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Dein Hundeforum  Der Hund
gatil

Rudelhaltung - wie ist es bei euch?

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gatil   

Angeregt durch den Thread "wie viele Hunde leben bei euch" und den Aussagen mehrerer Foris, dass mehr als 10 Hunde bei ihnen leben, habe ich mich gefragt:

 

Wie haltet ihr viele Hunde in einem Haushalt?

 

Leben alle zusammen?

Trennt ihr?

Gibt es Zwinger?

??????

 

Ich habe selbst einmal im Bayrischen Wald jemanden kennengelernt, der über 20 Schlittenhunde hielt und durfte dabei sein, wie alle!!! aus ihren Gruppenzwingern zum Rennen und Fressen auf das große Freigelände kamen.

So viele Hunde gleichzeitig  - frei - mit großen Knochen./ -Fleischstücken zu füttern, ohne dass es zu irgendwelchen Unstimmigkeiten gekommen ist, zu sehen, wie alle auf die kleinste Bewegung des Halters reagierten und taten, was von ihnen verlangt wurde, dabei aber insgesamt eine ausgelassene und freudige Stimmung herrschte - das hat mir imponiert.

 

Ebenso lernte ich eine Frau kennen, die bis zu 10 Hunde zusammen hielt- darunter einen, den ich länger kannte und der ein enormer Kontrolletti war, nicht mit jedem verträglich und den sie als Notfall aufnahm - sie lud alle gleichzeitig frei - ohne Boxen -  in ihr Auto und fuhr mit ihnen zum Laufen. Fast alle frei, nur extrem Jagdtriebige blieben an der Leine. Sie konnte auch immer wieder Gasthunde für kurze Zeit ohne Probleme in ihr Rudel integrieren.

 

In Rumänien hatte ich die Gelegenheit, an einem sehr einsam gelegenen Hotel ein wildes Hunderudel an mehreren Tagen zu beobachten - insgesamt an die 20 Hunde jeder Art, unter dem Regime eines Rüden, der bestimmte, wer was durfte und was bekam. Wehe dem Hund, bei dem der Mensch sich nicht an seine ungeschriebenen Gesetze gehalten hatte! (Ich hatte versucht, einen offensichtlich mit Schmerzen am Rande liegenden Hund zu füttern, Gut gemeint, ging nach hinten los).

 

Da ich im Gegensatz dazu aber auch Züchter kenne/ kannte, die es nicht schafften, mehrere Hündinnen friedlich miteinander zu halten, sondern absolut trennen mussten, da es sonst zu heftigsten Beissereien kam -

 

- würde mich interessieren:

wie macht ihr das?

 

 

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gast   

WIr haben nur drei Hunde und da herrscht ziemliche Harmonie im "Rudel". Es wird nix getrennt, selbst bei Fleischknochen wird zusammen gekabbert (zusammen auf einer nicht sehr großen Decke) und es gibt nie Stress unter den Hunden.

Und nein ich habe nie verlangt das die so zusammenliegen. Mir ist das Wumpe wohin sich jeder Hund mit seinem Knochen legt. Aber anscheinend brauchen die das Gruppenerlebnis. 

Spielzeug kann rumliegen, Kaustangen können rumliegen und ich hab noch nie erlebt das ein Hund vom anderen etwas "beansprucht".

 

Ich befürchte es geht aber gleich wieder los wegen dem Begriff "Rudel" da strengenommen Rudel lt Definition nicht auf unsere Hundegemeinschaften zutrifft.

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Andrea und ER   

Gerade bei Züchtern ist es manchmal schwierig mit der Harmonie, weil oftmals sehr enge Verwandte, die sich bei einer natürlichen Entwicklung mit dem Erwachsenwerden der Tiere trennen würden, zusammen gehalten werden. Außerdem gibt es auch Hunde, die eben keine Mehrhundehaltung mögen. Und es gibt persönliche Animositäten zwischen Individuen. 

Bei mir wurde nie getrennt (außer manche noch neue Gasthunde), ich habe nie Streit unter meinen Hunden gehabt. 

Aber in den Zuchtstätten, die ich kennen gelernt habe, gab es schon viele, bei denen verschiedene feste Gruppen (im Haus) gehalten wurden. Die, bei denen das nicht nötig war, bildeten die Ausnahme. 

