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Hundeforum Der Hund
Jannis

Kennt ein Hund seine physischen Grenzen, ab wann wird es gefährlich?

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Ich denke auch, da ist jeder Hund unterschiedlich - und dann noch jeder Situation.

Beim Wandern oder auf dm Unterwasserlaufband setzt sich Elli einfach hin - und macht keinen Schritt mehr . Nicht nur, wenn sie am Ende ist, sondern auch, wenn sie keine Lust mehr hat :0)

Bei der Rettungshundearbeit muss ich sie stoppen. Wenn Sie Dienst hat, hat sie Dienst. Sie würde von sich aus noch nicht mal was trinken. Sie würde rennen, bis sie umfällt. Und da kenne ich einige Rettungshunde, die so ticken.

Ich vermute, beim jagen wird es manchen Hunden auch so gehen. Auch, wenn das sicher kein Evolutionsvorteil ist. Immer wenn Motivation im Spiel ist - und Jagen (auch die RH-Arbeit) ist ja selbstbelohnend.

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Ich sehe da eben einen Unterschied zwischen "zur Ruhe zwingen" und "Ruhe lernen". Zwingen ist Blödsinn, da sind wir uns wohl einig. Lernen dagegen kann für manche Hunde schon wichtig sein. Und zwar nicht im Sinne von "du bist jetzt MÜDE!!", sondern indem man für so manchen übererregbaren Hunden Situationen schafft, in denen sie überhaupt runter kommen können. Sprich, es irgendwie hinbekommt, dass die auslösenden Reize mal eine Zeit lang wegfallen. Für die meisten reicht es schon, wenn daheim nicht ständig neue Reize auf sie einprasseln. Dass man solche Reize auch ausblenden kann, nicht jeder Fliege hinterher MUSS, das ist dabei eben die Lernaufgabe, die es Schritt für Schritt zu erreichen gilt. Wobei die meisten Hunde das wie gesagt von ganz allein hinbekommen, aber manche halt auch nur mit etwas Unterstützung.

 

(Edit, fällt mir eben noch dazu ein: Auch das ist ja wie mit kleinen Kindern. Natürlich ist es nicht sinnvoll, sie um Punkt x Uhr ins Bett zu beordern. Aber während viele Kinder von sich aus gut runterkommen, ist es für manche anfangs eine unerlässliche Hilfe, wenn Radio und Fernseher in der Wohnung abgeschaltet werden, das Licht etwas gedämpft, eher eine leisere Musik eingelegt, ein wenig gekuschelt... Ohne diese Hilfe würden die nämlich immer weiter hochdrehen, davon können etliche Eltern ein Liedchen singen!)

 

Übrigens finde ich den zweiten Aspekt, nämlich das, was nun körperlich so drin ist, auch einen wichtigen Aspekt. Da läuft es nämlich ähnlich: Die meisten Hunde haben ein sehr gutes Gespür dafür, was sie können und was nicht. Aber es gibt auch unter den Hunden echte Kamikazetypen, die die Grenzen ihrer Möglichkeiten einfach nicht zuverlässig wahrnehmen können oder wollen. Die springen schon mal ins Nichts, stürzen sich in Hecken, oder tun sonstige abenteuerliche Dinge. Natürlich mehr oder weniger, wer gar kein Gefühl dafür hat bringt sich ja meist schon sehr früh in seinem Leben selbst um - aber ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung gibt es durchaus. Und eindeutig zum Thema wird das bei alternden Hunden. Während die einen es mit Bedacht angehen lassen und ihre veränderten Grenzen sehr wohl erkennen, sind etwas stürmischere Charaktere da nicht immer so leicht zu überzeugen. Ich hab jedenfalls, als Kaya älter wurde, den Sessel im Wohnzimmer lieber weggeräumt. Denn auch, wenn sie durchaus noch fit war: Dass sie eben nicht mehr aus dem Stand mal einen guten Meter weit vom Sofa aus rüberspringen konnte, das wollte sie einfach partout nicht einsehen... :rolleyes:

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Ich habe, wie so oft, ein Problem damit,

dass dieser starke Drang zur Arbeit, mitunter auch nur zur Action,

als überaus negativ dargestellt wird.

 

Die meisten Hunde sind nun mal vom Menschen abhängig.

Ob ich nun auch mit aufpassen muss, dass mein Hund sich nicht übernimmt,

finde ich nicht so furchtbar.

 

Und ja, viele Hütehunde sind so, die würden sich umbringen, bloß um noch eben die Schafe

bei 35 Grad im Schatten umzuweiden.

 

Aber dieser "Wahn" gehört irgendwie zum Gesamtpaket.

 

Genau, wie das Ablegen und liegen-bleiben auf Pfiff in 300 Meter Entfernung, auch wenn eine Gruppe

Kinnings auf ihren Island-Ponies in 10 Metern Abstand vorbeidonnert.

Und unendlich viele Dinge mehr.

 

Es stimmt, man muss auf seine Hüterlis aufpassen.

Andererseits bieten die Spinner auch eine Menge;

zum Beispiel haben alle meine Hunde sich, dank sehr gutem Zuhören und alternativer Beschäftigung,

kein bisschen für Wild interessiert.

 

Es gibt ein gutes Border-Collie-Buch mit dem Titel "Hunde auf der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn",

ich denke, dass der Titel Programm für alle "echten" Hütehund-Rassen ist.

