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Bindung zum Hund

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Glaube, das war auf meinen Beitrag bezogen?

War nicht direkt auf dich bezogen, mehr allgemein. :)

Wie auch schon andere geschrieben haben, die absolut symbiotisch lebenden Mensch/Hund finde ich auch eher befremdlich. Ich denke, da ist es kann auch einseitig sein.

Andrerseits finde ich, dass ich eine gute Bindung zu Wega habe, aber ein Schmusehund ist sie nicht.

Sie geht auch sehr gern mit jemanden, den sie kennt spazieren, wenn sie die Wahl hat bei mir im Garten zu hocken oder mit jemanden spazieren zu gegen, wählt sie das Zweite.

Wega ist zb öfters bei meiner Mutter. Wenn ich sie bringe, will sie da bleiben, wenigstens eine Nacht. Tauche ich nach ein/zwei Tage wieder auf, will sie mit mir mit.

Ich glaube, ich glaube unsere Bindung ist gut, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie an einem anderen Ort auch glücklich wäre.

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War nicht direkt auf dich bezogen, mehr allgemein. :)

Wie auch schon andere geschrieben haben, die absolut symbiotisch lebenden Mensch/Hund finde ich auch eher befremdlich. Ich denke, da ist es kann auch einseitig sein.

Andrerseits finde ich, dass ich eine gute Bindung zu Wega habe, aber ein Schmusehund ist sie nicht.

Sie geht auch sehr gern mit jemanden, den sie kennt spazieren, wenn sie die Wahl hat bei mir im Garten zu hocken oder mit jemanden spazieren zu gegen, wählt sie das Zweite.

Wega ist zb öfters bei meiner Mutter. Wenn ich sie bringe, will sie da bleiben, wenigstens eine Nacht. Tauche ich nach ein/zwei Tage wieder auf, will sie mit mir mit.

Ich glaube, ich glaube unsere Bindung ist gut, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie an einem anderen Ort auch glücklich wäre.

 

Ich sehe die Bindung eher seelisch.

So wie du schreibst, mag ich Hunde.  Sie sollten keine absolute Abhängigkeit zu mir haben, mir aber vertrauen.

 Bei mir gibt es Dinge, wo ich merke, dass Hund bei mir ist. Ich z.B. konnte mit meinem Ari per TK "reden". Sehr selten, aber es ging.

So hat er mir auch 3 Monate bevor er gehen musste "gesagt", dass ich ihm fehlen werde. Man nimmt das wahr und denkt dann aber nicht mehr darüber nach....

 

Mit Artus fangen wir jetzt erst an. Aber dennoch hat er mir auch schon Dinge "gesagt".... Ich habe es nur z.Z: erst nach weiteren körperlichen Zeichen verstanden.

 

Ein Beispiel.... Ich gebe morgens sein Fressen. Wir haben eigentlich immer das Ritual.... Futter wind hingestellt, Artus muss absitzen und auf die Freigabe warten. Manchmal tue ich nach der Freigabe auch so, als ob ich erst mal davon was esse. Eines Morgens stelle ich das Futter einfach hin und gehe zurück. Hund schaut mich an, läuft dann ums Futter rum, setzt sich, läuft wieder.. Ich denke, was hat er? Dann stupst er mir mit der Nase gegen die Hand. Dort habe ich verstanden, dass ich erst mal "essen" soll. Ich so getan und Artus frisst danach ohne Probleme.......

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Ich z.B. konnte mit meinem Ari per TK "reden".

 

Was meinst du mit TK?

Ganz im allgemeinen finde ich es eh spannend, wie Hunde mit uns "kommunizieren". Sam macht auch einiges über Blicke und Gestiken deutlich und kommuniziert so mit mir.

Z.B. beim Gassi gehen, wenn er einen anderen Weg einschlägt und eine Abzweigung nehmen will und dann dort stehen bleibt und auf meine Reaktion wartet, als ob er Fragen will "Guck mal, wollen wir hier lang gehen??" :)

Oft nehme ich es auch an, manchmal passt es gerade nicht und ich mache ihn klar, dass wir woanders lang gehen. Dann kommt er auch ohne Probleme mit.

