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Hundeforum Der Hund
Wilde Meute

"Protest-Pinkeln" - gibt es das wirklich?

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Ich mache das höchst selten, hier habe ich mich aber dazu entschlossen, weil ich befürchtet habe, dass e sviele Leute  gibt, die daran glauben und das wäre nur eine Endlosdikussion gewordn.

Ungefiltert und unbeeinflusst wollte ich meine feste Meinung hier teilen und die ändert sich nicht, egal wer hier schreiben würde, dass Hunde aus Protest pinkeln :)

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Also hast du es eher gemacht, weil du um deine gute Laune gefürchtet hast. OK, das verstehe ich! :D

 

Du unterschätzt die User hier! Ich hätte nie gedacht, dass die meisten das glauben. Im Grunde geht es auch mehr um die Frage, aus welchen Gründen genau Hunde in bestimmten Situationen pinkeln.

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@Mandy:

Wie wärs, wenn wir uns einen Extrathread über "Hunde stalken und Problemlösung" machen?

Odergings hier im Thread eh eigentlich ums lösen des Alleinbleiben-Problems?

 

 

 

Wir können gerne noch einen Extra-Thread aufmachen, mir ging es tatsächlich in diesem Thread darum,

ob Hunde ihren Unmut über Pieselei kundtun und wenn ja, in welchen Situationen es auftritt.

 

Ist irgendwie ein fließender Übergang ;)

 

Edit: vorhin wieder gesehen, Leni macht nach jeder langen Runde noch ein Mini-Häufchen auf dem Grünstreifen

vor unserem Haus. Wenn sie sich dabei unbeobachtet fühlt, zerkratzt sie dieses Häufchen echt in alle Herren Himmelsrichtungen

um es auch möglichst großflächig zu verteilen :huh:

Passt jetzt nicht ganz zum Thema aber ihr Markierverhalten scheint mir schon recht ausgeprägt.

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Wäre im Kontext damit, dass markieren dazu dient, nicht "vergessen" zu werden, nicht allein gelassen zu werden, gefunden zu werden, ziemlich logisch, oder?

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Mhm.... ich versuche gerade das zu übertragen, klappt aber nicht so ganz.

Meinst du sie markiert da, damit ICH sie immer wieder finde?

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Nö , ganz instinktiv, damit sie immer wieder gefunden wird. Du als Sozialpartner spielst dabei aber eine wichtige Rolle. Selbst wenn Du sie nicht "wiederfindest", hat sie aber durch das intensive markieren die Chance, von anderen wahrgenommen zu werden. Also die Chance auf "nicht alleine leben" müssen und Anschluß zu finden.

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Interessanter Ansatz... überlege ich mal weiter.

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Das verstehe ich nicht. Man hat eine Meinung zum Thema. Dann liest man Beiträge dazu, denkt drüber nach, gleicht das mit seiner Meinung ab, und bleibt dabei oder revidiert sie ggf., vielleicht auch nur teilweise. Oder man fragt nach, wenn man etwas nicht verstanden hat.

Darum geht es doch eigentlich, oder?

 

Wenn man eine Ansicht hat, die so leicht durch Beiträge anderer ins Wanken geraten kann, dann ist sie vielleicht nicht so stichfest, wie man denkt! Umso besser ist es doch, sie erstmal darauf zu überprüfen, indem man andere Beiträge liest.

 

Wenn man kein Zeit oder Lust hat, alles zu lesen, verstehe ich das schon eher. ;)

 

verstehe deinen Gedankengang nicht wirklich. Ich sprech ja nur davon, dass z.B. ich in diesem Punkt mit Sicherheit keine andere Meinung bekomme, wenn es um Protestpinkeln geht,  nur weil ich mir alles durchlese. Das weiß ich schon, wenn ich die Überschrift lese. Das mag für andere, die sich noch keine Meinung gebildet haben anders sein, aber über dieses Thema hab ich schon so oft nachgedacht und mir so viele Beispiele angehört, seit 20 Jahren, dass ich zu keinem anderen Ergebnis kommen werde, auch nicht, wenn ich hier ein weiteres Beispiel pro Protestpinkeln lesen werde, für mich ist das einfach total vermenschlicht gedacht. Da mag in anderen Themen völlig anders sein für mich. Und für andere, die hier lesen und sich noch keine tieferen Gedanken gemacht haben, mag es ja Sinn machen, alles gründlich zu lesen. Ich sag doch nicht, dass jeder vorher eine Meinung haben muss zu jedem Thema. Ging nur um dieses Thema und meine Meinung und nicht, dass das jeder so machen soll, sondern nur, dass ich verstehe, wie kareki reagiert hat und der Vorwurf, der ihr gemacht wurde, so nicht gerechtfertigt ist, schon gar nicht in dem Ton, in der der Vorwurf kam.

 

So fair finde ich muss man sein.

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Wir haben das doch längst geklärt. Ich habe mich über das "beeinflussen" gewundert (denn warum fürchtet man, beeinflusst zu werden, wenn man eine gut durchdachte Meinung hat?) und kareki hat erklärt, wie sie es meinte.

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Wir können gerne noch einen Extra-Thread aufmachen, mir ging es tatsächlich in diesem Thread darum,

ob Hunde ihren Unmut über Pieselei kundtun und wenn ja, in welchen Situationen es auftritt.

