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Hundeforum Der Hund
verzweifeltesfrauchen

Einschläfern - heute 19:00 Uhr. Bitte um Hilfe / Beistand

Empfohlene Beiträge

Hallo,

 

ich bin im Moment sehr verzweifelt.

Erst vor 3 Wochen musste ich meinen 14-jährigen Malteser, natürlich schweren Herzens, einschläfern lassen (Gehirntumor / ein letzter Anfall...)

 

Nun ist es so, dass mein zweiter Hund, ein 15-jähriger Yorkie, heute wahrscheinlich auch gehen muss.

Letzten Donnerstag (also genau 7 Tagen heute) fing er an zu erbrechen und bekam Durchfall, hatte aber noch gegessen.

Am Freitag sind wir direkt zum Tierarzt, sah aus wie ein Dickdarminfekt, also bekam er Diät verordnet und was mildes für die Resorption im Magen. Daraus wurde nichts.

Die Nacht auf Samstag war schrecklich; er hat sich fast jede Stunde erbrochen und war danach total ausgelaugt. Fressen hat er ab diesem Zeitpunkt komplett verweigert.

Wir sind direkt am Samstag morgen nochmal zum TA und er bekam eine Infusion subkutan, Antibiotikum, Schmerzmittel und Cerenia gegen Erbrechen.

Sonntag ging es ihm nicht gut. Er hat nur noch geschlafen.

Am Montag wieder zum TA, Blutbild gemacht und es sah nicht gut aus.

Bauchspeicheldrüse, Niere, Elektrolyte. Alles schlecht. Ich bin so zerstreut dass ich leider nichts genaueres mehr weiß, ich glaube der Nierenwert war bei 5,9.

Also hatten wir ihn Montag, Dienstag, Mittwoch an der intravenösen Infusion. Zusätzlich gab es noch Unterstützende Mittel, B12, Antibiotikum, Schmerzmittel, Cerenia.

Wir haben ihn auch (1xDI/2xMI) mit etwas Breinahrung vom TA ernährt. Es ging aber beschwerlich und ein mal hatte er die Hälfte wieder erbrochen.

Heute (Donnerstag) wurde vor der Infusion wieder ein Blutbild gemacht.

Leider kaum Besserung. Besagter Wert ging von 5,9 auf 5,5; die anderen sind auch nur minimal besser geworden, wenn überhaupt, seine Elektrolyte sind schlecht und Phosphor ist zu hoch. Seit Dienstag hat er auch noch plötzlich ein kleines "Geschwür" links unter der Zunge.

Das scheint ihm unangenehm zu sein. Er hat starken Mundgeruch. Sein Allgemeinzustand ist schwach, er kann kaum gehen. Er liegt fast ausschließlich, Laufen tut er maximal noch zu seinem Seniorenklo. Trinken tut er, aber er braucht lange und sein Geschwür scheint ihn zu stören. Er zittert viel.

 

Der TA sagte er würde zur "Erlösung" raten. Seines Erachtens ist die nur miniminimale Besserung der Werte trotz 3 Tagen Infusion und der schlechte Allgemeinzustand (neben dem Alter von 15) nicht mehr mit Besserung zu rechnen. Höchtens mit Herauszögern.

 

November letzten Jahres hatte er bereits genau das gleiche. Damals haben wir eigentlich genauso reagiert und es trat nach 2 oder 3 Tagen Infusion beim Bluttest dann eine Besserung ein. Damals war er auch extrem schlapp und ich hatte nicht damit gerechnet, dass er nochmal wird. Aber nach 6 Tagen fing er auf einmal doch noch an zu essen. Zwei Tage später war er praktisch wie früher. Damals war auch Einschläfern im Gespräch (ich sollte mir Gedanken darüber machen falls sich die Werte nicht bessern).

 

Ich bin sehr zerrissen im Moment. Ich habe jetzt noch ein paar Stunden um mir das ganz genau zu überlegen.

Es geht ihm schlecht, das kann ich nicht leugnen. Wie soll es einem ohne Nahrung und mit kaum arbeitender Niere auch gehen.

