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Kira schießt auf Autos zu- nur manchmal, unvorhersehbar! Was tun?

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Hallo, vielleicht kann jemand uns eine Hilfestellung geben?!

 

Kira, unsere dreijährige Entlebucherin, hat sich angewöhnt, sich manchmal plötzlich, wenn ein Auto vorbeifährt, in die Leine zu werfen und auf das Auto seitlich zuzuschießen, als ob sie der Teufel ritte!

 

Auch rennt sie manchmal Radfahrern oder Joggern hinterher und verbellt sie.

Für bzw. gegen diese Fälle haben wir schon viel mit ihr geübt, zum großen Teil erfolgreich, aber eben nicht immer.

Mein Mann lenkt sie ab, indem er Stöckchen sucht und wirft oder auch nur so tut, als suche er eins.

Ich rufe sie zu mir, gebe ihr Leckerlis, bis Radfahrer oder Jogger weit genug weg sind. Trotzdem kommt es vor, dass sie hinterher sprintet und die Leute mit Bellen erschreckt.

 

Für das erste Problem fällt mir gar nichts ein, vor allem, weil Kira bei 99 Autos völlig uninteressiert mit mir weiter geht, aber beim 100sten plötzlich losschnellt.

 

Hat jemand eine Idee oder kann gute Erfahrungen (in Sachen Problemlösung) mit uns teilen? 

 

Danke im Voraus, ich freue mich auf Eure Antworten!

 

Barbara

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Also, zu Radfahrern und Joggern: Ablenkung mit Stöckchen werfen o.ä. halte ich für ungut, denn, was soll der Hund dadurch lernen? Anschließend Stöckchen werfen, zur Belohnung und zum Stressabbau finde ich wiederum gut.

 

Ich kann dir jetzt nur sagen, wie ich es mit Emma gemacht habe. Sie musste lernen sich an den Rand zu setzen (anfangs nur zu stellen), wenn uns Radfahrer oder Jogger entgegenkamen. Während sie saß (oder anfangs stand) bekam sie irgendwas Leckeres - zur Belohnung für "bleib"!. 

Zuerst habe ich sie angeleint, bin mit ihr an die Seite gegangen und habe mich vor sie gestellt. Später stand ich neben ihr und letztlich ging das Ganze ohne Leine. 

 

Radfahrer, Jogger, Autos sind schon lange kein Thema mehr. 

 

Thema sind aber manchmal noch Quads und Motorräder. Die sind halt laut, die Fahrer manchmal etwas meschugge (drehen absichtlich das Fahrzeug hoch, wenn sie an Leuten oder Hunden vorbeirasen) und für Emma ist das echt ne Tortur.

 

Bei diesen Fahrzeugen nehme ich immer etwas mehr Abstand, als bei Joggern, Radfahrern und Co. Emma hat nämlich Angst vor den Krachteilen und will sie verjagen.

Sie kennt das "bleib" und das "nur gucken". Wir haben also immer wieder "nur gucken" geübt: Hinsetzen und die Krachteile anschauen. 

 

Das ist jetzt (sie ist 3 Jahre) wesentlich besser geworden, aber ich kann mich noch nicht 100 Prozent darauf verlassen. Deshalb hole ich sie immer! zu mir, wenn so ein Krachteil näher kommt. Hier reicht also nicht ein an die Seite gehen. Sie muss kommen, sie muss sich dann hinsetzen und ich stehe immer noch vor ihr (Schutz für Emma, stehe also zwischen Fahrzeug und Emma sozusagen). 

 

Sie wird immer noch gelobt, wenn sie dann ruhig sitzen bleibt, aber ruhig gelobt, nicht irgendwie mit Quietschstimme oder so was. Wenn das Fahrzeug vorbeigefahren ist, bleibe ich entweder noch ein paar Sekunden da stehen oder spiele direkt mit Emma ein kurzes Spiel (Stressabbau). Das kommt halt darauf an, wie stressig das Fahrzeug für Emma war. Bei sehr lauten Motoren ist sie immer noch gestresst. Dann werfe ich direkt Ball, Stock o.ä. oder lenke ihre Aufmerksamkeit auf einen Busch oder was auch immer für sie spannend ist.

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Hallo und willkommen im Forum.  :)

 

Dass Kira schon 99 von 100 Auslösern schafft, ist doch schonmal toll. Nun ist es so, dass auch bei Hunden irgendwann das Fass voll ist. 

