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Hundeforum Der Hund
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Auswirkungen verschiedener Erziehungsformen

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Wie gesagt, sie ist von Anfang an sehr einfach gewesen, genau der Grund weshalb ich einen Hund in der Art wollte.

Ein Hund ohne WTP wäre nichts für mich

Das geht mir allerdings auch so... den Ehrgeiz, mir die "schwierigste" aller Rassen herauszusuchen, wie manch anderer, habe ich gar nicht.

Unter gewissen Lebensumständen könnte ich mir das schon auch vorstellen, aber die sind derzeit nicht gegeben und werden es vermutlich auch nie sein.

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Wie wäre es, mal zu unterscheiden zwischen "Hemmen" und "nicht Hemmen"?

 

Wenn ich hemme, setze ich einen Widerstand gegen etwas, was ich nicht will.

 

Ich kann aber genauso gut ein unerwünschtes Verhalten abbrechen lassen, indem ich z. B. eine höhere Motivation für ein anderes Verhalten beim Hund hervorrufe, als die für das unerwünschte Verhalten gezeigte Motivation ist.

 

Am eigenen Beispiel: Meine kleine Jagdsau Amigo geht einer für ihn hochinteressanten Spur nach/verfolgt einen plötzlich auftauchenden Hasen/ein Reh. Ich rufe ein freudiges "Jepjepjep", welches das Signal für eine Dummysuche/einen Dummyapport ist. Dieses ist dank des Dummytrainings absolut positiv und so tief verankert, dass es in IHM eine Motivation auslöst, sich dem Dummy und mir zuzuwenden.

 

Ist ein Verhaltensabbruch, bei dem die derzeitige Motivation durch eine andere, intrinsisch vorhandene Motivation von Amigo abgelöst wird.

 

Das ist weder hemmend, noch aversiv - und funzt.

 

Das gleiche Prinzip hat übrigens bei Oliver und Cartolina gefunzt  B)

 

Edit: 

 

Cartolina: Dass Hunde beobachten, wie andere Hunde von deren Haltern behandelt werden, denke ich auch. Oliver würde nicht zu jemandem hingehen, der seinen Hund gerade zusammen gestaucht hat, da wäre er misstrauisch, ob diese Person ihm gegenüber nicht auch fies wird. 

 

:knuddel

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Denn es wird ja nur eine Richtung gehemmt, nämlich vorwärtsdenken und das nicht im höchsten Grade, sondern eben möglichst im geringsten Grade, solange der höchste Grad noch gezeigt wird.

Vorwärtsdenken ist wirklich ein seltsamer Begriff. 

 

Ich könnte damit mehr anfangen, wenn man es so "Intentionsbewegungen" nennt und hemmen muss man die auch nicht immer, man kann sie auch loben. Es geht doch nur um Timing. Ich nehme wahr, was mein Hund als nächsten tun wird und gebe ihm daraufhin Feedback. Dieses Feedback muss überhaupt nicht negativ sein, wichtig ist doch nur Ansprache im richtigen Moment. Wenn mein Hund zur Tür raus will, sag ich im gleichen Moment bleib (das Signal Bleib wurde positiv konditioniert und belohnt). Wenn ich mit meinem Hund zur Tür laufe und er achtet nen Moment auf mich, kann ich diese Idee loben und er wird lernen, was ich in dem Moment von ihm möchte und es häufiger zeigen. 

Ich habe keine Ahnung, warum da Kssscht und Rempler benutzt werden müssen? Weil man es versäumt hat, dem Hund auf andere Art klar zu machen, welches Verhalten das richtige ist? Furcht hat doch da überhaupt nichts zu suchen. Wenn man konsequent ist, versteht der Hund doch rasend schnell, was er tun soll. HTS hält ja nichts von Konsequenz und sichert sich somit wohl die Kunden. :) Wurde ja in irgendeinem Video von Anita behauptet, dass Konsequenz gar nicht nötig sei. Man könnte den Hund aus dem Auto stürmen lassen, in den Arm beissen lassen, zum Napf stürzen lassen, hauptsache man kann es beenden. Dieses "Beenden" muss dann halt ein bißchen stärker ausfallen, weil der Hund ja nicht weiß, was er tun soll. Irgendwie unlogisch. 

 

 

 

Aber man muss auch nicht so tun, als wenn alle Hunde aus Zuckerwatte wären. Untereinander ist bei Hunden Hemmen an der Tagesordnung (und zwar wesentlich kerniger als ich das z.B. mache) im Rudel und keiner hat damit ein Problem, keiner verliert das Vertrauen und alle halten zusammen und wissen, einer für alle, alle für einen.

