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Hundeforum Der Hund
MissWuff

Vögel gucken, "überreizt"

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Das ist in jedem Fall falsch. Nicht böse gemeint. Aber gerade Border Collies brauchen jemanden an dem sie sich orientieren könne. Das hat nichts mit Dominanz oder irgend etwas in der Richtung zu tun, sondern der Natur der Rasse. Sie wurden für eine enge Kooperation mit dem Menschen gezüchtet. Und warum solltet ihr dann im Wald nicht tun was Hundi will? Jagen... Fixieren (was auch jagen ist..).

 

Das hab ich ja noch nie gehört :think:

 

Hieße das dann deiner Meinung nach auch, dass Sportarten mit viel eigenen Entscheidungen für diese Rassen nicht geeignet sind, sowas wie zB Mantrailing?

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@Lexx: Ja, schreibe dir auf jeden Fall noch mal so :) , aber in der Stadt klappt das wirklich super für uns mit dem "sie bestimmten lassen", wo es langgeht. Ich hatte das auch von einer Trainerin gelesen, die hütende BCs hat, dass sie so was generell für wichtig hält. Seitdem ist Hundi an der kurzen Leine extrem ausgeglichen. Ich hab es vielleicht etwas übertrieben beschrieben, so oft wechselt sie nicht abrupt die Richtung o.ä., aber wenn, dann darf sie auch zuende schnüffeln, solange sie nicht zieht. Mit dem Knacken etc. halte ich das aber auch definitiv für die falsche Lösung, da sehe ich es wie du. Nur im Alltag ist es ja auch nicht so, dass ich hingehe, wenn sie was anstarrt, sondern sie darf halt schnüffeln, wo sie mag. Das darf sie im Wald auch, nimmt es aber leider nicht oft wahr im Moment. Es lief echt mindestens zwei oder drei Monate lang absolut super auf diese Weise, und das mit dem Schnüffeln machen wir sogar noch länger, aber jetzt geht es grade los. Freilauf hat sie nur in bestimmten Gegenden, die sie zum Schnüffeln eher doof findet.

 

(ETA: Merke auch hier grad wieder, dass ich sehr upräzise beschrieben hab, was ich meine mit dem sie bestimmten lassen, jetzt klingt es wieder nach dem, was ich eh schon immer so gemacht habe, glaube ich... ich muss mich hier echt noch mal hinsetzen, wenn ich mehr Zeit hab. ^^)

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Es kommt drauf an, Lemmy - wenn Lily einen bestimmten Blick drauf hat, kommentiere ich gar nichts, weil das nur verstärkt. Dann ist sie schon in so was Ähnlichem wie einem Jagdmodus und dreht dann völlig ab.

Wen sie einfach nur so guckt und schnüffelt, udn was sehr interessant findet, dann finde ich das auch wahnsinnig spannend :)

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Nein, auf keinen Fall Lemmy  :)  Im Gegenteil. Die Hunde sind auch sehr selbständig. Selbständig "mit Auftrag". Nicht selten wird der Hund geschickt die Schafe zu holen die hinterm Hügel stehen und wo der Hund selbständig die Herde manövrieren muss. Er muss selbständig Probleme lösen und so erklärt sich auch die "Sturheit" mancher Border Collies. Ich meine nicht selbständig arbeiten. 

Genauso bei der rettungshundearbeit.

Ich meine sich die "Arbeit" selbständig auszusuchen. Das ist ein großer Unterschied. 

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@MissWuff

 

vertrau Deinem Gefühl.......

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Warum hat sie denn nur in bestimmten Gegenden Auslauf bzw. meinst du damit alle Gegenden außer Wald? Erklär das bitte nochmal  :)

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@Lexx und MissWuff:

Bitte macht das ohne PM und öffentlich, Ihr Beiden - ich will was lernen :tuschel:

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Ich finde das fast typisch für Hunde, die zu viel an der Leine laufen. Der Fokus ist total auf "außen" gerichtet, die Leine ermöglicht ihr das erst, denn sie hat dich ja sicher angeleint und muss nicht auf dich achten. Sehr bequem also für deine Hündin. 

Wäre es absolut unmöglich, sie im Wald frei zu lassen? Vögel und Eichhörnchen sind ja eher was für Amateurjäger und ein Hund macht normalerweise schnell die Erfahrung, dass es sich nicht lohnt, sich darauf zu konzentrieren, weil es nur ein sehr kurzer Spaß ist bis die Tiere unerreichbar sind.

Wäre sie frei, könntest du sie sicher besser auf dich konzentrieren durch Richtungswechsel etc. 

 

P.S. Kompromiss wäre vielleicht eine sehr lange, schleifende Schleppleine, die dir ein Eingreifen noch möglich macht aber den Hund ansonsten weitestgehend frei laufen lässt. 

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So, da bin ich wieder!

