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Aggressionsverhalten unter zusammenlebenden Hunden

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Wie hier nachzulesen (ich habe den betreffenden Beitrag einfach mal aus meinem Fotothread kopiert) hatten wir nach 5 Jahren des Zusammenlebens den ersten unschönen Zwischenfall.

Inzwischen denke ich auch eher an ein einmaliges Ereignis, entstanden aus Verkettung unglücklicher Umstände. Foxi, die an der Stelle gezogener Zähne Schmerzen hat und Tito, der mit ihr zergelt und die Übersprungshandlung direkt abbekommt.

 

Da ich nach dem Vorfall aus mehreren Ecken zu hören bekam - ist bei uns auch passiert - möchte ich hier vielleicht ein Thema zum Austausch bieten.

 

Leider reißt unsere Pechstrecke nicht wirklich ab.

 

Gestern waren wir nochmal am Rhein und wollten einen ruhigen Ausflug machen.

 

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Die Hunde freuten sich: Wasser, Sand, Sonne...

 

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Beide strahlten über das ganze Gesicht

 

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Wir haben ein bisschen am Ufer gesessen und Schiffe beobachtet

 

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Und das ist dann leider das letzte Foto

 

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Eine Millisekunde später hing Foxi in Tito. Was genau passiert ist, weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass der Ast durch ihre Zahnlücke gezogen ist und sie Schmerzen hatte. Jedenfalls hing sie eine Sekunde in Tito fest. Tito am kreischen, Foxi völlig verwirrt, besorgt am Tito ablecken. Eine große, tiefe Wunde auf Titos Nasenrücken. Immerhin blutete es kaum. Beide Hunde (und Besitzer) total fertig.

Also wieder zurück zur Fähre und zum Auto. Da der Samstag zwischen Feiertag und Sonntag lag, hatten natürlich alle Tierarztpraxen in der Umgebung zu.

Kurz überlegt und beschlossen am Abend in die Notfallsprechstunde unseres Haustierarztes zu fahren.

Hunde ins Auto, Heimfahrt, dort die Wunde erstversorgt.

 

Es musste in Narkose genäht werden, wir konnten ihn aber danach mit nach Hause nehmen.

 

Das war dann halt noch der krönende Abschluss unseres Urlaubes. Beide Hunde benehmen sich miteinander unauffällig. Foxi weiterhin eher besorgt.   :mellow:

 

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Der kleine Hund war vier, der Große schon acht Jahre alt, beide lebten seit einem Jahr zusammen.

Sie werden zusammen gefüttert, bekommen jeden Tag ein kleines Knabberstück, war nie ein Problem.

Die Kleine knurrt manchmal über ihrem Essen, weil sie länger beim Kauen braucht. Die Große ist die Geduld in Person, souverän. Phoebe darf sich sehr viel erlauben. Wir haben immer gedacht, liegt daran, dass sie drei große Würfe hatte und an nervige Kleinteile gewöhnt ist.

 

Beim ersten gemeinsamen Weihnachtsfest bekommen beide Hunde einen großen - größenangepassten - Kauknochen. Einen, den man nicht sofort kleinkriegt., der länger hält. War das erste Mal, dass meine Hunde so was bekommen haben, aber wir dachten, bei diesen beiden geht das.

 

Kissy liegt also da und kann ihr Glück kaum fassen, sowas gabs noch nie.

Phoebe findet ihren groß und unpraktisch und weiß irgendwie nichts damit anzufangen.

Da geht sie mal gucken, was denn Kissy so hat.

Sie nähert sich langsam und riecht erstmal aus ca. 50 cm Entfernung. Da springt Kissy auf und beisst ihr ein Loch in den Hintern. Einfach so. Ist sofort wieder vorbei und sie legt sich wieder hin und bewacht ihren Knochen.

Das war´s dann mit den Knochen.

Ist nie wieder vorgekommen, nicht mal ansatzweise.