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gast   
(bearbeitet)

Die Konkurrenz bei Züchtern erwächst dadurch, dass oft mehrere Hündinnen gleichzeitig Würfe haben und sehr oft der Platz eigentlich nicht ausreichend ist bzw. die Rudelgröße einfach zu groß und vor allem ständig fluktuierend durch Neuzugänge ist, was immer Unruhe reinbringt und wenn dann der Platz zu knapp ist ... Ich kenne auch Züchter, wo es problemlos klappte, wo nie getrennt wurde, immer alle zusammen waren, aber die hatten auch immer nur einen Wurf zur gleichen Zeit und ein stabiles Rudel, Rudelgröße 5 Althunde und jeweils ein zwei Junghunde. Die Harmonie leidet nicht durch die Verwandschaft an sich, sondern wenn zu viele gleichaltrige Wurfgeschwister zusammenbleiben, die nicht zusammen passen. Eigentlich merkt man das schon sehr früh, welche Welpen nicht zusammen passen, die die immerzu miteinander wild "spielen".

 

Ich hatte mit den Junghunden maximal mal 7 Hunde, aber die meiste Zeit 4-5 und da gab es auch nie Probleme, alle irgendwie verwandt. Bei mir gab es übrigens auch nie die eine Herrscherin über alle und alles, das lief alles Hand in Hand, die Zuständigkeiten wurden geteilt, Chiqui war aber zweifelsohne, die wenn es drauf ankam, das letzte Wort hatte, aber es war ihr selten wichtig genug, als dass sie es beanspruchte.

 

Fängt man erstmal mit Trennen an in Form von getrennten Zimmern, werden die Probleme in der Regel immer schlimmer. Ich glaub, das sehr oft viel zu früh getrennt wird, Statt das Management zu überdenken, sucht man die Schuld beim Hund und spricht ihnen gleich generelle Unverträglichkeit zu.Meist ist es nur situativ, oft sogar vom Menschen versehentlich provoziert, durch Parteiergreifen, Schuldzuweisung oder Bevorzugung der falschen Hunde. Wenn ich weiß, dass Knochen ein Problem sind, dann muss man da eben Vorsorge treffen, damit alle zu ihrem Recht kommen, keiner sich zu kurz gekommen fühlt und der, der meint zu Kontrollieren, trotzdem keinen Frust aufbaut. Da darf man sich nicht vom menschlichen Gerechtigkeitssinn leiten lassen, denn die Hunde haben eine andere Auffassung davon, was gerecht ist und wem was zusteht und wem was nicht. Ich hab z.B. meiner Anika immer mehrere Knochen gegeben, mit einem alleine wär sie immerzu auf die Idee gekommen, die anderen von ihren Knochen zu vertreiben (nicht aggressiv, das hat die mit Blicken gemacht, oder sie ist einfach hin und hat den anderen den Knochen aus der Schnute gezogen, eingesammelt). Dann hat sie die Knochen mit gleichmäßigem Abstand auf der Couch aufgereiht und keiner durfte in der Zeit auf die Couch von den anderen, dann fing sie an zu kausen und ab da durften die anderen auch auf die Couch. Die Knochen, die Anika auf der Couch aufreihte, waren immer so viele, wie wir Hunde im Rudel hatten. Also hab ich immer die doppelte Anzahl Knochen gehabt, eine Hälfte für Anika, die andere für die anderen. Irgendwann war Anika dann der Ansicht, jetzt dürfen die anderen ihren Knochen haben und sie haben dann getauscht. Die anderen waren aber happy, wenn sie einfach nur einen Knochen hatten und haben niemals versucht, den Spieß umzudrehen, auch Chiqui nicht, obwohl sie sonst Anika durchaus auch mal zurechtwies. Anika hat sich zuerst die Knochen auswählen dürfen und dann die anderen. Jeder hat sich einen ruhigen Platz gesucht nach belieben, der meist auf Sichtweite von den anderen war, aber mit Distanz, Chiqui z.B. am anderen Ende der Couch.  Einfach so die Knochen ins Zimmer auf einen Haufen geworfen ohne Zuteilung meinerseits, hätte es vermutlich Stress gegeben, vielleicht wären sie sich aber auch einig geworden, ich hab es nie ausprobiert.

 

Jetzt hab ich  noch 3, ich will aber auch kein großes Rudel mehr. 

