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Hundeforum Der Hund
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Haben Hunde nicht das Recht dick zu sein?

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In diesem von dir geschilderten Beispiel sicher eines der Extreme, über die wir nicht streiten sollten - aber ja: Die Gedanken sind frei :kaffee:  

Genau solche Beispiele meine ich mit, sieht jeder mit Augen im Kopf. Das ist eben keine individuelle Sicht mehr, sonder einfach offensichtlich für jeden, der Augen im Kopf hat.

 

Ich hab ja auch extra geschrieben, dass es nicht um das bisschen mehr oder weniger geht oder die Idealfigur. Damit meine ich ein Speckröllchen mehr oder weniger, kleines Polster oder umgekehrt, etwas schlanker als nötigt. Aber auch bei dürren Hunden, wo sämtliche Knochen zu sehen sind, ist es keine Frage der individuellen Sichtweise, ob man das nun als schlank ansieht oder ob es problematisch ist, es ist einfach problematisch, wenn man Augen im Kopf hat. Auch wenn manche sich sowas noch Schön reden können.

 

Natürlich bewerte ich einen Hund auf einer Ausstellung auch mit individuell kritischen Augen, aber ich mach da einen deutlichen Unterschied bei Privathunden. Im Grunde hab ich es aber immer gehasst, Hunde nach Perfektionsmaß zu bewerten.

 

Ich mische mich übrigens nicht in diese Figurfragen ein, sondern ich wurde in allen Fällen um Rat ersucht, nur hab ich manchmal geschluckt, wenn der Rat in die entgegengesetzte Richtung erwünscht war, wie sie mir offensichtlich erschien. D.h., wenn ich Hunde seh, die mir persönlich rein esthetisch gesehen zu dick oder dünn sind, halt ich mich da komplett raus. 

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Damit unterstellen wir aber, dass derjenige der das nicht so sieht/empfindet wie wir, KEINE Augen im Kopf hat - was ja nichts anderes heißt als: er/sie hat kein normales Augenmaß = Empfinden.

 

Mit solchen Schlussfolgerungen bin ich lieber vorsichtig...

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Anmerkung:

Sowohl bei leicht übergewichtigen Menschen als auch Hunden wird zu schnell geurteilt. Der HUND-MENSCH-Vergleich ist tatsächlich gewollt. Bitte erst ganz durchlesen, bevor man sich deshalb schon aufregt. Es wird sich aufklären. ;)

 

Probleme bei diesen Urteilen sehe ich darin, dass durch die Medien und andere Kommunikationswege viele Halbwahrheiten und Absurditäten im Bereich der Ernährung vermittelt werden. Diese Aussagen werden durch ihre ständige Wiederholung irgendwann geglaubt. Oft werden Thesen der Ernährungswissenschaft von Personen als Tatsachen verkauft, obwohl es sich nur um Theorien handelt, deren Wahrheitsgehalt geprüft werden könnte. Später muss dann wieder zurückgerudert werden.

 

Beispiele bei den Menschen:

1. Weizen ist sehr ungesund

2. Kaffee entwässert

3. Brokkoli (auch andere Lebensmittel) helfen gegen Krebs

4. ...

Einige Ernährungsmythen aufgeklärt:

http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrungsmythen-im-check--ist-gluten-ungesund--macht-milch-krank--sind-suessstoffe-schlecht-_6488188-6353800.html

 

Grund dafür ist der hohe potentielle Verdienst durch die Vermarktung von Thesen, Abnehmtipps, ... oder Fernsehshows, obwohl manche davon für die betroffenden Personen sogar schädlich sein können (Beispiel: The Biggest Loser, http://www.bunte.de/beauty/sport-fitness/biggest-loser-star-trainer-uebt-harte-kritik-am-erfolgsformat-318971.html ). Es ist uns wohl allen bewusst, dass die Person die ein unkompliziertes Abnehmmittel erfinden würde, mehr Geld verdienen könnte als der Besitzer einer Goldmine.

Also verkaufen sich Bücher, Ernährungspläne, Abnehmmittelchen, Medikamente, Sportstunden und Co. wie warme Semmeln. Unterm Strich müssen wir aber leider erkennen, dass viel von diesen ganzen Angeboten im Nachhinein als absoluter Mist enttarnt werden. Obwohl es im Volksmund schon lange als erwiesene Tatsache kursiert. Leider fallen viele Menschen darauf herein, verlieren anstatt von den gewünschten Kilos am Körper nur Kilos im Geldbeutel und an wertvoller Lebenszeit/-qualität.

