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Hundeforum Der Hund
Petra05

Straßenhund Julie

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Seit 4 Wochen ist nun Julie, 4 Jahre, 24 cm groß, aus Spanien bei mir. Sie kam per Transporter sehr erkältet in Deutschland an. Seit dieser Zeit ist sie auch in tierärztlicher Behandlung.

 

Sie verfolgt mich zu Hause auf Schritt und Tritt. Für mich sieht es so aus, dass sie unter Trennungsängste leidet. Wohnungshaltung kennt sie wohl nicht. Bei jedem Geräusch im Treppenhaus hat sie am Anfang gebellt. Ich habe sie, sobald sie zur Wohnungstür laufen wollte, mit TroFu abgelenkt. Was auch geklappt hat. Das Bellen ist wirklich weniger geworden und wenn ich überlege, hat sie das seit Tagen gar nicht mehr gemacht.

 

Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung habe ich schon begonnen ihr Sitz beizubringen, auf ihren Platz zu verweisen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich die Kleine damit überfordert habe. Sie fing plötzlich an zu weinen an.  Zumal litt sie auch noch an einer schlimmen Bronchitis, die auch recht hartnäckig war. Ich habe das Tempo dann reduziert fast erst mal eingestellt. Julie darf mit zur Arbeit. Dort trainiere ich sie langsam, damit sie auf ihren Platz geht. Klappt jetzt auch gut aber wenn ich denn Raum verlasse, will sie mit ihren kleinen Tippelbeinchen sofort hinterher. Hier im Büro ist sie angeleint und ich schicke sie dann wieder auf ihren Platz. Nur sie kann sich nicht recht entspannen. Ich weiß, sie ist ja erst 4 Wochen bei mir.

 

Zuhause verfahre ich auch so. In der Küche stehe ein Box und im Wz u. Sz ein Körbchen. Sie läuft auch dort mir immer hinterher. Julie kommt nicht zur Ruhe. Erst wenn ich sitze, kann sie entspannen. Ich schicke sie aber auch immer wieder auf ihren Platz aber sie entspannt nicht. Das tut mir richtig weh. Es klappt auch mal eine sichtbare Trennung und ich verlasse die Küche für ne kurze Zeit. Sicher braucht das alles seine Zeit. Ich mach kleine Schritte mit ihr. Sonst ist sie überfordert. Räumliche Trennung habe ich auch schon angefangen. 5 Minuten haben wir geschafft. Im Büro klappt es auch.

 

Mache ich das für den Anfang auch alles so richtig oder erwarte ich zu viel von ihr.

 

 

 

 

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Erstmal herzlich Willkommen :)

 

 

Zu den Trennungsängsten kann ich dir nur sagen wie ich verfahren bin bei meinem Tierschutzhund.

 

Ich habe ihm nicht immer erlaubt mir zu folgen. Er musste auch mal im Wohnzimmer liegen bleiben, wenn ich in die Küche gegangen bin.

Alles immer erst kurz und langsam steigern.

Wenn ich zur Arbeit muss, dann darf er ,knappe 10 Minuten bevor ich aus dem Haus bin, mir nicht mehr folgen.

 

Bei uns klappt das super. Es hat auch sehr schnell funktioniert.

 

Viel Freude an der Julie wünsche ich dir :)

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Mh, das mit dem Verfolgen wird wohl jeder anders handhaben. Ich habe den Hund dann nicht auf den Platz geschickt, aber halt auch nicht jedes Nachlaufen beachtet. Kurze Trennungen waren normale alltäglichen Dinge, wie kurz Müll rausbringen, Wäsche aufhängen oder so was. Aufs Klo wollte ich auch gerne alleine gehen :D

 

Mit der Zeit hat sich das Verfolgen dann gelegt, nämlich dann, wenn sie sicherer wurden und wussten, der Mensch kommt immer wieder.

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So wie KleinEmma hab ich das auch bei allen Hunden gehandhabt :)

Was für eine Rasse/ Mischung ist deine Kleine denn?

Anhand der Größe scheint sie ja ein Gesellschaftshund zu sein.

Die suchen die Nähe zu ihren Menschen sehr.

Das ist denen einfach unglaublich wichtig.

Wegschicken erhöht das Ganze, meiner Meinung nach.

Einfach mitlaufen lassen und nicht groß beachten.

