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Hundeforum Der Hund
Sozey

Bellen, Knurren, leichte Aggression

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Hallo zusammen,

wir haben eine 7,5 Monate alte Labrador-Hündin. In letzter Zeit kommt es vermehrt zu "Problemen". Sie bellt uns an, knurrt uns an und droht uns mit geöffnetem Mund (sie beisst uns nicht, also keine wirklich Aggression) und man bekommt sie dann fast nicht mehr runter. Das ganze ohne dass wir einen wirklichen Grund dafür erkennen.

 

Das ist in total unterschiedlichen Situationen... abends beim auf dem Sofa liegen und nichts tun... wenn wir mit ihr Spielen... wenn wir gerade von einem 1-stündigen Spaziergang zurück kommen und großes und kleines Geschäft erledigt sind und sie gerade zu Essen bekommen hat... so dass wir wirklich nicht wissen was das Problem ist...

 

Ich weiss sie ist jetzt in der Pubertät, aber es ist wirklich schlimm im Moment... hat da jemand eine Idee?

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Habt Ihr schonmal beim Züchter nachgefragt, was der empfehlen würde und weißt Du, ob die Halter der Geschwister ähnliche Probleme haben?

Du schreibst,in ketzter Zeit kommt es vermehrt zu Problemen....gabs vorher schon kleinere, seltene Probleme und seit wann genau ist es jetzt so, wie es ist?

Wie habt ihr bisher versucht, sie runterzufahren?

Es wäre gut, wenn Du etwas mehr über Euch schreiben würdet. Tagesablauf, was macht Ihr mit dem Hund, wie sind die Spaziergänge gestaltet,wie oft, wie lange, wieviel Freilauf, macht ihr auch Sschen, wo sie die Nase einsetzen muss, mag sie apportieren usw...

Ohnepassende Infos kann man da nichts passendes raten.

Könntest Du den Hund mal dabei filmen?

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Kannst Du so eine Situation vielleicht mal filmen (lassen), damit wir eine genauere Vorstellung davon bekommen können?

Edith: Duo hatte die gleiche Idee :)

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Danke für eure Antworten. Ich werde mal schauen, ob wir das gefilmt bekommen. ;-)

 

Ich will dazu nochmal sagen, dass sie nicht wirklich aggressiv ist. Sie beisst nicht oder schnappt zu. Sie bellt, knurrt und droht. Aber geht nicht wirklich gegen uns.

Sie ist auch sonst ein total lieber Hund. Sie kuschelt gerne und spielt gerne mit uns.

 

Auf mich wirkt das teilweise wie "trotzig" sein. Ihr passt etwas nicht, dann wird gebellt und geknurrt.... sie ist müde und will aber nicht schlafen, dann wird gebellt und genknurrt. Das Problem ist dabei halt, dass sie sich da teilweise so reinsteigert, dass man sie mehr so einfach runter bekommt.

Das geht dann nur mit entweder "fixieren" (ohne ihr weh zu tun, also festhalten) und dabei beruhigen oder sie eben auch mal vom Rudel zu verbannen und kurzzeitig auszusperren.

 

Der Tagesablauf so grob ist, dass sie 2x am Tag einen größeren Spaziergang hat (inkl. Spielen und Zeit zum Schnuffeln und im Gras liegen und Holz kauen usw.), jeweils so ca. 1 Stunde. Und den restlichen Tag mehr oder weniger regelmäßig kleinere Gassi-Geh-Spaziergänge zur Wiese wo sie immer ihr Geschäft macht. Ansonsten ist sie eben bei allem dabei: Kind in die Schule bringen, Einkaufen usw.

 

Apportieren tut sie sehr gerne, wir haben eine Frisbee, mit der spielt sie sehr gerne. Sie bringt sie auch zu uns zurück. Nur das mit dem Loslassen, wenn sie wieder da ist, üben wir noch. ;-)

 

 

Du schreibst,in ketzter Zeit kommt es vermehrt zu Problemen....gabs vorher schon kleinere, seltene Probleme und seit wann genau ist es jetzt so, wie es ist?​

 

Bisher hatten wir keine wirklichen Probleme mit ihr. Stubenrein wurde sie sehr schnell, die Beishemmung haben wir auch gut hinbekommen, wobei wir als Welpe da natürlich öfter mal blutige Hände hatten.