In der Sendung "hart aber fair - gehören Pummel an den Pranger?" (

) wurde erwähnt, (dass es "angeblich bewiesen ist",) dass Forscher ermittelt haben das der BMI-Wert nicht das Idealgewicht für den Menschen ist. Das Menschen die ein wenig darüber liegen tendenziell gesünder sind, als diejenigen mit dem perfekten Body-Maß. (Leider finde ich den Fakten Check zu dieser Sendung nicht mehr) Damit sollte wohl klargestellt werden, das dieser ganze Schlankheitswahn zum Teil unnötiger Nonsence ist. Das es zum Teil auch sehr wohl an der geerbten Veranlagung liegt kann ... 

 

 

Jetzt zum Hund:

Natürlich haben Mediziner und Verkäufer schon lange gemerkt das Hundehalter bei ihren Hunden im selben Maße auf sämtliche "Ernährungsweisheiten und -tipps" hereinfallen, wie auch bei der eigenen Ernährung oder der Ernährung der eigenen Kinder. Also versucht man auch hier uns sämtlichen Schwachsinn zu verkaufen. Hundeernährung wird in beinahe religiösen Ausmaßen diskutiert und das obwohl wir die uns vermittelten Thesen vermutlich gar nicht alle im Detail gelesen haben. Es haben auch sicher nicht alle "Barfanhänger"  ;)  irgendeine wissenschaftliche Studie gelesen und auseinandergepflückt, ob der sogenannte Doktor oder Professor auch tatsächlich in dieser Fachrichtung promoviert hat. Haben alle Personen auch wirklich geprüft ob alle Merkmale einer guten Studie erfüllt sind (Objektivität, Reliabilität und Validität) oder hat man angefangen es zu glauben weil es einfach plausibel klingt.

 

Beispiel einer Seite für Hunde:

https://www.royal-canin.de/hund/kastration/risiken/risiko-uebergewicht.html

"Aus Studien geht hervor, dass die Gefahr einer Gewichtszunahme bei kastrierten Hündinnen doppelt so groß ist wie bei nicht kastrierten, intakten Hündinnen." 

Welche Studien? Wer hat diese durchgeführt? Wer hat sie in Auftrag gegeben? Keine Quellenangabe ergo nicht leicht nachprüfbar. Kann man so nicht gleich glauben, aber es klingt plausibel.

 

 

Leider müssen wir davon ausgehen, das viele Ernährungstipps etc. für Hunde genauso übertrieben werden wie beim Menschen. Leider können wir auch nicht mit Sicherheit sagen, ob die uns vermittelten Idealgewichte für Hunde stimmen. Deshalb finde ich es manchmal schon etwas eigenartig mit welchen zum Teil krassen Diäten Halter ihren Hund auf "Normalgewicht" bringen wollen.

Der normale Menschenverstand sollte hier nicht vergessen werden. 

Genau dasselbe gilt aber auch für den umgekehrten Fall. Man muss einem Hund wirklich keine Zuckerstückchen oder Gummibärchen verfüttern, egal wie lieb man ihn auch hat. Das kann man definitiv auch anders zeigen (Streicheleinheiten oder Leckerlie).

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Damit unterstellen wir aber, dass derjenige der das nicht so sieht/empfindet wie wir, KEINE Augen im Kopf hat - was ja nichts anderes heißt als: er/sie hat kein normales Augenmaß = Empfinden.

 

Mit solchen Schlussfolgerungen bin ich lieber vorsichtig...

 

Ich eben nicht, den wenn ein Hund den Bauch am Boden schleifen hat und der HH dafür nicht einsichtig ist,  oder aber der Hund ist nur noch Haut und Knochen, hat er in der Tat das Augenmaß verloren bzw. ein Empfinden, dass nicht mehr korrekt ist. Evtl. ist das eine ähnliche Erscheinung wie Bullemie oder Magersucht,nur auf Hunde übertragen, keine Ahnung. Letztlich muss man sich da entscheiden, wer mehr Emphatie und Hilfe benötigt in dem Moment.

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