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Hundeforum Der Hund
Jannis

Kennt ein Hund seine physischen Grenzen, ab wann wird es gefährlich?

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Meine quirlige BC-Mix würde immer wieder weitermachen, wenn ich sie dazu motiviere, wenn auch mit der Müdigkeit langsamer. Frisbee zb ist sehr anstrengend, wenn sie müde wird merke ich, dass sie beim zurückrennen langsamer wird.

Nach langen Wanderungen hat sie auch nicht mehr so Lust was zu tun, würde aber wenn ich sie motivieren würde, vielleicht ghet es ja noch ein paar km weiter bis zum Ziel.

Von sich aus würde ske nicbt mehr viel tun..

Ich finde das toll, sie ist immer dabei, wenn sie soll, gibt aber Ruhe, wenn sie genug gemacht hat. Mit einem Hund, den ich zum weitergehen etc motivieren müsste, hätte ich Mühe

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Also ich sehe es glaube ich etwas anders als die meisten.

Ich glaube, dass kein Hund, wenn kein Außenreiz gesetzt wird, sich zu Tode strapaziert. Ich hatte nun wirklich genügend Hunde, die bei der Arbeit und im Spiel keine Grenzen kannten, leider auch einen Balljunkie. Aber keiner dieser Hunde ist über seine Grenzen hinausgegangen, während wir einfach nur im Garten abgegammelt haben. Da haben sie miteinander gespielt, aber doch nicht bis an die Grenzen des körperlichen Zusammenbruchs.

Und genau genommen denke ich auch, dass jeder Hund Erschöpfung signalisiert, Menschen jedoch andauernd darüber hinwegsehen. Meinen Malis haben jedenfalls sehr wohl feine Signale gesandt. Und so bekloppt die auch bei der Arbeit sind, an freien Gammeltagen rannten die absolut nicht wie angestochen durch die Gegend.

Bei der Jagd wird natürlich ein Außenreiz gesetzt, da kann ich mir schon vorstellen, dass reizempfindliche Hunde sich auch zu Tode hetzen, wenn die Beute immer wieder in Sichtweite kommt. (naja, genau genommen haben wir einen jungen Hund so verloren, dem ist bei einer sehr kurzen Kaninchen-Hatz die Bauchschlagader gerissen - der TA sagte aber, das hätte auch in jedem anderen anstrengenden Moment passieren können und weder wir noch der Hund hätten das voraus sehen können).

Dass Hunde Gefahren nicht erkennen, liegt meist auch daran, dass wir Menschen es verhindern. So wäre mein Balljunkie mir fast vom Balkon gesprungen, weil ich unten war und gepfiffen habe (nicht ihn rufen wollte, sondern meine Mutter, zwei verschiedene Pfiffe) Meine Mutter hat ihn gerade noch erwischt. Aber der wäre doch niemals so blöde gewesen, einfach so da runter zu springen, wenn ich nicht gepfiffen hätte.

Auch verletzte Hunde würden meines Erachtens nach nicht sinnlos wie bekloppt rumrennen, das sind ja normalerweise Hunde bei der Arbeit (oder im forcierten Spiel). Wären die daheim in ihrem reizfreien Garten, würden sie auch nicht mit gebrochenen Knochen durch die Gegend sprinten.

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Ich frage mich immer, wie das mal geplant war.

z. Bsp. bei den richtigen Arbeitsrassen.

Da wurde früher mal, so stelle ich mir das vor, gearbeitet oder nicht.

Gab auch mal tagelang nichts zu tun.

Und so ganz kann ich mir nicht vorstellen, dass dann jemand neben dem Hund stand und ihn nötigte sich hinzulegen und Ruhe zu halten.

Ich denke, da wurde andere Arbeiten erledigt und es war gar keine Zeit, da den Hund noch am Platz zu halten und ständig bloß zu schauen das er sich ja bloß nicht bewegt.

 

Ich gehe mal einfach davon aus, die haben sich selbst reguliert.

 

Wir ernten jetzt was wir säen.

Wir fangen das alles an, arbeiten, Sport usw, ziehen den Hund schön hoch und haben dann mit runterschrauben zu tun.

Sagen aber "Der kanns nicht".

Wie auch, haben die meisten nie gelernt, wurde alles vordiktiert. Action wenn menschlich gewünscht, Ruhe wenn menschlich gewünscht - alles nach unserer Nase.