Vielleicht waren ihr die 99 Autos/Jogger/Radfahrer vorher nicht egal, aber sie hat gelernt, ihren Impuls zu unterdrücken. Genau da ist dann aber auch oft das Ursprungsproblem.

 

Kira hat nicht wirklich gelernt, mit den Auslösern umzugehen, sondern ihr habt sie nur abgelenkt.

 

Ein neuer Ansatz wäre für mich hier z.B. das "Zeigen und Benennen"

 

 

So lernt Kira positiv, mit dem Auslöser umzugehen.

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Ich habe es ähnlich wie KleinEmma gemacht.

Meiner war auch so ein Auto- und Radfahrerspringer mit Bellen. Anfangs ist es natürlich stressig. Ständig schauen, kommt Auto oder Rad.

Wenn ich Auto gesehen habe, habe ich "Auto und bleib" gesagt und bin mit ihm zum Rand gegangen. Dort musste er stehen bleiben. War Auto vorbei gab´s ein "Und weiter"

Er hat eigentlich ziemlich schnell begriffen. Bei mir gab es keine Leckerli, sondern nur ein übertriebenes "Feeeiiiiin" + streicheln.

Bei Autos mache ich es jetzt auch noch, da bei uns sie Straßen ziemlich schmal sind. Radfahrer fahren nun einfach vorbei.  

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Der Tommy macht das auch.

Ich hab schon einiges versucht, an die Seite stellen klappt nur, wenn ich genügend weit  weg bin. Dann kann ich ihm Radler, Jogger und auch Fahrzeuge zeigen und mit einem Leckerli bleibt er dann auch ruhig. Was gar nicht geht sind Mopeds, Motorräder oder Quads. Da flippt er total aus. Ich denke, das ist bei ihm Angst.

Es wird mir halt nichts übrigbleiben, als immer zuschauen, wenn was kommt und dann genügend weit weg zu gehen.

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Bei mir hat sich Folgendes bewährt: Ich habe mich IMMER von diesen Auslösereizen WEG bewegt, heißt:

 

Kam ein Fahrrad von Hinten, so habe ich mich, nachdem es an uns vorbei war, umgedreht und mich weiter davon entfernt. Genau so bei Joggern, Spaziergängern, anderen Hunden.

 

So habe ich von Beginn an ein "Hinterher" gar nicht erst aufkommen lassen.

 

Vermutlich habe ich das unbewusst mit der Funktion des "Zeigen und Benennen" verbunden, weil ich öfter auch kurz stehen blieb, dem Objekt also kurz nachgesehen habe (damit auch der Hund), und mich dann aber umgedreht und in die Gegenrichtung gegangen bin. Zu Beginn natürlich gesichert (angeleint).

 

Die Betonung liegt auf "immer" - bis ich mir wirklich sicher war, dass ein Gehen in die gleiche Richtung keinen "Verfolgungsimpuls" mehr ausgelöst hat. Gesehen habe ich das an der Reaktion meiner Hunde, wenn diese z. B. den Grasbüschel interessanter fanden als den uns passierenden Jogger, Radfahrer, Spaziergänger. Auch hier habe ich zunächst gesichert, also angeleint, ausprobiert, ob mein Hund wirklich kein Interesse mehr daran zeigt, das Objekt zu verfolgen.

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Mir ist gerade noch was eingefallen.

Es ist auch schon wieder ein paar Jahre her, aber hier in der Nachbarschaft gab es mal eine Westi-Hündin, diese fand nur dunkle Autos (dunkelblau und schwarz) zum fressen. Wenn solche Autos vorbei fuhren, ging sie so was von ab. Abgewöhnen konnte man ihr das bis zu ihrem Tod nicht.

 

Das kam mir nur gerade in den Sinn, da es bei euch ja auch nicht immer passiert.

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Also ich nehm mal an, dass wenn Autos in der Nöhe sind sie immer an der Leine ist.

Versuch sie doch zwischen dir und der Hauswand zu halten. So bist du als Schutz vor den Autos da.

Nimm die Leine kurz, die Leine sollte noch durchhängen also ohne zug, aber nicht so lang das sie in ein Auto hopsen kann.

Sie wird sich dran gewöhnen und wenn es nicht bei allen Auto ist leent sie das auch noch. Groß üben würde ich da nicht. Einfach im Alltag.

