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Hundeforum Der Hund
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Hugo, ein Projekt

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Vor ca. 6 Wochen traf ich eine Frau mit Hund, die mir von einem anderen Hund erzählte, der auf dem Causse für Unruhe sorgt.

Steckbrief:

Name: Hugo

Alter: 4 Jahr, unkastriert,

Rasse: Am Staff, folglich in FR Listenhund

 

Vorgeschichte: Aufgewachsen bei einer heroinsüchtigen Frau, die im Krankenhaus verstarb.

Da diese zuvor bei einem Mann unterkam, der selbst sehr alt (derzeit 75 Jahre), hat dieser ihn behalten. Ihre Familie zeigte keinerlei Interesse an dem Hund, der Hund verblieb bei ihm.

 

Situation aktuell des Mannes:

Er hat Speiseröhrenkrebs, seine Stimme verloren und kommuniziert per Zeichen und Lauten mit seiner Pflegerin, die vor Ort lebt. Er "weiß", dass ihm nicht viel Zeitt bleibt, der Hund ist einerseits sein Ein und Alles, andererseits hat er Schiss, dass der Hund "Mist baut".

 

Mit Hugo hat er eine "innige Beziehung", allerdings hört der Hund nicht auf ihn, hat keinerlei Erziehung. und die Pflegeperson sagt, dass sie den Mann nicht versorgen kann, wenn der Hund auf dem Bett des Mannes liegt (Grummeln und Schnappen bei Näherung)

 

Ich hab Hilfe angeboten, via meinem TS-Verein. Sie nahm die Hilfe an und schilderte mir die Situation.

Der HH will den Hund nicht abgeben, sieht aber nach einem erneuten Vorfall von gestern Handlungsbedarf.

Der Hund roch eine läufige Hündin, lief weg, wurde von einem Bewohner des Causse aufgegriffen und hampelte an seinen Bein rum (nicht das erste Mal, weder  bei diesem noch bei anderen).

Der Hund wiegt ca. 40 kg, nur Muskeln und hat wirklich Kraft. Er hing auch heute an meinem Bein, war an einem Baum angeleint, somit wenig problematisch.

 

Ich versuche zu helfen: Mein Ziel ist, dass der Hund auf eine PS kommt und vermittelt wird.

Problem ist: derzeit will der HH den Hund nicht abgeben, aber ich habe das "Gefühl", dass er bereits weiß, dass es das beste wäre.

 

Alle Nachbarn auf dem Causse sagen, er solle ihn kastrieren lassen. Ich bin der Meinung, das regelt möglicherweise seine "Energie", aber nicht gänzlich sein Verhalten, da die Erziehung, bzw. überhaupt eine Kommunikationsgrundlage mit dem Hund fehlt.

 

Die Pflegeperson hat ein sehr eigentümliches Verhalten mit ihm. Während er an der Leine bellte, streichelte sie ihn, was dazu führte, dass er noch mehr bellte. Andererseits hat sie Situationen geschildert, wo sie Angst vor ihm hat (beim Kochen oder HH verpflegen). Er nimmt ihr Nahrung weg und sie kann nichts machen. Gruselig! Ist kein Zustand, das ist mir klar, nur ist es schwer, mit ihr zu kommunizieren. (versteht mich da wer?)

 

Ich war mit Amber da, da ich anhand ihres Verhaltens oft andere Hunde besser einschätzen kann. Sie drehte nur den Kopf weg, hat sich null für ihn interessiert, war aber sehr ruhig dabei, hielt Abstand, kam aber sehr nahe dran, ohne dass ich sie irgendwie einschränkte.

 

Ich hab mich mehrmals dem Hund genähert, ihn gestreichelt, ihm leise zugeredet, ein Stückchen Käse gegeben, woraufhin er sich beruhigte, teilweise aber den Käse nicht annehmen konnte. Er ist einfach zu erregt...zu gestresst.

 

Ich mach jetzt erst mal einen Punkt, will aber unbedingt eure Fragen, Anregungen usw.

Ziel ist, der Hund kommt da raus, da er oftmals nur an der Leine am Baum hängt und die Situation vor Ort nicht dazu beiträgt, dass er was lernen kann. Zwischenziel ist, er wird kastriert, gilt eh für solche Rassen, und ich geh mit ihm raus, um eine Basis für Kommunikation zu schaffen. Es ist einfach ein Leiden für alle Beteiligten und das muss aufhören.

 

Danke an alle, die das Lesen bis zum Ende geschafft haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wenn es mit dem Hund möglich ist und er keine Ängste draußen hat und nicht dauerhaft zu sehr hochfährt -  Bewegung. Reichlich und ermüdend.

Und dann mal abwarten, wie man ihn weiterhin beeinflussen kann.

Seine Erregung, sein Stress könnten auch einfach eine ungeheure Menge an Energieüberschuß sein.

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Hallo Gatil,

 

Nein, der Hund hat keine Ängste draußen. Bei Rüden geht er in Konkurrenzhaltung. Für's erste somit weitläufig zu umgehen. Leine kennt er nicht.

Der Halter fährt wohl ab und an mit ihm in eine Gegend, wo er in laufen lassen kann. Da er selbst nicht mehr gut zu Fuß ist, fährt er mit dem Auto voran...

 

Die Pflegerin wollte mir die Tel-Nr. vom Halter schicken, hat es noch nicht getan. Es ist und bleibt kompliziert.

 

Ich stimme Dir zu, dass es gut wäre, wenn der Hund erst mal raus kommt und mit Menschen läuft.

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Tipps kann ich dir leider nicht geben, außer zu versuchen, erst einmal das Vertrauen des Hundes zu gewinnen, aber das weißt du selber. :)

 

Ich könnte mir vorstellen, wenn dir das gelingt, dann hast du die halbe Miete beim Besitzer gewonnen, denn es wird in seinem Sinne sein, den Hund später gut versorgt zu wissen.

 

Vielleicht kommt diese Unruhe auch von dem Zusammenleben mit der Drogenabhängigen? Weiß man, wie sie mit Hugo umgegangen ist? Vielleicht ist der Hund deshalb so unruhig und kann Menschen nicht richtig deuten? 

 

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und finde es großartig, dass du dich so kümmerst. :)

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Mhm, ja, diese Unruhe rührt wohl auch daher. Es ist allerdings schon ein Weil her, das sie verstarb, mindestens ein Jahr. Ich denke es rührt vor allem von den unverständlichen Signalen, die in der derzeitigen Situation von den Menschen um ihn herum ausgesendet werden.

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