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Hundeforum Der Hund
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Haben Hunde nicht das Recht dick zu sein?

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Drum frag ich grundsätzlich immer als erstes, wieviel hat der Hund abgenommen, wenn  mir einer sagt, Hilfe, mein Hund frisst "nichts", oft kommt dazu, dass das seit Wochen so geht, dann weiß ich eh schon Bescheid. 90  % aller solcher Anfragen enden dann damit, dass er nichts abgenommen hat und ich sag dann, dann lasse sie ihn doch einfach seinen frei gewählten Fastentag auskosten, der weiß schon, was gut für ihn ist.

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Ich hatte Hunde, die krank waren, die hatten in der Zeit dann oft sehr schnell wirklich dramatisch abgenommen. Alle meine alten Hunde tendieren dazu im Alter deutlich weniger zu wiegen, liegt einfach am Muskelabbau, da ringt man dann um jedes Gramm. Meine Jundhunde waren immer sehr stark bemuskelt. Meine Dujna als rangniedriste neigt dazu Futtergierig zu sein und sich auch was zu mopsen, was sie erhaschen kann, hat aber auch mit den Jahren deutlich nachgelassen. Alle nichtkastrierten Hunde haben bei mir die Tendenz nach der Läufigkeit Wasser einzulagern und auch ein kleines Fettpölsterchen zu bilden. Darüber hab ich mir früher oft Gedanken gemacht, heute nicht mehr. Es ist eben die Natur die für die Zeit des Wurflagers vorsorgt, denn in der Zeit der Welpen magern die Hunde dann wieder ab, sprich, meine Hündinnen haben mit Würfen die ersten zwei Wochen kaum gefressen und ein Wurf zehrt letztlich auch. Von daher war es mir dann auch gar nicht mehr unrecht, wenn sie eine kleine Reserve hatten. Sie sind nicht immer in Modellfigur, insbes. Dunja, aber sie kugeln auch nicht, sie haben ihr Wohlfühlgewicht, sprich, sie gieren nicht ständig nach Futter, man muss sie aber auch nicht überreden, um zu fressen. Für eine Ausstellung würd ich sie auftrainieren, sprich mehr Muskeln aufbauen, aber die Zeiten haben sich für mich erledigt. Sie sind fast 10 und fast 15 Jahre alt und da darf es gerne ein kleines Reservepolster haben. Judy ist mit fast 15 immer noch sehr gut bemuskelt im Vergleich zu den meisten Chis in ihrem Alter, die ich kenne.

 

du kannst in meine Galerie hier schauen, da siehst du meine Hunde. Ein Chihuahua soll kompakt mit guter Bemuskelung sein. Das was man auf den Straßen oft sieht, ist eher ein schlechter Rehpinscher als ein Chihuahua, zu dünne Beine, kaum Muskulatur, hochbeinig, eben nicht kompakt etc. Ein guter Chihuahua sieht leichter aus als er ist, wenn man ihn hochnimmt, sollte man das Gefühl haben, überrascht zu sein dass er doch so viel wiegt (aus Blei?), als dass er einem von der Hand fliegt, weil man ihn schwerer eingeschätzt hat als er ist. Ich weiß, dass Laien sehr oft der Ansicht sind, nur ein zarter Chihuahua ist ein guter Chihuahua, aber es ist umgekehrt. Der Brustkorb und Rücken sollte auch breit genug sein (eben kompakt) weil es sonst Probleme mit den Organen gibt, insbesondere wenn der Rücken zu kurz ist, auch beim Werfen.

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... und wieder gehen wir von uns selber aus...

 

Damit meine ich jetzt die Bemerkung mit dem "jeder der Augen im Kopf hat weiß, dass das nicht mehr gut für den Hund ist"

 

Genau das zweifel ich eben an - denn jeder sieht mit seinen eigenen Augen, und das Sehen ist auch geprägt von den eigenen Erfahrungen ;)

 

Ansonsten ist das ja durchaus stimmig, was du schreibst, Chibambola :)

 

Aber ich glaube zumindest, um genau diesen Punkt geht es Eva eigentlich: Wir sehen mit unseren eigenen Augen, das worauf unser Sehen geprägt ist.

