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Tips zur Sozialisierung?

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Ich will mir innerhalb der nächsten zwei Jahre möglicherweise einen Welpen zulegen - wenn ich mich für eine Rasse entscheiden kann, wobei mir bis jetzt keine gut genug vorkommt...

Eines meiner Hauptprobleme ist es, dass meine beiden jetztigen Hunde, sowie fast alle anderen Hunde, die ich kenne, bei Begegnungen mit fremden Hunden nicht ganz unproblematisch sind. Nicht falsch verstehen - unkontrollierbar sind sie nicht, aber ich lasse sie bei fremden Hunden eigentlich nurnoch Fuß laufen, weil's mir sonst zu riskant wäre, wenn der fremde Hund eine falsche Bewegung macht... Zu Hundewiesen oder einem Hundebadesee, wo sie bei heißem Wetter schwimmen könnten, traue ich mich nicht.  Bei meinem nächsten Hund will ich mich das aber trauen können. (Das Problem ist auch wirklich nur die Begegnung selber, nach den ersten zwei Minuten mit dem fremden Hund ist alles bestens.) Deswegen habe ich zurzeit nicht soviel Vertrauen, dass ich das mit der Sozialisierung richtig hinbekommen würde.

Erstens besteht ja die Gefahr, dass der junge Hund sich was bei meinen älteren abguckt. Zweitens kenne ich kaum Hunde in der Gegend, mit denen ich Begegnungen üben könnte.

Als meine Freundin sich einen (Parson Russel) Welpen gekauft hat, hat sie versucht, die wenigen freundlichen Kontakte bei uns zu kompensieren, indem sie zur Welpengruppe und Hundewiesen gegangen ist. Jetzt ist der Hund zwar dazu konditioniert, dort freundlich zu sein, flippt aber trotzdem noch aus, wenn wir in der eigenen Nachbarschaft Hunden begegnen...

Über die Alternative, mir einen erwachsenen Hund zuzulegen, denke ich auch nach. Allerdings habe ich da die Befürchtung, dass ein solcher Hund dafür meinen anderen Ansprüchen nicht entsprechen würde. (Verspielt, sportlich, ausdauernd, kein Jagdtrieb, die richtige Größe und so-wenig-wie-möglich haarend...)

Ich will aber auch nicht zu lange warten (eben ca. 2 Jahre), da meine ältere Hündin schon 10 ist und sie, falls ich mich für den Welpen entscheide, noch körperlich in der Lage sein soll, mit diesem zu spielen. (Der jüngere Hund ist viel zu faul zum spielen.)

 

Was würdet ihr also an meiner Stelle tun?

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Hallo,

 

Du möchtest einen Hund, einen Dritthund, der unproblematischer ist als Deine jetzigen zwei? Kann man das so ganz grob zusammenfassen?

Und Du gibst so ein bisschen zu, dass mit den ersten beiden schon nicht alles soo perfekt gelaufen ist?

 

Hm, bevor ich mir nun nochwas "zulegen" würde, würde ich doch erstmal am Zusammensein mit den vorhandenen Hunden arbeiten.

 

Liebe Grüße

Lisa

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LisaH kann ich nur zustimmen, erst die ersten beiden sozialisieren, sonst wird das 100% nichts.

Aber eine Frage, wo wohnst du denn, dass es nur so schlimme Hunde hat? Ich würde doch sagen, dass es im Durchschnitt 90% einfache, verträgliche Hunde rumhat, egal wo man ist.

Was läuft da bei euch falsch.

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Bei uns gibt es auch leider nicht all zu viele Hunde die Nett sind. Oder sie sind Nett hängen aber an der Flexie und die geht NIEMALS drausen ab.

 

Meine cattles brauchen auch keine anderen Hunde. Wir haben zwar regelmässig hundetreffen gemacht. aber fremde Hunde einfach so beim Gassi gehen treffen war und ist heute noch eine katastrophe manchmal.

 

Nitara hingegen findet alles toll AUSER aufdringliche überfreundliche labbis.