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Was meinst du mit TK?

 

 

Mit TK meine ich Tierkommunikation.

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Danke :)

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Für mich ist ein maßgeblicher Bindungsanzeiger ein ausgeprägtes Erkundungsverhalten, also nicht ein Hund, der _ständig_ nach mir guckt, zurückgelaufen kommt, sich versichert, was ich mache. Natürlich hängt das auch vom Trainingsstand ab, aber mein Ziel ist es, dass die Hunde ihre Umgebung wahrnehmen und erkunden können, möglichst frei, weil sie wissen, dass ich, wenns drauf ankommt, sowieso da bin. Natürlich kann es auch das genaue Gegenteil bedeuten.

Dass ein Hund sich übermäßig freut, wenn man heimkommt, kann unter Umständen sogar das Gegenteil von Vertrauen sein...

Also, so richtig universelle Regeln gibt es nicht. Da man Trainingsstand, Rasse, Alter, Vorerfahrungen, individuelle Situationen nicht über einen Kamm scheren kann. Was beim einen Hund-Halter-Gespann ein tolles bindendes, vertrauensvolles Verhältnis markiert, kann beim nächsten das glatte Gegenteil sein.

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So rein beruflich schießen mir da natürlich sofort die vier Bindungstypen durch den Kopf, und ich finde die genau genommen auch in Bezug auf Hunde nicht schlecht. Als sichere Bindung wird dabei im Grunde ein Verhalten angesehen, wie es hier beispielsweise von Cartolina beschrieben wird. So lange die verlässliche Bezugsperson da ist, steht die Welt offen, voller Vertrauen auf die sichere Basis. Bei einer Trennung wird versucht, die Bezugsperson wieder zu finden; ist sie gefunden, ist ruckzuck alles wieder ok. Anders bei der unsicher-vermeidenden Bindung. Da herrscht kein großes Vertrauen, eine Bindung wird (wie der Name schon sagt) lieber vermieden, als das Risiko der Ablehnung einzugehen. Das Vertrauen ist dabei kaum vorhanden. In einer Trennungssituation wird kaum gesucht. Eine unsicher-ambivalente Bindung sieht man häufiger, als man meinen möchte, und sie wird auch leicht mit einer sicheren verwechselt. Dieser Bindungstyp entsteht u.a. durch wechselhaftes Verhalten der Bezugsperson, so dass das Kind bzw. der Hund sich nie sicher sein kann, was genau zu erwarten steht, "Liebe oder Hiebe" sozusagen. Diese Kinder/Hunde zeigen oft ein einschmeichelndes Verhalten, klammern extrem und gehen auch in Anwesenheit der Bezugsperson kaum auf Erkundung. Entfernt sich die Bezugsperson, ist die Unruhe extrem; kommt die Bezugsperson wieder, wird sofort wieder die Bindung gesucht, aber ganz oft auch vermischt mit Zorn - ambivalent eben. Und ganz besonders schwierig ist die sogenannte desorganisierte Bindung, hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes "drunter und drüber".

 

Wie gesagt, ich finde das durchaus übertragbar. Ich meine auch mich daran zu erinnern, das auch schon bei einem Vortrag gehört zu haben, wenn ich mich richtig erinnere war das online der Livestream vom Family-Dog-Project. :think:

 

Jedenfalls, für mein ganz privates Denken finde ich das sehr hilfreich. Bei meinen bisherigen Hunden konnte ich auch die Sache mit der sicheren Bindung nach diesen Kriterien durchaus finden. Die waren offen, sind unbekümmert draußen rumgestromert, haben gerne mit anderen Menschen Freundschaft geschlossen - und wenn ich gegangen bin, haben sie diesen ebenso freundlich und unbekümmert ohne jedes Zögern Tschüss gesagt. Fand ich sehr angenehm. Beim Krümel war das etwas aufwändiger, er kam wenig bindungsbereit zu mir und musste das erst mal lernen. Zuerst zeigte er ein unsicher-vermeidendes Verhalten, wechselte dann ganz kurz in ein ambivalentes Muster - wohl als er sich gefragt hat, ob er es denn wirklich wagen könnte? - um erst dann eine sichere Bindung zu entwickeln. Dennoch ist bei ihm die Offenheit nicht so ausgeprägt wie bei den anderen, die sichere Bindung keine Selbstverständlichkeit, sondern ein andauernder Prozess.

