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Hundeforum Der Hund
Gast Fangmich

5. Canine Science Forum - was treibt die Wissenschaft gerade?

Empfohlene Beiträge

Hey

Dieses Jahr traf sich wieder eine bunte Mischung verschiedenster Wissenschaftsausrichtungen zum Thema Caniden (spez. Hund, Wolf). Nach Budapest, Wien, Barcelona und Lincoln(UK) war diesmal Padua der "Hotspot".

 

Vor 8 Jahren wurde dieser spartenübergreifende Austausch in Budapest gegründet (federführend u.A. Adam Miklosi) mit dem Ziel, die infrage kommenden Sparten der (Caniden)forschung alle 2 Jahre zusammenzubringen.

 

Diesmal lag ein Schwerpunkt im Thema "Working Dogs" - also Hunde, die vom Menschen für einen konkreten Zweck eingesetzt werden, wie z.B. Assistenzhunde oder Hunde, die mittels ihrer Geruchsleistung Menschen helfen.

 

Es war äusserst spannend und gibt dennoch nur einen groben Überblick der Forschung wider - manches wird zur weiteren Überprüfung wiederholt werden müssen und manches festigt sich, indem es hinterfragt wurde und auch unter neuen Bedingungen alte Ergebnisse stützt.

 

Hier ist das Programm: http://www.csf2016.com/program.php

 

Ein paar Themen werde ich in diesem Thread konkreter vorstellen und ein wenig erläutern - bitte dazu und auch zu allen anderen Themen des Programms: einfach nachfragen hier oder via PN :) !

 

So. 

Erstes Thema:

 

"Impulskontrolle - was genau messen wir da eigentlich?"

 

Oder konkret: Messen Impulskontrollversuche überhaupt die gleiche Verhaltensausprägung?

 

Brucks, Range, Marshall - Pescini sind der Frage nachgegangen und haben herausgefunden, dass nach 5 verschiedenen und gebräuchlichen Impulskontrollanforderungen keine Korrelation besteht bei 67 Testhunden. Sie haben hingegen eine weitere, sehr interessante Entdeckung gemacht:

Impulskontrolle hängt mit der individuellen Neigung zu Beharrlichkeit zusammen.

 

Für mich übersetzt: Es gibt Hunde, die sich in manchen Situationen sehr schwer tun, eine bestimmte schnelle Möglichkeit zum "Zugriff" (z.B.Lecker) auszulassen und trotzdem in anderer Aufgabenstellung "abwarten können" zugunsten einer verzögerten Belohnung.

 

Es ist also eine kontext - /individualabhängige Eigenschaft und man kann nicht einfach sagen: "Mein Hund hat Probleme mit Impulskontrolle." (Kann man natürlich schon, aber wäre eben zu pauschal.)

 

Manche Hunde gelangen auch über Beharrlichkeit/Hartnäckigkeit (länger versuchen) zum Ziel - obwohl sie in anderen Anforderungen scheinbar keine/wenig Kontrolle über ihre impulsiven Reaktionen zeigen.

 

Es stehen also diesbezüglich (Impulsverhalten) im Raum: Beharrlichkeit/Hartnäckigkeit und sicher auch Motivation (etwas zu erreichen).

 

Ein interessanter Ansatz zu einem fast "ausgeschöpft" gedachtem Thema.

 

Spannenderweise gibt es dazu auch Untersuchungen zu Wölfen im Vergleich zu Hunden. Dazu mehr morgen.

Nun ja, ehrlich gesagt, mich überrascht nichts mehr, vor etwas längerer Zeit hatte ich geschrieben das ca. 80-90% wissenschaftlicher Arbeiten schlichtweg falsch sind, gab bei den Neurowissenschaftlern sogar ein Treffen zum Thema.

 

Nun, warum überrascht mich nun solche angeblichen Erkenntnisse über die Impulskontrolle nicht, dazu braucht es a. keine Wissenschaft und b. ist es wirklich nichts Neues.

 

Nun, deshalb noch einmal, Wissenschaft muss man kritisch und selektiv lesen und verstehen, leider ist es so, das selbst Wissenschaftler Fachbezogen und/oder Fachübergreifen nicht wissen und/oder auch schlicht weg ignorieren, was andere Kollegen bisher an Erkenntnissen gewonnen haben.

