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Hundeforum Der Hund
Wilde Meute

"Protest-Pinkeln" - gibt es das wirklich?

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In meinen Augen gibt es kein "Protestpinkeln".

 

Das Wort Protest würde ja bedeuten, dass das Tier etwas kommunizieren will, es wollte eine Information an einen Empfänger bringen.

Und eben das glaube ich nicht. Es ist eine Folge (von Angst, Unsicherheit, Erschütterung des seelischen Gleichgewichts,...) und keine Mitteilung.

Vielleicht ähnlich dem Bettnässen von Kindern? Ist nur eine Idee, kann Blödsinn sein.

 

Außerdem finden Hunde Urin nicht eklig, im Gegenteil. Und die Annahme, sie machen das, weil sie wissen, dass WIR das eklig finden, also um die Ecke gedacht... nein, so ticken Hunde mMn nicht.

Ich finde es aber mal wieder erstaunlich, dass Hunderte (Tausende?) von Büchern über Hundeverhalten geschrieben wurden, und kein Mensch weiß, warum der Hund auf`s Sofa pinkelt, wenn Frauchen mal länger weg ist :D

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@ Agatha: ein Hund ist aber kein zweijähriges Kind. Und nein, das Klavierbein riecht gar nicht nach Mensch, wenn schon die Tastatur, und die hat er nicht angepinkelt. Ein Stuhl riecht vielmehr nach Mensch, oder ein Sofa. Hätte er einfach nur eine Reviermerkierung gemacht, hätte er das Körbchen der Hündin anpissen können, mit der er sich gezofft hatte, oder ein Spielzeug.

 

Er hat das Klavier angepisst. Und er war eben kein zweijähriges unmündiges Kind, sondern ein sehr selbstbewusster, Hund der sich erwachsen verhielt, hochintelligent war, und eigene Entscheidungen traf.

 

Zum Thema Angst und Unsicherheitspinkeln: Das gibt es, das zeigt Leon auch, z.B wenn der Staubsauger rausgeholt wurde, da gabs früher ein Schreckpfützlein.

Aber Angstpullern ist bei ihm beileibe nicht der einzige Grund zu urinieren, da gibt es vielmehr. und wie gesagt: Seine Beschwichtigungsgesten oder sein Unsicherheitspfützeln ( beim Staubsauger) sehen völlig anders aus,als sein Frustpissen oder seine Körperhaltung bei Freudenpipi.

Oh, bitte, ein Hund ist natürlich in seiner Denkleistung viel höher gestellt als ein Kind mit zwei oder drei Jahren,klar.

Der Hund ist ja erwachsen.

Und natürlich ist eine Stelle, wo menschen stehen, sich aufhalten so gar kein Port , um sich als Hund duftmäßig mit einzufügen..

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In meinen Augen gibt es kein "Protestpinkeln".

 

Das Wort Protest würde ja bedeuten, dass das Tier etwas kommunizieren will, es wollte eine Information an einen Empfänger bringen.

Und eben das glaube ich nicht. Es ist eine Folge (von Angst, Unsicherheit, Erschütterung des seelischen Gleichgewichts,...) und keine Mitteilung.

Vielleicht ähnlich dem Bettnässen von Kindern? Ist nur eine Idee, kann Blödsinn sein.

 

Außerdem finden Hunde Urin nicht eklig, im Gegenteil. Und die Annahme, sie machen das, weil sie wissen, dass WIR das eklig finden, also um die Ecke gedacht... nein, so ticken Hunde mMn nicht.

Ich finde es aber mal wieder erstaunlich, dass Hunderte (Tausende?) von Büchern über Hundeverhalten geschrieben wurden, und kein Mensch weiß, warum der Hund auf`s Sofa pinkelt, wenn Frauchen mal länger weg ist :D

In meinen Augen gibt es kein "Protestpinkeln".

 

Das Wort Protest würde ja bedeuten, dass das Tier etwas kommunizieren will, es wollte eine Information an einen Empfänger bringen.

Und eben das glaube ich nicht. Es ist eine Folge (von Angst, Unsicherheit, Erschütterung des seelischen Gleichgewichts,...) und keine Mitteilung.

Vielleicht ähnlich dem Bettnässen von Kindern? Ist nur eine Idee, kann Blödsinn sein.

 

Außerdem finden Hunde Urin nicht eklig, im Gegenteil. Und die Annahme, sie machen das, weil sie wissen, dass WIR das eklig finden, also um die Ecke gedacht... nein, so ticken Hunde mMn nicht.

Ich finde es aber mal wieder erstaunlich, dass Hunderte (Tausende?) von Büchern über Hundeverhalten geschrieben wurden, und kein Mensch weiß, warum der Hund auf`s Sofa pinkelt, wenn Frauchen mal länger weg ist :D

Kinder werden zum Bettnässer , nicht aus Protest!!!

Ein gutes Beispiel, finde ich.

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Wie gesagt, hätte der Hund sich da verewigen wollen wo am meisten Menschengeruch ist,hätte er den Klavierhocker anpissen müssen, oder das Sofa,oder den Küchentisch. unter dem die Rangelei war. Und ja, ich behaupte jetzt einfach mal,dass mein Hund in seiner Persönlichkeit und seinen Handlungen weitaus ausgereifter war, als ein zweijährigesKind.

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Das was für viele HH Protestpinkeln ist ein Zeichen, dass der Hund in einer Situation total überfordert ist und starken Stress hat, maximal würde ich es noch als Hilferuf des Hundes ansehen, nach dem Motto, Frauchen, merkst du denn gar nicht, wie sehr ich darunter leide. Aber wohl eher ohne dass da ein Gedanke dahinter ist sondern einfach eine Reaktion auf die stressige Situation, ähnlich wie Prüfungsangst, wo manche ja auch das große Rennen zur Toilette bekommen. 

