ich sagte ihr auf englisch, dass das Problem ihr unangeleinter Hund sei, der auf meine angeleinten zugerannt kam! Da meinte sie nur, das sei nicht ihr Problem, IHR Hund müsse nicht an die Leine. Hallo? Spinne jetzt ich oder sie? Auch wenn ich den bravsten Hund der Welt hätte, würde ich ihn doch nicht voll Karacho auf zwei Hunde, einen Menschen und ein Kleinkind im Kinderwagen zurennen lassen, oder? Ich finde das extrem respektlos und auch verantwortungslos. In solchen Momenten fühle ich mich komplett dem Fehlverhalten der anderen Hundehalter ausgeliefert, ich kann ja nicht mehr tun, als sie zu bitten ihre Hunde zu sich zu nehmen. Meine abzuleinen kommt nicht in Frage, sie würden zwar vermutlich einfach mit den anderen Hunden herumtoben, aber ich trage auch noch die Verantwortung für meine Tochter und möchte auf keinen Fall irgendwelche Tumulte mit anderen Hunden rund um den Kinderwagen haben. Also bin ich zum wiederholten Male in den Augen der Hunde diejenige, die die Situation nicht im Griff hat. Trotz meiner Abwehrversuche waren ja Hund UND Halterin dann doch bei uns. Was hätte ich denn noch tun können?? Hab ich was übersehen, nen Denkfehler? Es nervt mich unendlich, wenn es zu solchen Begegnungen gekommen ist- Ich habe so viel Arbeit ins Anti-Leinenpöbeltraining gesteckt und jede missglückte Hundebegegnung die aus dem Ruder läuft, wirft uns wieder um Wochen zurück :( Danke für's Lesen und Ausjammern! ;)

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Irgendwie hast du mit 2 angeleinten Hunden und Kinderwagen nicht genug Hände und auch sonst nicht viel Spielraum für eigene Aktionen.

 

Hast du schon mal überlegt, ob sich daran etwas ändern lässt, vielleicht solche Spaziergänge mit Hunden und Kleinkind nur noch in Begleitung eines anderen Erwachsenen, oder aber separat gehen?

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Irgendwie hast du mit 2 angeleinten Hunden und Kinderwagen nicht genug Hände und auch sonst nicht viel Spielraum für eigene Aktionen.

 

Hast du schon mal überlegt, ob sich daran etwas ändern lässt, vielleicht solche Spaziergänge mit Hunden und Kleinkind nur noch in Begleitung eines anderen Erwachsenen, oder aber separat gehen?

Hallo Marcolino,

 

Da hast Du natürlich Recht! Und weil das so ist, gehe ich extra für die Fälle, in denen es nicht anders machbar ist, in das Gelände wo wir heute waren, weil es sehr übersichtlich ist und frühzeitige Reaktionen ermöglicht. Wenn dann aber freilaufende Hunde angerannt kommen, wird's in der Konstellation mit Kinderwagen schwierig, klar. Deswegen habe ich mich ja auch so geärgert, weil die andere Hundehalterin da meiner Meinung nach hätte Rücksicht nehmen müssen auf unser "Rudel", aber das bleibt Wunschdenken. Ansonsten bin ich monatelang immer separat mit den Hunden spazieren gegangen, aufgrund der Leinenpöbelei. Da sie alleine gute Fortschritte gemacht haben, habe ich wieder angefangen im Doppelpack mit ihnen spazieren zu gehen und zu üben. Klappt auch in der Regel inzwischen gut, toi toi toi! :) Und ich habe sie dort auch nicht die ganze Zeit über an den Führleinen. Aron kriegt wenn die Bahn frei ist, die Schleppleine an und darf sich in deren Radius frei bewegen und Ludwig bekommt ebenfalls eine Schleppleine dran, die ich allerdings festhalte, der muss sich erst noch an die lange Leine gewöhnen. Liesse ich sie los, würde er stiften gehen :rolleyes:

LG, Ludari

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Wie schön dass du das so gemacht hast - und deine Fortschritte geben dir ja Recht :)

 

Du siehst aber in deiner Situation jetzt trotzdem noch, mit welchen unliebsamen Momenten du trotzdem konfrontiert werden KANNST.

 

Das ist nicht nur für dich, sondern auch für deine Hunde kontraproduktiv.

 

Es ist eine große Belastung, Kindern, dazu noch eines im Kinderwagen UND Hunde, die nicht ganz unproblematisch sind, unter einen Hut zu bringen.

 

Dazu zunächst einmal von mir vorab: Hut ab vor dieser Leistung, die du bereit bist zu erbringen.

 

Helfen tut dir das aber wenig, wenn du in dieser Konstellation unterwegs bist und etwas Unvorhergesehenes eintrifft :(

 

Ich habe aber den Eindruck, solche Vorfälle ärgern dich nicht nur, sondern ängstigen dich auch, vielleicht nicht ganz so bewusst, aber ein Grumbeln im Bauch bemerkst du sicher auch, oder?

 

Dafür gibt es tatsächlich einen Grund, er der ist ganz einfach: Die uns umgebende Welt ist nicht perfekt!