 

Nun, Wissenschaft kostet Geld und muss finanziert werden, wer Mainstream-Konform ist, hat dabei gute Chancen bedacht zu werden, also wem Nutzt es nun?

 

Bildung tritt, oder wird immer mehr in den Hintergrund getreten, von unseren gehirngewaschenen Politikern, die Kinder werden verblödet und so geht das weiter sogar bis zu unseren Bildungs-Eliten, was auf der Strecke bleibt, ist die Freie-Unabhängige-Wissenschaft, sie wird vereinnahmt vom Mainstream und Genter-Wahnsinn.

 

Wahre Wissenschaft ist inzwischen ein Kleinod, bleibt zu hoffen, dass hier noch etwas mehr kommt, ich bin gespannt.

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Das habe ich gerade dazu auf der Facebook-Seite "Hundeprofil - Hund und Wissenschaft" gelesen. Fand ich auch sehr interessant. Weißt du noch mehr darüber?

 

 

Von den 236 in diesem Gemeindeland lebenden Hunden wurden 16 besendert und 18 Monate lang untersucht und beobachtet. Dabei kam auch heraus, dass sie als erste von den dort lebenden Tieren ans Aas gehen und auch das meiste davon abkriegen - noch vor den Geiern, Raubkatzen und Hyänen. Dieser "Vorsprung" liegt vermutlich daran, dass sie nachts umherstreifen (Geier futtern tagsüber) und keine Scheu vor menschlicher Umgebung haben.

 

Über das Alter der Hunde weiss ich nichts (die Besitzer vermutlich auch nicht) - es waren aber zumindest erwachsene Hunde.

 

Die Fäkalien enthalten übrigens im Vergleich zum Maisbrei (Sazda) den doppelten Proteingehalt, wurde herausgefunden.

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Ich kanns kaum erwarten, bis das Thema der Impulskontrolle näher erläutert wird.

*hibbel-hüpf-quietsch* ......................vielleicht wird mir dann auch MEINE Impulskontroll(un)fähigkeit viel klarer  :D

Spaß beiseite: Das interessiert mich ganz ausserordentlich, vor allem wegen dem Nicky, der diesbezüglich vollkommen anders tickt, als alle Hunde, die ich jemals selbst gehalten und erzogen ,  und auch als alle Fremdhunde, mit denen ich gearbeitet habe.

Ich versuche jetzt gaanz brav zu warten! :ph34r:

 

 

Du kannst weiterhibbeln...es ist nur ein kleiner Anfang, wie man sich dem Thema Impulskontrolle wissenschaftlich überprüfbar nähern könnte. Neurophysiologie und Genetik sind auch herzlich eingeladen, ihre Erkenntnisse dazu beizutragen.

 

Man hat in dieser Studie erstmal nur gezeigt (und n=67 ist winzig klein), dass die bisherigen, gängigen Tests möglicherweise gar nicht das gleiche testen.

Sprich, in einer Testbatterie mit 4 der gebräuchlichen Testaufbauten und einer Neuen, ein und derselbe Hund (waren alles Familienhunde) bei jedem Test bsps.weise schwaches Impulskontrollverhalten zeigte.

Die bisherigen Untersuchungen überprüften nur ganz selten, ob dieses schwache IKVerhalten auch bei verschiedenen Testanforderungen konsistent auftrat.

 

Die 4 üblichen Tests waren z.B ein Belohnungsverzögerungstest und 1 Umwegtest. Der 5. war eine Kombination aus den 4, wobei der Hund sich von der Futterquelle entfernen musste, eine andere Aktion ausführen sollte und erst dadurch die Futtergabe auslösen konnte.

 

Es stellt sich also die Frage, ob man IKVerhalten überhaupt quantifizierbar machen kann und was genau man da bei jeder Versuchsanforderung testet. Misst man vielleicht manchmal eher die Motivation oder die Beharrlichkeit des Hundes?!

 

IKVerhalten wird als eine wichtige Grundlage für komplexe Verhaltensmuster wie Kooperation gesehen. Insofern besteht Interesse an weiterer Forschung, um die einzelnen Komponenten der IK herauszufinden und diese stark kontextabhängige Fähigkeit besser zu begreifen sowie ihren Einfluss auf komplexe Verhaltensmuster zu verstehen.