 

Als Nitara einzog war es mir bei ihr auch wichtig eine bessere Sozialverträglichkeit aufzubauen. Mit ihr bin ich viel in die Statt gefahren , habe mich viel mit den unterschiedlichsten rassen getroffen. habe auf viele kleinigkeiten geachtet , die ich bei den Cattles versäumt habe. Dazu musste ich auch viel ohne die Cattles üben. Viel Zeit , viel Aufwand. Bin ich aber mit allen 3 Unterwegs kann auch Nitara zum Monster werden wenn einer der cattles anfängt, und dann habe ich nun mal etwas mehr als 60 Kilo an der leine.

 

Mfg

 

mfg

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Ich würde mich dann darauf einstellen, dass du immer (also wirklich immer) getrennt gehst, wenn du einen verträglichen Hund haben möchtest. Kannst du das leisten? Auch im Urlaub? Auf Ausflügen?

Meine starke Vermutung wäre, dass Nr. 3 alleine zwar verträglich ist, in der Gruppe mit 1 und 2 aber genau so ausflippt wie die anderen beiden.

Kannst du damit umgehen?

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Scheint ein Missverständnis zu sein. Meine sind nicht diejenigen, die ausflippen. Das ist der Hund meine Freundin (und andere Nachbarshunde). Ich habe diie deshalb erwähnt, weil es mich geschockt hat dass der Hund trotz Sozialisierung so geworden ist.

Meine können durchaus ruhig an fremden Hunden vorbeigeführt werden und bei ruhigen Hunden auch schnüffeln. Nur lassen sie sich halt provozieren, wenn der andere anfängt und ich nicht direkt daneben stehe um sie wieder zu beruhigen.

Ich will ja auch nicht direkt einen, der mit jedem fremden Hund spielen will, sondern nur, dass ihm Fremde egal sind.

Das komische ist, dass der eine Hund, bevor wir hierher gezogen sind, ja auch völlig unbedenklich war. Damals wäre ich niemals auf die Idee gekommt, sie von einem anderen abgeleinten Hund fernhalten zu wollen. (Den anderen hatten wir damals noch nicht.) Wir hatten zu der Zeit sogar eine alte Schäferhündin, die andere angekläfft hat, von der sie sich aber auch nicht anstiften ließ...

Also sollte ich lieber erstmal versuchen, einen ruhigen 6-jährigen Auslandshund zu bekommen, der dafür vielleicht weniger verspielt ist...?

 

(Und naja... wenn ihr mir erzählen wollt, dass es irgendwo einen 100% "perfekten" Hund gibt, der immer alles richtig macht, glaube ich euch das einfach nicht. Oder heißt das, man darf sich nie einen Zweithund zulegen?)

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überleg dir das nochmal gut mit dem 3. Hund! zu dritt verhalten sich Hunde anders als zu zweit. da kommt eine ganz andere Dynamik rein, gerade, wenn sie jetzt auch schon Distanz einfordern bei aufdringlichen Hunden, die eine falsche Bewegung machen was für mich nicht falsches Verhalten ist, das ist halt hündisch, aber eben in der Gesellschaft nicht erwünscht und da die Kaliber zudem auch sehr unterschiedlich sind auch nicht immer fair). Wieso muss es unbedingt ein 3. Hund sein? Wenn du jetzt schon Bedenken hast, wird das vermutlich in die Hose gehen,  denn die Gedanken erzeugen die Wirklichkeit, selffullfilling prophecy! Du kannst ja die anderen Hunde bei euch nicht in Luft auflösen, wenn da so viele sind, die sich nicht benehmen können, wird das "Rudel" zu 3. eine Einheit gegen den Rest bilden, der sich nicht zu benehmen weiß, wo sonst eher ein Rückzieher drin wäre, weil Hunde ja auch nicht doof sind, wenn sie auf sich gestellt sind und erkennen, dass sie den Kürzeren ziehen, tun sie es zu 3. eben nicht so ohne weiteres.

 

die Vorstellung, dass Hunde sich immer alles gefallen lassen müssen und allem aus dem Weg gehen, ist einfach so nicht real, insbesondere nicht, wenn man mehrere Hunde hält. wenn man dann noch meint, die müssen alles von selbst regeln, friedlich, ohne das man managen müsste, wird das erst rechts nichts.

 

Auch und oft sogar gerade Auslandshunde haben gelernt, sich ihrer Haut zu wehren, ob durch fight oder durch flight! sozialisierung bedeutet sich auf die umstände einzustellen, wenn Bedrohung im Spiel ist, werden Strategien entwickelt, diesen zu begegnen. Sozialisierung ist eben nicht nur immer rosarote Wolkenwelt.

