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Hundeforum Der Hund
Estray

Haben Hunde nicht das Recht dick zu sein?

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Mein erster Hund war jahrelang klapperdürr und darauf wurde ich oft angesprochen. Der frass wie ein Scheunendrescher, war aber schreckhaft und hyperaktiv. Später war er dann immer noch sehr schlank, aber nicht dürr. Die DSH und Mali waren alle durchtrainiert fit, haben viele gefressen, kein Problem.

Oliver ist ein Labbi, nicht hochbeinig und lang, sondern klassisch kompakt, recht schwer für seine Schulterhöhe. Ich beobachte bei ihm das Gewicht aufmerksamer als bei seinen Vorgängern, von Anfang an. Zum einen, weil man ja immer mal extremes Übergewicht bei Labbis sieht, zum anderen, weil er eben ohnehin schon recht viel Gewicht herumzuschleppen hat und die Gelenke ja bitte 25 Jahre durchhalten sollen. Optisch finde ich ihn ok, er ist halt rund geformt und es gibt Fotos, da sieht er pummelig aus, andere, da sieht er sportlich aus (vom gleichen Tag). Für mich ist er richtig, manche meinen, da sei ich wohl auf Betrüger reingefallen, denn Labbis seien viel dicker ;)

Ein Herr, der Tierschutzhunde vermittelt, der freut sich immer, wenn er Oliver rumflitzen sieht und hat mich mal gebeten, ein Foto machen zu dürfen, weil es ein Elend sei, dass die vermittelten Labbis (oder Mixe diesen Types) fast immer in kürzester Zeit fett gefüttert würden. Nun hängt bei denen ein Foto vom rennenden Oliver, mit dem Hinweis, dass ein glücklicher Hund ein aktiver Hund sei und wer einen Labbi-artigen Hund adoptiert, der wird immer gebeten, sich das doch bitte anzuschauen :D

Nein, es geht nicht um ein Recht auf dick sein, denn mein Hund weiß einfach nicht, wie schlecht es ihm ginge, wenn die Gelenke und sonstiges vorzeitig den Geist aufgeben. Sofern wir das vermeiden können, ist das meine Verantwortung. Denn mein Hund kann weder das Maß an sportlicher Aktivität, noch seine Futtermenge frei bestimmen.

Ich habe auch Übergewicht in für mich akzeptablem Maß, aber das ist mein eigener Käse.

Bei Hunden anderer bin ich nicht besonders kritisch, nur wenn es extrem wird, dann tut mir das schon leid für das Tier, welches sich gegen Überfütterung ja kaum wehren kann. Aber wenn nun einer ein bisserl pummelig ausschaut, da denke ich mir nichts bei.

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Provokante Frage, aber das ging mir gerade durch den Kopf. 

Von 10 erwachsenen Menschen haben sicher 3 Übergewicht...mindestens.

Warum ist es bei Hunden so verrufen, wenn sie übergewichtig sind? 

 

Ich gehöre selbst zu den Leuten, die sich schon ein bißchen aufregen, wenn ein Hund moppelig ist und dem Besitzer deswegen einen Vorwurf machen. Aber ist das eigentlich fair? Menschen verurteile ich nicht für ihr Übergewicht und bin mir sicher, dass die Ursache nicht nur Fressgier ist (und selbst die wäre nicht zu unterschätzen, weiß ich von mir selbst ;) ). 

 

Na ja, Übergewicht (und ich meine jetzt nicht paar kleine Kilo/Winterspeck) sind für Mensch und Tier nicht gerade gesund.

Und gerade bei Hund und Katze..... So kleine Gelenke müssen dann zig zu viele Kilo stemmen.

Auch ich würde jeden Tierhalter darauf ansprechen, wenn Tier einfach zu fett ist.

Beim Menschen ist es mir egal, denn der kann frei entscheiden. 

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Ich würde es hassen, darauf angesprochen zu werden. Ich habe Akuma und einen Pflegehund als sehr dicke Tier eübernommen und ich würde netsprechend sauer reagieren, wenn Hinz oder Kunz ankäme, um mich "aufzuklären".

