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Hundeforum Der Hund
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Wenn der traumatisierte Hund endlich stört

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Ja, genau, sie rennt zum Baum und ich warte quasi am Gartentor. Hier laufen ja viele Leute rum, und die kommentieren das auch gerne. Der eine sagte: "Man kann mit einem Hund auch richtig spazieren gehen", der andere sowas wie "Ist ja ein tolles Leben für einen Hund".

Einen von denen (einen Jugendlichen) habe ich zurückgepfiffen und es ihm zwangserklärt. ^_^

 

War bei Berta damals übrigens genauso, die habe ich zwischendurch immer kurz rausgelassen, weil sie wegen ihrer Blasensteine möglichst oft pieseln sollte. Einmal fing ein Mann an, mich regelrecht zu beschimpfen, warum ich mir unbedingt einen Jagdhund anschaffen muss, wenn ich nicht spazieren gehen will. 

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Schade, wenn sie dich schon beobachten, sollten sie das genauer machen :) 

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Das sind ja Passanten, die hier nicht immer vorbeikommen. Ich wohne in einer recht belebten Gegend ziemlich zentral in Berlin. Die sehen also wirklich nur diesen winzigen Ausschnitt.
Die Nachbarn, die den ganzen Tag aus dem Fenster gucken, wissen, dass ich die Bande jeden Tag ins Auto verfrachte und für 1,5 Stunden wegfahre. :)

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Sammy ist ja auch ein sehr unsicherer Hund aufgrund seiner Vorgeschichte. Sammy bellt wenn ihm etwas gruselig ist ziemlich heftig. Mittlerweile haben wir das gut im Griff ich weiß wie ich ihn beruhigen kann.

Aber grad am Anfang ich war ja noch Anfängerin durfte ich mir schon vieles anhören von anderen Leuten. Und ich war auch sehr verunsichert damals und das wiederum hat Sammy gemerkt. Erst als ich die Einstellung hatte das mir andere egal sind wurde es besser.

Aber um eins bin ich froh das wir unseren Weg gegangen sind. Und ich nie darauf gehört habe was andere sagen. Da kamen dann so hilfreiche Tipps wie du musst ihn härter strafen auch Wasser über den Kopf kippen es haben mir sogar welche zum Stachler geraten oder zum teleakt.

Aber auch aus der Umwelt kamen blöde Sprüche. Sammy mag es nicht wenn er angesprochen wird von fremden manchmal machts auch gar nix. Auf alle Fälle kamen dann so Aussagen.

Der ist nicht normal

Das ist ja ein böser Hund

Der Hund hat ja einen Schlag weg

Der gehört eingeschläfert

Vorallem manche haben ihn auch nachgeäfft und ich rede dann nicht von Kindern sondern von Erwachsenen Menschen.

In diesem Punkt hat es auch etwas gedauert bis ich mich nicht mehr aufgeregt habe über solche Leute und es auch nicht mehr emotional an mich rangelassen hab. Aber am Anfang war es hart ich bin oft weinend nachhause mit Sammy.

Man braucht ein dickes Fell grad wenn man einen Hund hat der ängstlich oder unsicher ist und sich in der Gesellschaft eben nicht immer so Verhalten kann wie die Gesellschaft es erwartet.

Im Fazit kann ich sagen das Sammy heute mutiger durch sein Leben geht als ich jemals erwartet hätte und da bin ich sehr stolz auf ihn. Klar ein paar Unsicherheiten hat er noch die er wahrscheinlich auch nicht mehr ablegen wird und wir kommen im Alltag super klar. Und Sammy ist glücklich und das ist das wichtigste.

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Mein erster Hund war ja auch sehr ängstlich, schreckhaft, geräuschempfindlich und sonstwas.

Da kam auch von manchen "einschläfern, der hat doch ne Macke". Dabei hat der keine Menschen oder Hunde angekläfft oder angeknurrt oder sonstwie belästigt, sondern hatte einfach nur Angst und sich aus. Brauchte sich niemand gestört zu fühlen. Ätzend.

Ist der tollste Hund aller Zeiten gewesen. Für mich.

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Ich muss dazu sagen Sammy war immer gesichert also er hat niemanden wild kläffend angegangen. Aber trotzdem gibt es eben Leute die sich dann gleich angesprochen fühlen dann auch noch herkommen und es damit schlimmer machen.

