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Hundeforum Der Hund
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"Ihr Hund ist böse" - "nee, ist er nicht"

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Enya, ich HABE aber Angst vor dem Hund und noch ist er jung (so eineinhalb), bald wird er erwachsen sein und da er auch noch unsicher gegenüber Menschen ist, gehe ich davon aus, dass er irgendwann das ablocken mit einem Biss beantwortet.

Aber gut, ich denke halt, dass er früher oder später sowieso nur an der Leine draußen sein wird, so läuft es hier üblicherweise mit nicht freundlichen Hunden.

Übrigens finde ich es zwar verständlich, dass mein Hund sich kurz Luft gemacht hat, weil er natürlich Schiss vor dem anderen hatte, aber verständlich heißt nicht akzeptabel, denn es war unnötig, ich hatte das Ruder übernommen. Ich kann keinen Hund gebrauchen, der mein Erscheinen als Aufforderung zum Angriff versteht, er weiß ganz genau, dass mein Erscheinen der Deeskalation dient, ihm aus der Situation helfen soll und wir dann unserer Wege gehen - aber offensichtlich war die Anspannung zu groß. Beim zweiten Mal hat er das ja auch nicht wiederholt, muss ich beobachten, wie sich das entwickelt.

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@Enya04

... ich achte darauf, das nicht zu machen, weil Akuma das dann doppelt negativ abspeichert, also ignoriere ich das und füttere meinen Hund (Gegenkonditionierung), was weitere böse Kommentare nach sich zieht vom anderen Halter...

DAS finde ich ziemlich lustig, ich sollte häufiger Kekse mitnehmen :D

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 Edit: Bezieht sich auf die soziale Anziehung:

 

Finde ich einen spannenden Aspekt. Lustige Formulierung übrigens mit dem Magneten, gefällt mir!

 

Ich denke schon, dass ganz viele Hunde tatsächlich geradezu magnetisch von anderen angezogen werden. Das sehe ich selbst bei meinem Terrorkrümel. Der würde im Grunde nämlich schon total gerne mit anderen in freundlichen Kontakt treten. Würde gerne hin, würde gerne kontakten und spielen. Bloß, wenn die dann näher kommen kippt es schlagartig wieder in puren Stress, er fühlt sich bedroht und weiß nicht wie er damit umgehen soll, ergo schießt er aggressiv nach vorn. Was wohl auch der Grund ist, weshalb er der Schwarm ängstlicher kleiner Hunde, vor allem ängstlicher Hündinnen ist, da ist er Prinz Charming in Reinkultur, niemals zu aufdringlich, einfach nur nett. Aber klar, die bedrohen ihn ja in seiner Wahrnehmung auch nicht wie alle anderen.

 

Genau da sehe ich auch das Problem. Natürlich nicht annähernd so extrem, aber ich denke, einige Hunde haben dieses "komm her, aber bleib auf Abstand" in sich. Und sie meinen beides im jeweiligen Moment tatsächlich völlig ernst, so dass man nicht von vornherein sagen kann, da ist was schräg. Das "komm doch her und lass uns kontakten" ist genauso ehrlich gemeint wie dann der schlagartige Wechsel in "oh mein Gott, bleib bloß weg!"

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Ich habe kürzlich ein unspektakuläres aber interessantes Beispiel erlebt:

 

Ich laufe, Meine - noch nicht erfahrene Hündin im Umgang mit verschiedenen Hundeverhalten - sieht zusammen mit mir einen (mir komplett vertrauten Rüden samt Halter) kommen. Wir - beide kurzsichtig  :D  - erkennen uns nicht sofort. Ich rufe: "Bin nur ich, Gundi!" Er raffts nicht, weil er mich nur mit dem früheren Hund kennt - und lässt seinen (tiefenentspannten superduperlieben Hund) schon auf uns zu laufen.

 

Meine Hündin streikt schon bei Annäherung (grosser Ridgi mit 42 kg). Ich sage im letzten Moment vor Kontakt: "Ruf ihn mal ab!" Bolle, der Ridgi folgt. Meine Hündin etwas erleichtert. Und durchatmend.

 

Es wäre ihr zum damaligen Entwicklungszeitpunkt zu viel gewesen - und beide Hunde sind jeweils Zucker (und wären es auch irgendwann zusammen - aber nicht da und just zu diesem Zeitpunkt).

 

Ich weiss, dass beide nett sind. Ich weiss aber auch, dass das momentan für meinen Hund noch zuviel gewesen wäre. Keiner ist hysterisch geworden, aber ich war sehr froh, dass Herr Bolle noch eben mal seinen Hund abrief! Meine hätte nichts Gutes dabei gelernt. 

 

Es gibt einfach unterschiedliche Gründe und das sollte man auf dem Schirm haben.

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@Enya04

Aber das ist doch gar nicht dein Bier, ob jemand seinen Hund freiläuft und dann keinen Kontakt mit deinem möchte. Nur weil ich es nicht okay finde, die Dame dann vorzuführen udn gegen ihr Gebot zu agieren, heißt doch nicht, dass ich es in Ordnung finde, dass sie dich angeschrieen hat.