Das ist mir an dem Beitrag 128 von Eva auch sehr sympathisch, denn daraus geht hervor, dass Eva ihre eigene "Beurteilung" (die sie sich ja verkniffen hat) in Frage stellt.

 

Die Kernaussage ist doch die: Bei der Frau fällt es mir noch nicht mal auf, dass sie etwas stabiler gebaut ist, aber bei dem Hund klingeln sofort sämtliche Alarmglocken, und ich frage mich, wie die Frau ihrem Hund das überhaupt antun kann.

 

Die Schlussfolgerung von Eva, doch zukünftig etwas sensibler mit diesem Thema umzugehen, finde ich sehr gut - und werde mir daran ein Beispiel nehmen.

 

Dazu eine kleine Anekdote aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz: Vor Jahren begegnete mir ein Mann mit seinem Berner Sennen im Wald. Alles nett, alles easy, der Mann war nett, die Hunde waren miteinander nett, wir plauschten ein wenig. Mir fiel sofort auf, dass Mann und Hund etwas mehr auf den Rippen hatte, und als der Mann sagte, sein Hund wäre noch jung, noch kein Jahr ... da konnte ich es mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen, doch ein wenig auf das Gewicht des Hundes zu achten.

Der Mann schien mir etwas unangenehm irritiert, wir haben das Thema nicht vertieft.

Mein Sohn war bei diesem Treffen dabei, schweigsam, was aber nicht ungewöhnlich war, weil er mit den Hunden befasst war.

Erst als der Mann ging, sagte mein Sohn: "Mama - das war der Herr XXX, bei dem ich ab nächster Woche einen Kurs belegt habe ... !"

 

:huh:  :rolleyes:

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Da fällt mir die Yorkiehündin ein, die ich neulich betreut habe( 2 Jahre alt), die ist zu dünn. Hab ich beim anfassen gemerkt, durch das Fell (lang) sieht man es nicht. Hat sich wirklich auffallend für meine Leckerchen interessiert- die hatte richtig Hunger. Hab mich aber nicht getraut was zu sagen, weil ich das erste Mal dort war. Ich sag nur was, wenn ich einschätzen kann was los ist, die Leute schon länger kenne und als zugänglich einschätze. Ich möchte nämlich nicht dass die das persönlich nehmen, für mich ist das ein Sachthema. Aber da ist ganz oft Abwehr, glaube ich.

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Das mit den Tabellen kenne ich auch. "Ein Labbi muss 35 Kilo wiegen" (ich hoffe, dass es eine solche Tabelle nicht wirklich gibt, denn für Labbis in Standardgrösse dürfte das wohl zu viel sein).

Wir haben hier einen mittlerweile 12 Jahre alten Labrador, der seit ich ihn kenne (4,5 Jahre) unfassbar, wirklich unfassbar dick ist. Er ist auch größer als Oliver, also so 3 cm, vermute ich, wiegt aber das DOPPELTE. Er konnte anfangs noch langsam und mit Pausen seine Gassi-Runde drehen, inzwischen liegt er nun noch auf der Wiese, kann nicht mehr alleine hoch und schnappt nach dem Besitzer, wenn der ihm auf hilft, weil er offensichtlich Schmerzen hat (trotz Medikamenten). Der Besitzer liebt diesen Hund heiß und innig, behauptet aber immer, der Hund fresse gar nicht viel und sei erst durch die (späte) Kastration so geworden. Derweil stopft er ihn mit Keksen voll, um ihn zu zwei drei Schritten zu bewegen.

Als ich ihn das letzte Mal sah, schien mir der Hund etwas an Gewicht verloren zu haben und ich dachte, ihm ginge es vielleicht nicht gut. Frage nach, ob er abgenommen habe und der Besitzer ist ganz erfreut und sagt, ja, er sei jetzt auf Diät, weil ihm das Aufstehen so schwer fiele, der Tierarzt habe das dringend angeraten.

