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Hundeforum Der Hund
Lucy_Lou

Anfälle, vermutlich keine Epi, selten, bitte Hilfe!

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Ich versuche es hier auch mal, vielleicht hat ja jemand schon etwas in der Art erlebt oder ist zufällig ein Neurologe oder so...

 

Smilla hat seit Ende März Anfälle. Ich halte mich mal kurz, bitte fragt nach

 

Smilla ist ein Sheltie, 2 Jahre alt, keine Krankheiten zuvor bekannt

 

Die Anfälle sind rein Stress-induziert, die Auswirkungen sind allerdings stärker, wenn sie sich dabei stark bewegt (es ist positiver wie negativer Stress. Hochfahren bei Hundesport, aber auch erschrecken)

 

Es fängt immer an mit torkeln, teils Ausfallschritte, dann Muskelkrämpfe (sie streckt ein Bein weg, krümmt den Rücken, streckt ein anderes Bein weg... kein auf der Seite liegen und krampfen). Dann zittert sie mit dem ganzen Körper. Sie ist dabei bei vollem Bewusstsein, ansprechbar und scheint mir keine Schmerzen zu haben. Die einzelnen Stadien sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Nach einem Anfall ist sie sofort wieder wie immer

 

Sie ist sonst komplett normal. Frisst normal, trinkt normal, ist aktiv wie immer, kein Husten, kein irgendwas...

 

Die letzte Impfung ist knapp ein Jahr her und auch hat sie noch kein Anti-Zeckenmittel oder irgendwas bekommen dieses Jahr

 

die Anfälle treten nur bei Stress auf, nie in Ruhe. Ich kann sie wirklich voraussagen, wenngleich ich nicht alles verhindern kann

 

 

was wir haben:

 

ein großes Blutbild (unauffällig) mit zig Zusatzuntersuchungen mittlerweile zu Parasiten und weiß der Geier

 

ein Röntgenbild von Herz und Lunge, ein Ultraschall mit Doppler vom Herzen und ein Belastungs-EKG (in einem Anfall, den wir dafrür ausgelöst haben)

 

ein MRT vom Gehirn

 

eine neurologische Untersuchung

 

 

es ist alles unauffällig.

 

Die Neurologin riet uns zu Glutenverzicht und das hat geholfen. Smillas Anfälle brauchen nun mehr als Auslöser und sie hat deutlich weniger Muskelkrämpfe während eines Anfalls. Sie tippt auf Dyskenisien, Probleme bei der Weiterleitung vom Nerv zum Muskel. Sowohl sie als auch die Tierklinik, bei der wir das MRT und das Belastungs-EKG gemacht haben, glauben nicht an Epilepsie. Problem ist, dass man in der Hinsicht wenig testen kann beim Hund. Sie riet zu Anti-Epiletika (Phenobarbiraten), um das Stress-Level zu senken und eventuell sind es ja doch sehr ungewöhnliche fokale Anfälle. Das tu ich Smilla für den vagen Verdacht aber nicht an.

 

Bei Smilla summiert es sich. So als Beispiel: Wir können eine Runde im Agi laufen laufen und es ist ok. Dann 10 Minuten Pause und wenn wir dann wieder anfangen, geht es quasi sofort los. Oder wenn wir einen stressigen Tag haben, sinkt die Auslöseschwelle immer mehr. Als würde da irgendwas auf- oder abgebaut werden...

 

 

Wir werden es nun mit der Uniklinik in Gießen probieren als nächstes, aber vielleicht kommt das ja irgendwem bekannt vor...(auch wenn man es niemandem wünscht)

 

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Hast du davon mal ein Video gemacht? Das wäre vielleicht auch für die Ärzte gut, das richtig zu sehen.

 

Ich selbst habe da zum Glück keine Erfahrung mit und kann für euch nur die Daumen drücken, dass ihr das in den Griff bekommt.

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Ja, ich habe ein Video:

 

Ich muss dazu sagen, das war vor dem Glutenverzicht und eben bewusst über Spiel ausgelöst für das Belastungs-EKG (deshalb der schicke Neopren-Anzug...). Das war Smillas bislang schwerster Anfall. Auch sieht man nicht das Torkeln am Anfang und die Krämpfe nur eingeschränkt, weil sie dann halt auf dem Arm ist... Aber ein Bild machen kann man sich vielleicht. Im Moment ist es mehr Torkeln, was sie zeigt

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Also - Muskelkrämpfe (falls es Krämpfe sind) tun weh!

Auch Epis, bei denen man das Bewusstsein behält, tun weh.

 

Menschen bekommen teilweise Antiepileptika, wenn sie bestimmte Arten von Schmerzen haben ....

Antiepileptika werden (Menschen) bei diversen Krankheitsbildern empfohlen, nicht nur bei Epilepsie.

Zur Muskelentspannung halte ich es für eine Option.

 

Wünsch Euch ALLES Gute!!

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Dann schau mal vorsichtig nach, was Luminal (Phenobarbital) bei Menschen (und auch beim Hund) bewirkt, was es für Nebenwirkungen hat und wie unheimlich schwierig es ist, das jemals wieder los zu werden.

 

Beim Hund wirkt kaum etwas von dem, was beim Menschen eingesetzt wird bei Epi, da es zu schnell verstoffwechselt wird

 

Das in Frage kommende sind extrem starke Drogen, die ich ganz sicher nicht auf einen vagen Verdacht hin gebe.

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Luminal kenne ich nur vom Hörensagen . nehme selber Antiepileptika, daher weiss ich um das Obige.

Wollte Euch nicht zu nahe treten.

 

Wünsch Euch von Herzen Erfolg bei der Diagnose und der Behandlung......

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Meine Hündin hatte Epilepsie und musste Luminal nehmen. Als der Mist anfing war Pexion noch nicht auf dem Markt. Will sagen - wenn das Medikament hilft, kann man mit den Nebenwirkungen leben. Oft ist es eben die Wahl zwischen Pest oder Cholera.

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Meine Hündin hatte damals ähnliche Anfälle. Bei ihr war es eine Nebennierenrindeninsuffizienz. Das große Blutbild war da auch unauffällig.

 

Mit Antiepileptika würde ich auf keinen Fall anfangen. Das hat es damals bei meiner Hündin nur noch schlimmer gemacht, aber absetzen ging dann auch nicht mehr.

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Meine Hündin hatte damals ähnliche Anfälle. Bei ihr war es eine Nebennierenrindeninsuffizienz. Das große Blutbild war da auch unauffällig.

 

Wie findet man das raus?

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Mal so doof gedacht... Kann es etwas mit den Ohren zu tun haben, also sowas wie ein Hörsturz, oder was in der art? Passt nun weniger auf die Gluten-Geschichte, aber mir fiel das im Zusammenhang mit den vor einer Weile erwähnten Vestibularsyndrom in den Sinn (auch wenn ich bezweifle, dass es dieses ist bei deiner Hündin!).

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