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Hundeforum Der Hund
schnauzis

Ein Vorfall auf der Hundewiese ... und seine Folgen

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Auch der umsichtige und rücksichtsvolle Hundehalter kann schnell ins Schlamassel kommen.

So ist es mir geschehen ... und derzeit beschäftigen sich damit Anwälte.

 

Was war geschehen:

 

Am Mittwoch, dem 11.5.16, gegen 20 Uhr betrat ich mit Riesenschnauzer "Janka" das Gelände des Hundefreilaufs. Beim Betreten des Geländes kam der Golden Retriever "Marley" angelaufen, ich leinte "Janka" ab und sie begrüsste "Marley" und spielte mit ihm. Gemeinsam liefen beide zur Gruppe der zusammenstehenden Hundebesitzer. Aus dieser Richtung kam eine Jack-Russel-Terrier-Hündin bellend angeschossen. Janka stand über dieser und bewegte den Kopf nach unten. Ich rief Janka ab und erkundigte mich ob etwas passiert sei. Dies wurde erst einmal duch die Besitzerin verneint. Bald ging diese mit ihrem JRT und verliess das Gelände.

 

So weit so gut...

 

Janka spielte noch ca. eine Stunde mit den anderen Hunden und auch mit der Tochter der Familie des Golden Retriever, die ihr wiederholt den Ball warf, den Janka zurückbrachte. Nach und nach gingen die Hundehalter. Zuletzt waren gegen 21 Uhr nur noch der Besitzer des Alaska-Malamuten "Ghost" und sein Hund neben uns dort und auch wir entschieden nun zu gehen. Am Tor begegnete uns die Besitzerin mit ihrem JRT und teilte mit ihr Hund habe im Nacken eine Verletzung ( wahrscheinlich hat ein Zahn Jankas die Haut durchbohrt ). Ich teilte Namen, Adresse und Handynummer für weiteren Kontakt mit und bat die Wunde möglichst sofort zu desinfizieren ... bot mich sogar an dies bei mir zu Hause ( 5 min. Fussweg) zu tun, da ich alles Nötige zu Hause habe.

 

Am nächsten Tag bekam ich den Anruf das sie am Vorabend in der Tierklinik die Wunde versorgen liess und auch schon zu einer Nachkontrolle dort war.

Ich bat sie mir die Rechnungen zukommen zu lassen - damit ich diese meiner Hundehalterhaftpflichtversicherung zwecks Begleichung zukommen lassen kann und mich zu informieren wenn die Behandlung abgeschlossen ist...und wünschte Gute Besserung...

 

Am kommenden Tag wurde die Versicherung schon mal über den Vorfall informiert.

 

Ich wartete nun auf die Rechnungen und die Information dass die Behandlung abgeschlossen ist.

 

 

 

(Fortsetzung folgt)

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Einige Tage später bekam ich einen Brief mit den beiden Rechnungen, und der Kontoverbindung der Besitzerin des JRT mit dem Begleitschreiben " ... wie am Donnerstag (12.05.16) telefonisch vereinbart, übersende ich Ihnen die Rechnungen der Tierklinik. Bitte lassen sie den Betrag auf folgendes Konto ... überweisen. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen ..."

 

Ich leitete die Rechnungen an die Versicherung weiter ... und dachte hiermit alles Nötige getan zu haben ...

 

10 Tage später (26.5.) traf der nächste Brief ein (datiert vom 25.5.):

 

"Sie sind bis zum heutigen Tag meiner Aufforderung zum Ausgleich meiner Zahlungsaufforderung in Höhe von ... nicht nachgekommen.

In Absprache mit meinem Rechtsanwalt fordere ich Sie hiermit letztmalig auf, die ausstehende Zahlung bis zum 27.05.2016 zu leisten.Sollten sie auf diese Aufforderung nicht reagieren, werde ich zivilrechtliche Schritte einleiten die für Sie mit nicht unerheblichen weiteren Kosten verbunden sind.

 

Weiterhin werde ich den Verein ... über den Vorfall und ihr Verhalten in Kenntnis setzen. Eine Anzeige beim Ordnungsamt sowie der Polizei behalte ich mir vor. ..."

 

Jetzt fing ich an mich A) zu wundern über den Anwalt, der 24h-Fristen für angebracht hält

B ) Was der Tierschutzverein, für den ich auf meinem Auto Werbung angebracht habe, mit der Sache zu tun hat

C) Welche Ordnungswidrigkeit bzw. Straftat ich begangen haben soll

 

Ich atmete tief durch ... telefonierte mit meiner Versicherung, die bestätigte das der Vorgang bereits in Bearbeitung sei ...