Aber es gab auch nie wieder etwas, an dem Hund länger kaut. Wie früher.

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Hier hat es sich auch auf jeden Fall ausgezergelt. Man muss solche Situationen ja nicht nocheinmal künstlich verursachen.

Interessant finde ich, dass es bei vielen Fällen, von denen ich inzwischen gehört habe, einmalig - auch nach langer Zeit des Zusammenlebens - vorgekommen ist und dann nie wieder.

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Interessant finde ich, dass es bei vielen Fällen, von denen ich inzwischen gehört habe, einmalig - auch nach langer Zeit des Zusammenlebens - vorgekommen ist und dann nie wieder.

 

Bei  meinen Mädels  war  es so:

Beide  im  Garten,  gesellige  Runde  in der Familie: Alice  liegt  einfach  nur  so  im Garten.  Piper spielt  mit  Bällchen.  Plötzlich  springt Alice  aus heiterem  Himmel auf und  schnappt  sich  Piper. und  tut danach  so, als  wär  nix gewesen. 

Ähnliche  plötzliche Attacke paar  Wochen später nochmal  zuhause.

Passiert  ist  nix,  aber  war  bei der Diagnosefindung bzgl SDU ein  schöner  Hinweis.

Alle haben  mir  weismachen  wollen, das wäre normale  Hündinnenaggression untereinander  und  ich  müsse  die  jetzt immer trennen,  selbst  die  TÄ....

Ich  hab  dann meinen Zettel   mit  den angekreuzten SDU-Symptomen mitgebracht(Fast  der gesamte Zettel)  und auf  SD-Werte  bestanden. T4  superniedrig gen  0.

Tabletten  mitbekommen. Alice  wurde  12,  Piper  ist  16.  Die  Beiden  waren  nie  die  besten  Freundinnen,  aber Trennen  musste ich nie..

Es  gab  dann  nur  noch  "normale"  Aggression  zwischen den Beiden, jedesmal abzusehen.  zB  wenn  Piper  an Alice  Napf  wollte,  lag  sie  halt mal  kurz  aufm  Rücken.

 

 

Dann hatte   ich immer  mal  wieder Anfangs"kämpfe",  wenn neue  Pflegehunde  kamen.  Fiel  für  mich  aber  alles  noch unter  akzeptable  Kommunikation.

Blut  geflossen  ist  in  all  den Jahren und  Pflegehunden nur  einmal  welches  und  da war der Rüde selbst dran  Schuld, weil er  immer  wieder provozieren musste....Aber  das  war  dann auch das  erste  Mal,  dass ich gesagt hab, das  ein  Pflegehund  von mir auf  eine  andere Stelle muss...

 

 

Eine  Situation  mit  einer  Pflegehündin ist  mir  noch  besonders  im Gedächtnis geblieben.

Kleine DackelMixhündin -  4  Jahre  lang verwöhnter Einzelhund,  bevor  sie  zu mir kam.  Frauchen  musste  nun den ganzen Tag arbeiten, Tochter ausgezogen, keine Zeit  mehr  die  superschlaue Hündin zu  beschäftigen, hat  dann wohl  jmd im  Flur  gezwickt  und  der  Verein  hat  sie  dann  zurückgenommen.

Naja...anfangs  war  sie  hier  eher zurückhaltend, alles ok.  Die  Hunde haben  sich beäugt....

Wir  sind  dann schlafen gegangen.  Sie wollte  aber   lieber  im Wohnzimmer bleiben.  Ist  ja  auch  kein Problem...

Tja,  sie  hat  dann  die Nacht dazu  benutzt, alles an Resourcen in einem Hundekorb  und  auf der Couch zusammenzusammeln, was  sie gefunden  hat. Spielzeug, Socken aus der Wäsche, Schuhe  usw....War  schön aufgeräumt  am nächsten Morgen  ;-)   und  hat  es sich   dann auf  der Couch gemütlich gemacht....

