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Hundeforum Der Hund
Emma123

Martin Rütter

Empfohlene Beiträge

Ich hab den Anfang der Sendung angeschaut und was der Rütter über den Sibirian Husky gesagt hat, dass der keine so enge emotionale Bindung zum Menschen eingeht, weil der ein echtes Arbeitstier sei, ist so ein Riesenbullshit, dass ich schon fast keine Lust auf den Rest habe.

 

Bisschen, aber nur ein bisschen OT:

Bis etwas kurz nach 2000 gabs eine Musher-Postille namens "Schlittenhund-Magazin", herausgeben von Hrn. Raubuch. Dieser macht heute durchaus passable Fotos von Schlittenhundesport-Events (wo alles natürlich immer Hochglanz ist), war aber in seinem Magazin einer der großen Verfechter des "der gehört raus und nicht aufs Sofa". Zeitgleich beklagte er den Niedergang des Sports, der in den 90ern folgenden Punkten geschuldet war:

  • ungewöhnlich milde Winter mit wenig Schnee in den 90ern
  • dem Modehund-Status des Huskies in den 90ern (und der - als positiver Nebeneffekt zu nennenden - Erkenntnis vieler Nichtmusher, das es eigentlich ganz normale, etwas sportlichere Hunde sind)
  • der krankhaften Verbands und Vereinsmeierei (DSSV, AGSD, DCNH, DSLT... also mehr Verbände als Schlittenhunde in D) mit diversen Unterschlagungsvorwürfen und Abspaltungen in den 90ern

In einem seiner Vorworte beklagte Raubuch eben diese Tendenz und die "Verweichlichung" des Huskies als Haushund. Glücklicherweise konnte er daran nichts ändern. Aber diese komischen Ansichten (nebst der seltsamen Jack-London-Romantik) findet sich doch erstaunlich oft. Wenn man z.B. mal in Büchern von Thomas Baumann blättert - ich weiß, das er nix von Nordischen versteht. 

 

Immerhin war Raubuch einer jener Leute, die mich schon sehr früh (so ab 1997) komplett vom Sport vertrieben haben. Dafür mein Dank, auch wenn er das sicherlich gar nicht so gewollt hat. 

 

so dankend

Maico

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Danke, Maico!

(Ja, auch zu der Sache mit Baumann, besonders auch seine Unkenntnis japanischen Hunden gegenüber)

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Ich verurteile Baumann gar nicht. Er ist zumindest ehrlich und vermutlich (soweit ich das als Laie beurteilen kann) hat er der Polizeihunde-Ausbildung viele positive Veränderungen beschert. Ich kannte auch einen Hund (der leider dieses Jahr im hohen Alter verstorben war und von Snoti vergöttert wurde), dem er wirklich geholfen hat. Der Halter des Hundes hat nicht bei der "Baumannschen Kynologie" aufgehört, sondern sich massiv weitergebildet (ohne dabei aber Baumann nun niederzumachen). 

Aber man merkt Baumann halt an, das er von der "Gebrauchshunde"-Szene kommt. Und diese ist mir wirklich immer fremd in ihrer Denkensart geblieben. 

 

so weit

Maico

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Mir würde es reichen, hielte er die Füße still, bei den Sachen, die ihm fremd sind. Für Rütter gilt dies ebenso.

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Ach, er kann ja auch gern darüber plaudern. Er sollte sich vielleicht nur vorher mal mit Leuten austauschen, die sich z.B. mit Vertretern der FCI Gruppe V auskennen. Ich würde ja auch nix über z.B. Windhunde fachsimpeln, weil ich keine Ahnung von denen habe.

Und eventuell wäre es gut, sich nicht nur mit Mushern zu unterhalten. Siehe Coppinger, der zwar 13 Jahre gemusht hat, aber den einzelnen Husky nicht verstanden hat.  :lol:

 

so weit

Maico

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Er plaudert nicht...

Der "einzelne" Husky existiert für die meisten Musher nicht.

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Yep. Musher (von wohlwollenden Ausnahmen abgesehen) betreiben eine Form der Nutztierhaltung. Nicht mehr und nicht weniger. 

 

Für mich plaudert Baumann. Insofern, als das ich seinen Worten nicht gläubig folge. Ich bestreite nicht, das er bei bestimmten Hunden und Problemfällen durchaus Erfolge aufweisen kann. Die Art und Weise wie - da ist er ja ehrlich. Aber für mich wäre sowas ein Ansatz, den ich nicht gehen wöllte.

 

so weit

Maico

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