Und ich als Anfängerin damals wusste einfach nicht wie ich mich verhalten soll. Heute bin ich da auch anders wie damals. Und Sammy weiß das ich ihn schütze.

Das blöde manchmal ist da Sammy ja zu groß ist für einen Yorkie und man schon allein deswegen sehr oft angesprochen wird. Aber auch da ist Sammy schon cooler geworden weil er weiß ich lass niemand an ihn hin. Ausser er möchte von sich aus Kontakt aufnehmen wenn uns jemand anspricht was auch öfter vorkommt.

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Das mit "De rgehört doch mal XXX" usw... unzählige Male gehört.

Ich habe vor dem Artikel hier vor einigen Wochen das über Akuma geschrieben:

 

Hund an die Macht!

Einer unserer größten Schritte war aber, dass Akuma das Schwimmen gelernt hat und nicht mehr so große Angst vor Wasser hat. An neuen Gewässern (wie bei allen neuen Umgebungen) zeigt er zwar Unsicherheiten, aber die Panik ist verschwunden. Es hat ihm einen enormen Selbstbewusstseinsschub gegeben.

Auch banales „Freizeitagility“, ihm also beizubringen auf und über Hindernisse wie Baumstümpfe, Äste, Felsen, usw. zu springen und zu klettern, machten ihn selbstsicherer. Akuma bekam das Gefühl, dass er etwas schaffen kann bzw. seine Umwelt aktiv zu beeinflussen.
Auch übergebe ich ihm immer wieder Entscheidungskraft. So darf er fast immer aus den Kaussachen aussuchen, welches ihm schmeckt, darf Wege bestimmen (auch wenn sie für Menschen langweilig sind), Spiele beginnen/beenden, die Dauer des Schnüffelns an einer Stelle festlegen, das Tempo wählen, usw. - er darf ganz aktiv „der Boss“ sein. Das darf Yoma auch. Böse Zungen behaupten dann, die Hunde seien unerzogen, weil sie ihre Befindlichkeiten ausdrücken, sich trauen zu sagen, was ihnen nicht gefällt (und gefällt), aber diese Dinge überhöre ich großzügig. Die Hunde können alleine bleiben und Leckerchen und Essen bleibt auf dem Tisch zurück, sie rühren es nicht an, da sie wissen, dass sie es sowieso bekommen.
Auch essen wir gemeinsam mit den Hunden, so verpönt das auch sein mag, sie dürfen jederzeit aufs Bett und auf die Couch, dürfen ihre Liegeflächen zu fast allen Zeiten selbst wählen und Akuma verteidigt nichts vor uns, er gibt Plätze frei, Kauknochen und Spielzeug liegen herum, selbst unbekannter Besucht darf an die Leckerlidose, da macht er sogar ein vorbildliches „Sitz“. Das war vor vier Jahren völlig undenkbar.

 

Mittlerweile darf Akuma auch aktiv Hunde anknurren, sie verbellen oder verjagen, wenn die Situation passend ist. Das ist sicherlich für viele paradox, allerdings wurde er durch diese „Erlaubnis“ im Umgang mit Hunden sehr viel souveräner. Parallel werden nach wie vor Hunde mit positiven Dingen verknüpft. Aber diese „Gemütsäußerung“ gab ihm die ausdrückliche Möglichkeit, seine Umwelt aktiv zu gestalten, zu verändern, Einfluss auf sie zu nehmen. Unser Shiba-Mann stand nicht mehr ohnmächtig und hilflos den Dingen gegenüber. Selbstverständlich habe ich ihm schon immer Schutz angeboten und er nimmt diese Option auch an, dennoch kam der Durchbruch erst, als er selbst etwas gegen Angstauslöser machen durfte, auf seine Weise.
Der Vorlauf waren die positiven Trainingsmethoden über Belohnungen (nicht nur Leckerlis), die das Vertrauen in uns als Menschen aufgebaut und Akuma einen Rahmen gegeben haben.
So hat sich am Ende alles zusammengefügt und heute, nach vier Jahren, ist unser Weg nicht zu Ende, aber Akuma ist angekommen. Er sieht z.B. ein Anrempeln nicht mehr als Übergriff, etwas, was bei aller Vorsicht im Zusammenleben einfach passieren kann

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