Aber es ist so schwer wenn er manchmal noch sein Köpfchen hebt und mich anschaut. Mit großen gläsernen Augen. Er schaut dann so wach aus. Und seinen Bauch und Hals mag er auch noch gekrault haben. Er war immer so ein kleiner Kämpfer, tapfer und immer lieb. Ich habe so große Angst ihn zu früh einzuschläfern, kurz bevor es noch einmal wird.

Aber das ist wahrscheinlich eine Illusion...

 

Ich habe in so kurzer Zeit jetzt noch so viel im Internet gelesen. Über Katzen und Hunde die an chronischem oder akuten Nierenversagen leiden.

Aber das bringt mich nur noch weiter durcheinander. Manchmal liest man dass sich die Tiere noch berappeln nach 5 Tagen Infusion anstatt 3. Oder dass sich diese Geschwüre wieder zurückbilden können wenn die Niere wieder arbeitet, wo anders heißt es, dass solche Geschwüre praktisch nur im Endstadium auftreten.... Ich weiß einfach nicht, ob ich richtig handle.

Zwischen 19:00-21:00 Uhr kommt unser TA zu uns nach Hause um ihn Einzuschläfern...

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Ach herrje... :( Um dem Tier weiteres Leiden zu ersparen, würde ich den letzten Gang gehen. Hoffnung besteht meines Erachtens nicht mehr, so aus der ferne betrachtet.. :knuddel

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Manche Hunde brauchen auch länger den Tropf, Tierärzte geben oft zu kurz Infusionen und die Nieren bräuchten längere Zeit (14 Tage) um sich zu erholen, bei Menschen wird viel länger infundiert. 

Wenn es nur die Niere wäre, würde ich vielleicht noch hinauszögern und ihm länger Infusionen geben. 

Aber dein Schatz hat auch Probleme mit der Bauchspeicheldrüse.  :(

 

Kommt er denn noch zur Ruhe und schläft entspannt? 

 

Vergiss bitte nicht, dass wir hier eigentlich der denkbar schlechteste Ansprechpartner für solche Dinge sind, alles medizinische Laien, die Verschiedenes in deine geschriebenen Worte hineininterpretieren und so absolut nicht in der Lage sind, dich gut zu beraten.

Wir können dich nur auffangen und unsere Erfahrungen erzählen, alles weitere sollten Menschen vor Ort und dein Tierarzt mit dir besprechen.

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Er kommt zur Ruhe und schläft auch entspannt. Ab und zu wacht er auf, dann steht er auf, starrt ins Nichts und legt sich wieder hin.

Jetzt zum Beispiel schläft er. Aber er zieht sich dafür immer zurück; möchte nicht mehr bei uns auf den gewohnten Plätzen liegen.

Bisher benötigt er auch noch Cerenia weil er sich sonst übergibt.

 

Mir ist klar, dass hier niemand tiermedizinisch beurteilen kann. Aber Erfahrungswerte sind sicher auch wichtig und hilfreich. 

 

Würde ich ihn heute nicht einschläfern müsste er morgen wieder an den Tropf.

Wie lange würde man das dann noch versuchen bevor man endgültig aufgibt?

Er ist ja schon seit 6 Tagen ohne Nahrung... wird er nicht verhungern?

Der TA sagt alleine schon durch die Infusion und das Durchspülen der Nieren müssten die Blutwerte besser sein als sie im Moment sind. Ich bin einfach ratlos; der TA möchte mir keine Entscheidung aufdrücken (vermute ich) und hält sich deshalb zurück. Er sagte wir können es auch weiter versuchen aber er sieht eben keine Hoffnung.

Im Prinzip hat man als Hundehalter garkeine Möglichkeit so eine Situation richtig einschätzen zu können...

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Liebes "verzweifelte Frauchen"

Dein Schatz ist 15 Jahre und sehr, sehr krank. Selbst wenn Du auf eine Besserung hoffst, ist es nur ein Aufschub von Stunden - und er wird leiden. Hunde leiden stumm. Mein Ali hatte chronische Niereninsuffizienz und wir konnten ihn mit dieser Diagnose noch 13 Monate behalten. Er wurde knapp 12 Jahre. Dein Hund ist 3 Jahre älter und ich beneide Dich darum.