 

Das was Cartolina beschreibt, nochmal kurz markieren gehen, ist eine Beschwichtigung oder Höflichkeitsgeste, sieht man auch sehr oft in Hundebegegnungen, wenn der eine dem anderen signalisieren will, entspannt dich, ich will dir ja gar nichts und nicht direkt auf einander zugeht, sondern erst noch einen Schlenker macht, um nicht auf direktem Wege in "konfrontation" zu geraten. Höfliches Verhalten, aber sicher kein Ungehorsam. Da würde ich mich als HH einfach mal anders hinstellen, oft reicht es, wenn man sich seitlich stellt und den Hund nicht direkt anschaut, schon klappt es besser mit dem Rückruf.

 

Das was hier mit Stuhlbein, Klavierbeinmarkieren beschrieben wird, ist entweder ein Markierverhalten innerhalb eines gemischten Rudels, kann auch bei Kastraten auftreten, oder auch ein Stresszeichen unter den Hunden, d.h. da sind Spannungen, die die Hunde durch Markieren versuchen loszuwerden. Da muss man an der Rudelharmonie arbeiten.

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Das sehe ich völlig anders. Mowgli hat beispielsweise auch meinen Freund mal ans Bein gepisst, als der gerad am Strullen war. Keineswegs aus Stress.

Und nochmal: es hätte viele Möglichkeiten des Stresspissens gegeben in der Wohnung meiner Freudin,die auch mit deren Hündin zu tun gehabt hatten. er hat sich aber nunmalausgerechnet das Klavier ausgesucht. Und selbstverständlich gibts Protestpinkeln.

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Nicky hat,als er hier ankam, umgehend vor die Tür gepieselt, wenn ich nur kurz den Raum verließ.

 Da hieß es auch "Protestpinkeln".

 

Ich hab mir viele Gedanken zu dem Thema gemacht und bin da zu einer etwas anderen Sichtweise gekommen.

 

Der hatte sicher Verlustängst, war gewohnt, in Abwesenheit der Besitzer eingesperrt in kleiner Transportbox auszuharren, auch nachts über. Für den war alleine sein echt Stress - aber auch die Rückkehr der Besitzer, weil er auch in die Box pisste , wegen der unerkannten chronisch kranken Blase, und dafür Unmut kassierte.

Der pieselt heute noch rein, wenn er tagsüber viel Stress hatte oder auchmissverstanden wurde. UND er pieselt rein, wenn er nicht gut schlafen kann, weil, wie letztens wegen Parasitenbefall, ein paar Tage lang alle weichen Decken und Bettchenbezüge weggeräumt waren und ihm nur Kunstleder zum schlafen bleib, wo er sich nicht wie gewohnt reinkuscheln und bis über den Kopf zudecken konnte. Da ist er ruhelos und pinkelt aber immer nur an eine Stelle des PVC -Bodens. Sobald die Betten wiederweich bezogen waren und auf der Couch "seine" Decke lag, hielt er wieder dicht.

Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass ein Hund pinkelt oder markiert um DEM ANDEREN etwas zu demonstrieren.

Ich denke eher, dass Hunde zB lernen, dass eine Stelle, die sie zuletzt markiert haben, dafür sorgt, dass IHRE Familien/Rudelmitglieder hierhin zurückkehren.

Dass sie nämlich instinktiv wissen: Wenn dort andere markieren, kann es passieren, dass wichtige Sozialpartner fern bleiben oder sich an andere anschließen, also MUSS man als letzter markieren.

So sehe ich auch das Pinkeln von Nicky an der Türe. Damit zeigte er deutlich: Wenn der Mensch kommt, findet er mich sicher, wenn es hier nach mir riecht.

Pinkeln heißt: ich werde gefunden.

 

Das Beispiel mit dem Klavier in anderem Raum anpieseln sehe ich ebenso aus diesem Blickwinkel heraus. Der hund hat den Raum, in dem es Stress gab, verlassen und dafür in einem anderen Raum gezeigt, dass er HIER ist, hier zu finden sein wird, falls es mit dem anderen Hund so konfliktbeladen bleibt und er weiter flüchten müsste. Ein Zeichen für seine Sozialpartner gesetzt, damit die Zugehörigkeit nicht verloren geht, aber auch vielleicht sogar für die menschliche Chefin, dass SIE ihn hier finden wird, auch wenn er von der Hündin "bekämpft" wurde.

 

Pinkeln wegen eines Neins sehe ich ebenso als Ausdruck eines inneren Konflikts und damit auch als Zeichen dafür, dass sein Mensch trotz Konflikt weiß: Wir gehören zusammen und auch wenn Du Dich gerade von mir distanzierst, weil ich mich so verhalte: Hier bin ich (für Dich).

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Und da er mit dieser befreundeten Hündin kein Rudel gebildet hat,konnte man auch nicht an irgendeiner "Rudelharmonie" ( was ist das?) arbeiten.

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I

Ich finde es aber mal wieder erstaunlich, dass Hunderte (Tausende?) von Büchern über Hundeverhalten geschrieben wurden, und kein Mensch weiß, warum der Hund auf`s Sofa pinkelt, wenn Frauchen mal länger weg ist :D

 

:D   was wäre denn deine Idee dazu?

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einfach eine Reaktion auf die stressige Situation, ähnlich wie Prüfungsangst, wo manche ja auch das große Rennen zur Toilette bekommen.

Wenn man stress vermehrter harndrang in die Suche gibt, kommen da etliche Treffer. "Harndrang – Wenn die Seele auf die Blase drückt" usw.

Vielleicht ist das ja einfach eine weitere Parallele zwischen Mensch und Hund?

Wundern tät`s mich nicht.

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