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Hundeforum Der Hund

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die das Blue-Merle Gen an sich birgt

 

Naja, der Merlefaktor an sich ist ja nur ein direktes Problem, wenn es doppelt vorhanden ist. Sicher - kryptische Merle-Hunde können bei der Zucht problematisch sein, (so dass man nicht versehentlich zwei merle-Hunde paart), aber ansonsten sind merle (ob blue oder red ist egal) nicht kranker als andere Hunde.

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ich werde nie verstehen wie man freiwillig mit einem Defektgen züchten kann

Züchter fast aller Rassen haben doch so schon Schwierigkeiten genug,wirklich gesunde Hunde zu "produzieren"

 

Sind diese Ergebnisse denn mittlerweile widerlegt ?

http://www.hundezeitung.de/content/7696-defektgen-merle-faktor

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Hmmm, habe ich tatsächlich noch nie gehört, dass es solche Probleme geben soll.

Bei Doppel-merle schon, aber sonst.

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Merle an sich hat - nach bisherigen Kenntnissen  - keinerlei Relevanz für Krankheiten.

Die bisherigen Kenntnisse basieren u.A. auf langen züchterischen Erfahrungen und es konnte kein Zusammenhang mit Defekten festgestellt werden.

 

Alles weitere dazu ist den eingestellten links hier zu entnehmen. 

 

Wenn ich gleich noch dazu komme, stelle ich auch die Risikoverpaarungen nochmal in Kürze ein (ein seriöser Züchter macht das ohnehin nicht).

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wundert mich auch, dass so wenig drüber geredet wird. Immerhin gab es bereits in den 70ern Untersuchungen drüber....

 

Merle-Hunde sind zurzeit halt echte Verkaufsschlager

 

Hier noch ´ne Seite: http://www.bergerdebeauce.ch/risiko-blue-merle-01.html

ansonsten einfach mal "merle defektgen" googeln

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(bearbeitet)

Aber genau da steht es doch, es geht um merle/merle Verpaarungen die oft krank sind, die Verpaarungen sind hier verboten.

Das Problem kann ein kryptic Merle sein, also, dass es kaum sichtbar ist und deshalb nicht als merle erkannt wird.

Aber normale Merle hat diese Probleme nicht.

Diese Studien aus den 70er Jahren... hmmm, müsste man heute ja auch was davon hören

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Ich habe allerdings auch schon ein paar Züchter bzw Hobbyzüchter gesehen, die merle Chihuahua mit Papieren haben und damit Züchten...

Wie bereits gesagt wenn das Merlegen nur einmal vorkommt sollte dies auch eign keine Auswirkungen auf die Gesundheit haben oder?

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Meines Erachtens ist einfach Merle kein Problem. Habe sonst auch nie davon gehört.

In den Artikeln hat es ein paar Links zu Studien (allerdings schon etwas älter), die sagen es sei eines. Da kommen morgen evtl noch Infos

Wegen Papieren kann ich nichts sagen, ich habe einen Mix

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Zum Merle (wer die Links von Nebelfrei nicht lesen mag - da steht es noch besser) zusammengefasst:

 

Auf dem Genort "M" für Merle gibt es zwei Ausprägungen ( = Allele). Eins ist "m", und eins ist "M". "M" steht für die normale Form des Gens, welches keine (bisher bekannten) Auswirkungen auf den Hund hat. M ist dominant, m rezessiv. Dennoch ist das rezessive Allel das was interressant ist. Denn JEDER Hund, der das rezessive m an diesem Genort hat, ist ein Merle-Hund. Egal wie dominant das dominante M ist. Es gibt auch kein "ein bisschen Merle" - ein Hund ist Merle, oder nicht. Und wenn er es nicht ist, kann er es auch nicht vererben.

 

Ist nun "m" vorhanden, wirkt es auf das Eumelanin ( das schwarze Pigment, bzw bei schokofarbigen Hunden das schokofarbige Fell ) als eine Art ausgelaufener Tintenkiller. An einigen Stellen bleicht es das schwarz (schoko) aus, und hinterlässt farblose Bereiche. Dadurch entsteht dieser "Schimmel"-Look beim Merle-Hund.

 

Insofern - ja, man könnte es ein Defekt-Gen nennen (bzw eigentlich ein Defekt-Allel ), denn die normale, "heile" Form des Gens führt ja zu normalen Fellfarben, die keine Flecken aufweisen.

 

Problematisch wird Merle dann, wenn es reinerbig auftritt - also beide Allele "m" sind. Hier zeigt sich, dass "m" eben doch Schaden anrichten kann, sofern es nicht von seinem dominanten Partner "M" abgeschwächt wird. "m/m" - Hunde sind sehr oft sehr weiß (also viel weiß, wenig Flecken" und es fehlen nicht nur Pigmente im Fell, sondern auch auf der Haut. Pigmente sind aber nicht nur Farbe am Hund, sie sorgen auch für eine korrekte Ausformung einiger Organe.

Nicht jeder m/m Hund ist blind und taub, oder stirbt gar (das merle-Gen ist kein Letal-Gen - die Hunde sterben nicht automatisch wenn sie so geboren werden) aber die Wahrscheinlichkeiten für eine ernste Behinderung ist extrem hoch.