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Sehe ich auch so. Ich finde es absolut nicht negativ sondern toll. Es fordert verantwortung vom hundehalter, genauso wie andere eigrnschaften von anderen rassen wie z.b. ein extremer jagdtrieb.

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Wie mara schon richtig schrieb konnte keinerceinen hund gebrauchen der beim vorletzte schaf im schneesturm keine lust mehr hatte. Der hund unserer ausbilders ist ein trial auch mal mit 2 gebochenen rippen zu ende gelaufen. Fürs hobby agility wurden sie halt nicht gezüchtet. Aber auch in andren aufgaben wie z.b. bei rettungshunden ist es von vorteil wenn der hund alles gibt.

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Meistens heißt es immer, dass Welpen von alleine zur Ruhe kommen/finden - bei Bolle war dem aber nicht so, wir haben ihn zur Ruhe genötigt, z.B. über Anbinden am Körbchen wenn's nicht anders ging. Man hatte bei dem Gefühl, er hätte das Gefühl etwas zu verpassen wenn er schläft. :)

Aber nun zieht er sich selber zurück und pennt. Rein körperlich könnte ich einiges mehr aus Bolle rausholen, aber will ich das? Nein. Körperliche Überanstrenung ist das Eine, die mentale das Andere. Als Hundehalter habe ich die Pflicht meinen Hund ausreichend zu bewegen und zu beschäftigen ohne den Hund permanenet zu überfordern.

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Unsere Schäferhunde konnten auch abdrehen bis zum Umfallen, gerade als sie jung waren, ging die Post ab.

 

Die Wolfshunde, sowohl Mowgli als auch ganz besonders Leon sind stinkefaul. Die haben kein Problem den ganzen Tag in der guten Stube zu liegen und zu pennen.

Draußen halten sie dann allerdings bei kühlen Witterungsbedingungen lange durch. Bei Sonne läuft gar nichts mehr.

Speziell Leon will dann gar nicht mehr laufen,legt sich nur noch unter einen Baum und döst.

Von Arbeiten halten sie auch nicht so viel.

Ich habe zwei Phlegmatiker. B) B)

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Sunny kennt an sich ihre Grenzen aber nicht beim Fussball spielen.

Da würde sie echt machen bis sie tot umfallen würde.

Darum bekommt sie den so selten.

Ca 5 mal im jahr.

Absolute Sucht.

Buddeln tut sie auch mit Leidenschaft aber da hört sie schon auf.

Vivo kennt absolut seine Grenzen und zeigt sie mir auch.

Er setzt oder legt sich auch einfach hin und dann machen wir auch min 15 min Pause.

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Naik kennt seine Grenzen nicht ...

 

Vor einigen Jahren hatte er Rattengift gefressen und noch einen Darmverschluss nach gelegt. Mein Hund stand auf allen vier Pfoten und sah nicht all zu übel aus , wenn man weggeschaut hat wenn er Blut gekotzt hat. Einen Tag nach der riesigen Op ging der Herr schon wieder über Tische und Bänke. 

 

Danach hat er es geschafft so blöde über seine eigenen Füße zu fliegen das er sich ein Kreuzband angerissen hat... Drei Schritte ist er gehumpelt, dann musste ich ihn an die Leine nehmen damit er nicht einfach weiter dem Tagesgeschäft nachgeht. 

 

Jeden Morgen und Abend kracht er kurz vor dem Füttern mit dem Kopf gegen die Wand weil er die Kurve nicht kriegt.

 

Bei ihm bin ich mir sicher der rennt auch ohne Animation bis er Umfällt oder eines Tages vor einen Baum kracht.

 

Wir haben die letzten Wochen den Garten umgegraben und ich habe Naik nicht verboten zu buddeln (aber auch nicht dazu animiert) , wenn wir auch buddeln. Nach 3 Stunden Dauereinsatz in der prallen Sonne ohne das er auch nur einmal Pause gemacht hätte oder Wasser getrunken hatte , habe ich ihn unter größten Protest auf der Terrasse unter den Sonnenschirm geschleift und angeleint , wo er erst 2 Näpfe Wasser gesoffenen hat und dann augenblicklich in den Tiefschlaf fiel.

 

Fino ist da anders , der ist eher faul veranlagt. Meistens macht er schon Pause bevor er in den Bereich kommt, das es ihn anstrengen könnte. Er lebt ganz nach dem Motto Sport ist Mord.

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Morgens treffe ich öfter einen HuHa, der einen Galgo aus Spanien adoptiert hat. Er erzählte mir einmal, dass die Hündin einer Krähe nachgejagt ist. Die Krähe machte sich (so die Aussage des HuHa) einen Spaß daraus, die Hündin hin und her zu jagen, setzte sich immer ein Stück weit vor ihr hin und flog auf, wenn sie ihn fast erreicht hatte - immer hin und her. Die Galga war zum Schluß so kaputt, dass sie nicht mehr in der Lage war, zu ihrem Herrchen zurück zu gehen. Er musste sie nach Hause tragen.

Inzwischen hat sie gelernt, Ruhe zu suchen und verausgabt sich nicht mehr bis zum Äußersten. Sie kannte ihre Grenzen jedenfalls nicht.

 

Unsere Jule kennt ihre Grenzen eigentlich ganz gut. Zum Glück.

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