Es geht auch sehr schnell andersherum. We oft wurde mir gesagt, weil Menschen, die meinen mit IHREM NETTEN Hund klappt das schon und es klappte eben nicht (ein Schelm...), ich müsse meine Töle mal besser erziehen, obwohl sie nicht Abstand gehalten haben... könnte dann schon sein, dass ich sauer werde und denjenigen anschreie... ich achte darauf, das nicht zu machen, weil Akuma das dann doppelt negativ abspeichert, also ignoriere ich das und füttere meinen Hund (Gegenkonditionierung), was weitere böse Kommentare nach sich zieht vom anderen Halter...

Wie schon gesagt, es kommt immer auf die Situation an. Wie auch schon gesagt, ich mache es nicht immer. Wie wie nochmals gesagt, mir ist das Andersherum wie Dir auch schon passiert. Und wie wieder und wieder gesagt, jetzt nicht nur Dir, sondern mehrmals und immer wieder hier....sie hätte das auch SAGEN können und nicht empört über meine Frage so eine Hysterie veranstalten brauchen. Wenn sie keinen Kontakt will, hätte sie das nur sagen brauchen aber sie hat sich an meiner Frage hochgezogen statt zu sagen, was sie will.

Außerdem kann ja ihr Hund nichts dafür, der hat ja auch sozusagen ein anständiges Verhalten an den Tag gelegt und hat sich nicht von Frauchen anstecken lassen, von ihrer Hysterie. Wäre vielleicht sogar anders gelaufen, wenn Frauchen ihn da noch bestätigt hätte.

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Ich habe kürzlich ein unspektakuläres aber interessantes Beispiel erlebt:

 

Ich laufe, Meine - noch nicht erfahrene Hündin im Umgang mit verschiedenen Hundeverhalten - sieht zusammen mit mir einen (mir komplett vertrauten Rüden samt Halter) kommen. Wir - beide kurzsichtig  :D  - erkennen uns nicht sofort. Ich rufe: "Bin nur ich, Gundi!" Er raffts nicht, weil er mich nur mit dem früheren Hund kennt - und lässt seinen (tiefenentspannten superduperlieben Hund) schon auf uns zu laufen.

 

Meine Hündin streikt schon bei Annäherung (grosser Ridgi mit 42 kg). Ich sage im letzten Moment vor Kontakt: "Ruf ihn mal ab!" Bolle, der Ridgi folgt. Meine Hündin etwas erleichtert. Und durchatmend.

 

Es wäre ihr zum damaligen Entwicklungszeitpunkt zu viel gewesen - und beide Hunde sind jeweils Zucker (und wären es auch irgendwann zusammen - aber nicht da und just zu diesem Zeitpunkt).

 

Ich weiss, dass beide nett sind. Ich weiss aber auch, dass das momentan für meinen Hund noch zuviel gewesen wäre. Keiner ist hysterisch geworden, aber ich war sehr froh, dass Herr Bolle noch eben mal seinen Hund abrief! Meine hätte nichts Gutes dabei gelernt. 

 

Es gibt einfach unterschiedliche Gründe und das sollte man auf dem Schirm haben.

Richtig, und jemand, der ohne Leine laufen läßt, sollte mit seinem Hund auch schon sicherer sein. Diese Dinge hat man dann auch schon auf dem Schirm, Dinge einschätzen zu können.

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Wäre vielleicht sogar anders gelaufen, wenn Frauchen ihn da noch bestätigt hätte.

 

Das ist auch ein lohnender Gesichtspunkt: Wie könnte man solche Treffen besser gestalten? Also gewinnbringender für alle Seiten?

 

Ich meine, es sind immerhin vier Beteiligte dabei, zwei Menschen und zwei Hunde. Wobei mich da nun weniger die Hunde interessieren, wie die das hätten besser machen können - aber die Menschen. Was hätte der jeweils andere Hundehalter besser machen können - das zu sagen fällt einem selbst meist leicht. Aber die spannendste Frage, was hätte man selbst anders/besser machen können, um zu einem guten Ergebnis zu kommen?

 

Und, das sage ich ganz ausdrücklich und würde es am liebsten riesig schreiben: Damit meine ich jetzt nicht, dass sich alle auf den Ausgangsbeitrag beziehen sollen! Sondern jeder hier hat ja offenbar schon solche Momente erlebt, in denen eine Begegnung irgendwie total daneben gelaufen ist. Vielleicht erzählt ihr uns die, und dazu eure Überlegungen, wie das hätte in unseren Sternstunden ausgehen können? :)

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 Edit: Bezieht sich auf die soziale Anziehung:

 

Finde ich einen spannenden Aspekt. Lustige Formulierung übrigens mit dem Magneten, gefällt mir!