 

Es wird IMMER andere Hunde, oder Radfahrer, oder Jogger oder auch einfache Spaziergänger geben, die nicht die Rücksicht dir gegenüber aufwänden, die derzeit geboten ist.

Das kann ein noch ganz unbedarfter Jungspund sein, der in einem winzigen Moment der Unachtsamkeit zum allerersten Mal NICHT dem Rückruf seiner Halter folgt, weil ihn just in diesem Moment die erste Hormonwelle der Pubertät überschwappt.

Das kann ein Hund sein, der die Chance zur großen Freiheit im nur angelehnten Gartentor erkannte ...

Das kann ein Radfahrer sein, der meint, man müsste ihm die Freiheit gewähren seinen Geschwindigkeitsrausch ungehindert ausleben zu können, oder ein Jogger, der nicht abwarten kann bis du ihm genügend Platz gemacht hast und deshalb im Vorbeirennen einem deiner Hunde auf die Pfoten tritt ...

 

Ich kann mir schon vorstellen, dass es zumindest zeitlich eine große Erleichterung für dich ist, nun den Hundespaziergang mit der Frischluftversorgung für's Kind zu verbinden - immerhin brauchst du dann auch niemanden, der in dieser Zeit dein Kind betreut.

 

Trotzdem solltest du dir darüber im Klaren sein, dass es niemals gewährleistet ist, die entsprechende Rücksichtnahme zu bekommen, die du derzeit benötigst.

 

Eine Möglichkeit ist vielleicht, Strecken zu gehen in denen Leinenpflicht herrscht.

 

Ich möchte dir einfach mal folgenden Gedanken mitgeben:

Meine Hunde bekommen mindestens ein Mal täglich eine größere Runde im Freilauf. Dazu gehe ich in Bereiche, die nicht sonderlich überlaufen sind, und wo die meisten Hundehalter den Kontakt zu anderen Hunden erlauben.

Bei alten Menschen, bei Familien mit kleinen Kindern, bei Kinderwagen, bei angeleinten Hunden nehme ich meine Hunde in Kommando, sichere sie und weiche wenn nötig auch aus.

 

Nun begegnen mir auf einmal auf meiner Lieblingsstrecke alle 50m Familien mit Kleinkindern. Ich garantiere dir: Nach spätestens einer halben Stunde permanentem Ausbremsens und Anleinens begebe ich mich zum Auto, packe meine Hunde ein und fahre mit ihnen in ein anderes Gebiet, wo sie weitestgehend ungestört ihrem Freilaufvergnügen nachkommen können.

 

Momentan bist du in einer besonderen Situation, die besonderes Management erfordert.

 

Wenn du ein Stück weit dein Handeln so ausrichtest, dass du mehr Vorausschauend agierst und Anderen damit den Umgang erleichterst - dann ist es Anderen eher möglich, mehr Rücksicht auf deine derzeitige Situation zu nehmen.

 

Auf den neuestes Beispiel bezogen: Natürlich hast du Recht, der Schäferhund hätte nicht ungefragt zu euch laufen dürfen - aber ich an deiner Stelle hätte mich nicht darauf verlassen und hätte sofort kehrt gemacht.

 

Verstehst du, wie ich das meine?

 

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für die nächste Zeit - du hast dir da eine große Aufgabe aufgebürdet ... aber irgendwann ist der Kinderwagen auch Vergangenheit und du hast dann das Gröbste hinter dir ;)

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Wie schön dass du das so gemacht hast - und deine Fortschritte geben dir ja Recht :)

 

Du siehst aber in deiner Situation jetzt trotzdem noch, mit welchen unliebsamen Momenten du trotzdem konfrontiert werden KANNST.

 

Das ist nicht nur für dich, sondern auch für deine Hunde kontraproduktiv.

 

Es ist eine große Belastung, Kindern, dazu noch eines im Kinderwagen UND Hunde, die nicht ganz unproblematisch sind, unter einen Hut zu bringen.

 

Dazu zunächst einmal von mir vorab: Hut ab vor dieser Leistung, die du bereit bist zu erbringen.

 

Helfen tut dir das aber wenig, wenn du in dieser Konstellation unterwegs bist und etwas Unvorhergesehenes eintrifft :(

 

Ich habe aber den Eindruck, solche Vorfälle ärgern dich nicht nur, sondern ängstigen dich auch, vielleicht nicht ganz so bewusst, aber ein Grumbeln im Bauch bemerkst du sicher auch, oder?

 

Dafür gibt es tatsächlich einen Grund, er der ist ganz einfach: Die uns umgebende Welt ist nicht perfekt!

 

Es wird IMMER andere Hunde, oder Radfahrer, oder Jogger oder auch einfache Spaziergänger geben, die nicht die Rücksicht dir gegenüber aufwänden, die derzeit geboten ist.

Das kann ein noch ganz unbedarfter Jungspund sein, der in einem winzigen Moment der Unachtsamkeit zum allerersten Mal NICHT dem Rückruf seiner Halter folgt, weil ihn just in diesem Moment die erste Hormonwelle der Pubertät überschwappt.

