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Hundeforum Der Hund
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Schwierige Begegungen und was damit tun

Empfohlene Beiträge

Um das "böser Hund Thema" nun endlich aus der persönlichen Ecke rauszuholen, gibt es jetzt hier einen neuen Thread dafür, und zwar einen ALLGEMEINEN. Es geht ganz generell darum, was Begegnungen schwierig machen kann - die Hunde, die Halter, die Umstände, die Passanten... Und wie man am besten damit umgeht.

 

Dieser Thread versteht sich als Chance, dieses zugegeben oft emotional aufgeladene und sehr subjektive Thema sinnvoll aufzugreifen. Mit Denkanregungen und Tipps, von denen jeder profitieren kann - denn wer von uns hatte noch nie Begegnungen, bei denen man sich hinter die Haare raufen möchte bzw. denkt, echt blöd gelaufen?

 

Aber, und das gleich vorweg: Gehen persönliche Schuldzuweisungen los, irgendeine Form von "du machst das falsch - du bist schuld" oder ähnliches, werden diese Teile bzw. Beiträge sofort kommentarlos gelöscht, sollte das der Tenor im Thread werden das ganze definitiv beendet.

 

Also bitte, nutzt diese Chance, das Thema selbst ist nämlich wichtig!

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Begegnungen sind selbst mit verträglichen Hunden (meiner Erfahrung nach) schwierig, wenn

 

  1. das Gegenüber (Hund und Mensch) nicht passt
  2. es Frontalbegegnungen sind (viele Hunde regeln das zwar mit Fiddle About, aber hätten eine andere Annäherung sicherlich besser gefunden)
  3. der Hund angeleint ist (auch wenn ich selbst einen Hund habe, der Leinenkontakte haben kann, dennoch hindert sie Hunde in ihrem Aktionsradius und das Kippen geht schneller)
  4. nicht genügend Platz vorhanden ist
  5. das Gegenüber (Mensch) die Grenzen nicht einhält oder missverständlich kommuniziert wird (Hund darf hin, wird aber 1 Meter vor dem eigenen Hund dann doch abgerufen...)
  6. die Menschen nicht ruhig bleiben, wenns doch mal kracht
  7. Erziehungstipps folgen ("Warum kriegt der ne Belohnung, er hat gar nichts gemacht!", "Dem muss man mal zeigen, wer der Chef ist", "Wenn der keine Kontakte haben darf, lernt ers ja nie!")

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Da ist ja schon fast alles aufgeführt, kareki.

 

Vor allem gegenseitige Rücksichtnahme ist immens wichtig und gar nicht schwer. Wenn ein Hund angeleint oder kurz gehalten neben seinem Zweibeiner sitzt, dann hat das meist einen Grund. Also gehe ich mit meinem Vierbeiner einfach weiter und halte genügend Abstand zu den beiden.

 

Bei Antipathie dem anderen Hund oder Mensch gegenüber kann man oft nur hoffen, das der Hund es frühzeitig anzeigt. Oft schon erlebt, das ein Hund den anderen erst total toll findet und einen Meter vor dem anderen Hund plötzlich das Ganze in Antipathie umschlägt.

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Leinenkontakt bei fremden Hunden ist halt immer ein Risiko. Der Radius ist eingeschränkt und die Hunde können nicht den gerade am Anfang nötigen Abstand einhalten. Einmal kurz die Leinen verdreht, die Hunde fühlen sich bedrängt und schon ist das Theater da. Und sagen, das passiert mir nicht, wäre eine Überschätzung. Die Situation kann im Bruchteil einer Sekunde umschlagen. Flucht oder ausweichen ist durch die Leine nicht möglich.

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Leinenkontakt bei fremden Hunden ist halt immer ein Risiko. Der Radius ist eingeschränkt und die Hunde können nicht den gerade am Anfang nötigen Abstand einhalten. Einmal kurz die Leinen verdreht, die Hunde fühlen sich bedrängt und schon ist das Theater da. Und sagen, das passiert mir nicht, wäre eine Überschätzung. Die Situation kann im Bruchteil einer Sekunde umschlagen. Flucht oder ausweichen ist durch die Leine nicht möglich.

 

Deshalb lasse ich die Leine bei Yoma immer fallen, wenn es mal zum Leinenkontakt kommt und das gibt auch keine 100% Sicherheit.

Was ich nicht verstehe, sind die Flexileinenleute (und ich benutze die selbst oft und gerne, und wenn Yoma an dieser ist, bekommt er keinen Kontakt zu angeleinten Hunden!), die sich von ihrem Hund zu allen Hunden hinziehen lassen.......

 

Flexileinen mag ich, aber sie sind so zu benutzen, als wäre der Hund frei, man muss also mit dem Hund kommunizieren. Und im Zweifelsfall kann man sie einrollen und mit Stopp zu einem Kurzführer umfunktionieren. Klappt prima, wenn man mit dem Hund spricht ;)

Und zur Antipathie: Ja, das passiert eben. Hier hilft es, wenn beide Parteien ruhig bleiben und freundlich auf ihre Hunde einwirken, statt zu zetern. Genau hier enstehen dann Sachen wie:

"Erzieh mal deinen Köter!"