 

Ich denke schon, dass ganz viele Hunde tatsächlich geradezu magnetisch von anderen angezogen werden. Das sehe ich selbst bei meinem Terrorkrümel. Der würde im Grunde nämlich schon total gerne mit anderen in freundlichen Kontakt treten. Würde gerne hin, würde gerne kontakten und spielen. Bloß, wenn die dann näher kommen kippt es schlagartig wieder in puren Stress, er fühlt sich bedroht und weiß nicht wie er damit umgehen soll, ergo schießt er aggressiv nach vorn. Was wohl auch der Grund ist, weshalb er der Schwarm ängstlicher kleiner Hunde, vor allem ängstlicher Hündinnen ist, da ist er Prinz Charming in Reinkultur, niemals zu aufdringlich, einfach nur nett. Aber klar, die bedrohen ihn ja in seiner Wahrnehmung auch nicht wie alle anderen.

 

Genau da sehe ich auch das Problem. Natürlich nicht annähernd so extrem, aber ich denke, einige Hunde haben dieses "komm her, aber bleib auf Abstand" in sich. Und sie meinen beides im jeweiligen Moment tatsächlich völlig ernst, so dass man nicht von vornherein sagen kann, da ist was schräg. Das "komm doch her und lass uns kontakten" ist genauso ehrlich gemeint wie dann der schlagartige Wechsel in "oh mein Gott, bleib bloß weg!"

Ja genau, und dann gibt es noch die Hunde, die auch möchten, aber unsicher sind, kurz krötig sind aber dann doch trotzdem wollen. Und treffen sie auf einen freundlichen Hund, der das respektiert, dann kommen sich die Zwei im Endeffekt doch näher. So eine Situation hatte ich schon mehrmals mit meinem aktuellen Hund (Amigo). Sein Vorgänger Joschi hingegen war eh nicht so sehr auf Hundekontakte aus, aufgrund von eben vielen schlechten Erfahrungen in seinem jahrelangen Straßenhundeleben.

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Das ist auch ein lohnender Gesichtspunkt: Wie könnte man solche Treffen besser gestalten? Also gewinnbringender für alle Seiten?

 

Ich meine, es sind immerhin vier Beteiligte dabei, zwei Menschen und zwei Hunde. Wobei mich da nun weniger die Hunde interessieren, wie die das hätten besser machen können - aber die Menschen. Was hätte der jeweils andere Hundehalter besser machen können - das zu sagen fällt einem selbst meist leicht. Aber die spannendste Frage, was hätte man selbst anders/besser machen können, um zu einem guten Ergebnis zu kommen?

 

Und, das sage ich ganz ausdrücklich und würde es am liebsten riesig schreiben: Damit meine ich jetzt nicht, dass sich alle auf den Ausgangsbeitrag beziehen sollen! Sondern jeder hier hat ja offenbar schon solche Momente erlebt, in denen eine Begegnung irgendwie total daneben gelaufen ist. Vielleicht erzählt ihr uns die, und dazu eure Überlegungen, wie das hätte in unseren Sternstunden ausgehen können? :)

Ich würde jetzt einfach nur ganz spontan sagen, in dem man auf eine freundliche Frage, freundlich antwortet und schon wäre das Ding gegessen gewesen und jeder auch seines Weges gezogen. Vernünftige Kommunikation kann nämlich nicht zu Missverständnissen führen, so wie eine Geste (Hund vor anderen Hunden ganz kurz nehmen) oder sich wie ein HB-Männchen benehmen.

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Meinst du damit die andere Hundehalterin oder dich selbst?

 

Ich überlege gerade auch auf einer Situation rum, die ich hier schildern könnte. Wobei ich da Auswahl habe mit meinem Krümel, und im Prinzip ist es bei uns ein Standardthema mit Variationen. Was ich beim Nachdenken darüber halt wieder ganz deutlich merke: Es fällt mir so was von leicht, zu sagen wie es die anderen hätten besser machen können, und schon wäre der Drops gelutscht. Aber es ist halt so, ich kann die anderen nicht ändern und werde das auch niemals können. Also muss ich mir schon was einfallen lassen, wie ich selbst mich irgendwie geschickter verhalten kann, wenn ich was verbessern will.

 

Was ich zum Beispiel schon eine ganze Weile lang bemerkt habe: So lange ich versucht habe, den Leuten zu erklären was mit dem Krümel los ist, dass er nicht "böse" ist sondern total unsicher, dass alles doch gut wäre wenn sie etwas mehr Rücksicht nehmen würden - so lange hatte ich ständig Stress, wurde angeschnauzt, belehrt, es war einfach schlimm. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, einfach zu sagen, "der ist halt doof mit anderen Hunden". Ruckzuck wurden aus den gleichen Leuten, die mir immer erklärt hatten wie schlimm der Krümel doch ist, seine Verteidiger. Sie erklärten mir dann, er wäre doch gar nicht doof, er mag halt vielleicht ihren gerade nicht (ach nee!), und gehen mir seitdem ein Stück aus dem Weg. Und mehr brauche ich ja auch gar nicht. Und alles nur, weil ich einfach mal die Positionen getauscht habe. Schon irgendwie lustig, oder?

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