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Hundeforum Der Hund
Kristina89

Gerade überfordert mit meinem Hund

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Hallo, ich habe mich gerade neu angemeldet weil ich meinen Kummer und Frust loswerden muss...

Ich bin seit 3 Wochen "Hundemama". Der kleine Frido ist mein erster eigener Hund. Ca. 8 Jahre alt. Ursprünglich aus Spanien, war dann in Deutschland wohl vermittelt aber kam wohl wegen Gesundheitlichen Problemen der Halterin zurück in die Pflegestelle und ist nun bei mir.Er ist wohl seit ca 1 Jahr in Deutschland. Achja...Er ist klein...so bis zur Wade...Ich vermute ein Terriermix.

Achja und ich nehme an das er früher geschlagen wurde weil er teilweise total verschreckt reagiert...Als ich letztens mit einer Zeitung eine Fliege erschlagen habe ist er total zusammengezuckt...Hat sich geduckt und die Augen zugekniffen...Auch wenn man "ermahnt" und dabei den Zeigefinger ehebt.

So. Nun zum Thema: Er ist ein super lieber Hund...Kann schon "teilweise"^^ zuverlässig Kommandos, Sitz funktioniert recht gut, komm auch und an Fuß arbeiten wir gerade . Aber sobald ein anderer Hund in Sichtweite ist,vergisst er alles. Er bellt...knurrt...Reisst wie verrückt an der Leine. Er will manchmal fahrende Autos anspringen, eher wenn sie entgegen kommen. Gleiches bei Fahrradfahrern oder Fußgängern. In der Wohnung läuft er mir ständig hinteher. Ich habe ihm jetzt einen Platz hergerichtet und übe mit ihm das er dort bleibt. Auch weil er immer direkt zur Tür läuft und wie verrückt bellt wenn es klingelt..genauso wenn er etwas im Treppenhaus hört. Da klappt es aber schon ganz gut wenn ich nein sage sobald ich merke das er die Ohren spitzt.

Naja jedenfalls ist heute ein Tag an dem ich einfach nur fertig bin...Ich habe nach jedem Gassigang geheult und bin jetzt auch kurz davor. Er ist mein erster Hund und bei ich hab mir Zeit genommen ihn kennenzulernen, aber bei den gemeinsamen Spaziergängen mit der Pflegefrau zeigte er das Verhalten nicht und er wurd mir vermittelt als "ruhig..Geht Streit mit Hunden aus dem Weg..."

Übermorgen hab ich einen Termin mit einer Hundetrainerin, ich hoffe wir kriegen das in den Griff. Vielleicht seh ich gerade alles schwarz und überdramatisier alles. Ich weiss auch nicht.

Achso..Einen Jagdtrieb hat er eigentlich nicht. Er lebt hier mit einer Katze zusammen und draussen interessieren ihn Eichhörnchen zb nicht.

Liebe Grüße...Und danke an die die es lesen

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Hu hu herzlich willkommen erstmal.

 

Das Du einen Hundetrainer zur Seite nimmst ist erst mal nicht schlecht.

 

Warum er das macht kann ich Dir nicht sagen, dazu kenne ich Dich und deinen Hund nicht .

Und das Vorleben des Hundes kenne ich auch nicht.

 

Mein erster Hund ging auch auf jedes Auto los, als müßte er es töten.

 

Er wurde in Griechenland angefahren, darum wird er dieses Verhalten gehabt haben.

 

Ich hoffe ganz ganz fest, dass Du das mit deinem Hund hinbekommst.

 

Für mich hat da die Pflegemama versagt, einen ängstlichen Hund würde ich nie an einen Ersthundehalter vermitteln..

Das kostet viel Einfühlungsvermögen und eine menge Erfahrung.

 

Mir tut das immer leid, wenn Hund und Mensch leidet, denn ein Ersthund soll doch Freude bereiten und keine Tränen.

 

Ich wünsche Dir und deinem Hund das allerbeste, dass ihr schnell zueinander findet und ihr viel zu lachen habt.

 

Lass den Kopf nicht hängen drei Wochen ist erst der Anfang, mit Geduld und Liebe werdet ihr das Ding schon schaukeln.

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Warte mal den Termin mit dem Trainer ab, hoffentlich bringt der Dich ein wenig näher an den Hund ran, so dass ihr Euch besser verstehen lernt.

Was auch immer in der Vergangenheit war, nun lebt ihr beide zusammen und müsst schauen, wie ihr Euer Leben gestalten wollt.

