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Hundeforum Der Hund
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Hundebegegnung mit Welpen: wie reagieren?

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Hallo alle! Mit meinem viermonatigen Bolonka Welpen habe ich schon einige Abenteuer erlebt. Ich habe auch 2 Stunden bei einer Hunde Profi Frau genommen, die mir genau erklärt hat, warum mein Hund wie reagiert, wenn er mit anderen Hunden im Park zusammenkommt.

Diese Frau meint, wenn Bonnie, mein Hund, bellt, bedeutet es, dass sie Raum um sich braucht und ich mich schützend vor sie stellen soll. Sie hat mir auch erklärt, dass es keine gute Idee ist, Bonnie an der Leine zu haben und der andere Hund ist ohne Leine. Das leuchtet mir total ein.

Heute Morgen war folgende Situation: Bonnie war unangeleint neben mir und weit weit weg lief ein ebenfalls unangeleinter Hund. Und sie fing an zu bellen und machte so auf sich aufmerksam. Der andere Hund hätte sie sonst wahrscheinlich gar nicht registriert. Dann kam dieser Hund, und sie kriegt es mit der Angst zu tun. Man kann also nicht davon ausgehen, dass das bellen bedeutet, dass sie Platz braucht. Es sah eher so aus: guck mal hier rüber, hier bin ich. Aber dann hat sie's mit der Angst gekriegt. Was bedeutet das bellen denn nun?

Diese Hunde Begegnungen sind jeden Tag eine neue Herausforderung für mich, denn ich kann die Hunde Sprache noch nicht lesen und weiß oft nicht, was es für meinen Welpen bedeutet. Man hat mir aber versichert, dass alle Hunde in den Park sehr freundlich und nett sind, und diese Erfahrung habe ich jetzt auch schon gemacht. Trotzdem hätte ich als blutige Anfängerin gerne Input von euch!

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So ganz spontan:

 

Die Aussage "Alle Hunde im Park sind nett!" sehe ich doch etwas skeptisch, da würde ich mich nicht wirklich drauf verlassen.

 

Vielleicht beruht deine eigene "Unsicherheit" (=Unentschlossenheit im Bewerten und Handeln bei Hundebegegnungen) ja auf diesem unbewussten Gedanken?

 

Manche Menschen halten ihren Alles-über-den-Haufen-rennenden Hund auch für "nett" - was nur nicht wirklich hilfreich ist, wenn ein Hund durch dieses "freundliche Überrollen" Prellungen oder andere schmerzhafte Erfahrungen erhält  :kaffee:

 

An deiner Stelle würde gerade für einen so jungen Hund wie den deinen sehr, sehr sorgfältig auswählen, mit welchen Hunden dieser seine Erfahrungen machen darf. 

 

Körperlich (taktil) sollte es nicht werden (außer, der andere Hund ist etwa im gleichen Alter und nicht haushoch körperlich überlegen - denn in dem Alter haben Hunde noch nicht gelernt, ihre eigene Körpermasse einzuschätzen in der Interaktion mit anderen Hunden).

 

Anraunzer für freches Verhalten (so sie denn deinen Kleinen nicht völlig umhauen) gehören aber durchaus zu den Lernerfahrungen, die ein junger Hund machen sollte.

 

Weniger ist mehr für einen jungen Hund, also lieber EINE Interaktion mit einem souveränen erwachsenen Hund, als mehrere unterschiedliche Interaktionen bei einem Ausflug in die große, weite Welt.

 

Diese pauschalen Aussagen von mir sind jetzt sehr grundsätzlich und helfen dir sicher im Alltag nicht wirklich weiter ;)

 

Deshalb mal ein Beispiel, wie ich mit meinen Welpen umgegangen bin:

 

Ich habe mir ruhige Zeiten und Orte für diese Ausflüge gesucht, bei denen mit wenig Hundebegegnungen zu rechnen war.

Die Hunde, die wir dabei trafen, habe ich sehr genau angesehen.

Sollte ein Kontakt stattfinden, so habe ich meine Welpen nicht zum anderen Hund hinstürmen lassen, aber die anderen Hunde durften auch nicht zu meinem Hund hinstürmen (wie gesagt, außer bei etwa gleichaltrigen Hunden, wo das Kräfteverhältnis in etwas gleich war). 

