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Hundeforum Der Hund
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"Non-verbale Kommunikation"

Empfohlene Beiträge

Wega hat mich immer im Blick oder im Ohr, wohl auch dem Hüterassemix geschuldet.

 

 

Vielleicht auch ein Zeichen der tiefen Beziehung zwischen Euch?

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Vielleicht auch ein Zeichen der tiefen Beziehung zwischen Euch?

Hmmm, vielleicht, andere bezeichnen es als Hüten oder Unsicherheit, ich nehme es als ihren Charakter.

Es ist bei ihr zb auch, dass sie nie einem Blick ausweicht, man kann sie ewig anstarren. Den meisten Hunden ist das ja unangenehm.

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Hmmm, vielleicht, andere bezeichnen es als Hüten oder Unsicherheit, ich nehme es als ihren Charakter.

Es ist bei ihr zb auch, dass sie nie einem Blick ausweicht, man kann sie ewig anstarren. Den meisten Hunden ist das ja unangenehm.

 

Das ist vielleicht schon eher Hüti.......klasse

 

Lily weicht mir ihren Augen schon irgendwann aus - aber es dauert SEHR lang......vielleicht hängt es auch davon ab, wie ich gucke...mal probieren.....

Sorry, OT :)

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was war das denn für eine Belehrung bzgl. "Schau mich an"?

 

Ein junger Hund, eher noch ein Welpe, wurde als "stur" bezeichnet von den Besitzern. Der sie so "dominant" und würde gar nicht auf Frauchen hören beim Anleinen, und dann führte sie das vor, und als der Hund sich dann auch wegwandte, kam von ihr "Bello (oder so), schau mich gefälligst an!" und drehte ihm den Kopf zu ihr, so dass er quasi in ihre Augen gucken musste.

 

Armer kleiner Hund - zum Glück kam eine Bekannte von mir und machte die Besitzerin aufmerksam, dass er den Kopf nicht abwendet weil er so stur ist, sondern eben weil Hunde das anstarren als bedrohlich wahrnehmen. Brauchte ich also nicht ran. Aber irgendwo hat die Dame das ja aufgeschnappt- vermutlich in der Hundeschule... <_<

 

Nebelfrei: Wega kann aber gut hören, oder? Also nicht gehorchen-hören, sondern ihre Ohren sind ok? Das kann ja unter Umständen auch ein Grund sein, warum sie dich so fixiert.

Generell ist mein Hund aber auch sehr aufmerksam, dass er ja nicht verpasst wenn ich mich bewege. Nicht so, dass er im Schlafzimmer stören würde - da schläft er zum Glück tief und fest :D Aber so im Tagesverlauf... ja. Und "hellsehen" kann er sowieso. Wenn ich anfange meine Tasche zu packen, weil ich wieder eine Nacht ins Waldcamp soll, wird er ganz "klebrig". Tut mir auch immer leid, ihn dann bei meinen Eltern zu lassen, aber es ist ja nicht so dass er es da doof findet. Nur eben bei mir besser - scheinbar.

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Nebelfrei: Wega kann aber gut hören, oder? Also nicht gehorchen-hören, sondern ihre Ohren sind ok? Das kann ja unter Umständen auch ein Grund sein, warum sie dich so fixiert.

Nein, sie hört tiptop :) sowohl drinnen, wie auch draussen.

Was ich in einem Beitrag erwähnte wegen dem Schlafen. Sie schläft nicht bei mir im Zimmer, ausser in den Ferien. Ich habe das Gefühl es sei eher anstrengend für sie, immer wenn ich mich umdrehe kommt sie schauen.

Im übrigen würde sie gern auf dem Bett schlafen, wenn sie genug, also fast allen Platz für sich allein hat und man sich nicht bewegt, dann geht sie runter.

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Lemmys Beitrag über das Mantrailen finde ich Klasse.

Das hebt sehr gut die Feinheiten hervor, auf die wir oft viel zu wenig achten bzw. erst lernen müssen, sie wahrzunehmen - und trotzdem sind sie eben ununterbrochen vorhanden.

Sowohl vom Hund ausgehend, als auch von uns Menschen.

Mein Krümel erkennt beispielsweise genau, wann ich auf "Herunterfahren" clicken MÖCHTE, also noch bevor ich den Cursor da drauf gelenkt habe. Schon reagiert er mit Aufmerksamkeit und Erwartungshaltung, was wir nun machen könnten.

Und ebenso fein kann ich als Mensch den Hund wahrnehmen, noch bevor er zB eine unerwünschte Handlung ausführt, also schon, wenn er nur im Ansatz dran denkt, bevor er schon in den Fehler reingetappt ist, bzw. zu abgelenkt ist und mit zuviel Energie das unerwünschte Verhalten ausführt, was dann auch mehr Energie erfordert, ihn zu beeinflussen.