 

Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass es nur auf die Brille ankommt, die man aufsetzt. Was für den einen ein Problem ist, ist für den anderen völlig normales Hundeverhalten, wo man sich nicht einmischt. 

 

 Sozialverhalten bedeutet nicht nur, dass Hunde friedlich miteinander umgehen, sondern auch, dass sie anderen aufzeigen können, wo die Grenzen sind und das ist nicht immer nur nett, auch wenn es eher die Ausnahme ist, aber das hat eben auch seinen Platz im Rahmen der Sozialisierung.

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Ich habe nie gesagt, dass Hunde sich von anderen Hunden alles gefallen lassen sollen... Wenn mein Hund bedrängt wird, greife ich ein. Ich finde es aber nicht unmöglich, von einem Hund zu erwarten, dass er von alleine auf die Idee kommt, einen Bogen um Hunde zu machen, mit denen er offensichtlich nichts zu tun haben will, anstatt zu warten bis dieser auf ihm steht und dann ins Gesicht zu beißen. So hat das früher auch bei meinen funktioniert.

Ich habe kein Problem damit, wenn auch mal ein anderer "weggeschnappt" wird, weil kein Mensch gerade nah genug war um das zu übernehmen. Wenn der Hund (so machts der meiner Freundin) aber meint, er müsse erstmal kläffend auf Fremde zuhüpfen, dann am Hintern schnüffeln als ob er normal wäre, dann aber auf angeschnüffelt werden mit Biss ins Gesicht und Verfolgungsjagd (wenn der Fremde sich dann schockiert zurückziehen will) reagiert, halte ich das nicht für normales Sozialverhalten.

Bitte, von ir aus könnt ihr auch Ratschläge geben, was ich mit meinen jetztigen machen kann...

Ich will mir deswegen einen dritten kaufen, weil ich befürchte, dass mein älterer in wenigen Jahren sterben wird. Dann will ich erstens nicht, dass der jüngere allein ist (ist ja nicht so, dass er andere Hunde hasst, sondern einfach nur bei der ersten Begegnung zu aufgeregt ist, um klar zu denken. Hunde die er kennt mag er ja).

Und zweitens bin ich halt einfach so ein böser, selbstsüchtiger Mensch, der auch in 2 Jahren noch gerne einen Hund hätte, mit dem ich mich draußen beschäftigen kann und Hundesport machen. Der kleine (4-jährige) Schoßhund interessiert sich nämlich nicht für sowas. Oder soll ich ihn, wenns so weit ist, einfach zwingen?

Bevor ich das mache, habe ich doch lieber noch einen dritten Hund, den ich vor Fremden fern halten muss. Wollte halt nur wissen, ob's auch anders geht... aber anscheinend nicht. Leiden tut der Hund ja nicht, wenn er nur meine und die meiner Freunde als Sozialkontakt hat. Das bin eher ich, die leidet...

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Ich bin ein wenig erstaunt was du als normal erachtest.

Ich stolper ein bisschen über "mir kommt keine gut genug vor "

Für welche Art Hund wärst du den "gut genug ?"

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Was erachte ich denn als normal?

Ja, bei dem Satz "gut genug" wusste ich nicht wie ich's besser ausdrücken soll und mir ist klar dass es komisch klingt. Ich hoffe aber, wir können uns drauf einigen, dass nicht jeder Mensch zu jedem Hund passt und andersrum? Ich wäre zum Beispiel "gut genug" für einen Hund, der sportlich ist und ausgelastet werden will. Von mir aus kann er auch etwas ängstlich oder dumm sein. (Dumm soll keine Beleidigung sein, sondern soll heißen es muss kein Border Collie sein)

Mir ist klar, dass ich einen überdurchschnittlich gutmütigen Hund will, aber die soll's ja auch geben (kenn ich sogar). Ich will keinen "normalen" Hund, falls es das ist, was du sagen willst? Dafür nehme ich mir ja auch Zeit, so einen Hund zu finden, und hole mir nicht einfach den nächstbesten, billigsten.

Mir ist bis jetzt keine Rasse eingefallen, die all meinen Kriterien entspricht. Das heißt "gut genug" ist.

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