 

Lieber etwas abwarten, schauen wie der andere Hund drauf ist (und auch dessen Mensch, auch daran kann man oft ablesen, wie sich eine etwaige Begegnung entwickeln könnte), und damit auch dem eigenen Hund vorleben, dass man erst mal schaut, bevor man losrennt.

 

Bist du dir unsicher, dann achte auf diese Unsicherheit und gehe erst mal auf Sicherheitsabstand. Dazu kannst du deinen Hund auch mal auf den Arm nehmen und dich ins Unterholz oder so stellen. Dort würde ich den Kleinen aber auf den Boden setzen, evtl. angeleint, und mit ihm gemeinsam schauen, während der andere Hund zusammen mit seinem Menschen an euch vorbei geht.

 

Ob dein Hund dabei zwischen deinen Beinen steht, oder neben dir, oder ob du neben ihm kniest - das kommt darauf an, was deinem Hund am Besten hilft, selber ruhig zu bleiben.

 

Auf den Arm nehmen würde ich in diesen Fällen deshalb, um zu vermeiden, dass ich den Welpen mitziehen/zerren müsste.

Das ist für den Moment einfacher und erspart "Diskussionen" mit dem Kleinen.

 

Meine Faustregel ist: Wenn meine Angst spürbar groß ist, dann verschaffe ich mir Sicherheit, notfalls eben durch großen Abstand nehmen (dazu gehe ich auch, wenn nötig, ein gutes Stück einen Weg zurück und nehme eine andere Richtung). 

Andere, sichere Hundehalter mit freundlichen Hunden sind auch eine große Hilfe :) ; sie können einem gut "den Rücken stärken" beim Sammeln von Erfahrungen.

 

Meinen Hund zu einem Kontakt zwingen würde ich nicht, ihn aber ermutigen, und dabei selber betont freundlich DEM ANDEREN HUND GEGENÜBER bleiben, ist mein Mittel der Wahl, um meinen eigenen Welpen selbstsicher zu machen. 

Dabei habe ich die Neugier meiner Welpen gestärkt und genutzt.

 

Bei mir MUSS kein Lebenwesen durch irgendeine Situation durch. Es darf lernen, auf sich selber zu vertrauen.

 

Ich hoffe, dass dir das jetzt ein wenig weitergeholfen hat :)

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Ich habe sehr bellfreudige Hunde .

Sie bellen z.B. als Spielaufforderung, als Zusammengehörigkeitsbekundung, als Rufen wo der andere ist, als Warnung, als Drohung, als Jagdverhalten ...

Ich höre meist zumindest die Kategorie aus der das Bellen kommt ... genauer beurteilen kann ich es erst in Gesantheit mit dem Sehen der Körperhaltung und dem Betrachten der Umwelt.

Es lässt sich also nicht pauschalisieren, dass der Hund bellt weil ...

 

Bei Welpen/ Junghunden ist es mir am Wichtigsten ihnen zu vermitteln dass sie mit allen Problemen zu mir kommen können und ich dann bei der Lösung helfe bzw. für die Sicherheit sorge...

Der in meinem Direktbereich ( zwischen meinen Beinen oder nur wenige cm neben mir ) befindliche Hund wird dann abgeschirmt ... lieber einmal mehr als zu wenig.

Moppert der dann  im Schutzbereich, dann verlasse ich ihn ... So lernt er schnell nicht unter/ neben mir grössenwahnsinnig zu werden ... er muss es dann nämlich alleine ausbaden ...

 

Begegnungen zwischen meinem angeleinten und fremden unangeleinten Hunden mag ich gar nicht. Mein angeleinter Hund wird dann abgeschirmt ...

Darf er Kontakt aufnehmen, so lasse ich zumindest deutlich die Leine fallen und signalisiere ihm das er gehen darf ...

Deshalb hat mein Welpe/ Junghund meist eine längere Leine dran ... zum Fallenlassen und später zum Aufnehmen bevor ein Rückruf erfolgt ...

 

LG Heike

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Da Mimmo im Park generell frei läuft und somit nicht immer neben mir ist, rufe ich ihm ein kurzes "Hier bin ich" zu und stelle mich fest mit geöffneten Beinen hin. Da kann er dann Zuflucht suchen, wenn er sie braucht. Sollte uns ein angeleinter Hund entgegen kommen, rufe ich Mimmo zu mir und leine ihn ebenfalls an. Mimmo ist aber ohnehin keiner, der von sich aus auf größere Hunde zuläuft. 

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