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Hundeforum Der Hund
sophie196

Verzweifelt wegen Blut im Hundekot

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Meine Bambi hatte eine Autoimmunerkrankung, SLE, Systematischer Lupus Eretimatodes. Das fing auch mit Darmblutungen an, wurde dann über 3 Jahre immer schlimmer, es haben sich dann mehrere Geschwüre im Darm gebildet, Kotabsatz war dadurch sehr erschwert und schmerzhaft. Es hat 3 Jahre gedauert, bis die Ärzte endlich die richtige Diagnose gestellt haben, vorher hat mir keiner zugehört, es wurde immer auf falsche FÜtterung geschoben, von wegen weil ich selber koche, zig Diätfutter wurden durchprobiert, ncihts half. Das ganze ging immer mit Schüben, anfangs nur 1 2 Tage alle paar Monate, dann wurde die Länge der Schübe länger, und die Intervalle immer kürzer, am Ende hatte sie fast jede Woche mehrere TAge sehr schmerzhafte Koliken, da sie den Kot auch unterdrückte so lange es ging, weil es eben durch die Geschwüre sehr schmerzhaft war. Ich war dann überzeugt, dass es wohl Darmkrebs ist und bestand auf einer Darmspiegelung und dabei hat sich dann herausgestellt, dass sie 3 Geschwüre hat und es wurde auch eine Gewebsprobe vom Darm entnommen und eingeschickt, der Verdacht war dann Autoimmunerkrankung und nicht Krebs und der hat sich zum Glück bestätigt, SLE am DArm ist nur über Gewebsprobe nachweisbar (damals jedenfalls, bin nicht auf dem Laufenden, ob es mittlerweile andere Diagnosemöglichkeiten gibt). Behandelt wurde dann erstmal mit Cortison, später kam Imurek dazu (ziemlicher Hammer) und eine antibakterielle Spülung für den Darm nach jedem Koten. Lebenserwartung ab Diagnose wurde mit mit ca. 1 Jahr angegeben. Nach 1 Jahr fing sie an massiv Atemnot zu bekommen, Wassereinlagerungen im ganzen Körper,  ich hab verzweifelt alles an Alternativmedizin durchprobiert, nichts halft. Ich war kurz davor, sie einschläfern zu lassen. Dann hab ich auf Anraten einer Züchterin mit barf angefangen, damals hieß das noch nicht so, ich hatte zwar Angst, dass mir der Hund damit total krank wird aber schlimmer konnte es eigentlich nicht mehr werden, es war ein Versuch und er hat die Wende gebracht, von Woche zu Woche ging es ihr besser und nach einem halben Jahr konnte ich alle Medikamente ausschleichen, sie ist total aufgeblüht, ein neuer Hund, und sie wurde so ohne Medikamente 11 Jahre alt. Mit 11 musste ich ihr die Zähne richten lassen, und da bekam sie AB und das hat wieder Schübe ausgelöst, von denen sie sich nicht mehr erhohlt hat, multiples Orangversagen innerhalb weniger Wochen nach OP das Herz hatte starke Vernarbungen, was annehmen lässt, dass sich die Erkrankung dann auf das Herz geschlagen hat.  Bei SLE darf man weder AB geben (das hab ich leider erst im Nachhinein erfahren), noch Impfen (das hab ich vorher schon gewusst und daher nicht mehr geimpft)  und Stress jeder Art ist strikt zu vermeiden. Das fatale bei dieser Erkrankung ist, dass SLE von Organ zu Organ springen kann mit jedem Schub, vom Enddarm z.B auf Niere, Herz, Hirn, Leber, Blut, Haut. Enddarm ist also noch eine gute Variante im Gegensatz zu Blut oder Herz oder Hirn.  Die TÄ kennen SLE meist nur als HautForm, und selbst die ist selten bei Hunden. Am Enddarm 1: 1.000.000, die meisten TÄ werden das in ihrem Leben nie zu Gesicht bekommen. Drum wurde es so lange nicht erkannt. Evlt. ist es aber gar nicht so selten, sondern wird einfach nicht erkannt und als Allergie abgetan. Denn bei SLE am Enddarm ist es so, dass die Hunde Pseudoallergien entwickeln, die auch springen können. Bambi war allergisch gegen gekochtes Fleisch und Getreide jeglicher Art. Roh hat sie Fleisch sehr gut vertragen. Es genügte bei Bambi eine Tablette mit Maisstärke und es kam zum Schub. Es genügte sogar, wenn sie einen Tropfen Nudelkochwasser vom Boden aufleckte, der runtertropfte und es kam zum Schub Aber auch Stress z.B. wenn ich später als gewöhnlich heimkam, oder wir auf Reisen waren oder Besuch da war, führte zu Schüben. Mit Barf waren die Schübe aber wesentlich leichter und wesentlich kürzer, also handelbar. 

 

Heißt nicht, dass das bei deinem Hund auch SLE ist, ist nur eine Möglichkeit von vielen. Allergien sind naheliegend, da kommt man am besten durch Ausschlussdiäten dahinter, aber auch rein stressbedingter Reizdarm (bei hypersexuellen Rüden ist das oft ein Problem)  ist eine Möglichkeit oder eben Parasiten wie Kokzidien, Giardien. Auf alle Fälle hat es einen Grund, den man aufspüren muss, auch wenn es oft sehr langwierig sein kann, bis man dahinter kommt.

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Wenn ein so junger Hund schon seit 2 Monaten immer wieder Blut im Stuhl hat, würde ich gar nicht irgendwie herumdoktern lassen, sondern als erstes eine Darmspiegelung in Auftrag geben. Wird festgestellt, dass es Wucherungen oder leicht platzende Äderchen gibt, kann man das vermutlich direkt beheben. Und wenn nicht, dann würde ich Schonkost geben, selbst gekocht. http://www.futtermedicus.de/wissen-und-beratung/barfen/ernaehrungsberatung/

http://www.ernaehrung.vetmed.uni-muenchen.de/service/ernaehrungsberatung/eb_hunde/index.html

Außerdem natürlich auch Wurmkuren und Medikamente soweit möglich verzichten.

 

Alles Gute dem Kleinen.

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