Tut mir sehr leid, dass es so schwierig anfängt, das ist bestimmt belastend.

Aber schau einfach mal mehr auf die positiven Seiten, genieße das Kuscheln zu Hause (sofern er kuscheln mag).

Darf ich fragen, wieso er Dir nicht hinterherlaufen darf?

Ich finde das immer ein bisschen schwierig, einen gerade erst angekommenen Hund auf Abstand zu halten, obwohl der offensichtlich Nähe sucht.

Zur Tür kann man den Hund zum Beispiel auch mitnehmen, in aller Ruhe (an der Leine) gucken gehen, was da los ist.

Nur so kleine Gedanken zum Start, ich hoffe, der Trainer hilft Euch.

Und zum Trost: hier gibt es so einige, die einen schwierigen Start hatten und nach einem mehr oder minder steinigen Weg mit ihrem Vierbeiner zu einem tollen Team geworden sind :)

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Ich finde, dass Frido und du nach 3 Wochen noch nicht genug Zeit hattet, euch richtig kennenzulernen.

Und du, dafür dass er erst 3 Wochen bei dir ist, schon an ganz schön vielen Baustellen gleichzeitig arbeitest.

 

Mein Vorschlag: langsamer angehen lassen. Gehe erst mal immer den selben Weg mit ihm spazieren, bis er einen Überblick hat.

Gehe Wege, die reizarm sind. Auf denen ihr so wenig Hunde, Menschen, Radfahrer und Autos wie möglich begegnet.

 

Beobachte ihn genau. Wie er sich wann bewegt, verhält, wie er ragiert und was dabei mit seinem Körper passiert (zum Beispiel erst mal nur die Ohren ganz genau beobachten), das hilft dir, ihn besser zu verstehen und kennenzulernen.

 

Auch Zuhause, vielleicht reichen ihm 3 Wochen einfach noch nicht. Alles ist neu, sieht anders aus, andere Gerüche, ein neuer Mensch.

Überfordere euch beide nicht, in dem du zu viel auf einmal von euch verlangst.

 

Bei meinem Hund, den ich im Moment habe, hat es viel länger als 3 Wochen gedauert, bis es leichter wurde.

 

Es braucht jetzt vor allem Ruhe und Geduld, keine Erwartungshaltung. Und alles, was Frido gut macht (vor allem, auch wenn es dir wenig erscheint, jeder Blick zu dir) lobst du freudig. Dann weiß er auch schneller, was du gerne von ihm möchtest.

 

Wenn du beobachtet hast, dass ein erhobener Zeigefinger mit Tadel ihn verunsichert, dann mach das nicht in seiner Gegenwart. Das verunsichert ihn nur weiter und steht euch im Weg.

 

Ich finde sogar, es ist noch zu früh, jetzt schon einen Trainer dazu zu holen. Andererseits könnte der dir natürlich gut dabei helfen, Frido lesen zu lernen und richtig auf ihn einzugehen.

Es ist leider sehr leicht, an einen eher unguten Trainer zu geraten.

 

Kannst du ein wenig über die Trainerin berichten, wie hast du sie gefunden, was sagt sie über ihre Art, zu trainieren?

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Grade keine Zeit, viel zu schreiben, aber schau dich doch mal etwas in Bezug auf die Thematik "Gegenkonditionierung" um. Im Moment ist es vor allem wichtig, dass der Hund gut ankommt, aber wenn ein Trainer kommt, sollte er meiner Meinung nach im Idealfall über diese Methodik arbeiten. Da wird ein unangenehmer Reiz mit etwas Positivem (meist Leckerlie) verknüpft, zunächst auf große Entfernung bzw. bei Geräuschen bei möglichst geringer Lautstärke, was dann langsam gesteigert wird.

 

Und sonst stimme ich auch zu, was schon gesagt wurde: Überfordernde Situationen möglichst vermeiden und keinen Druck aufbauen, viel loben.

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Vielen Dank für eure Antworten erstmal. Ich sag mir auch immer wieder das er noch ganz neu ist und erstmal ankommen muss...aber ich hab große Sorge etwas falsch zu machen. Aber ich werd jetzt versuchen es langsamer anzugehen und das Training vielleicht erstmal etwas mehr in den Hintergrund zu stellen. Die Trainerin kenne ich über meine Mutter. Meine Mutter hat vor ein paar Jahren auch eine Hündin aus Spanien aufgenommen und dann mit der Frau gearbeitet. Am Mittwoch kommt die Hundetrainerin zu mir nachhause um mich und Frido kennenzulernen. Ich weiss das sie mit positiver Verstärkung arbeitet.