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Hey

Nun ja, ehrlich gesagt, mich überrascht nichts mehr, vor etwas längerer Zeit hatte ich geschrieben das ca. 80-90% wissenschaftlicher Arbeiten schlichtweg falsch sind, gab bei den Neurowissenschaftlern sogar ein Treffen zum Thema.

 

Nun, warum überrascht mich nun solche angeblichen Erkenntnisse über die Impulskontrolle nicht, dazu braucht es a. keine Wissenschaft und b. ist es wirklich nichts Neues.

 

Nun, deshalb noch einmal, Wissenschaft muss man kritisch und selektiv lesen und verstehen, leider ist es so, das selbst Wissenschaftler Fachbezogen und/oder Fachübergreifen nicht wissen und/oder auch schlicht weg ignorieren, was andere Kollegen bisher an Erkenntnissen gewonnen haben.

 

Nun, Wissenschaft kostet Geld und muss finanziert werden, wer Mainstream-Konform ist, hat dabei gute Chancen bedacht zu werden, also wem Nutzt es nun?

 

Bildung tritt, oder wird immer mehr in den Hintergrund getreten, von unseren gehirngewaschenen Politikern, die Kinder werden verblödet und so geht das weiter sogar bis zu unseren Bildungs-Eliten, was auf der Strecke bleibt, ist die Freie-Unabhängige-Wissenschaft, sie wird vereinnahmt vom Mainstream und Genter-Wahnsinn.

 

Wahre Wissenschaft ist inzwischen ein Kleinod, bleibt zu hoffen, dass hier noch etwas mehr kommt, ich bin gespannt.

 

 

Hmm...so ganz verstehe ich Deinen Text nicht, Hans Georg.

Das CSF beispielsweise ist doch gerade dazu "erfunden" worden, aus allen Sparten der Wissenschaft Erkenntnisse zusammenzubringen um beispielsweise Verhalten besser verstehen zu können. Und viele andere Themen rund um Caniden auch.

 

Dass "Mainstream" gut bezahlt wird, ist richtig.

Viele Bereiche der Canidenforschung sind das allerdings nicht. Frag mal die Wissenschaftler von der E.Lorand Uni in Budapest - da wird niemand reich  :ph34r: .

Oder habe ich Dich falsch verstanden? Oder siehst Du die Ethologie nicht als Wissenschaft an?

 

Ich fand G. Vallortigaras Vortrag zur Evolution der Hirnassymetrie z.B. wunderbar. Diese Forschungsrichtung war nach einem Boom eher in der Versenkung verschwunden, ist aber hochspannend und wird weiterentwickelt. 

 

Und zur Frage aller Fragen:

Wem nützt die aktuelle Wissenschaft (i.d.F. Canidenforschung)?

Da mögen unterschiedlichste Menschen die unterschiedlichsten Antworten geben...oder vielleicht sollten wir mal einen Wolf fragen? Oder einen der Minensucher mit Hund? 

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Hey

 

Hmm...so ganz verstehe ich Deinen Text nicht, Hans Georg.

Das CSF beispielsweise ist doch gerade dazu "erfunden" worden, aus allen Sparten der Wissenschaft Erkenntnisse zusammenzubringen um beispielsweise Verhalten besser verstehen zu können. Und viele andere Themen rund um Caniden auch.

 

Dass "Mainstream" gut bezahlt wird, ist richtig.

Viele Bereiche der Canidenforschung sind das allerdings nicht. Frag mal die Wissenschaftler von der E.Lorand Uni in Budapest - da wird niemand reich  :ph34r: .

Oder habe ich Dich falsch verstanden? Oder siehst Du die Ethologie nicht als Wissenschaft an?

 

Ich fand G. Vallortigaras Vortrag zur Evolution der Hirnassymetrie z.B. wunderbar. Diese Forschungsrichtung war nach einem Boom eher in der Versenkung verschwunden, ist aber hochspannend und wird weiterentwickelt. 

 

Und zur Frage aller Fragen:

Wem nützt die aktuelle Wissenschaft (i.d.F. Canidenforschung)?

Da mögen unterschiedlichste Menschen die unterschiedlichsten Antworten geben...oder vielleicht sollten wir mal einen Wolf fragen? Oder einen der Minensucher mit Hund?