 

Ich sehe das, wie wir mit den Hunden kommunizieren, als unterschiedliche Kombinationen:

 

Hündisch-hündisch - was uns selten tatsächlich gelingen wird, weil wir die Feinheiten, die ganz subtilen Signale, gar nicht erwidern oder auch aussenden können, außer wir lassen uns lange , bewegliche Ohren, eine Rute, Fell usw. wachsen und versetzen unsere Augen. Trotzdem sind wir darum bemüht und zumindest grobe Vokabeln wenden wir so an, dass der Hund sie versteht, weil sie artübergreifend sein können oder auch, weil wir im Kontext von den Hunden lernen. zB. das Einladende Abwenden und zurückweichen, anstatt den Hund jagenderweise einfangen zu wollen, nicht frontal im Anstarren auf den Hund zugehen, etc. 

 

hündisch-menschlich - Der Hund kommuniziert hündisch, wir gehen verbal und mit menschlicher Körpersprache drauf ein, wie zB. wenn der Mensch sich in der Absicht, den Hund lieb zu begrüssen, über den Hund beugt, ihm am Nacken tätschelt, ihn umarmt. Hier lernen Hunde oft, was der Mensch meint, auch wenn er hündisch etwas ganz anderes ausdrücken würde. Also Hund lernt Fremdsprache "Menschlich".

 

Menschlich-menschlich - Wird dem Hund kaum gelingen, weil er nicht quatschen kann, da ihm die Sprechwerkzeuge des Menschen fehlen und er nicht veranlagt ist, verbal zu kommunizieren. Dennoch lernen die meisten Hunde Sprache in einem gewissen Umfang zu deuten und vor allem die Stimmung daraus zu erkennen und auch gewisse Gesten, wie die Zeigegesten, richtig zu deuten. Und viele enwickeln ein unendliches Lautrepertoire, mittels dem sie ebenso ihre Stimmung auf faszinierende Weise mitteilen. Da kann man richtige Dialoge mit den Hunden führen...lach..

 

So stellen wir uns aufeinander ein, oder versuchen es zumindest bestmöglichst.

Was aber immer bleiben wird: Der Hund ist Meister im Wahrnehmen von minimalsten Veränderungen - mit allen seinen Sinnen.

Wir sind dagegen totale Grobmotoriker, nehmen nur einen Bruchteil von dem wahr, was die Hunde wahrnehmen und genauso grobschlächtig und zeitlich verspätet,  fallen dann oft unsere Antworten oder Ansagen an den Hund aus.

 

Ich finde, die Hunde erbringen da tagtäglich eine Wahnsinnsleistung, im Zusammenleben mit uns, in dem, was sie ständig lernen und ich wertschätze das sehr hoch, nehme es nicht als selbstverständlich hin. Es fasziniert mit.

 

Ich persönlich lege  keine Priorität auf irgendwas.

Ich quatsche mit ihnen, weil sie - wie Marcolino schon beschrieb - dabei auch die Stimmung besser mitgeteilt bekommen, anstatt dass ich nur Kommandos hinwerfen würde und es läge  mir absolut nicht, schweigen zu müssen.

Ich  reflektiere, ob ich genug wahrnehme, selbst klar ausdrücke, wenn ich etwas vom Hund will oder nicht will, oder ob ich da in der Übertragung Fehler mache, mir selbst in Laut-und Körpersprache widerspreche und warum meine Hunde evtl. mich missverstanden haben. Oder aber auch ich sie.

Natürlich verstehen wir uns in vielen Situationen auch vollkommen wortlos. Vor allem mit der tauben Laika fällt ja nun menschliches Gequassel weg.

Aber ich verlange von meinen Hunden nicht, immer im Kopf bei mir zu sein, weil ich ja auch menschliche Kommunikation in Form von verbalen oder Lautsignalen anwenden kann, damit der Hund mich wieder in seinen Kopf bekommt, wenn nötig.

 

Ich finde, es steht dem Hund durchaus auch zu, in manchen Situationen einfach mal seine Sinne nur für seine hündische Welt zu nutzen, ohne dass er dabei bedacht darauf sein muss, evtl. nichts Wichtiges zu übersehen/hören/riechen, was ihm dann unangenehme Folgen vom Menschen ausgehend bescheren würde, weil wir meinen, er ignoriert uns absichtlich oder ist grad stur.

Ganz ehrlich: Ich genieße auch manche Situationen, wo halt mal die Hunde nicht dabei sein können, weils für sie zu stressig wäre - ganz in der Menschenwelt, ohne auf die Hunde achten zu müssen.

ich finde, die großartigere Leistung im Zusammenleben und Lernen der artübergreifenden Sprache zwischen Mensch und Hund, erbringen eindeutig die Hunde und wir können diesbezüglich noch viel von ihnen lernen.

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