Das Verhalten häuft sich jetzt seit ca. 0,5-1 Monat.

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du schreibst ihr habt ein Schulkind, fing es an als das Kind wieder in Schule kam also Schulferienende war? Daher anderer Tagesablauf?

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Wenn du das gerade so schreibst... das könnte zeitlich hinhauen, hatte da bisher noch keinen Zusammenhang gesehen, aber ja das ist möglich.

Sie kannte das ja aber schon von vor den Sommerferien. Ist das für den Hund so schlimm evt.?

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Schlimm ist es nicht aber ich merke bei meinen Hund auch das er bisschen braucht sich dran zu gewöhnen das ein Teil der Familie nun nicht immer da ist

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Bist du sicher dass sie euch droht? Hört sich eher nach einer spielaufforderung eines normal aufgedrehten junghundes an. Da wird auch schon mal geknurrt und gebellt. Und würde zu den situationen passen. Was sagt denn ihre körpersprache? Wie ist das fell, wie die rute, die ohren.. ? Ja film das bitte mal.

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Denkbar sind verschiedene Gründe, die mir spontan einfallen.

 

1. Rund um die Pubertät herum kommen Hunde in eine zweite Angstphase/Unsicherheitsphase, hat mit den Hormonen zu tun. Da sind dann auf einmal Dinge oder Verhaltensweise bedrohlich, die vorher kein Problem waren, z.B. Mülltonne am Wegrand, Rasenmäher etc. oder eben Menschen, die sich zu schnell auf einen zubewegen. Das ist bis zu einem gewissen Maße normal und hört auch wieder auf, wenn man sich gelassen und konstant weiter um die Erziehung bemüht, aber kann z.B. bei unzureichender Welpensozialsierung massive Defizite zu Tage führen, die vorher noch nicht erkennbar waren und dann aufwendiger bearbeitet werden müssen.

 

2. Durch die Läufigkeit kann es in der Scheinträchtigkeitsphase zu vorübergehendem Bewachen von Schlafplätzen und Ressourcen kommen. Das wird allerdings auch eher gezeigt, wenn nicht ausreichend Vertrauen und Respekt zum HH gegeben ist, eher gegenüber Fremden und generell zu aufdringlichen Menschen, leider sehr oft dann gegenüber Kindern, die erzogen werden vom Hund.

 

3. Stress, zu wenig qualitative Entspannungszeit. Kann mir z.B. gut vorstellen, dass wenn die Hündin gerade kurz vor während oder nach der Läufigkeit steht, durch die Hormone das Kind in der Familie als Welpenersatz angesehen wird und beschützt wird, es kann für die Hündin sehr stressig sein, das Kind, dass sie behüten will, in der Schule abzugeben und dann ohne Kind zu Hause zu sein, sie kann dann nicht entspannen und sorgt sich. 

 

Ich würde dann nicht weiter drauf eingehen, da sich die Hündin nach kurzer Zeit dran gewöhnen wird und die Hormonphase auch wieder aufhört. Aber für viel Entspannungszeit sorgen und weiteren Stress vermeiden, Hündin beschäftigen durch ruhige Nasenarbeit, nichts was hochpuscht wie Frisbee.

 

Grundsätzlich sollte man Hunde, die Ruhen, Ruhen lassen, auch wenn sie die Augen offen haben und sich nie aufdrängen.

 

4. falsche grobe Behandlung des Hundes, evtl. auch unbewusst, so dass Vertrauensbasis verloren ging.

 

5. Schmerzen (difuse Gelenkprobleme könnten z.B. vorhanden sein, was auch Stress ist und dieselben Symptome macht) ich würde das immer vorab beim Tierarzt abklären lassen! Schmerzen führen zu weniger qualitativer Entspannungszeit, Anspannung, Überreiztheit.

 

6. Genetische Gründe, da wird der Züchter kaum weiterhelfen, denn in aller Regel werden sie nicht dazu stehen und sowas vertuschen, letztlich wäre auch nichts mehr dran zu ändern. Allerdings fällt dann die Aggression sehr viel deutlicher aus bzw steigert sich sehr schnell. Trotzdem schadet es nicht, wenn alle anderen Gründe auszuschließen sind, den Züchter über das Problem zu informieren ohne Vorwurf (kommt man weiter), damit er evtl. doch Konsequenzen für die Zukunft zieht.

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