 

Wär interessant zu sehen, wie die HH diese sehr großen Rudel (über 10) managen.

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JB-6   

Ja, sowas imponiert mir auch immer...

Ist ja wie bei Diggersworld, wie der das schafft Respekt...

http://hundegnadenhof.de/ueber-uns/

 

Wir hatten letztes Jahr 6 Hunde, bei mehr wären, welche "untergegangen", so war das noch eine Anzahl wo keiner zu kurz kam. Und es gab bei dem Rudel keine Probleme...

Leider mussten wie 2 gehen lassen, aber es kam eine neue dazu also aktuell 5 Hunde....
Mehr muss nicht mehr sein...lieber weniger....langsam kommen wir in ein Alter wo man doch auch langsam mal etwas vom Leben haben will und die Gesundheitlichen Zimperlein anfangen...

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gast   

 

In Rumänien hatte ich die Gelegenheit, an einem sehr einsam gelegenen Hotel ein wildes Hunderudel an mehreren Tagen zu beobachten - insgesamt an die 20 Hunde jeder Art, unter dem Regime eines Rüden, der bestimmte, wer was durfte und was bekam. Wehe dem Hund, bei dem der Mensch sich nicht an seine ungeschriebenen Gesetze gehalten hatte! (Ich hatte versucht, einen offensichtlich mit Schmerzen am Rande liegenden Hund zu füttern, Gut gemeint, ging nach hinten los).

 

 

Wie hat sich das "nach hinten los gehen" gezeigt?

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gatil   

Der von mir gefütterte Hund, der sich bisher auf seinem Platz nicht bewegt hatte, wurde durch den Boss heftig angegiftet, es wurde auch mit dem Maul zugeschnappt, obwohl nichts passierte. Es war ein deutliches Zurechtweisen, keine Beschädigungsabsicht. Er liess daraufhin die Käsestücke fallen und rührte sie auch nicht mehr an. Boss frass sie aber auch nicht.

 

Mir tat nur leid, dass er wegen dieser Aktion sich bewegen musste, das tat er unter Schmerzen.

 

Da alle Hunde, auch der mit den Schmerzen, zwar ungepflegt, aber nicht unterernährt wirkten, denke ich, dass sie schon gezielt auch vom Hotel was bekamen.

 

Der letzte Hund auf dem Foto ist der "Boss".

Er und ein paar andere begleiteten uns auf unseren Spaziergängen an der Donau, bis wir uns offensichtlich in ihren Augen zu weit von "zu Hause" entfernten. Sie kehrten dann alleine um.

Begenungen mt einem Schäfer und seinen Hunden waren auf beiden Seiten sehr laut, aber die Hunde sind sich aus dem Weg gegangen.

 

post-29439-0-05128100-1471785385_thumb.jpg

 

post-29439-0-09496300-1471785614_thumb.jpg

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Estray   

Hast du noch mehr Bilder von den rumänischen Hunden? Spannend. 

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gatil   

Hast du noch mehr Bilder von den rumänischen Hunden? Spannend. 

 

Nicht wirklich Aussagekräftiges dabei. Leider.

Ist schon 3 Jahre her, da habe ich zwar schon sehr interessiert beobachtet, aber mein Wissen ansich über Hundeverhalten war noch nicht so groß. Heute würde ich gezielter festhalten, was interessant ist.

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Gerhard   

Unsere laufen alle zusammen. Sowohl auf unserem Gelände als auch beim spazieren gehen. Nur beim Fressen sind sie getrennt. Nicht wegen evt. Beissereien, sondern weil einige alte Hunde Tabletten bekommen und nicht jeder in der gleichen Geschwindigkeit frisst. Ausserdem habe ich nur so Kontrolle über jede Futtermenge. Einige bekommen auch Spezialfutter. Ansonsten hat jeder einen offenen Zwinger mit isolierter und beheizbarer Hütte und es kann jeder auch bei Belieben ins Haus kommen ( Tür ist immer offen ). Die Meisten sind aber von sich aus lieber draussen. Ist eine Hündin läufig oder tragend, wird sie natürlich auch getrennt. In der Läufigkeit mit ein oder zwei anderen Hündinnen. In der Trächtigkeit und der Aufzucht im separaten Wurfraum und später im Welpenhaus mit angeschlossenem Freiauslauf.

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