 

Da sich merle ausschließlich auf das Eumelanin bezieht, und das zweite Farbpigment Pheneumelanin in Ruhe lässt, kann sich Merle "verstecken", wenn der Hund gar keine schwarzen Pigmente hat.

 

Ein Viszla zB könnte merle sein - würde keiner sehen. Und auch andere Hunde, die nur wenig schwarz im Fell haben können dies verdecken - oder das Fell verdeckt es.

Unser Wäller is zB ein Zobel-Merle - sieht man aber eigentlich nicht, jetzt wo er erwachsen ist (als Welpe schon deutlich)

 

 

Warum also keinen Hund von einem Züchter, der (viele) Merle-Hunde in seiner Zucht hat, deren Rasse das Merle-Gen nicht ursprünglich besaß?

Frage ist: Warum ist es plötzlich da?

 

Wenn es jahrelang, jahrzehntelang ohne merle in der Rasse ging m warum jetzt auf einmal nicht mehr? Beim Chi, bei denen durchaus viele zobel-Hunde vorkommen, muss der Züchter mehr wissen als "Slot A in Slot B" - er muss zumindest wissen wie sich merle vererbt und (!) wie es sich verstecken kann.

Hieße dann, dass er zB keine Zobel-Hunde mit einem merle-Hund kreuzt, und auch muss er aufpassen, ob nicht sein Zuchthund vielleicht Zobel vererben könnte.

 

 

Es gibt nur einen einzigen Grund, dass plötzlich überall in Rassen wo es nie drin war merle-hunde auftauchen, und das ist der schnöde Mammon.

es gibt KEINEN GRUND es in eine Rasse zu züchten, denn es macht die Hunde nicht besser oder schneller oder größer oder ausdauernder. Es macht sie einfach nur bunt.

 

In den Rassen, wo es immer schon drin war (Collie, Border-Collie, Aussie, aber auch Teckel zB) macht sich auch ein Trend hin zu Merle breit. Zwar gab es die Farben immer schon, aber es war egal für ihren ursprünglichen Zweck (Hüten, Jagen). Waren dann halt bunt - solange sie ihre Arbeit taten, machte das nix. Dort war die Farbe eher Nebensache, und so finde ich,sollte es eigentlich sein.

 

Nicht nur Jäger, ich bin sicher auch Schäfer sagen "Ein guter Hund hat keine Farbe".

 

Klar freut man sich über einen schönen Hund, und auch über einen der irgendwie hervorsticht. Aber wenn eine Zucht sich auf ein Merkmal, das eigentlich absolut nebensächlich ist konzentriert, dann ist das reine Geldmacherei. Es dient einzig dem Geldbeutel, und DESWEGEN würde ich von einem Chi-Züchter (oder Mops-Hersteller oder wo auch immer diese Farben auftauchen) der merle-Hunde züchtet keinen Hund nehmen.

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(bearbeitet)

Naja, der Merlefaktor an sich ist ja nur ein direktes Problem, wenn es doppelt vorhanden ist. Sicher - kryptische Merle-Hunde können bei der Zucht problematisch sein, (so dass man nicht versehentlich zwei merle-Hunde paart), aber ansonsten sind merle (ob blue oder red ist egal) nicht kranker als andere Hunde.

 

Nein, das stimmt so leider auch nicht ganz, auch wenn es gerne unter den Teppich gekehrt wird. Auch bei einfach vorhandenem Merlegen kann es schon zu Problemen kommen (genauso wie bei den Extremschecken!), das Internet ist voll von solchen Fällen, es ist zwar nicht so oft wie bei doppeltem Merlegen, (meist gesund heißt nicht, dass sie immer gesund sind), aber auch. Die Taubheit wird durch das fehlende Farbpigment verursacht und je nachdem, wie die Merlefärbung ausfällt und das Ohr mitbetrifft, können Mm genauso halbtaub oder taub, oder auch blind sein, MM sind ja oft extreme weiß, von daher ist auch logisch, dass sie öfter betroffen sind. Mir reicht aber auch schon eine Prozentzahl von unter 10 % und zusätzlich die Immunschwäche und Allergieanfälligkeit. Die MM haben zudem noch das Problem, dass noch Anomalien am Skelett, Herz- und Fortpflanzungssystem verbunden sind und der Letalfaktor bei den Welpen zuschlagen kann.

 

Aber wie gesagt, die Problematik beim Chi liegt viel mehr in den eingetragenen unerwünschten Genen durch Fremdrasseneinkreuzung.

 

Beim Chihuahua wäre ein Gentest auf jeden Fall nötig, um kryptische Merles auszuschließen, denn durch die Farbvielfalt wird die Zeichnung noch viel weniger gezeigt als bei den üblichen Rassen, die mit Merle züchten.

 

Übrigens ist der Bobtaill, also der angeborene Stummelschwanz (im Grunde eine Verkrüppelung) auch mit einem Letalfaktor gehaftet, zwei Stummelschwänze dürfen z.B. genausowenig verpaart werden wie zwei Merles. Bei diesen Rassen,wo beides auftritt, ist das irgendwo schon etwas viel Genmurks, für mein Empfinden. Weil hier jemand meinte, dass das kein Problem wäre, ich find es schlimm, dass sowas immer noch im Standard steht.

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