Das kann ein Hund sein, der die Chance zur großen Freiheit im nur angelehnten Gartentor erkannte ...

Das kann ein Radfahrer sein, der meint, man müsste ihm die Freiheit gewähren seinen Geschwindigkeitsrausch ungehindert ausleben zu können, oder ein Jogger, der nicht abwarten kann bis du ihm genügend Platz gemacht hast und deshalb im Vorbeirennen einem deiner Hunde auf die Pfoten tritt ...

 

Ich kann mir schon vorstellen, dass es zumindest zeitlich eine große Erleichterung für dich ist, nun den Hundespaziergang mit der Frischluftversorgung für's Kind zu verbinden - immerhin brauchst du dann auch niemanden, der in dieser Zeit dein Kind betreut.

 

Trotzdem solltest du dir darüber im Klaren sein, dass es niemals gewährleistet ist, die entsprechende Rücksichtnahme zu bekommen, die du derzeit benötigst.

 

Eine Möglichkeit ist vielleicht, Strecken zu gehen in denen Leinenpflicht herrscht.

 

Ich möchte dir einfach mal folgenden Gedanken mitgeben:

Meine Hunde bekommen mindestens ein Mal täglich eine größere Runde im Freilauf. Dazu gehe ich in Bereiche, die nicht sonderlich überlaufen sind, und wo die meisten Hundehalter den Kontakt zu anderen Hunden erlauben.

Bei alten Menschen, bei Familien mit kleinen Kindern, bei Kinderwagen, bei angeleinten Hunden nehme ich meine Hunde in Kommando, sichere sie und weiche wenn nötig auch aus.

 

Nun begegnen mir auf einmal auf meiner Lieblingsstrecke alle 50m Familien mit Kleinkindern. Ich garantiere dir: Nach spätestens einer halben Stunde permanentem Ausbremsens und Anleinens begebe ich mich zum Auto, packe meine Hunde ein und fahre mit ihnen in ein anderes Gebiet, wo sie weitestgehend ungestört ihrem Freilaufvergnügen nachkommen können.

 

Momentan bist du in einer besonderen Situation, die besonderes Management erfordert.

 

Wenn du ein Stück weit dein Handeln so ausrichtest, dass du mehr Vorausschauend agierst und Anderen damit den Umgang erleichterst - dann ist es Anderen eher möglich, mehr Rücksicht auf deine derzeitige Situation zu nehmen.

 

Auf den neuestes Beispiel bezogen: Natürlich hast du Recht, der Schäferhund hätte nicht ungefragt zu euch laufen dürfen - aber ich an deiner Stelle hätte mich nicht darauf verlassen und hätte sofort kehrt gemacht.

 

Verstehst du, wie ich das meine?

 

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für die nächste Zeit - du hast dir da eine große Aufgabe aufgebürdet ... aber irgendwann ist der Kinderwagen auch Vergangenheit und du hast dann das Gröbste hinter dir ;)

Hallo Marcolino,

 

Herzlichen Dank für Deine ausführliche, aufbauende und verständnisvolle Antwort!

Oh ja, Baby/ Kleinkind und zwei "schwererziehbare" ;) Hunde, das ist wohl ne grosse Aufgabe, aber auch eine sehr schöne und ich freue mich riesig über jeden Fortschritt, den wir als Team machen. Es stimmt, man muss die Ansprüche an die Umwelt sehr herabschrauben und nicht die eigenen hohen Massstäbe ansetzen und erwarten, dass andere Rücksicht nehmen, traurig, aber wahr.

Schmunzeln musste ich über den Tipp einen Weg mit Leinenpflicht zu wählen.... :) Wo wir heute spazieren waren, herrscht Leinenpflicht! ;) Fast überall hier, aber keiner schert sich was drum.

Ängstigen tun mich solche Vorfälle nicht, sie ärgern mich in erster Linie. Ich weiss, dass ich meine Hunde unter Umständen wie heute unter Kontrolle halten kann und vor fremden Hunden habe ich in der Regel auch keine Angst. Es ist einfach der Ärger und Frust, immer wieder in solche Situationen zu geraten, die so einfach zu vermeiden wären. Würden alle sich an ein paar einfache Spielregeln halten, hätten wir ein paar Probleme weniger im Alltag mit unseren Hunden. Aber wie schon gesagt, das ist und bleibt Wunschdenken, es wird immer wieder Begegnungen geben, die nicht nach Lehrbuch verlaufen. Man kann eigentlich nur an sich selbst und dem eigenen Umgang mit solchen Situationen arbeiten, sich Strategien überlegen und generell ein dickeres Fell ;) zulegen.

Und danke für den Tipp einfach umzukehren, an den hätte ich jetzt in Kombination mit Kinderwagen gar nicht gedacht! Meinst Du, der andere Hund wäre uns dann nicht nachgelaufen? So wie ich meine Rabauken einschätze, besonders Ludwig, würden sie blockieren und nach hinten bellen, weil sie ja die "Gefahr" von hinten bemerkt haben...Auch das sollte man mittels Erziehung im Griff haben, schon klar, aber alles auf einmal geht halt nicht mit Second-hand-Hunden. ;)

LG, Ludari

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