 

und schrieb die Antwort:

 

"wie bereits am 11.05.2016 persönlich und am 12.05.2016 telefonisch mit Ihnen besprochen habe ich den Vorfall vom 11.05.2016 meiner Hundehalterhaftpflichtversicherung gemeldet.

Auf heutige telefonische Nachfrage bei meiner Versicherung ist die Meldung eingegangen und befindet sich in Bearbeitung ...

Am 11.05.2016 persönlich und am 12.05.2016 telefonisch habe ich sie darüber informiert, dass ich die Tierarztrechnungen der Versicherung einsenden werde , wenn die benötigte Behandlung der geringfügigen Verletzung ihrer Hündin abgeschlossen ist. Leider wurde ich bisher weder telefonisch, noch persönlich oder schriftlich von Ihnen darüber informiert.

Ich bitte Sie um schriftliche Information darüber, ob die Behandlung ihres Hundes abgeschlossen ist.

Dann wird sich meine Versicherung, zwecks Schadensregulierung, mit Ihnen in Verbindung setzen..."

 

 

Nun wartete ich auf die Antwort ...

 

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Ach herrje. Ich finde es immer befremdlich, wenn solche Vorfälle solche Wellen schlagen. Ja, ist blöd wenn der eigene Hund gebissen wird, ja, ist auch blöd, wenn man die Kosten beim Tierarzt vorstrecken muss...aber ganz ehrlich? Sollte Lia mal gebissen werden dann hoffentlich vom Hund der so einen Halter hat wie du es bist. Ist der Betrag denn so hoch, dass du ihn nicht vorschießen kannst und ihn dir dann von der Versicherung erstatten lässt? Dann wäre Ruhe.

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Ich kenne das eigentlich so, dass du gar nichts mehr dazu sagen musst/kannst.

Dass es alleinige Angelegenheit zwischen der Geschädigten und der Versicherung ist. Die Versicherung zahlt ja nicht an dich, sondetn an die Geschädigte.

Aber ich bin nicht in Feutschland.

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Die Antwort kam einige Tage später:

 

"... gerne informiere ich sie darüber das die Behandlung der Bissverletzungen abgeschlossen ist.

Sollten weitere Behandlungen notwendig werden, setze ich Sie darüber in Kenntnis.

 

Völlig unverständlich ist mir Ihre Aussage die Bissverletzung sei "unerheblich". Laut meinem Tierarzt verläuft eine "Zurechtweisung" ohne Bissverletzung.

 

Was ist für Sie erheblich? Ein Biss mit Todesfolge? Diese Aussage zeigt ihr Unvermögen Hunde zu halten bzw. zu führen.

 

...

 

Ich gehe jetzt davon aus, das ich meine Kosten kurzfristig erstattet bekomme. ..."

 

 

Ich habe nie von erheblicher oder unereheblicher Verletzung gesprochen ... lediglich die Verletzung durch einen durch die Haut gepiecksten Zahn ( ohne zu Reissen ) als geringfügig bezeichnet.

Das bestätigt auch das nicht genäht, geklammert oder ähnliches wurde und nach Wunderstbehandlung (Spülen und desinfizieren) und einer Kontrolle am Folgetag keine weiter Tierarztbehandlung nbötig war.

 

Ich hatte übrigens Janka sofort abgerufen bekommen, die dann auch erst einmal bei mir blieb bis ich sie wieder freigab ... während zum Einfangen der JRT-Hündin mehrere HH halfen ...

 

 

 

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Uuuuh, da ist so ein überflüssig giftiger Ton im Spiel. 

Völlig unnötig, Du machst doch alles absolut richtig.

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Ach du meine Güte! Sowas braucht ja kein Mensch! Allein die Tatsache, dass man überhaupt auf die Idee kommt, als "Geschädigter" so einen Aufstand zu machen, wo ihr euch doch alle im Freilauf befunden habt! Aber gut... Dafür hat man ja eine Versicherung, auch wenn ich der Meinung bin, dass man diese erst bemühen sollte, wenn es zu wirklich ernsthaften Verletzungen oder zu unerwarteten Komplikationen kommt, die dann wirklich ins Geld gehen.

