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Hundeforum Der Hund
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Geschäftemacherei mit dem Leid der Patienten

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Ich finde es auch ganz schlimm, was Menschen erleiden müssen, bis das sie sterben dürfen oder können. Hut ab vor diesem Arzt, der die Missstände aufdeckt.

 

Zum zuhause sterben, ist aber schon 20 Jahre her: Mein Schwiegervater war an Morbus Parkinson erkrankt. Ich war zuhause im Mutterschutz mit meiner Tochter. Erst hatten wir einen Pflegedienst der kam, aber meine Schwiegermutter, da auch schon alt, konnte damit nicht umgehen, nur bedingt am Tag Hilfe zur Pflege vom Dienst zu erhalten.

 

Dadurch, dass ich im öffentlichen Dienst war, hatte ich die Möglichkeit, mich für meinen Schwiegervater beurlauben zu lassen, was ich auch gerne tat. Vom Hausarzt wurden wir in dieser Zeit so begleitet, dass auch der medizinische Aspekt abgedeckt war, denn er kam zu jeder Tages- und Nachtzeit. 

Mein Schwiegervater starb dann nach 17 Monaten. 

 

Ich bin auch heute noch froh, dass er das zuhause konnte. Allerdings- und das möchte ich betonen, war es für mich ein sehr harter Gang, ihn bis zum Ende zu begleiten. Ich hatte ja auch keine Ausbildung dahingehend und musste seelisch verkraften, wie ein Mensch durch seine Krankheit verfällt und was da alles auf einen zukommen kann. 

Und trotzdem er wirklich schlecht lag zum Schluss und alleine in der Nacht gestorben ist, ist er friedlich gegangen. Danach hatte ich den Arzt, der den Tod feststellte gefragt, weil das für mich enorm wichtig war. :) 

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Meine Mama war auch schwer krank, als sie zu Hause nicht mehr leben konnte hab ich sie zu mir genommen.

 

Ich hab ihr auch versprochen, dass sie niemals mehr in Krankenhaus muß.

 

Ich habe meinen Job an den Nagel gehängt und sie ein halbes Jahr gepflegt, wir hatten einen Palliativarzt der Hausbesuche macht

und eine Palliativschwester die täglich einmal kam.

 

Mein Papa ist im Krankenhaus gestorben, das hätte ich meiner Mama nicht angetan.

 

Für mich war der Umgang mit dem Tod nicht einfach, doch meine Mama ist so friedvoll gestorben, das wünsche ich jeden einzelnen

 

Sie hat wochenlang nicht mehr gesprochen, doch kurz vor ihrem Tod hat sie die Augen geöffnet mich angelächelt und sich bei mir bedankt.

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@Andrea und Er

Ich habe einen Post darunter aufgeführt, daß es eben genau zu der Alleingelassenheit nicht kommen darf. Ambulante palliative Versorgung funktioniert. Mit einer Pflegekraft im Zuhause wäre auch etwas geholfen. Eine WG oder Familienzusammenhang ist natürlich zig mal besser.

Soziale Isolation ist ein Riesenproblem insbesondere für Ältere in D. Und das spielt da mit rein.

 

Meine Großtante ist genau wegen dieser Angstzustände ins Altenheim, weil sie wirklich Angst hatte nachts und psychosomatische Schmerzen. Bis auf morsche Knochen war sie organisch gesund. Im Altenheim wurde sie depressiv, infizierte sich mit MRSA und starb in kürzester Zeit. Sie wollte keine ambulante Pflegekraft, weil sie "nicht zur Last fallen wollte", ihre gesamten Ersparnisse gingen dann an das Altenheim, dort war es nicht besser angelegt. Dieses "NichtzurLastFallen" ist jedoch vielmehr Angst als Willen.

 

@devito und Fiona01  beides hat mich tief berührt.

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Das sehe ich etwas anders. Manche (!) Menschen ziehen die professionelle Betreuung in z.B. einem Hospiz jeder

noch so liebevollen und gut gemachten Pflege im privaten Umfeld vor, weil es ihnen um die Absicherung der Qualität

geht, weil ihnen die schnelle Bereitschaft von Fachleuten enorm wichtig ist und auch, weil sie da nicht das Gefühl

haben, sich bedanken oder Rücksicht nehmen zu müssen. 

Ich habe das nicht ganz mitfühlen können, aber ich habe es verstanden, als es mir ein schwer kranker guter Freund

erklärte. Je älter ich werde, desto besser verstehe ich ihn. 

Das hat nichts damit zu tun, dass er nicht "zur Last fallen" möchte, nein, im Gegenteil: Wenn er schwer krank/sterbend 

ist, möchte er seinen Pflegern möglichst jederzeit "zur Last fallen" können, ohne sich darüber Gedanken zu machen,

weil diese nämlich gut ausgebildet und gut bezahlt sind und im Schichtdienst arbeiten, bei dem jeder Beteiligte genug 

Schlaf bekommt und sein Berufs- und Privatleben nicht gefährdet. Ganz im Gegensatz zu seinem Sohn, für den die

Pflege seines Vaters einen ganzen Haufen Verzicht und zusätzlichen Einsatz bedeuten würde. Der Sohn würde diese 

Mühe vermutlich gerne auf sich nehmen, aber mein Freund würde das nicht gutheißen. 

Er braucht die Sicherheit eines hochprofessionellen Umfeldes. In diesem kann er dann auch seine letzte Zeit so füllen,

wie es eben möglich ist, mit seinem Sohn und ohne. Finde ich immer nachvollziehbarer. 

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Von denen, die das wollen, habe ich sowieso nie geredet, nur von meinen empirischen Erkenntnissen aus meinem direkten Umfeld und meinem Gefühl dabei, daher das "Viele". ;)  Vielleicht sollten wir immer  "Manche" schreiben.

Und wegen meiner Verbohrtheit, weil ich mir nämlich nichts Hochprofessionelleres für meine Psyche vorstellen kann als mir nahe stehende Personen.

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Danke für den Link! Das ist eine Thematik, wo man geschlossen als Gesellschaft mehr Einsatz für einen liebevolleren Umgang zeigen müsste. Traurig wie wenig Wertschätzung, den genau das ist es, die Älteren und kranken Menschen in unserer Gemeinschaft erfahren :(  

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