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Ein großes DANKE an Euch alle, die Ihr so schnell geantwortet habt-, ich war überrascht und habe mich sehr gefreut!

 

Zuerst einmal werde ich es mit dem "Zeigen und Benennen" versuchen, das geht allerdings nicht an einer stark befahrenen Straße (und gerade da habe ich das Problem mit der Kira und ihrer schnellen Reaktion), sonst komme ich gar nicht mehr vom Fleck. Das spricht auch gegen das sofortige Wenden und In-die -Gegenrichtung-Gehen. Aber wir können ja erst einmal an verkehrsarmen Straßen üben.

 

Auf die Farbe der Autos werde ich mal aufpassen, wer weiß, womöglich spielt sie eine Rolle!

 

Dass sie auf der abgewandten Seite (von der Fahrbahn) geht, habe ich zwar schon beachtet, aber da will ich noch konsequenter werden.

 

Bei entgegenkommenden Radfahrern und Joggern bin ich schon oft mit der Kira zur Seite gegangen und stehen geblieben, und zwar ziemlich lang, weil sie dann- sogar nach einem Leckerli als Belohnung, also ziemlich spät- noch manchmal einen Bogen macht und dem "Opfer" eben doch noch hinterher läuft und es verbellt. 

Seltener oder gar nicht kam das vor, wenn ich sie an die Leine genommen hatte und sie dann abgemacht und mit einem auffordernden "lauf!" in die Richtung weiter geschickt habe, in die wir sowieso gegangen sind.

 

Bei von hinten kommenden schnellen Radlern, die ich selbst nicht rechtzeitig bemerke, weiß ich allerdings noch nicht, wie ich Kira zurückrufen kann. Entweder sie ist an der Leine und fällt mir sozusagen in die Leine, oder sie abgeleint, dann rennt sie hinterher, egal, ob ich in die Gegenrichtung gehe oder nicht.

 

Versuchen will ich es mit einem langen Pfiff, der ein Jackpot-Leckerli ankündigt. Einen kurzen Pfiff mit ebenfalls einem sehr guten Leckerli danach habe ich schon eingeführt, und meistens funktioniert er auch, aber halt nicht IMMER. 

 

Auch habe ich versucht, das Signal "stopp und bleib" einzuführen, aber das ist mir noch nichts so recht gelungen. Meistens bleibt Kira zwar sofort stehen, läuft aber dann auf mich zu oder setzt sich sogar vor mich hin. Genau das will ich aber nicht, weil es lebenswichtig sein kann, dass sie dort bleibt, wo sie ist, damit sie nicht überfahren wird, z. B.!

 

Soviel mal für heute! Für weitere Unterstützung bin ich sehr aufgeschlossen, und ich werde auch schreiben, wie es weitergeht mit Kira und uns!

 

Liebe Grüße!

Barbara und Kira

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Bei von hinten kommenden schnellen Radlern, die ich selbst nicht rechtzeitig bemerke, weiß ich allerdings noch nicht, wie ich Kira zurückrufen kann. Entweder sie ist an der Leine und fällt mir sozusagen in die Leine, oder sie abgeleint, dann rennt sie hinterher, egal, ob ich in die Gegenrichtung gehe oder nicht.

 

 

 

Als Emma noch Radfahrer verjagen wollte, habe ich die Sonntage zum Üben genutzt. Dann sind bei uns ganz viele Rennradfahrer und Mountainbiker unterwegs. Damit mich kein Radfahrer überraschen konnte, der von hinten angerast kam, bin ich in der Mitte des Weges gelaufen und immer ein bisschen hin und her - die mussten also auf sich aufmerksam machen, wollten sie mich nicht anfahren.

 

Weil es die Radfahrer ganz bestimmt nicht lustig finden, wenn sie von einem Hund gejagt werden, bekam Emma dazu keine Chance. Das ist für mich ein sogenannte No-Go, denn ich will auch von keinem Hund gejagt werden.

 

Rennt dein Hund also momentan noch hinterher, sollte sie noch nicht von der Leine kommen, wenn du in Gebieten läuft, in denen sich auch Radfahrer tummeln.

 

Ich bin sehr dafür, dass Hunde freilaufen und nicht dauernd nur an der Leine hängen. Aber wir sind als Hundehalter auch dafür verantwortlich, dass sich andere Menschen in unserer Umgebung wohlfühlen können. 

 

Nimm einfach eine lange Leine und übe mit dem Hund 

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