Ich lebe seit 2001 ununterbrochen mit 2 bis 6 Hunden zusammen und kann dir sagen: Nein, Hemmen steht überhaupt nicht an der Tagesordnung! 

Als Sabu hier war, hat er den Spike gerne mal angeknurrt (gehemmt), wenn er ins Esszimmer kam. Das war Stress pur für alle Beteiligten und der Stimmung hier nicht zuträglich. Unsere 5 Hunde lebten hier weitestgehend entspannt bis auf wenige Momente (alle paar Monate mal), wo einer den anderen eingeschränkt hat. Ansonsten haben sich unsere Hunde nie gegenseitig in der Bewegung eingeschränkt. 

 

Manche Behauptungen sollte man mehr hinterfragen, auch wenn sie sehr überzeugend rüber gebracht werden. 

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..und auch der Sabu, der neu in unsere Hundegruppe kam, wurde von den Hunden nicht eingeschränkt. Wird ja gerne mal behauptet: "Außer atmen darf ein neuer Hund erstmal nichts. Bewegungseinschränkung ist der wichtige Anfang." Stimmt so einfach nicht....Sabu wurde nicht nicht eingeschränkt, weil er so ein Engel war, das war er nämlich nicht, der inspizierte auch die Arbeitsplatte und pisste an den Schrank, aber Beziehung fängt halt eben nicht mit Einschüchterung und der Einforderung von Respekt an. Die haben sehr verständnisvoll auf den Hibbel reagiert, der hier erstmal nicht zur Ruhe kam. Schnell ließ er sich von der Ruhe der anderen Hunde anstecken.

Das ist jetzt nur ein Beispiel, weil Sabu mein letzter Pflegehund war und ich ihn noch präsent habe. Ich hatte schon zahlreiche Pflegehunde, die auch von Anfang an mehr als atmen durften und trotzdem schnell ihren Platz in der Gruppe fanden.

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Das war bei uns auch nicht so, dass Neuzugänge im "Rudel" eingeschränkt wurden. Es kam mal eine Ansage, wenn sie die Grenzen des jeweils anderen Hundes übertreten haben (der seine Ruhe wollte), aber ansonsten durften die rumdüsen, entweder hat irgendwer mit gemacht, oder den anderen war es egal.

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Wenn einer auf Fluses Schwanz tritt, flippt sie aus. :) Aber das wars dann auch.

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Am eigenen Beispiel: Meine kleine Jagdsau Amigo geht einer für ihn hochinteressanten Spur nach/verfolgt einen plötzlich auftauchenden Hasen/ein Reh. Ich rufe ein freudiges "Jepjepjep", welches das Signal für eine Dummysuche/einen Dummyapport ist. Dieses ist dank des Dummytrainings absolut positiv und so tief verankert, dass es in IHM eine Motivation auslöst, sich dem Dummy und mir zuzuwenden.

 

Ist ein Verhaltensabbruch, bei dem die derzeitige Motivation durch eine andere, intrinsisch vorhandene Motivation von Amigo abgelöst wird.

 

Das ist weder hemmend, noch aversiv - und funzt.

 

 

*g*

Dann ist er keine "Jagd-Sau" bzw. du hast noch keine echte erlebt.

 

Vieles geht mit "easy Hundchen" oder absolut minimalsten Ansprüchen, so tickt aber nunmal nicht jeder Hund und schon gar nicht jeder Halter. Es mag auch nicht jeder nur noch nachts Gassi gehen ;-)

 

Mir erschließt sich immer noch nicht, was an - kurzfristigem! - Stress schlimm ist? Dann ist er halt mal "gehemmt" - dann ist er halt mal "frustriert" - sofern es danach super für ihn weiter geht, seh ich keinen Schaden. Wo bitte soll aber Frustrationstoleranz herkommen? Das Leben IST Stress. Das kann aber auch anregend, motivierend, fördernd für Beziehungen und soziale Kompetenz sein (so was wird in meinen Augen erarbeitet und nicht durch heititei geschenkt).

 

Höchstwahrscheinlich diskutieren wir mal wieder komplett aneinander vorbei.

Würden wir uns alle privat treffen, sehen wir mit hoher Sicherheit, dass wir überhaupt nicht so weit auseinander liegen und unsere Hunde ein mega hammer geiles Leben bei uns haben ;-)

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@KäptnKörk:

Es geht nicht um ein paarmal Nein sagen, sondern um etwas ganz anderes: 

Sich die Motivation zur Zusammenarbeit, die Bereitschaft des Hundes, dem Menschen Aufmerksamkeit zu schenken, mittels das Umweltinteresse hemmender Einwirkungen zu erzwingen, indem man ihn körpersprachlich darauf konditioniert, sich ausschließlich auf den Menschen zu konzentrieren, wenn etwas Erregendes geschieht.

