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Bindung zum Hund

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Ehrlich gesagt fand ich es schon immer schwer zu definieren, wie und woran man die Bindung der Hunde an einen festmacht. Hier wären mal ein paar Beispiele, die mir zum Thema einfallen. 

 

Meine Hunde sind schon eigenständige Persönlichkeiten. Lasse ich Spaziergänge so laufen, will ich auch gar nicht, dass sie sich ständig an mir orientieren. Sie sollen dann einfach ihr Ding machen, wenn möglich und ich laufe mit. :) 

 

Wo mir persönlich aber auffällt, dass sie sich auch an mich binden ist, wenn einer der Hunde krank ist. Dann spüre ich auch, dass sie bedürftiger sind und sie signalisieren das auch.

 

Noch extremer passiert das, wenn sich z. B. einer der Hunde vertreten hat, von einem Insekt gestochen wurde etc. Dann kommen sie umgehend zu mir, zeigen auch (erhobene Pfote beispielsweise), wo es weh tut und Frauchen muss pusten. ;) 

 

Auch wenn Gewitter unterwegs sind, suchen sie Schutz bei mir, hier besonders Fly, die mir dann nicht mehr von der Seite weicht. 

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Schöne Beispiele Fiona. So ist das bei uns auch. Ich finde es auch nicht einfach, Bindung zu definieren...ich genieße sie lieber :D

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Genau das, Marion. :)

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Bindung zu meinem Hund und umgekehrt bedeutet für mich Freiheit, Vertrauen und Selbständigkeit.

Nachdem Blümchen zu uns kam, war ich unsicher, obwohl ich schon Hunde hatte.

Durch den plötzlichen Tod von Laila wollte ich beschützen, nichts übersehen, immer für meinen Hund das Beste tun.

 

Das funktionierte aber nicht so wie ich dachte, sondern jetzt wurde auch Blümchen unsicher.

Dies zeigte sich in der Huschu sehr deutlich und als mir eine HH dort frisch von der Leber weg sagte: "du musst nicht perfekt sein ", legte sich bei mir der Schalter GsD um.

 

Ich begann Blümchen die Freiheit zu geben, die sie braucht.

Ich ließ sie weit voraus laufen, schnüffeln, ins Gras springen und ich vertraute meiner vorherigen "Arbeit".

Ich pfiff, wenn nötig und sie kam freudig angespurtet.

Ich lief in der Stadt mit ihr an der Leine und sie zog mich nicht mehr durch die Straßen.

Sie schaute mit mir sogar die Schaufenster an. :)

Wenn meine Freundin kommt und Blümchen auf einen Spaziergang abholt, läuft sie freudig mit und dreht sich auch nicht nach mir um.

Kommt sie zurück, ist sie wieder da. Einfach so und dann kommt sie abends kuscheln, ganz eng. :wub:

Eine Zecke rausziehen oder ansonsten ihr gesundheitlich helfen, findet sie so gut, dass sie sich hinterher bedankt.

Da wird sich kurz eng an mich gedrückt und da sie gern küsst, tut sie es auch.

 

Sie liegt gern allein im Garten oder auch mal in einem anderen Zimmer und sie ist gern mit uns zusammen.

 

Das ist für mich Bindung oder sollte ich sagen Liebe? :wub:

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Mir geht es da auch wie Fiona. Schwierig zu beschreiben, aber irgendwie weiß man einfach, dass die Bindung gut ist.

 

Mir  fällt z.B. auf, wenn wir unterwegs sind und ein Hund hat sich weh getan oder was im Schwanz hängen oder in den Zehen kleben oder lästige Zecken, dann kommen sie zu mir, nie zu meinem Mann, von daher denk ich, dass sie zu mir die stärkere Bindung haben oder sie haben gelernt, dass sie bei ihm nicht so schnell verstanden werden, keine Ahnung. Dafür gehen sie zu ihm zum Betteln und ich denk, das ist wiederum konditioniert. Schlafen tun sie immer auf meiner Seite, wenn ich da bin. Nur wenn ich nicht da bin, sind sie bei ihm. Meine sind schon eher Marke Patex bzw. extreme Menschenbezogen, also kleben stark an mir, aber sie können auch problemlos bei anderen bleiben, gehen auch mit Fremden Gassi, halt nicht wie bei mir,aber es geht. Ich glaub auch, dass sie sich problemlos bei neuen Menschen einleben könnten. Bei Anika war das aber anders, auch bei Bambi, das waren ganz andere Charaktere, die hätten viel länger gebraucht und sie hätten auch nicht jeden Menschen wirklich akzeptiert bzw. nicht jeder Mensch hätte mit ihnen richtig umgehen können.

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Ich bin überzeugt, dass Caillou der Hund ist, zudem ich die engste Bindung bisher habe.

Und zwar irgendwie aber anders als erwartet.

 

Vielleicht sehe ich das nur "falsch" oder anders oder rede mir was ein - aber wenn mein Hund z. Bsp. problemlos mit Freunden und Familie mitgeht, auch wenn ich auf der Strasse in die andere Richtung laufe, dann gefällt mir das. Es macht ihn nicht unsicher und hilflos, wenn ich nicht da bin. Und für mich zeugt das auch von einer Sicherheit, dass er selbstbewußt mitgeht, weil er irgendwo verankert hat, dass er mich nicht verliert und ich immer wiederkomme. Er ist nicht völlig abhängig von mir.