 

Ist irgendwie ein fließender Übergang ;)

 

Edit: vorhin wieder gesehen, Leni macht nach jeder langen Runde noch ein Mini-Häufchen auf dem Grünstreifen

vor unserem Haus. Wenn sie sich dabei unbeobachtet fühlt, zerkratzt sie dieses Häufchen echt in alle Herren Himmelsrichtungen

um es auch möglichst großflächig zu verteilen :huh:

Passt jetzt nicht ganz zum Thema aber ihr Markierverhalten scheint mir schon recht ausgeprägt.

 

hmmm. Meine kratzen fast immer, wenn sie Häufchen machen, aber extrem seltenst, erwischen sie dabei das Häufchen, und wenn dann erscheint es mir eher so, als würden sie das Häufchen bedecken. Mir scheint das aber eher eine instinktive Vorgehensweise, ähnlich, wie wenn sie Leckerlies vergraben auf Couch mit Luft und dabei sehr intensiv aber völlig ineffektiv vorgehen. Gelesen hab ich, dass eine theoretische Erklärung sei, dass mit dem Kratzen der Duft der Fußballen verteilt wird, nicht unbedingt der Kot. Durch das Kratzen und die Haltung beim Kratzen entleeren sich angeblich auch oft die Analdrüsen, was dann auch verteilt wird.

 

Dass sie es nur macht, wenn sie sich nicht beobachtet fühlt könnte daran liegen, dass dein Blick auf sie eine Wirkung hat, weil sie vielleicht nicht weiß, was das bedeuten soll und sie dann abgelenkt/unterbrochen wird, in ihrem instinktiven Verhalten. Normalerweise haben für Hunde Blicke Bedeutung, ist Teil der Kommunikation, also halten sie inne und überlegen, was ist gemeint, was willst du mir sagen und schon ist die instinktive Handlung unterbrochen.

 

Dass Kot erst kurz vorm Heimgehen abgesetzt wird, liegt sehr oft daran, dass man oft sobald Kot abgesetzt wurde, wieder den Heimweg antritt und die Hunde den Spaziergang auf diese Weise nochmal ausdehnen oder schlicht und ergreifend, dass sie wissen dass sie jetzt für länger nicht mehr rauskommen, sobald sie kurz vor zu Hause sind und dann eben nochmal alles rausdrücken.

 

Bloch hat beobachtet, dass vor allem für Jungwölfe das Kotabsetzen wichtig ist, um sich im Revier orientieren zu können und sie dadurch auch Sicherheit bekommen, logisch, wenn man sich wo nicht auskennt, wo es langgeht, wird man unsicherer, als wenn man den Weg genau kennt. Man soll deshalb Kot von unsicheren Junghunden nicht komplett entfernen, sondern eine Duftspur stehen lassen, um vor allem unsichere Junghunde nicht zu sehr zu verunsichern. Ich selber hab beobachtet, dass Kot gerne an Weggabelungen abgesetzt wird, wenn wir außerhalb unseres Reviers unterwegs sind. Ich hab aber auch schon beobachtet, dass Kot im fremden Revier sehr markant in der Mitte und erhöht abgesetzt wird, da kann ich mir schon vorstellen, dass das was mit Reviereinehmen etc. zu tun hat. Ich denke, dass Markieren verschiedenen Zwecken dient. 

 

Insgesamt habe ich aber zweifle ich daran, dass Markieren  generell nur was mit Dominanz oder Besitzansprüchen zu tun hat. Denn alle Hunde markieren bei mir, unabhängig von ihrem Stand/Alter im Rudel.  Auch die Reihenfolge, wer wann markiert, ist nicht abhängig vom Stand der Hunde. Sobald sie geschlechtsreif sind, wird markiert, kreuz und quer. Markieren dient der Zusammengehörigkeit, dem Finden, dem Nachrichten hinterlassen, der Höflichkeit beim Vorstellen/Visitenkarte, dem Stressabbau etc. etc. immer im Kontext unterschiedlich.

 

ein Hund, der schlecht alleine bleibt und im Haus markiert, macht das sehr wahrscheinlich wegen Stress in der Situation und nicht wegen Dominanzgehabe/Anspruchsdenken oder Protest.

 

Was Duoungleich beschreibt find ich auch logisch. Denn der Duft hat bei Hunden eine große Bedeutung und grad im Urin und Kot sind viele Signalstoffe mit "sozialem" Inhalt. Welpen werden z.B. auch angepinkelt, bzw. Welpen lassen sich anpinkeln, indem sie von selber den Kopf unter die pinkelnde Althündin halten. Das ist meiner Meinung nach wichtig für die Rudelzugehörigkeit und vielleicht auch, um diese Zugehörigkeit nach außen demonstrieren zu können, bin nicht alleine, hab noch Große, die auf mich aufpassen. Aber noch ein Aspekt, was man als Angstpinkeln kennt. Sobald ein Welpe pinkelt, wirkt das beschwichtigend auf viele Althunde,. Hunde, die schlecht alleine bleiben und Angst vor irgendwas haben, könnten z.b. auch instinktiv beschwichtigen, damit ihnen nichts passiert.  letztlich ist aber immer Stress der Auslöser.

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