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Hundeforum Der Hund
Katinka11

Hund setzt/legt sich hin beim Gassi gehen

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Hallo zusammen,

 

ich habe in den letzten Wochen angefangen im Tierheim bei den Gassirunden auszuhelfen. Nun habe ich das Glück (so dachte ich zumindest ;) ), dass ich immer mit dem gleichen Hund (etwa 7 Monate) gehen darf. Habe mich da natürlich drüber gefreut, dass man sich dann evtl auch besser kennenlernen kann. Der Kleine ist bisher nur im TH aufgewachsen und kommt ursprünglich aus Spanien (dort wurde er im TH geboren).

 

Mein Problem mit ihm ist, dass er theoretisch immer nur mit anderen Hunden unterwegs war und auch sehr auf diese bezogen ist  da er (so meine Vermutung) viel mehr mit Hunden als Menschen bisher zutun hatte. Als ich ihn die ersten 2-3x zum Gassi gehen mitgenommen habe sollte ich dies alleine tun und er und ich hatten keine Probleme damit miteinander auszukommen. Er ist natürlich nicht sehr leinenführig und zieht gerne mal, hat ein höheres Tempo lieber, schnüffelt wenig-gar nicht -  so weit so gut also, immerhin bewegte er sich vorwärts.

 

Nun hat er aber angefangen, dass er sich urplötzlich hinsetzt und demonstrativ in die andere Richtung guckt. Möchte man ihn dann weiterlocken (Leckerlie, leichtes "zippeln" an der Leine, motivierende Worte etc) legt er sich hin und legt auch den Kopf ab und bewegt sich gar nicht mehr. Dabei ist er aber im Körper entspannt, er hechelt/atmet nicht mehr als normal, hat einen entspannten (jedoch geschlossenen) Fang und auch ansonsten ein (meiner Ansicht nach) entspanntes Gesicht. Lediglich an den Bewegungen der Augen / Ohren kann man ungefähr erahnen wo seine Aufmerksamkeit gerade liegt.

Wenn er erstmal sitzt/liegt gibt es für ihn keinen Grund mehr weiterzulaufen. Außer es kommt einer seiner Tierheim-Freunde vorbei, dann steht er auf und läuft wieder normale vorweg.

Wir gehen in der Regel im Wald-/Wiesenweg spazieren, dort ist bis auf Jogger und Radfahrer und gelegentlich mal eine Bahn die vorbeikommt nichts los und das ist auch die Gegend, die er nun seit knapp 2 Monaten jeden Tag kennt.

 

Nun meine Frage: Ist der Hund womöglich einfach unsicher und hat nur noch nicht gelernt den Menschen zu vertrauen / sich dort anzuschließen? Oder ist das "jugendliches Bocken"? ... Hab sowas noch nie gesehen / erlebt und würde ihm gerne natürlich helfen, dass man mal zusammen etwas mehr als 500m gehen kann.

Der Rückweg fällt ihm i.d.R. leichter, dort läuft er dann gerne vorweg und "legt" sich richtig in die Leine. Ein Zeichen dafür das es ihm zu weit weg von "zu Hause" verunsichert?

 

Gesundheitliche Probleme würde ich erstmal ausschließen, da die Hunde eig alle vom TA durchgecheckt worden sind und der Hund soweit auch rund läuft, sich überall anfassen lässt (sofern er es generell zulässt, da Menschen ggü. sehr schüchtern) und auch gerne mal 20-30m mit einem richtig mitrennen mag und dabei ersichtlichen Spaß hat.

 

Ich hoffe jemand wühlt sich durch diesen Dschungel an Info´s, ist doch etwas ausführlicher geworden als angenommen.

 

Vielen Dank für eure Hilfe, würde dem kleinen Kerl zu gerne helfen! :)

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Was macht er denn, wenn Du Dich auch einfach entspannt ins Gras setzt und wartest?

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Wenn ich mich dazuhocke (dazusetzen hab ich aufgrund des doch sehr matschigen Untergrundes bisher vermieden :P ) und einfach mit ihm die Gegend beobachte, dann bleibt er liegen. Und liegen... Und guckt denn Joggern / Radfahrern hinterher. Und bleibt liegen ;) Habe schon 15-20min so verbracht. Manchmal steht er dann von alleine wieder auf, wenn gerade gar nichts in Sichtweite ist und geht ein paar Schritte aber sobald er wieder was hört / sieht: Ab ins Gebüsch, hinlegen und nicht weiterwollen. Das Interessante daran ist, dass nicht jeder Spaziergänger/Radfahrer/Jogger das hervorruft, der Hund also sehr wohl einfach weitergehen kann wenn jemand auf ihn zu oder von hinten kommt und überholt.

Und mich wunderts halt auch, dass er das am Anfang nicht gemacht hat.

Nun weiß ich nicht, wie regelmäßig er rausgekommen ist bevor ich das nun regelmäßig tu, denn für alle Hunde sind beiweitem nicht genug Leute da um jeden Tag zu gehen, sodass die Hunde häufig nur morgens zum pinkeln nach draußen gehen und dann noch 1 kurzen Spaziergang + 1/2h im Auslauf mit anderen bekommen.

Und er nun mit mir in den Gassizeiten immer gute 1 1/2h unterwegs ist.

Würde ja persönl. sagen, dass das noch zu lang ist bei 7 Monate altem Hund (?), aber da er das Verhalten auch direkt zu Beginn zeigt würde ich es weniger auf Erschöpfung schieben als auf was anderes (was auch immer das dann sein mag).