Du hast die Möglichkeit, ihm weiteres Leiden zu ersparen. Wunder gibt es bei dieser Krankheit nicht. Mach ihm die letzten Stunden schön, geh mit ihm an seine Lieblingsplätze, lass ihn nicht mehr alleine und dann lass ihn gehen, er wird Dir dankbar sein.

Und er ist ja nicht weg, er bleibt an Deiner Seite, wenn auch nicht körperlich, so wirst Du doch immer spüren, dass da etwas ist, was Dich begleitet. Und eines Tages steht er am anderen Ende der Regenbogenbrücke und wartet auf Dich. Dann ist alles wieder gut.

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Das stimmt - man kann aber auch seinem Gefühl (und seiner eigenen Kraft) trauen ob es noch Sinn macht weiter zu kämpfen oder nicht. Manchmal ist es einfach besser, den Hund gehen zu lassen. :knuddel

Und nein, ich würde meinen Hund nicht tagelang an den Tropf hängen wollen, wenn die Aussichten so schlecht sind. :(

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Ich musste bisher zweimal diese Entscheidung treffen und es ist sehr sehr schwer.

 

Man muss sich die Frage stellen:

ist der Hund schmerzfrei?

hat er noch ein Leben, in dem es auch für ihn noch schöne Momente gibt? Ist es für ihn auch in seinem Alter noch ein Gewinn an Leben, wenn du ihn noch über eine Zeit  - so kurz oder so lang das auch sein mag -  am Leben erhältst?

 

Niemals möchte ich mir vorwerfen, dass der Hund sich gequält hat, nur weil es für mich leichter war, ihn am Leben zu lassen, als selbst zu leiden, weil ich ihn verlor.

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Ich möchte dir keine Entscheidung abnehmen und kann dir auch beim besten Willen nicht sagen, was ich in so einer Situation tun würde.

 

Du sagst, er mag nicht mehr auf seinem gewohnten Platz liegen.

Manche Hunde entfernen sich, wenn sie bereit sind zu "gehen". :(

 

Ich hoffe ich verletze dich mit diesem Satz nicht, oder mache dich trauriger als du ohnehin schon bist.

Fühl dich gedrückt!

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Wir - mein Mann und ich - lassen unsere Hunde lieber ein paar Tage zu früh gehen. Bevor die wirkliche Leidenszeit beginnt. Ich bin dankbar um diese Möglichkeit, auch wenn der Abschied selbst sehr schmerzhaft ist.

Was mir auffällt, ist der zeitliche Zusammenhang: Kann es sein, dass Dein Yorkie zusätzlich zu allen eh schon extrem schwerwiegenden, gesundheitlichen Beschwerden, auch die Lebensfreude verloren hat, nachdem sein Hundekumpel, der Malteser, starb?

Bei unseren ersten beiden Hunden war das so und als unsere Hündin starb, gelang es uns leider nicht, den Lebenswillen bei unserem Rüden wieder zu erwecken :(

 

Ich wünsche Dir viel Kraft und wenn es so ist, einen friedlichen Abschied.

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Ich kann dir natürlich nur das sagen, was ich aus eigener Erfahrung weiss und aus der Ferne eure Situation nur nach deinen Aussagen beurteilen!

Einen nierenkranken Hund hatte ich selber noch nicht, wohl aber mehrere Katzen, wobei sich das Ganze bei deinem Opa für mich auch fast schon nach einem beginnenden multiplen Organversagen aussieht!

Ich würde keine weiteren Versuche mehr unternehmen, zu lange gewartet zu haben, wird dich später viel mehr quälen, als die Frage, ob du es noch ein paar Tage hättest hinauszögern können.

Denn die Nieren regenerieren sich nicht, wie zum Beispiel die Leber es kann und wenn sie ihre Arbeit einstellen, geht es dem Tier wirklich schlecht da der Körper sich selbst vergiftet!

Es tut mir schrecklich leid für dich, 2 Hunde in so kurzer Zeit zu verlieren, ist eine Katastrophe!

Wenn du so unsicher bist, suche nochmal das Gespräch mit dem Tierarzt!

Ich denke, mit seiner Unterstützung wirst du die richtige Entscheidung für deinen Hund treffen!

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