Meine Fresse, der Hund schleppt nun seit Jahren fast 60 Kilo mit sich rum, dem tut wirklich alles weh und da kommen die jetzt auf die Idee, dass abnehmen hilfreich sein könnte? Der Hund ein einen unfassbar traurigen Gesichtsausdruck (zugegeben, da sind Labbis eh weit vorn), der hätte die letzten Jahre wirklich ganz ganz anders genießen können, wenn man ihm diese Qual erspart hätte.

Aber der Mann füttert auch ausnahmslos jeden anderen Hund, jeden. Egal, wer ihm sagt, dass er das aus welchem Grund auch immer nicht möchte. Der kann nicht anders. Manchmal denke ich, dass das auch irgendein Ausdruck einer Störung ist, dieses andere versorgen, füttern wollen.

Der Mann selbst ist übrigens schlank und fit, macht Sport.

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Cartolina: 

Meine Fresse, der Hund schleppt nun seit Jahren fast 60 Kilo mit sich rum, dem tut wirklich alles weh und da kommen die jetzt auf die Idee, dass abnehmen hilfreich sein könnte? ...
Cartolina: Manchmal denke ich, dass das auch irgendein Ausdruck einer Störung ist, dieses andere versorgen, füttern wollen. 

 

In diesem von dir geschilderten Beispiel sicher eines der Extreme, über die wir nicht streiten sollten - aber ja: Die Gedanken sind frei :kaffee:  

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DAS klingt für mich auch nach einer Störung beim Halter! Armer Hund... als Labbi reguliert er sich ja nicht selbst. Ich hab hier auch so einen superdicken gesehen. Der hatte dann Glück durch Besitzerwechsel( wegen Krankheit der ursprünglichen Halter), da wurde abgespeckt. Hart für den Hund erstmal, denn wenn er sich kaum bewegen kann, geht es nur mit drastischer Futterreduktion. Wohl dem, der einen Tierarzt oder HeilpraktikerIn hat derdie eine gute Ernährungsberatung bzw Diätberatung kann.

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Auf dem ersten Bild wiegt Enya 35 Kilo ,soviel dazu.

Als sie aus der "Zucht" kam waren es 40/41 Kilo.

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Irgendwann kam im TV ein Labbirüde der auf Diät sollte.

Er hatte keine Ausdauer war aber eigentlich echt lebhaft.

45 Kilo glaub ich, die Leute verschlossen derart die Augen"ein bisschen pummelig" .

Lebensqualität ? Wohl kaum .

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Kleine Anekdote.
In Wien auf der Hundeiwese und auf dem Weg dorthin sind mir sehr viele dicke Hund begegnet - ich musste sofort ans Forum denken, in dem ja oft gesagt wurde, dass sie so viele dicke Hunde sehen. Hier bei mir sehe ich die schlichtweg nicht.

So, diese dicken Hunde haben alle auf der Hundewiese herumgetobt und hatten rein von der Bewegung durch das ständige Spielen mit ihren Artgenossen wesentlich mehr Bewegung als meine Hunde im Alltag, die eher trabend unterwegs sind und VIEL schnuppern. Geschnuppert haben alle Hunde auf der Hundewiese eher an den Artgenossen, was ja Yoma ab Tag drei furchtbar genervt hat, weil er nicht das machen konnte, was er eigentlich will.

Aber zum Dicksein der Hunde. Bis auf ein einziger Hund waren all diese dicken Hunde lebhaft, geschmeidig in der Bewegung, wir hatten da bis zu 27 Grad. An den heißen Tagen gings nicht ganz so dynamisch zu, aber da sind meine Hunde auch nicht so dynamisch.

Es gab nur einen Hund, der wirklich besorgniserregend war, der eine Hintrhand hinter sich her zog und den Heimweg kaum schaffte.
Da hab ich mir im ersten Moment auch gedacht: "Tierquälerei!", die anderen Hunde, die die Frau dabei hatte, waren aber schlank. Also fragte ich, ob der Hund sich an der Hinterhand verletzt habe. Sie hat geantwortet, dass der Hund durch das Gewicht so eingeschränkt sei, sie aber schon etliche Kilos verloren hat.

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