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Ich würde bewusst längere Phasen in der Wohnung chillen, auf der Couch z.B. So lernen Hunde ganz leicht, dass Zuhausesein Entspannung bedeutet. Sie entwickeln dann im Lauf der Zeit und wenn sie sich sicherer fühlen für sich selbst ein Geborgenheitsgefühl. Ich habe gerade mit unsicheren Hunden gute Erfahrungen damit gemacht. 

Das Nachlaufen würde ich auch nicht unterbinden. Ich würde 1 - 3x pro Tag für ~ 15 Minuten ausgiebig, völlig kommentarlos und grundlos durch die Wohnung tigern und mich dann wieder auf die Couch kuscheln. Selbst nervöse, verfolgungssüchtige und trennungsängstliche Hunde bleiben irgendwann an einem zentralen Punkt stehen und gucken nur noch. Irgendwann vergeht ihnen die Lust, jeden Schritt zu verfolgen, wenn dann doch gar nichts passiert und Du sowieso an gleicher Stelle wieder auftauchst.

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Ich hab's mit Leni (ebenfalls Spanierin aber bei Ankunft erst 5 Monate) auch so wie KleinEmma gemacht und das Hinterherlaufen gar nicht beachtet und ganz einfach meinen Alltag in der Wohnung absolviert. Kommentarlos auch mal in den Keller oder zum Mülleimer. Irgendwohin geschickt habe ich sie gar nicht. Wenn mal Zeit war, habe ich mit ihr ein wenig auf dem Sofa gekuschelt aber immer in dem Zusammenhang, dass ich dort auch etwas länger gesessen habe und zum Beispiel gelesen habe, auch ohne sie zu streicheln. Eben um eine normale und entspannte Atmosphäre zu schaffen. Bin dann auch ohne den Hund zu beachten wieder aufgestanden und habe irgendwas anderes gemacht. Bevor ich ihr das Kommando 'Auf deinen Platz' beigebracht habe, musste sie ersteinmal von sich aus lernen, zu entspannen und ein gemütliches Plätzchen für sich zu finden.

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Sie ist ein Yorki. Ich bin natürlich auch schon durch mehrmals durch die Wohnung gewandert. Hab dann auch für Sekunden/Minuten die Türe geschlossen. Ab wann kann ich denn versuchen, sie mal kurz alleine zu lassen? Den Müll kann ich jetzt auch schon wegbringen. Bleibe ich auch nur ein paar Minuten länger weg, fängt sie verzweifelt an zu bellen. 

 

Da ich sie ja mit zur Arbeit nehmen darf, ist sie jetzt abends richtig tot müde. Heute beobachte ich das erste Mal, dass sie ihr Körbchen im Wohnzimmer nutzt und ich ohne sie auf der Couch sitzen kann. Mir fehlt sie natürlich aber ich finde es klasse, dass sie das Körbchen aufgesucht hat.

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Herzlich willkommen erstmal

Ich habe das ebenso gemacht, wie Klein Emma beschrieben hat.

Zum Entspannen haben wir uns gemeinsam auf die Couch gesetzt oder gelegt, da wurde dann auch mein Hibbeltommy ruhiger.

Aber schau mal dass deine Maus erst gesund wird, gute Besserung für sie. Tommy kam auch mit einer fetten Mandelentzündung aus Spanien hier an. Als wir das dann endlich auskuriert hatten, war er ein anderer Hund, es hat ihn doch sehr belastet.

Und ein Foto von deiner Kleinen wäre auch nett.

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Meine Rumänin ist mir am Anfang auch überallhin hinterhermarschiert. Da ich schon immer überzeugt war, dass Hunde viel mehr verstehen als wir denken, hab ich immer gesagt was ich tue und dass sie auf ihrem Platz bleiben kann. Wenn sie mitkam, habe ich das ignoriert. Das hat schnell funktioniert und nach ein paar Wochen war das Problem erledigt.

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Julie läuft mir ja seit über 4 Wochen hinterher. Sie wird nicht müde. Auf der Arbeit hat sie es geschafft 10 Minuten alleine zu bleiben. Bei mir Zuhause ist es irgendwie schwieriger.

Sie hat auch einen langen Arbeitstag  :)  aber läuft auch hier in der Wohnung weiter hinter mir her.  Heute musste ich kurz zur Nachbarin und ließ sie alleine. Nach einer Zeit bellte sie recht verzweifelt. Ich denke, es war zu viel für sie.  Ich schicke sie auf ihren Platz aber drehe ich mich um, läuft sie mir wieder hinterher. Ich denke, es ist noch ein langer Weg.

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