 

Also erst mal: heute kam sie tatsächlich im Wald mal von der Leine, weil das Wetter so schön schlecht war. Da fahren nämlich keine Fahrräder, und grade wenn sie im Unterholz verschwindet und dann eins sieht, bin ich mir nur 95% sicher, dass sie auf einen Pfiff wiederkommen würde. So war aber nicht viel los, ich hatte alles gut im Blick und ich habe noch das Spieli zur Hilfe genommen. Nur abmachen würde nämlich leider, glaube ich, mit hoher Wahrscheinlichkeit eher nichts bringen, das haben wir ja früher so gemacht, auch mit Richtungswechsel etc., und sie schien sich dieses aufgeregte Wuseln nur immer mehr anzugewöhnen, auch wenn sie sich wenn man sie lässt eigentlich irgendwann immer umdreht und wiederkommt, bevor man außer Sicht ist.

 

Reaktivität ist auch der Grund, warum ich sie ansonsten nur auf dem Feld/bestimmten wenigen Wiesen abmachen kann. Wir wohnen in einer mittelgroßen Stadt und da sind an den meisten anderen Stellen Autos und Fahrräder etwas zu nah, vor allem die Fahrräder, die auf Entfernung noch okay sind aber dann irgendwann wird es heikel, da kann ich noch nicht meine Hand für ins Feuer legen, dass sie in bestimmten Situationen nicht den Rückruf ignoriert und hinterherdüst.

 

Also, habe dann heute die Leine ab und immer, wenn sie nach mir geschaut hat, habe ich "Sitz" und manchmal "Platz" gesagt, habe kurz gewartet oder auch nicht oder lange gewartet und ihr dann das Spieli gegeben, teils geworfen und meistens gezogen. Da waren wir dann ganz schnell wieder so weit, dass sie mich vorm Losstürmen angesehen hat und keine Vögel verfolgt wurden. Ich konnte dann auch schon ein paar mal "Sitz" sagen, ohne zu belohnen (dann wieder beim nächsten oder 1x beim übernächsten mal).

 

Es lief super, sie hat auch einen anderen Hund zum Spielen getroffen und ist nicht gleich los ins Unterholz, als der ihr zu langweilig wurde, sondern hat wie auf dem Feld wieder nach mir geschaut, juchhu! Nur die letzten 2 Minuten lief sie dann einmal doch los, aber an der Stelle war glaube ich einfach zu viel los und nächstes mal leine ich sie vorher an.

 

Es gab halt echt seeehr oft das Spieli. Aber ansonsten kann ich mich nicht beklagen. Ich überlege jetzt, wie ich das die nächsten Tage(/Wochen) weitermache.

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Ich habe da ähnliche Erfahrungen wie Lemmy, mit dem ansprechen,wenn der Hund etwas entdeckt und starrt. Allerdings nicht mit einem "Hüter", sondern einem äusserst reaktiven Terriermix mit SDU.

 

Was Lexx sagt: Zitat: Selbständig "mit Auftrag" ....im Gegensatz zu:sich die "Arbeit" selbständig auszusuchen." - kann man  dabei auch gezielt nutzen, indem man dem Hund den Auftrag gibt, anzuzeigen und gemeinsam mit dem Hund dann erarbeitet, welches weitere Verhalten danach "gefordert" wird.

 

Bei meinem Krümel habe ich Ansprechbarkeit durch ruhiges ,lobendes Kommentieren während dessen er einen Reiz focussierte, erreicht und nebenbei im Alltag, ein selbständiges sich Lösen vom Reiz belohnt (Lob/Spiel/Leckerlie/Aufforderung Mäuslöcher zu suchen/ Gucken als Belohnung, Spuren schnüffeln/Futterbeuteljagd/Futterbeutelsuche ect.), sodass das Verhalten immer mehr unter Signalkontrolle gestellt werden kann, also auch beendet werden kann, ohne dass der Hund sich fix verselbständigt.

 

 

 

 

Also, habe dann heute die Leine ab und immer, wenn sie nach mir geschaut hat, habe ich "Sitz" und manchmal "Platz" gesagt, habe kurz gewartet oder auch nicht oder lange gewartet und ihr dann das Spieli gegeben, teils geworfen und meistens gezogen. Da waren wir dann ganz schnell wieder so weit, dass sie mich vorm Losstürmen angesehen hat und keine Vögel verfolgt wurden. Ich konnte dann auch schon ein paar mal "Sitz" sagen, ohne zu belohnen (dann wieder beim nächsten oder 1x beim übernächsten mal).

 

 

Wenn ich das bei meinen Hunden zu oft machen würde, würden sie immer weniger nach mir gucken wollen.  

Bei Nicky beispielsweise ist ein freundliches , lobendes Wort und dann weitergehen dürfen viel motivierender öfters nach mir zu gucken, als jedesmal etwas tun und auch warten zu müssen. Was ihn am allermeisten motiviert, nach mir zu schauen  (was ich im Bedarfsfall natürlich auch für Kommandos nutze, aber eben nur bei Bedarf), sind Richtungswechsel mit der Aufforderung "da lang" - und da darf dann geschnüffelt, gesucht, gestarrt werden, als Belohnung. Auch mal ein Leckerlie "jagen", das weggerollt wird usw.

 

Hast Du Angst davor, sie würde NUR wegen der Belohnung folgen?....liest sich für mich irgendwie so.....

Belohnend kann aber sooovieles sein, nicht nur Leckerlie oder Ball/Zergelspiel - und woher soll der Hund die Motivation nehmen, zu folgen?

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