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Manchmal steht er dann von alleine wieder auf, wenn gerade gar nichts in Sichtweite ist und geht ein paar Schritte aber sobald er wieder was hört / sieht: Ab ins Gebüsch, hinlegen und nicht weiterwollen. Das Interessante daran ist, dass nicht jeder Spaziergänger/Radfahrer/Jogger das hervorruft, der Hund also sehr wohl einfach weitergehen kann wenn jemand auf ihn zu oder von hinten kommt und überholt.

Oben klang es so, als ob er sich ohne irgendeinen erkennbaren Zusammenhang hinlegt. Nun, können Passanten bzw. Geräusche dieses Verhalten auslösen... Beobachte mal genauer, wann er sich hinlegt...

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Was ist es für ein Hund?

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Wann er sich hinlegt: Er guckt generell gerne viel umher und ist gefühlt "auf der Hut". Soll heißen wir gehen normal spazieren, er fängt an sich zurückfallen zu lassen, sodass ich vorgehe und entweder er läuft weiter und kommt auch wieder nach vorne oder er fängt an stehen zu bleiben und sich demonstrativ in die andere Richtung zu drehen und guckt umher. Dann motivier ich ihn zum weiter gehen ( also ich versuche es) und manchmal klappt es und manchmal auch nicht.

Häufig legt er sich hin, wenn aus dem TH Hunde hinter uns gehen und dann wartet er bis er überholt wurde und läuft dann dem Hund nach / überholt und legt sich wieder hin usw.

Wenn gerade kein anderer Hund da ist, dann legt er sich hin (für mich ohne ersichtliches Konzept) bei Fahrradfahrer oder Joggern. Aber halt auch nicht bei jedem. Kann sein, dass uns 2-3 entgegen kommen und/oder überholen und alles gut war und er nur guckt und der 4.te ruft dann das hinlegen hervor.

Ich versuch halt eig nur dynamisch in der vorwärts zu gehen, sogut es geht ohne Zug auf der Leine. Er läuft besser mit, wenn ich nicht stehen bleibe wenn er sich umguckt, tu ich das doch dann setzt er sich sofort hin.

Ich habe wir ihr vllt merkt noch keinen wirklichen Zusammenhang / Auslöser ausfindig machen können. Kann natürlich auch sein das meine Körpersprache da mitspielt, aber die sollte sich eig nicht verändert haben ggü den ersten Mal Gassi gehen wo alles tutti war.

 

Zur Rasse: Man weiß es nicht genau, in den Papieren aus Spanien steht Pinscher Mix. Hier in DE wird vermutet, dass was Windhund-artiges mit drin steht und wohl auch Amstaff / Pitbull, da er die typische Kopfform dafür hat.

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Ich frage mich folgendes:

Möchte der Hund einfach mit Dir entspannen, will erst mal keien weiteren Aussenreize, braucht er Zeit, sich auf die Umgebung einzustellen und nimmt sie sich?

Oder

Ist er einfach müde, will sich ausruhen, reicht es ihm für diesmal (auch von den Aussenreizen her)?

Oder

Könnte eine Hunderasse in ihm sein, die sich schlicht hinschmeisst und nicht mehr weitergeht  - aus, ende...? Von Herdenschutzhunden wurde mir dieses Verhalten berichtet.......

 

Wenn Lily in eine  bestimmte Richtung guckt, will sie entweder dahin, oder dort ist ein Aussenreiz, den sie erst mal verarbietn muss.

Im ersten Fall versuche ich, dorthin zu gehen, wo sie hinschaut, im zweiten Falle lasse ich ihr Zeit zu verarbeiten, signalisiere, dass ich gesehen habe, was sie sieht (oder gehört habe, was sie hört), und guck dann woanders hin, um zu zeigen: das, was Du da wahrnimmst, ist nicht gefährlich, wir können es ignorieren.

Und wen cih unsihcer bin, drehe ich um - entweder läuft der Hund in gar keine Richtung, oder in die eine schneller als in die andere - dann will er in die, in die er bereit ist zu laufen.....

Jedenfalls glaube ich das bislang so......

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Vielleicht staunt er einfach über die Welt. Die Eindrücke, Gerüche, Töne alles.

Wie wenn du zb in den Ferien bist und die Landschaft betrachtest. Der Hund hat ja bisher nicht viele verschiedene Eindrücke bekommen und saugt das alles ein, das braucht Zeit zu verdauen.

Vielleicht...

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Ist ja auch noch ein Baby....... :)

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Ich kann mir auch gut vorstellen, dass er am Verarbeiten ist. Und das widerspricht keineswegs dem anfänglichen Bild des mehr oder weniger hektisch herumrasenden Junghundes. Zunächst musste schlicht die ganze Aufregung und Anspannung einfach raus. Nun hat er diese Phase rum und fängt an, seine Umgebung genauer wahrzunehmen. Und auch das ist wichtig, und braucht seine Zeit.

 

Was ich mir, so ganz spontan und aus dem Bauch heraus, für so einen Hund vorstellen könnte, sind kurze, dafür intensive "Entdeckerspaziergänge". Ich würde mir ein paar spannende Sachen einpacken, die wir dann unterwegs gemeinsam "finden" und begucken können. Je nach Hund vielleicht Dinge, die super interessant riechen (gebrauchte Einkaufstüten sind da denkbar, oder ein Stück Stoff dass du in der Einkaufstüte mitgetragen hast), oder Spielzeug, oder ein Leckerliversteck - denkbar ist vieles. Im Grundgedanken geht es darum, sich von dem Gedanken an "Strecke machen" vorübergehend zu lösen, sondern mehr ihn von einem interessanten Punkt zum nächsten zu führen. So dass er einen Sinn sieht, mitzukommen, und gleichzeitig sein Bedürfnis nach Beobachtung und Erkundung der Welt ausleben kann. Zusätzlich stärkst du so sein Vertrauen in dich, denn hey, wer hält sich nicht gerne an jemanden, der ständig tolle Sachen findet?

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