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Oh und die Frage kam auf wieso er mir nicht hinterherlaufen darf/soll. Ich hab oft gelesen das so etwas ein Kontrollverhalten des Hundes ist und man ihn daher begrenzen soll...Es ist einfach so schwierig...die einen sagen es so..Die anderen so...

Er ist ansonsten auch wirklich ein toller Hund, wir kuscheln ganz viel,er ist super verschmust und..hach...Eigentlich wirklich ein Goldstück. Ich fühl mich jetzt richtig schlecht das ich soviel von ihm erwartet habe.

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Huiiii, entspann Dich einfach.

Jeder hat so seine Ansichten und wenn ich Dich frage, wieso Du das machst, meint das nicht, dass es falsch ist ... einfach nur, dass ich das anders halte, was aber auch nicht richtig sein muss.

Ich wollte eigentlich raushören, ob Dich das hinterher laufen nervt (mich schon manchmal ;) ). Aber es kommt ja eher von außen, also kannst Du es einfach nochmal überdenken.

Ich finde ja, in solchen Momenten, wo jeder irgendwas erzählt, sollte man sich mal seinen Hund anschauen und auf sein Herz hören, was für DIESEN deinen Hund wohl richtig ist. Und für Dich.

Da kann ich tausendmal sagen, ich mache es so oder so, was vielleicht sogar goldrichtig für uns ist - aber nicht unbedingt für Euch!

Aber anhören, nachfragen, drüber nachdenken, das geht immer :)

Übrigens, wenn ich mir vorstelle, man schickt mich in eine chinesische Familie und ich verstehe kein Wort uns checke nicht so richtig, wie die wohl ticken und habe echt Bammel, dass die mich da irgendwo alleine lassen und ich mich nicht zurecht finde ... ich würde auch zusehen, die nicht aus den Augen zu lassen und so viel wie möglich beoabchten und lernen wollen. Wenn ich irgendwann feststelle, die sind jeden Morgen noch da, wenn ich aufwache und kommen auch sonst immer wieder, dann entspanne ich vielleicht auch mal und mache ein Nickerchen zwischendurch. Aber anfangs ... neeee, das wär mir auch zu riskant ;)

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Ich kann dem, was die anderen geschrieben, nichts mehr hinzufügen, ich sehe es genauso. Für mich klingt es auch so, als hätte er Angst und sei mit allem noch etwas überfordert. Ich bin gespannt, was die Hundetrainerin sagt und hoffe, dass du uns berichtest! :)

 

 

Achja und ich nehme an das er früher geschlagen wurde weil er teilweise total verschreckt reagiert...Als ich letztens mit einer Zeitung eine Fliege erschlagen habe ist er total zusammengezuckt...Hat sich geduckt und die Augen zugekniffen...Auch wenn man "ermahnt" und dabei den Zeigefinger ehebt.

 

Nur zu deiner Beruhigung, das hier kenne ich von fast allen meinen Hunden auch. Die sind sehr sensibel, gerade so etwas wie Fliegen erschlagen würde die erstmal ziemlich aus der Fassung bringen. Ich sehe Feli förmlich mit eingekniffenem Schwanz flüchten.

Streng werden, gar mit erhobenem Finger - das würde ich ihnen gegenüber nie machen.

Das soll jetzt kein Vorwurf sein, sondern nur zeigen, dass diese Art von Sensibilität, die man vielleicht von anderen Hunden gar nicht kennt, bei manchen Hunden vollkommen im Rahmen ist.

 

Ich hatte mal eine Vorkontrolle bei einer Frau, die immer Rottweiler vom Züchter hatte. Nun hatte sie aber ihren ersten Hund aus dem Tierschutz, einen sensiblen Rüden aus Spanien. Sie erzählte mir, dass sie in ganz vielen Kleinigkeiten erstmal umlernen musste, sie kannte es vorher gar nicht, dass ein Hund so auf Gesten, Schimpfen, Geräusche etc. reagiert.

 

Ach, und der Hund einer Freundin hat sich für ein paar Stunden unterm Bett verkrochen, nachdem sie das erste Mal mit dem Clicker ankam. :huh:

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....., aber bei den gemeinsamen Spaziergängen mit der Pflegefrau zeigte er das Verhalten nicht .......

 

Wahrscheinlich weil sie ruhig und gelassen mit Hunden umgeht.

Hunde verändern oft ihr Verhalten, wenn sie bei unsicheren Menschen leben.

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