Nun, den Ansatz von CSF interdisziplinäre Forschung zu betreiben finde ich immer sehr spannend und demnach zu begrüßen, daher gibt es nichts wirklich zu kritisieren.

Nun, zum Mainstream fließt das Geld, das wird aus allen Ecken gefördert, z. B. wird ein Doktortitel von der Hannover Uni einer sehr bekannten Persönlichkeit nicht aberkannt, obwohl mehr Ungereimtheiten, um es mal vorsichtig auszudrücken, als bei einem zu Guttenberg, da zufällig einer der großen Geldgeber der Ehemann/Firma? dieser Person sein soll, ein Schelm wer da Böses denkt.

Nun, daher hast du sicher Recht, dass mit der Canidenforschung selbst, da sicherlich nicht sonderlich gut gefördert, zumindest nicht indem Maße gefördert wird, wie es seiner auch wirtschaftlichen Bedeutung nach zukäme, da bin ich schon bei dir.

Nun, Ethologie ist eine wunderbare Wissenschaftsdisziplin die ich schon seit Jahrzehnte mit großem Interesse, bis heute verfolg und wahrnehme.

Was mir an Miklosi und davor bei Feddersen-Petersen, schon immer sehr gut gefallen hat, war, die allgemeine Aussage, dafür gibt es Hinweise aber es muss noch weiter geforscht werden.

Andere Wissenschaftler schreiben da sehr oft ganz anders, wenn es eigentlich um ihre persönliche Meinung geht, die sie, ich sag mal Populärwissenschaftlich veröffentlichen, als wäre alles schon bewiesen, wenn sie ihre eigene persönliche Meinung einfließen lassen und publizieren, die nicht ihre Wissenschaftliche ist und sein kann.

Siehe Pankseep, den ich sehr schätze, dem man das auch nicht anlasten kann, aber seine Emotionstheorie ist eine von mehreren, die im Raum steht, aber als Beweis angesehen wird, was sie nicht ist, wie auch die anderen, die nicht allgemeingültig sind und sein können. Das muss einem klar sein.

Nun zur Neurobiologie, eines ist äußerst spannend und interessant, es gibt nachweislich Menschen die ein Halbes-Gehirnvolumen haben, oder gar nur Wallnußgroß, trotzdem konnte bei ihnen keine intellektuelle Auffälligkeit festgestellt werden, man war überrascht, als durch Zufall bei diesen Menschen per CT diese kleine und/oder minimale Gehirngröße entdeckt wurde.

Wenn etwas der Biologie ein sehr großes Rätsel aufgibt, dann ist es das komplexeste natürliche System das man Kennt, nämlich das Gehirn, dass jemals auch nur im Ansatz verstanden werden kann, bezweifle ich sher, aber gut.

Nun zur Frage aller Fragen, wie du so schön schreibst.

Diese Frage/Fragen lassen sich nur dann beantworten, wenn entsprechende Neue-Erkenntnisse vorliegen, bisher sind mir keine begegnet, die nicht schon aus anderen Disziplinen über Grundlagenforschung bekannt sind.

Nehmen wir die Impulskontrolle.

Ein bekanntes Experiment hat gezeigt, das Kinder im Vorschulalter, die in der Lage sind einer Verlockung widerstehen zu können, statt ein Stück Schokolade sofort zu essen, dafür nach einer vom Versuchsleiter festgelegten Zeit, er verläßt den Raum, ein großes Stück zu bekommen wenn er wieder zurück kommt. Diese Kinder sind als Jugendliche und Erwachsene erfolgreicher als die die dem Impuls der Verlockung nicht wiederstehen konnten.

Was damit nicht geklärt ist, ist Impulskontrolle angeboren oder erworben?

Man könnte jetzt beim Hund einwenden, das Hunde z. B. nichts über eine Alternativ-Verstärkung/Belohnung wissen oder doch.

Was ist z. B. mit dem sogenannten Jackpot?

Oder, was ist überhaupt mit Anreizsystemen?

Der Hund mag lieber ein Spieli, als ein Leckerli.

Der Hund ist zu aufgeregt, er nimmt das Leckeli nicht, das ich ihm hinhalte, er fixiert lieber sein Spieli usw.