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Wie unzählige Male musste ich mich schon rechtfertigen weil ich schlank bin.

So ist es nicht, jemand mit dünnem Hund unterstelle ich auch nicht automatisch er füttert nicht genug.

Toleranz funktioniert in zwei Richtungen.

Dieses Hungerhakengeblubber nervt echt auch.

Ja, das stimmt beim Menschen und wohl auch beim Hund.

Ich habe jedenfalls einige Freundinnen, die gerne ein paar Kilo mehr hätten und es nicht schaffen zuzunehmen. und andere, die einfach von Natur aus ein Idealgewicht und eine Idealfigur haben.

Ist halt schwierig, vor allem bei Menschen.

Beim Hund denke ich schon, dass man es daran 'messen' kann wie fit und zufrieden er ist. Wobei messen eben das falsche Wort ist, es ist zu 'genau'.

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Kenne auch Retriever und Retrimixe, die auf ihr Gewicht achten müssen und das gaaaar nicht einsehen wollen( hatte selbst so eine), da bleibt mir nichts anderes übrig als das zu übernehmen. Zwanghaft bin ich dabei nicht und meinen Käse teile ich auch mit ihnen( kleines Stück geht schon! ;-)). Wenn ich sie so füttern würde wie ich sie liebhab, wären sie kugelrund, aber weniger gesund. Ich hab Normalgewicht... bin meiner Einschätzung nach sehr empfänglich für die Bedürfnisse des Hundes aber hüte mich vor Überidentifikation.

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Die Fürsorgepflicht macht einen Strich durch "Recht auf" Übergewicht eh nicht, wenn dann "auf soviel essen wie man will" . Geht in beide Richtungen. Mäkelige Esser lassen wir zum Glück auch nicht in Ruhe.

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Recht auf Übergewicht ist wohl etwas blöd. Aber vielleicht das Recht auf etwas Individualität.

Dass eben nicht ein ganz genaues Gewicht als Idealgewicht gilt, sondern ein gewisser Range. Und vor allem eben die angepasste Fitness und das gute Gefühl.

Wenn ich vom Hund weg, wieder zum Menschen gehe. Auch da sind die Idealgewichte nur theoretische Hilfsmittel, deshalb gibt es ja auch soviel verschiedene.

Ich habe öfters mit Kardiologen zu tun, klar geht es auch um das Gewicht, aber erst in zweiter Linie. Jeder Kardiologe wird primär auf die individuelle, also für dieses Individuum mögliche, Fitness achten.

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ich habe da auch so meine Theorie.

Entstanden ist sie durch 50 Jahre Hundehaltung.

Meine Rüden entschieden immer eigenständig über ihre täglichen Futterportionen.

Da konnte ewig Trockenfutter rum stehen, es wurde nur morgens und abends gefressen,

dabei viel übrig gelassen.

Mein jetziger Schäferhund regelt seine täglichen Portionen auch selber.

Egal, ob Nass-oder Trockenfutter.

Aber all meine Mädels fraßen, was ich ihnen angeboten habe.

Und meine jetzige Hündin ist da auch klar dabei, alles wird vertilgt.

Also muss ich bei ihr Portionieren, wie bei all meinen Hündinnen.

Dick ist in Ordnung,nur Adipös ist nicht gut.

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Die Theorie kann ich aber nicht bestätigen :)

 

Bisher hatte (und habe) ich immer die Wirbelwinde und es gab keine Figurprobleme. Emma darf ruhig ein bisschen zunehmen. Sie entspricht nicht Agathas Theorie ;) 

 

Falls ein Hund bei mir zu dick werden würde, würde ich darauf achten, dass er nicht zu sehr in die Breite geht, weil das halt nicht mehr gesund und gut wäre (puh, hätte, wäre,wenn ).

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Ganz kurz unsere Geschichte dazu, falls sie jemanden interessiert.: Arak hat über Monaten gelahmt, wenn er am Fahrrad Trab gelaufen ist. Irgendwann waren wir beim TA und raus kam, das Arak 1-2 Kilo über seinem vorherigen Gewicht war und dadurch ein Problem mit dem Knorpel bekommen hat.

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