 

Ich steh mit dieser Ansicht ja ziemlich alleine auf weiter Flur (macht aber nichts) aber ich finde nach wie vor zuviele Hunde so sehr "entschleunigt" und kontrolliert und die meisten Überreaktionen und Fehlverhalten begründen sich für mich aus z. Bsp. (gut gemeintem) Mangel an Bewegung. Wenn ich manchmal sehe, wie runterdosiert schon junge Hunde werden, bloß damit sie sich nicht "stressen" und wie die Erklärung dann genau am falschen Ende gesucht wird, obwohl sie einen quasi anspringt... 

 

Man darf das kaum sagen, weiß ich.

Am Ende steht man in irgendeiner Ecke und es heißt, man hätte gesagt alle Hunde müssen überfordert werden und brauchen 24/7 action. Damit rechne ich auch jetzt.
Es ist wahrscheinlich auch sinnfrei, nochmal betonen das dies nicht so gemeint ist.

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Mh, weiß nicht, ob ich dir, Cartolina, zustimmen kann. Wenn ich da an Kimba denke, die ging über sämtliche Grenzen hinweg. Beim Jagen sowieso, dabei setzte wohl vor lauter Adrenalin das Schmerzempfinden aus. 

 

Sie hat sich einmal vom Streuner Lucky anstecken lassen und ist mit ihm losgetrabt. Beim Spaziergang rannte er los (wir hatten die magische Grenze für Lucky übersehen) und sie rannte mit. Erst am späten Abend bekamen wir die Nachricht vom Nachbardorf, dass unsere Hunde dort vor einem Haus lagen, in dem wir vorher mal für ein paar Wochen wohnten. Ich kann nicht mehr sagen, wie viele Kilometer dazwischen lagen, aber die Hunde sind ja auch nicht den direkten Weg gelaufen. Ich schätze mal, es waren so 6-7 km, also keine Entfernung für Hunde. Sie sind morgens abgehauen und spät abends da am Haus angekommen.

 

Wir holten die Hunde ab. Lucky kam fröhlich zu uns gelaufen. Kimba aber konnte kaum gehen. Ihre Pfoten waren blutig gelaufen. Emma würde in dem Zustand keinen Zentimeter mehr gehen. Kimba wollte schon am nächsten Morgen wieder losrennen, dann halt humpelnd. Das haben wir natürlich nicht zugelassen.

 

Naja, aber Kimba gehörte auch nicht zu den normalen Hunden. Vielleicht lags daran.

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@velvetpoison

Da gebe ich dir Recht. Vieles kann man einfach entwickeln lassen.

Im Unterschied zu früher haben Hunde heute viel mehr Aufmerksamkeit, alles wird analysiert, bewertet und als behandlungswürdig klassiert. Immer in der Angst etwas zu verpassen.

Früher lief der Hund viel mehr so nebenbei, Arbeit Ja, aber den Rest des Tages rumgammeln.

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Natürlich nicht meine Hunde liegen zu Hause auch einfach nur rum. Da rennt keiner durch die Gegend etc., natürlich muss es einen Außenreiz geben bzw die Arbeit. Bei uns ist es so wie bei Cartolina. Meine Hunde sind so die entspanntesten und faulsten Hunde. Meine 13 jährige Oma wäre aber sofort senkrecht die Strohballen hoch oder hätte versucht einen schönen Outrun hinzulegen wenn ich das verlangt hätte. DA hat sie keinen Schutzreflex gehabt bis sie tot umfällt bzw sich verweigert. Dass wurde abgezüchtet aus bestimmten, nachvollziehbaren gründen. Viele Arbeitsrassen wurden halt für einen bestimmten Einsatz gezüchtet. Der sehr wohl strikt reguliert wurde. Viele Border Collies lebten früher im Stall, oft auch heute noch. Wurden sie gebraucht, wurden sie geholt. Dann arbeiten sie und wenn es erledigt ist -that'll do- dann ist Ende. Und während der Arbeit sind die Hunde voll auf Adrenalin und müssen unter Umständrn vor sich selbst geschützt werden. Da wirft halt keiner 100000x das Bällchen. Lebensmüde sind die Hunde nicht. Auch nicht "irre" was ja bei manchen durchklingt.

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Meine 1. Hündin war ja eine, die 6 Stunden stur geradeaus laufen konnte. 20 Minuten Pause machte, wenn überhaupt und das gleiche nochmal durchziehen konnte.

Ihr war es auch egal, ob sie sich krallen rausriss oder die Pfoten blutig waren.