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"Ist nicht allgemeingültig, muss einem klar sein."

"Diese Kinder sind später erfolgreicher als jene, die der Versuchung nicht widerstehen konnten."


BÄM.

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Trotzdem danke, Fangmich. Ich hibbel dann halt weiter....

Hatte schon gehofft, irgendwie einen Ansatz von Erklärung zu finden, bezüglich dem Nick, weil der im Vergleich zu allen anderen Hunden, die ich bisher kannte, diesbezüglich etwas "aus der Art" schlägt.

Ich finds immer sehr interessant, was Du an "Neuigkeiten" hierher bringst! :yes:

 

 

Taucht denn bei dem Thema mit der Asymmetrie des Gehirns auch die Studie zum Links-rechtsseitigen Schwanzwedeln auf?

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Jepp. Stelle ich spätestens morgen ein!!

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Soviel zu "morgen"... :ph34r: .

 

Die Tendenz, zu einer bestimmten Seite zu wedeln, ist schon länger untersucht und war in E. Vallortigaras Lesung nur ein Miniteil bezüglich der Lateralisierung der Hirnhälften.

Grob gesagt wedeln Hunde nach rechts bei "angenehmen" Gefühlen (Hundebekannter wird gesichtet, Besitzer spricht zu Hund oder wendet sich ihm zu), während Linkswedeln ein Zeichen für unangenehmere innere Zustände zu sein scheint (Fremdhundsichtung).

Die Seitigkeit wird vom anderen Hund auch so erkannt und dementsprechend eingestuft. 

 

---------------------

 

Heute kurz zu einer anderen, interessanten Lesung. Kun Guo (Lincoln University, UK) sprach zur hündischen Erkennung und Verarbeitung von Gesichtsinformationen:

 

Das ist ja ein beliebtes und ganz gut erforschtes Thema und er stellte das bisherige Wissen darüber sowie die neuesten Erkenntnisse vor.

Das horizontale Gesichtsfeld des Hundes beträgt 250 Grad (vgl. Mensch 180 Grad).

Hell/Dunkel unterscheiden kann der Hund etwa doppelt so schlecht wie der Mensch.

Er nutzt dann eher Farbinformationen, wobei rot und grün am schlechtesten unterschieden werden können (Rotgrünblindheit). Gelb und blau am Einfachsten.

 

Hunde können auch unbekannte Gesichter erkennen; sowohl Hunde - als auch Menschengesichter.

Hunde können unterschiedliche Gefühlszustände in Gesichtern erkennen. Sie können "freundlich" von "neutral", sowie "freundlich" von "ärgerlich" trennen.

 

Die Fähigkeit, zwischen positiven und negativen Emotionen zu unterscheiden, wurde neuerdings in audio - visuellen Versuchen an der Universität Sao Paulo, Brasilien, nachgewiesen. Bisher wusste man nur, dass Hunde visuell unterscheiden können, aber die Sache ist komplexer und es scheint, als nutzen Hunde auch andere Sinnesinformationen zur Einschätzung/Unterscheidung von positiven und negativen Gefühlszuständen. Wer genauer nachlesen will http://www.lincoln.ac.uk/news/2016/01/1185.asp.

 

Wie detailliert diese Hinweise beim Hund ankommen und zu einem "inneren Bild" führen, ist noch nicht erforscht.

 

Menschen haben bei der Gesichtserkennung eine signifikante Tendenz, zuerst nach links (also auf die rechte Gesichtshälfte des anderen) zu schauen. Wie Untersuchungen zeigen, haben Hunde dies nicht beim Angucken von Hundegesichtern, sehr wohl aber, wenn sie Menschengesichter betrachten.

 

Es stellt sich die Frage, ob dies am Aufwachsen mit Menschen liegt und was dies für eine Funktion haben könnte...

Bisher spiegelt es auf jeden Fall schonmal die Lateralisierung der Hirnhälften bei der Gesichter - u. Emotionswahrnehmung wider.

 

Ausserdem spielen die Augen wohl eine sehr grosse Rolle als wichtige Infoquelle für die Emotionserkennung - dies wurde sowohl beim Betrachten von hündischen wie auch menschlichen Gesichtern erforscht. Dabei reichen dem Hund zweidimensionale Informationen aus.

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