Wir  anderen  morgens  aufgestanden,  kommen ins Wohnzimmer,  kommt  plötzlich  eine  kleine  braune  Schlange  auf  uns zugeschossen und  meint  das  Wohnzimmer gehöre  nun ihr....

So  schnell konnte  die  gar nicht  gucken wie  sie aufm  Rücken lag,  Alice  war  da recht geschickt ....Nix  passiert,  kein Blut geflossen,  aber  war  sehr  lehrreich  für  den  Dackel ;-) Danach  gabs  nie wieder  Streß...

Die  war  aber auch  wirklich superschlau  und  hatte  alles sehr  fix  drauf....von Freilauf-  Tricks...

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Grade bei schmerzen können Hunde echt anders werden

Vivo mit seiner Hüfte. Da ist er zwar auf die TAs und mich los statt auf andere Hunde, aber das hätte ihm auch nie wer zugetraut.

Und wenn ich ihn jetzt an den Po muss zum bürsten oder so dann nur mit Maulkorb.

Auch wenn ich nicht glaube das er mich ernsthaft beißen würde aber muss es nicht drauf anlegen.

Ich denke bei euch war es wegen der Zähne.

Zerrgeln wird wieder gehen wenn es nicht mehr weh tut.

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Passiert schon mal. Ärgerlich, aber "normales Lebensrisiko".

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Hier hat es sich auch auf jeden Fall ausgezergelt. Man muss solche Situationen ja nicht nocheinmal künstlich verursachen.

 

 

Wenn es bei uns mal Stress gab, dann hauptsächlich deswegen. Es puscht die Hunde extrem hoch und seit dem schon erwähnten Vorfall (der Hund lebt aber nicht bei uns)

der auch auf dem OP-Tisch endete gibt es das nicht mehr.

Wegen Zergeleien hatten sich Butsch und Kyra schon in der Wolle und Polly und Kyra. :wacko: Wenige Male und nicht ernsthaft, hat mir aber gereicht. 

 

Ansonsten gibt es bei uns nur noch fremde Hunde, die so eine Situation provozieren konnten :

 

- unsere anderen Nachbarshunde am Zaun bellen (also nicht die, von denen ich schon mehrfach berichtet habe), Kyra rennt hin, macht Stunk, Polly rennt hin,

will Kyra maßregeln und Kyra schnappt sich Polly weil die ja nun mal greifbar ist in dem Moment.

- Butschi und Kyra laufen nebeneinander an der Leine, fremder Hund kommt und bellt, Butschi und Kyra steigern sich rein und da ja nur der jeweils

andere in greifbarer Nähe ist, bekommt er es halt ab. (nicht ernsthaft aber merkbar)

 

Beide Situationen unterbinde ich deshalb konsequent.  Wie man liest handelt es sich auch hierbei um Übersprungshandlungen,

die meiner Meinung nach keinen Einfluss auf das sonstige Miteinander hatten.

 

Hier ist eigentlich "Friede, Freude, Eierkuchen",  Spielzeug liegt in Massen in der Wohnung rum, das ist überhaupt kein Problem.

Und wenn mal einer sein Rinderohr verteidigen möchte, wird das auch sofort akzeptiert.

Füttere ich, können sie auch zu viert an einem Keks nagen, das ist kein Problem.

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Ich muss zugeben, dass ich sowas schon etwas beunruhigend finde. Ich kenne Streitereien und dann kanne s auch mal eine ganz leichte Verletzung geben (wie beim Spielen auch), aber solche Ausgänge würde ich NICHT auf die leichte Schulter nehmen.

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Abhängigkeit vom Schmerzgrad?

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Ich muss zugeben, dass ich sowas schon etwas beunruhigend finde. Ich kenne Streitereien und dann kanne s auch mal eine ganz leichte Verletzung geben (wie beim Spielen auch), aber solche Ausgänge würde ich NICHT auf die leichte Schulter nehmen.

 

Was  genau  meinst  du?

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