Ruf doch mal deine Versicherung an und lass dir die Schadennummer geben. Die würde ich dann an die Hundehalterin weiterleiten. Dann kann sich ihr Anwalt mit deiner Versicherung auseinander setzen. Ihre Aktion mit der 2-tägigen Zahlungsfrist war ohnehin deutlich überzogen. Da ist schon von vorn herein davon auszugehen, dass die auf Krawall gebürstet ist. Dazu hat ihr Anwalt ihr sicher nicht geraten. Das sollte man als Anwalt wissen, dass man angemessene Nachfristen zu waren hat. In einem streitigen Verfahren würde das Gericht dem Anwalt für so ein Ding aber die Ohren langziehen!

Ich würde mich an deiner Stelle da gar nicht heiß machen. Wie sagt man so schön: Bellende Hunde beißen nicht! Du hast alles richtig gemacht. Wenn du deine Ruhe haben willst, kannst du ja mal mit deiner Versicherung sprechen, ob sie den Schaden auch an dich erstatten, wenn du das Geld vorschiesst. Ich hoffe, dass der Betrag nicht allzu hoch ist - hört sich jedenfalls nach einer überschaubaren Summe an. Ansonsten würde ich das an deiner Stelle aussitzen und die Versicherung regeln lassen. Das wäre meiner Meinung nach zumindest der korrekte Weg.

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Also ich würde gar nicht mit der Geschädigten 'verhandeln', sondern sie direkt an die Versicherung verweisen. Vielleicht auch ihrem Anwalt schreiben, dass er sich an die wenden soll.

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Als nächstes kam die Post von der Versicherung:

 

"... Nach Prüfung aller uns vorliegender Informationen rechnen wir den Schaden wie nachstehend ab:

      Tierarztkosten gem. Rechnung vom 11.05.2016 ---

      Tierarztkosten gem. Rechnung vom 12.05.2016 ---

      abzgl.25 % mithaftende Tiergefahr                       ---

      Schadenersatz ---

 

...

 

Grundsätzlich besteht nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch § 833 Absatz 1 und der geltenden Rechtssprechung für jeden Hund eine Tiergefahr, die sich im Schadensfall beim Aufeinandertreffen von Tieren verwirklicht. Der Gesetzgeber hat diese Tiergefahr als Gefährdungshaftung bestimmt, so dass ein Verschulden des Tierhalters selbst nicht erforderlich ist. Sie wird dem Umstand der besonderen Gefahr durch Tiere gerecht .Diese Tiergefahr gilt demnach sowohl für Ihren als auch den geschädigten Hund.

 

Beide Tiere befanden sich freilaufend auf einer Hundewiese und durften somit zueinander gelangen. Dadurch kam es zu dem unglücklichen Vorfall mit den bedauerlichen Verletzungsfolgen. Dies ist der typische Fall für die Verwirklichung der gegenseitigen Tiergefahr. Hierbei ist es rechtlich unerheblich, ob bei dem Vorfall beide Hunde oder nur einer Verletzt wurde. In Fällen wie diesen wird grundsätzlich von einer gegenseitigen und jeweiligen Tiergefahr in Höhe von 50% ausgegangen. Diese ist auch vom Halter des geschädigten Hundes zu tragen und ist sein Eigenanteil am Schaden.

 

Aufgrund des vorherrschenden Kraft- und Größenunterschiedes sind wir kulanzhalber dazu bereit, die mithaftende Tiergefahr des verletzten Hundes auf 25% zu reduzieren.

 

Die Zahlung erfolgt der Einfachheit halber ohne weitere Stellungnahme zu Grund und Höhe unserer Haftung und ggf. zur späteren Verrechnung. Für den Fall einer etwa notwendig werdenden gerichtlichen Auseinandersetzung behalten wir uns jedoch alle Einwendungen ausdrücklich vor..."

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Ich sag ja.. Auf Krawall gebürstet... Weiterleiten an die Versicherung mit der Bemerkung, dass die Behandlung höchstwahrscheinlich abgeschlossen ist. Fertig! Abhaken und darauf vertrauen, dass da draußen mehr Hundehalter rumlaufen, die solche Situationen als dummen Unfall ansehen, als Hundehalter, die hysterisch ihr Spätzchen verteidigen und die absolute Schuld immer bei den großen, schwarzen, gefährlichen Bestien suchen, die einzig und allein auf der Welt sind, um kleine ungezogene Jack-russel "erheblich zu Tode zu beissen"!

Mein Gott... Ich hätte auch gern so viel Freizeit wie diese Frau! Aber ich würde sie sinnvoller nutzen...

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