Im Gegensatz dazu kann man als Basis den Hund motivieren, indem man ihn für Wohlverhalten positiv bestätigt.

 

@KleinEmma:

Schade, dass Du Dir nur polarisierend einzelne Bemerkungen rauspflückst und aus dem Zusammenhang reißt.

Nirgends schrieb jemand, weder ich, noch kareki, dass wir ALLES die Hunde entscheiden lassen und sie NIE uneingeschränkt frei laufen dürfen.

 

 

Wo ich zustimme ist, dass Hunde, die nur eingeschränkt an der Leine laufen können, sicher nicht gut dran sind und dass das nicht hundegerecht ist. 

Schön, dass das bei meinen nicht der Fall ist.

 

@Cartolina: Genau darum geht`s.

 

@Mara: Es geht auch nicht um "mal gehemmt" und kurz gestresst, sondern darum, dass Hemmung als Basis für alles weitere benutzt wird.

Situatives Hemmen, bezogen auf eine konkrete Verhaltensstrategie mag Sinn machen.

Hemmen jeglichen "Vorwärtsdenkens", als Basis des Miteinanders ist etwas ganz anderes.

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Mich beschäftigt gerade ein wenig die Unterscheidung zwischen Hunde, die gehemmt werden und dann frei laufen können, und Hunde, die nicht gehemmt werden und dann ihr Leben an der Leine fristen. Das kann ich so einfach nicht stehen lassen, auch wenn sich hier dieses Bild in den Vordergrund drängen mag weil viele "Positivler" eben schwierige Hunde haben.

 

Bloß, diese Hunde sind ja nicht durch den Mangel an Hemmung so eigen! Ich sag mal so: Glenny und Kaya waren auch positiv erzogen, und wenn ich mal eine Leine mitnehmen musste war das für mich eine Frage des bewussten "bloß nicht vergessen". Denn jeder normale Weg nach draußen hatte an Vorbereitung schlicht ein "wollt ihr mit?". Vielleicht wären sie mit einer hemmenden Erziehungsgrundlage ähnlich geworden - ich weiß es nicht, wage es aber zu bezweifeln. Denn Glenny war sehr sensibel - das, was man früher "führerweich" nannte - und Kaya eine sehr unabhängige Persönlichkeit. Und die beiden haben jede Menge entschieden, dabei aber bei Bedarf durchaus Rücksprache mit mir gehalten. Absolute Verlasshunde in jeder Lebenslage eben. Sandor nun, der kann diese Freiheiten nicht haben. Er ist in sich so instabil, dass er jede Menge Anleitung und Hilfestellung braucht - so viel, dass ich es schon unangenehm finde. (Aber natürlich bekommt er sie, klar!) Ihn kann ich nur sehr wenig entscheiden lassen, weil er ruckzuck überfordert ist. Dennoch habe ich mit ihm viel in Richtung Eigenkompetenz getan, und er profitiert ungemein davon. Die Frage wäre, könnte er mit mehr Hemmung frei laufen? Meine klare Antwort, so wie bisher auch von jedem der ihn erlebt hat: Nein! Ein Hund, der so schnell überfordert ist und in erster Schreckreaktion immer kopflos nach vorne schießt, der gehört einfach gesichert, um sich und andere nicht zu gefährden. Freilauf also nur in sehr übersichtlichem Gebiet, und dort übrigens auch gar kein Problem.

 

Ich finde also, diese Gleichung "Hemmung und dafür Freilauf vs. Positiv und dafür Leine" greift viel zu kurz.

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Hmmmm..... Ich bin immer schon ein mittelmäßiger Mensch gewesen :-). Ich bin auch so ein Mensch der mit 80 % des Ergebnisses 100 % zufrieden ist und ich merke immer mehr das ich hier mit virtuell geschriebenen Darstellungen nur sehr wenig anfangen kann. Geschweige denn, mich mit irgendwas identifizieren kann.

Man besten gelingt mir das immer mit Praxisbeispielen, wie das von Carolina. Da kann man sagen, ja so würde ich es auch machen ; oder auch nicht. Alles andere ist mir so theoretisch und weit hergeholt das ich es zwar öfter interessant finde über das ein oder andere nachzudenken, aber das war es dann auch schon.....

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