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Hundeforum Der Hund
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Schmerzempfinden bei Hunden - wann sollte ein Hund Schmerzen zeigen?

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Ihr Lieben,

ausgehend von Bolle, der ja im Moment eine dicke Gesichtshälfte hat (die am Freitag operiert wird), wurde mir schon öfter die Frage gestellt, ob der Bolle nicht tierische Schmerzen hat / haben müsste - dieselbe Frage habe ich auch meinen TÄ gestellt, die Antwort: Kommt halt immer drauf an...

Bolle frisst gut (auch härtere Kaustreifen auf beiden Seiten der Zähne), spielt wie immer (gerne auch zergeln mit uns), hat kein Fieber, Augen sind klar, macht Dummfug, ...

Heute sieht es etwas besser aus:

25954842bi.jpg

Die Tage hat er mir wieder eine "Aua-Pfote" gezeigt (auf Steinchen getreten vermute ich) - will sagen, ihm tut schon auch mal was weh. :)

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht mit "(keine)Schmerzen beim Hund"?

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So sehr erstaunt es mich nicht, dass ihm die dicke Backe nicht so weh tut. Da ist ja genug Weichgewebe, was sich schön ausdehnen kann, während an der Pfote das Gewebe fest ist und bei Schwellung nicht nachgibt.

In der Zahnmedizin kenne ich es meistens auch so, ist z.B. eine Entzündung an der Wurzelspitze ist das seeehr schmerzhaft, sobald sich die Entzündungsflüssigkeit einen Weg gesucht hat abzufließen ist zwar der Herd noch da, aber die Schmerzen lassen nach. Der Druck ist weg.

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Ein Hund mit Zahnproblemen würde das aber doch zeigen, oder?

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Ich wollte damit jetzt nicht sagen, dass Bolle es mit den Zähnen hat, war nur ein Beispiel, dass so eine massive Schwellung nicht unbedingt weh tun muss.

Fin war ja letzten in Narkose zum Zahnstein entfernen, dabei ist ein laut TA sehr wackeliger Backenzahn entfernt worden, ich habe nicht gemerkt, das er jemals Schmerzen beim Kauen gezeigt hat. Allerdings könnte Fin auch als Staubsauger durchgehen (also er kaut nicht wirklich viel) ;).

Vielleicht steckt noch ein Milchzahnwurzelrest bei Bolle, nur so als Idee.

Ach, du musst übrigens mal den Hund um taufen, meine blöde Korrektur schreibt ständig Volle :D.

Ich finde die Beule aber ein bisschen weit hinten für eine Zahngeschichte...

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Ich glaube, das ist völlig unterschiedlich. Emma merkt man sofort an, wenn sie Schmerzen an. Sie wird dann ganz wehleidig, verkriecht sich oder braucht noch mehr Körperkontakt als eh schon.

 

Meiner vorigen Hündin hat man so gut wie nie etwas angemerkt. Sie ist z.B. einmal in einen sehr dornigen Busch gesprungen und kam mit Blut verschmierten Kopf wieder heraus. Ich dachte, ich kipp gleich in Ohnmacht, als ich sie sah. Aber sie lief fröhlich weiter, so als wäre nix gewesen. Sie hat zum Schluss erst dann Schmerz gezeigt, als es wirklich nicht mehr ging. 

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Tanja, das finde ich eigentlich auch, aber unmöglich soll ja fast nichts sein.

Wie und wann zeigen eure Hunde denn Schmerzen an bzw. haben Schmerzen angezeigt?

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Wie und wann zeigen eure Hunde denn Schmerzen an bzw. haben Schmerzen angezeigt?

Starke Schmerzen werden durch Winseln, Aufschreien und z.B. durch Lahmen oder gar Laufen auf drei Beinen angezeigt. Außerdem eine angespannte Mimik und/oder Körperhaltung. Evtl. auch Futterverweigerung. Das ist natürlich leicht zu erkennen, wobei meine Schäfi oft deutlich härter im Nehmen ist als die kleine Mimose mit den Schlappohren.

Schmerzen, die meine Hunde noch irgendwie kompensieren können, erkennt man oft nur durch genaues Beobachten ihres Verhaltens:

Die Hunde werden mehr oder weniger deutlich ruhiger ... springen nicht jedes mal auf und rennen zur Tür wenn jemand nach Hause kommt ... der Gang bei Spazierengehen wirkt nicht mehr so locker-federnd ... andere Hunde werden schneller weggeknurrt ... etc.

Manchmal fällt das leider erst so richtig auf, wenn die Schmerzen wieder weg gehen (Schmerzmittel oder Heilung) und der Unterschied plötzlich positiv sichtbar wird.

Fakt ist:

Meine Hunde leiden in der Regel deutlich stiller als ich selbst oder meine Kinder ... ;)

LG, Ulrike

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Mit dem "stillen Leiden" ist bei Pferden noch schlimmer... Aber du hast Recht, die Hunde sind hart im Nehmen.

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meine Hunde zeigen keine Schmerzen. Hiro hatte eine zerschnittene Pfote und ich durfte sie spülen, ich durfte sie versorgen und er hat nicht mal gezuckt. Tyra hat sich bei der Rettungshundearbeit den Hals mit einem Ast gepfählt, hatte eine akute Hämometra und ist mit uns den ganzen Tag in den Bergen (Schneeschuhtour im Tiefschnee, ü1000 Höhenmeter, gut und gerne 12 Stunden) ohne Anzeichen mit gelaufen. Hab die Hämometra nur entdeckt, weil ich routinemässig die Hunde checke wenn wir unterwegs waren, also Pfoten etc. Neo hatte eine Bisswunde am Hals, das eine oder andere Loch.. man merkt ihm nichts an.. also meine sind sehr hart im Nehmen

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