Sie stand da völlig drüber.

 

Sie war, so fern kein Besuch hier war, in der Wohnung ein ruhiger Hund.
Das lag aber auch daran, das ich hier nie was mit ihr gemacht habe. Keine Spiele, keine action, nicht mal die hochgelobte Kopfarbeit. Einfach gar nichts.

Ich habe sie aber auch auf keinen Platz gehalten wenn sie rumlief oder sich selbst beschäftigte.

Sie hat dann irgendwann einen Weg gefunden, mit sich selbst klarzukommen und hatte die Nerven, sich von selbst abzulegen.

 

Ich folgte anfangs vielen gut gemeinten Ratschlägen.

Die immer so endeten das meine Hündin kontrolliert, durch Blicke und Worte festgehalten, irgendwo sass und vor Anspannung zitterte und nur hoffte, ich wende ich den Blick ab damit sie wieder los kann.

 

Sie brauchte draußen keine extra Bespassung.

Sie befolgte 3, 4 Signale und ich lies sie laufen. Es gab Spaziergänge, da hab ich zu ihr komplett gar nichts gesagt.
Dadurch das sie eh schnell oben drüber war, wäre da alles zuviel gewesen.

Und hätte man sie draußen gebremst, wäre die Liste an Fehlverhalten nur noch länger geworden.

 

Wenn ich sie 2 Tage angeleint hatte oder an der Schleppe aus... Gründen einfach manchmal, war der 3. Tag ein Alptraum.
Weil sie sich dann nahm was sie brauchte und erstmal allen Stress wegrennen musste.

Da brauchte ich mir überhaupt nicht einbilden, ich könne sie kontrollieren.
 

Grundsätzlich war sie immer besser ansprechbar, wenn sie gelaufen war.

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Velvetypoison da schließe ich mich dir vollkommen an. Meiner meinung nach entstehen die meisten probleme aus unterforderung und zu wenig bewegung. Diese zwangsruhe ist mittlerweile schlimm. Auch sind viele hunde gestresst und überfordert, aber nicht wegen zu viel akitivität (eine h am tag agi oder anderer sport, das sind immer noch 23h nichts tun), sondern überhöhten und falschen ansprüchen an den hund, der welpe muss mit 6 monaten perfekt sein und wird zugemüllt mit zig trainingsmethoden, "sozialisierung" etc (beim b.c. sagt man nicht umsonst unter jeder pfote ein jahr bis er fertig ist, auch geistig), schlechter kommunikation mit dem hund und der hund hat zu hause stress. Permanent steht er im fokus, wird beobachtet und beurteilt, stress in der familie... viele hütehunde (rede jetzt nur von denen weil ich da etwas ahnung habe) brauchen viel ruhe. Sehr viel. Man darf den hund nicht überreizen. Und sie brauche da sehr wohl auch anleitung wann wie etc. Aber der trend früher: der muss ja vieeeel arbeiten!! Ist jetzt teilweise ins komplette gegenteil übergeschlagen. Da sollen junge hunde stundenlang in eine box, man soll garnichts mit den hunden machen, jeglicher übermut oder aufmüpfigkeit ist jetzt gestresstheit und krankhaft, am besten geht man mit dem junghund immer den gleichen weg (in einem aussie forum gelesen), bis der hund dann resigniert hat. Nee, das ist es auch nicht.

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Ich bin jetzt fast ein bisschen glücklich das ich verstanden wurde.  :)  :o

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Kimba haben wir auch nur selten gestoppt, Velvetypoison. So wie du deinen Hund beschreibst, das hätte auch zu Kimba gepasst. Einengung war für sie furchtbar. Das Jagen hat sie irgendwann selbst aufgehört, aber viel rennen usw. wollte sie immer noch. Und sie war dann auch immer noch ein Hund, der draußen Action brauchte und sich Beschäftigungen selbst suchte. Auf lustige Dauer-Ballspiele u.ä. hatte sie gar keine Lust - Gott sei Dank. Im Haus war sie so ruhig, dass oft die Frage von Besuchern kam, wo denn Kimba sei. Da hat sie sich einfach in ihren Korb gelegt und gedöst oder geschlafen. Sie ist nur selten im Haus rumgelaufen. Also, ein Hund mit 2 Gesichtern :D

 

Sie war aber draußen ein Hund, der über die Schmerzgrenzen hinweg ging. Gestresst wirkte sie dabei nicht - aber wir manchmal :D

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