 

Ich bin trotzdem meist immer seine erste Anlaufstelle.
Hat er Angst, rennt er nicht weg - er kommt zu mir.
Wird er unsicher, kommt er zu mir.
Ich bin auch die Einzige, der er am Hals knabbert  :D 
Und ich bin die Einzige, die er vor Freude 4x mal anbellt (andere nur 1-3x - er bellt nur wenn er sich freut und nie mehr als 4x mal, je nach Person)

 

Für mich ist es nicht unbedingt eine gute oder wünschenswerte Bindung, wenn mein Hund ohne mich die Nerven wirft.

Und sich nur z. Bsp.  schwer mal fremdbetreuen lassen würde. Oder generell Stress hat, wenn ich mal weg bin. ("traurig ist" o.ä.)

Das war nie, was ich mir gewünscht habe.
Dann wirklich lieber Sicherheit für ihn und eben das Bewusstsein (?) irgendwie dafür, das keine Welt zusammenbricht wenn ich nicht in der Nähe bin.

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Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich meine Bindung zu Bolle bzw. umgekehrt gar nicht gut beschreiben kann. Der vertraut mir und sucht "Rat", Schutz oder Hilfe in bestimmten Situationen, er kuschelt gerne, schläft nachts aber alleine im Wohnzimmer, kann problemlos fremdübernachten, ...

Der hat - glaube ich - ein Urvertrauen, dass wir immer für ihn da sind und wir uns kümmern, wenn er denn Kümmern braucht oder möchte. Für sein Alter ist das bemerkenswert, finde ich.

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Feli ist ja neulich weggerannt, als sie Angst hatte. Sie hat Angst vor Knallgeräuschen und es gab einen Schuss im Wald. Aber: Sie kam nach ein paar Minuten zurück, an die Stelle, an der sie den Knall gehört und mich das letzte Mal gesehen hat!

Das reicht mir schon. :)

 

Ansnonsten finde ich es auch schwer zu beschreiben, es ist eben so ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Aber es geht ja darum, woran man festmachen kann, dass die Hunde das auch haben und nicht nur der Mensch. Hm, es sind wohl viele kleine Dinge wie das oben beschriebene.

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Das scheint wohl wirklich ein sehr komplexes Thema zu sein. Jeder definiert es irgendwie anders und doch ist es für jeden in gewisser Weise das gleiche. Hauptsächlich geht es wohl darum, wie gut der Hund mit seinem Menschen agiert und kommuniziert :)

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass Sam direkt abhängig von mir ist, aber er scheint mich auch einfach nicht "ersetzen" zu wollen. Er mag andere Menschen, geht auch gerne auf sie zu. Auch kann er wunderbar woanders bleiben. Ob er mich in der Zeit vermisst,

kann ich so nicht sagen. Wie will man das schon beurteilen können?

Allerdings, was mal sehr auffällig war und für mich heute noch erstaunlich: Als ich noch mit meinem Ex-Freund zusammen war, war es ausnahmsweise mal an ihm auf Sam über ein komplettes Wochenende "aufzupassen", da ich weggefahren bin und Sam leider nicht mitnehmen konnte.

Ich bin schon an einem Donnerstag gegen Mittag weggefahren. Normal hatte ich immer von mittags bis abends gearbeitet. Mein Ex-Freund war also abends mit Sam eine Runde spazieren und auf den Rückweg hat Sam plötzlich Richtung nach Hause gezogen, ohne

mal stehen zu bleiben, ohne mal zu schnüffeln oder sich irgendwo umzusehen, was absolut ungewöhnlich ist. Vor der Haustür hat er sich schon wahnsinnig gefreut, ist rein und hat jedes Zimmer abgesucht...

Es war wohl ziemlich offensichtlich das er nach mir gesucht hat, denn: Als sie nach Hause gegangen sind, war es genau um die Zeit, wo ich normalerweise von der Arbeit heim komme. Sam´s "innere Uhr" schien das zu wissen, denn auf den Runden davor, hat er dieses Verhalten nicht

gezeigt, da er scheinbar wusste "sie ist eh noch nicht zu Hause".

Bei den darauffolgenden Tagen war es dann nicht mehr so, da er wohl verstanden hat, dass ich erstmal weg bin. Umso größer war die Freude, als ich zurück kam :wub:

Dennoch weiß ich, dass Sam woanders auch Spaß hat, wenn ich mal nicht da bin und das es ihm gut geht. Durch meine Arbeit ist er viel bei meiner Schwester und ich weiß genau das er dort gut aufgehoben ist und es ihm gut geht.

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mein Schäferhund hat es mir nach sechs Wochen bei mir sein gezeigt, dass er mir sehr vertraut.

 

In seiner jugendlichen Neugierde lief er zu den Kühen, sie näher betrachten.

 

Ich sah es nicht, da er hinter mir lief, ich hörte es nur am Jaulen, als er durch den elektrisch geladenen Zaun lief.

(ich wusste nicht, dass er diese Art Zaun nicht kannte)

 

Tja, er war deutlich erschreckt, aber eben auch auf der anderen Seite , getrennt von mir.

 

Wir kannten uns nur sechs Wochen, aber er sah mir in die Augen, klappte seine Ohren an, und rannte wieder mit einem Jaulen durch den Zaun , zu mir.

Ich war super glücklich und achtete natürlich mehr auf solche böse Fallen .

 

Lucie brauchte fast zwei Jahre, jetzt kann sogar das Eingangstor weit offen stehen, sie wartet auf mich, rennt nicht mehr alleine ihre Runde.

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