"Der ist ja voll aggro/böse!" (während der eigene Hund ordentlich mitgedroht hat, aber vielleicht leiser)

Wer sowas öfter erlebt, geht wahrscheinlich Hundebegegnungen aus dem Weg, nur um dann von Gerda um die Ecke zu hören, dass es ja kein Wunder sei, wenn der Hund so "aggro" wäre... und da raufe ich mir dann die Haare.

Ist aber nicht so, als hätte ich noch nie eine falsche Entscheidung getroffen oder hätten meine Hunde... ;)

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Nein, meiner hat so was noch nieeee gemacht.... ;)

 

Flexileinen sind nicht so mein Fall. Ich habe jedoch auch viele Möglichkeiten, Hunde frei laufen zu lassen. Im Revier grundsätzlich, hier in Schweden sieht das nicht anders aus. Leine gerade mal, wenn wir mal in die Stadt fahren.

 

Hätte ich diese Möglichkeiten nicht, stände ich der Flexi auch anders gegenüber.

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Ich denke, mit schwierige Begegnungen sind nicht nur Leinenbegegnungen gemeint, oder?

Für mich sind nämlich Begegnungen im Freilauf mit dem Nicky auch schwierig, wenn der andere Hund eine ebensolche Jagdnase ist und ebenso wie Nicky nicht sicher abrufbar am Wild. Deshalb frage ich, bevor ich ihn losmache immer, ob der andere Hund jagt und abrufbar ist und sage deutlich, dass meiner da extrem ist und evtl. den anderen dann spontan mitzieht.

 

Und für Laika - 14 u nd taub - ist inzwischen alles schwierig, was lautlos von hinten kommt, also ausserhalb des sichtbaren Bereichs und sie plötzlich berührt. Kann sein, dass sie dann erschrickt. nein, sie schnappt dann nicht, aber ein anderer Hund könnte das durchaus missverstehen.

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Nein, meiner hat so was noch nieeee gemacht.... ;)

 

Flexileinen sind nicht so mein Fall. Ich habe jedoch auch viele Möglichkeiten, Hunde frei laufen zu lassen. Im Revier grundsätzlich, hier in Schweden sieht das nicht anders aus. Leine gerade mal, wenn wir mal in die Stadt fahren.

 

Hätte ich diese Möglichkeiten nicht, stände ich der Flexi auch anders gegenüber.

Ich wohne in der Stadt. Ich habe zwar auch eine 5-Meter-Schleppleine dabei, aber die Flexi sit einfach praktisch. Auch ist sie hilfreich, wenn Akuma mal Angst hat, er braucht dann Raum. Gerade auch wenn hinter ihm Hunde laufen, ist er deutlich entspannter, wenn er weiß, er hat noch mehr Platz nach vorne. Liegt wohl auch an seinen schlehcten Leinenerfahrungen.

Freilauf bevorzuge ich auch, aber manchmal muss Yoma an der Leine bleiben. Wegen der Hundedichte. Am entspanntesten laufe ich nachts, wenn niemand unterwegs ist und die Hunde laufen können, wie sie lustig sind.

Da gabs in den 5 Jahren genau eine nächtliche Begegnung (mit "Problemhund") und die verlief sehr gut. Keiner hat den anderen wirklich gesehen, man lief entspannt weiter.

Freilauf, der schwierig ist bei Akuma:

Jeder Hund erstmal ;)

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Was für mich auch noch zu schwierigen Begegnungen gehört ist, wenn ein Rüde meine Hündin bedrängt und er trotz Abwehrreaktion ihrerseits nicht damit aufhört. Das wird mE auch oft verkannt, dass das sehr unangenehm für betreffende Hündin ist.

 

Vor Jahren hatte ich das Mal, da kam der Besitzer zweier Bearded Collies auf mich zu, seine und meine Hunde im Freilauf. 

 

Fly ist zwar kastriert, duftet aber wohl trotzdem sehr gut für Rüden. Die Rüden bedrängten sie dann, sie quietschte und drehte sich immer wieder mit dem Po weg, ein Zeichen für mich, dass nun der Zeitpunkt gekommen war, einzuschreiten. 

Der Bearded Collie Besitzer meinte dann, ja die machen aber nichts. 

 

Für ihn nicht, meine Hündin und ich waren da aber anderer Ansicht und so drängte ich dann die verliebten Rüden ab und ging dann weiter mit meinen Hunden. 

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Auch ist sie hilfreich, wenn Akuma mal Angst hat, er braucht dann Raum.

 

Klar, es kommt auf so viele Komponenten an. Da meine Hunde ja im Revier "beschäftigt" sind , ist halt Freilauf normal. Zur Nachsuche den 10m Schweissriehmen dran, ansonsten alles nur offline. In der Stadt habe ich das noch anders gehandhabt.

Baileys ist auch gefestigt genug , um Begegnungen ohne Leine entweder toll zu finden oder halt komplett zu ignorieren. Die Hunde, die man hier trifft, kennt man in kurzer Zeit. Eine sehr überschaubare Anzahl ( 5 in der Nachbarschaft, Fremde verlaufen sich bis hier hin nicht )

Somit laufen da die Begegnungen ohne Probleme ab.

 

Ja, Astrid. so triebgesteuerte Begegnungen nerven nicht nur, bei der richtigen "Zicke" können mal schnell die Ohren oder Nase des Rüden getackert werden...

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