 

Auf einer Fachtagung (diesmal in Bezug auf Kleinkinder) haben sie die wichtigsten Eigenschaften einer Bezugsperson mal als die "3 V" zusammengefasst: Verfügbar, verlässlich, vertraut. Ich denke, das umfasst es zwar nicht komplett, aber bringt es ganz gut auf den Punkt. Vor allem die Verlässlichkeit finde ich dabei zentral. Man muss einfach wissen, woran man ist! Genau aus diesem Grund tue ich mich übrigens auch mit allen Ansätzen in Richtung Zuckerbrot und Peitsche so schwer. Dabei eine Verlässlichkeit herzustellen ist extrem schwierig, wenn nicht unmöglich. Gar nicht so einfach, zu wissen woran man ist, wenn die gleiche Person sowohl Engel wie auch Teufel für einen ist... Daraus wird dann schnell auch eine Art "Zuhälterverhältnis", um es mal ganz hart zu sagen. Zumindest besteht diese Gefahr, und ich sehe leider viel zu oft Hundehalter, die sich über die Anhänglichkeit und den Gehorsam ihres Hundes freuen, wo ich nur den Versuch sehe, bloß weiter "gut Wetter" zu machen.

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Ich mag deinen Beitrag Silkies, und das hat Duoungleich eigentlich auf Seite 1 schon verlinkt und ich vor einiger Zeit schon mit Spannung gelesen habe.


Zwar sind Hunde kognitiv auf dem Stand eines menschlichen Kleinkindes, wir sollten aber nicht vergessen, dass doch einige Hunde in ihrem Canidendasein als Hund erwachsen werden (nd da nicht mit Menschenkindern verglichen werden können) und da möchte ich nicht, dass mein Hund bindungstechnisch wie ein menschliches Kleinkind agiert/reagiert. So als klitzekleine Einschränkung.

Denn würde man es wirklich genau übertragen, wären Hunde, die vielleicht zum Streunen oder Jagen neigen "bindungsärmer"... weil sie eben nicht auf die Suche nach der Bezugsperson gehen, sondern ihren eigenen Wünschen nachgehen.
So wie das Kinde rbeim Erwachsenwerden auch tun.

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Sorry, wenn das als Wiederholung rüberkam. Ich dachte halt nur, es fällt einigen bestimmt leichter, wenn sie es so ganz kurz und knapp direkt im Text lesen - Links gucken viele ja doch nicht sooo genau an ;)

 

 

Denn würde man es wirklich genau übertragen, wären Hunde, die vielleicht zum Streunen oder Jagen neigen "bindungsärmer"... weil sie eben nicht auf die Suche nach der Bezugsperson gehen, sondern ihren eigenen Wünschen nachgehen.

 

Hm, hätte ich jetzt nicht gedacht dass man das auch so sehen könnte - kam mir gar nicht in den Sinn. Denn ich hätte spontan dieses "boah ist das spannend, hinterher!" beim Jagen eher in die Rubrik freie Erkundung gepackt. Und so gesehen könnte es halt beides heißen, sowohl eine fehlende Bindung wie auch eine sehr sichere Bindung (mein Mensch wird schon noch da sein, wenn ich wiederkomme...)

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Jepp, genau das ist es ja. Es wird oft bei solchen Hunden von "fehlender Bindung" gesprochen, obwohl es entwede rgar nicht so ist oder sogar das genaue Gegenteil.

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