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Hundeforum Der Hund
Petra05

Julie und das Alleinsein

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Seit 8 Wochen habe ich eine Yorki-Hündin, 4 Jahre und kommt aus Spanien.  Seit dieser Zeit trainiere ich auch das Alleine bleiben mit ihr. Leider ist es echt schwierig. Nach wie vor läuft sie mir wie ein Schatten hinterher. Sie auf ihren Platz schicken kann ich  mittlerweile. Leider verweilt sie dort nicht lange. Entspannen kann sie noch nicht. Ich laufe auch ohne sie zu beachten durch die Wohnung. Nach einer Zeit verweilt sie in der Diele und beobachtet mich von dort oder geht in ihre Box. Diese Box steht in der Küche. Ich schließe auch für eine kurze Zeit die Türen. Entweder sitzt sie davor oder trollt sich. Mache ich die Küchentür zu, sie soll auch dort bleiben, wenn ich die Wohnung mal verlasse, jault sie nach 1 Minute. Auf der Arbeit geht es besser. Da kann ich sie auch mal 10 Minuten alleine lassen.  Die Übungen zu Hause mache ich wirklich in echt kleinen Schritte. Was mache ich falsch? Nächste Woche kommt  eine Hundetrainerin zu mir nach Hause und schaut sich das an.

 

Ich bin echt verzweifelt und ich weiß auch, dass gerade Hunde aus dem Ausland Zeit brauchen. Vielleicht kann mir jemand noch einen Rat geben.

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Dein letzter Satz sagt es schon: Sie braucht Zeit.

 

Das "Problem" taucht ja hier im Forum immer mal wieder auf. Ich würde sie gar nicht auf den Platz schicken und auch nicht in die Box tun. Diese Hunde haben oftmals einfach Schiss, wieder verlassen zu werden. 

 

In der Regel legt sich dieses "Problem" mit der Zeit von selbst, nämlich dann, wenn sie Vertrauen zu dir aufgebaut hat und sicher ist,dass du nicht laufen gehst.

 

8 Wochen ist ja noch eine kurze Zeit.

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Ich weiß nicht genau, ob es was bringt. Aber ich bestimme für Femo nicht, wohin er gehen soll bevor ich das Haus verlasse. Ich lasse ihn auch hinterherlaufen. Ich weiß, dass er ein bisschen fiept,wenn ich weggehe und vereinzelt springt er auch gegen die Tür. Aber nur einmal. Dann läuft er durch die Wohnung und irgendwann legt er sich hin (meistens auf Bett oder Couch) und wartet. Ich denke auch, dass er schläft. Denn wenn ich wiederkomme, ist er meist ganz schlaftrunken und streckt sich etc.

Vielleicht machst du deinen Hund nervös, wenn du sie auf den Platz schickst? Vielleicht muss sie erstmal lernen, sich generell in der Wohnung zu entspannen. Wir machen es jetzt so, dass wir kurz vorher nochmal Action machen (Ballspielen im Garten oder so) und uns dann beide(!) entspannen. Und erst dann gehe ich. User haben mir hier geraten, ein ruhiges Signal einzubauen. Ich zeige ihm die flache Hand (als würde ich "Stopp" sagen) und sage dabei nett "Du bleibst hier". Das mache ich übrigens auch wenn ich allein ins Bad gehe oder in den Keller.

Komische Frage... was passiert, wenn du sie jaulen lässt? Vielleicht hört sie nach kurzer Zeit auf und legt sich hin?

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Lass die Box ganz sein, und bestimme nicht, wohin sie sich legen soll. Lass sie dir folgen, wenn sie das gerne möchte. Verlustängste brauchen Zeit, und die Rausnahme von Kontrolle. Sie ist relativ kurze Zeit bei dir, wenn sie dir vertraut und sich eingewöhnt hat, und weiss, dass sie nicht mehr verlassen wird, gibt sich das. Insofern ist die Box kontraproduktiv.

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Meine Kleine (jetzt 1 1/4 Jahre) hat sehr lange gebraucht, (wieder) alleine sein zu können.

 

Was uns sehr geholfen hat - immer alles nach dem gleichen Schema zu machen. Egal ob wir gehen oder kommen. Es wird nie etwas an dem Ablauf geändert.

Hunde gewöhnen sich an einem immer gelich lautenden Ablauf sehr, sehr schnell.

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Genau deswegen mache ich das auch, wenn ich nur ins Bad gehe. Denn da bin ich ja sehr schnell wieder da. Also da hat er nochmal die Bestätigung, dass ich wiederkomme.

Übrigens, wenn ich wiederkomme lege ich auch erst meine Sachen ab und streichel ihn dann kurz und ziehe dann meine Jacke aus, rede währenddessen mit ihm. Und dann setze ich mich irgendwo hin und dann kuscheln wir ausgiebig. Ich ignoriere ihn nicht, wenn ich wiederkomme. Aber er soll auch nicht denken dass es jetzt sooooo was besonderes war, dass ich weg war.

Kontrolliere vielleicht auch mal dein eigenes Verhalten und auch deine Gefühlswelt. Hunde merken ja die Anspannung. Wenn sie bei 1 Minute anfängt zu weinen, dann würde ich mehrmals am Tag 45 Sekunden üben.

Ich bin ja jetzt auch nicht so erfahren. Aber ich hab viele Threads zu dem Thema gelesen, weil es mir wichtig war. Vielleicht hilft dir das ja auch?

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Übrigens, wenn ich wiederkomme lege ich auch erst meine Sachen ab und streichel ihn dann kurz und ziehe dann meine Jacke aus, rede währenddessen mit ihm. Und dann setze ich mich irgendwo hin und dann kuscheln wir ausgiebig. Ich ignoriere ihn nicht, wenn ich wiederkomme. Aber er soll auch nicht denken dass es jetzt sooooo was besonderes war, dass ich weg war.

 

So ungefähr mache ich das auch.

 

Motsi war am Anfang komplett aus dem Häuschen, wenn ich wieder nach Hause kam.

Sie bekommt ein kurzes "Hallo, ist ja gut" ohne weiteres Gewesel von mir. Ich führe sie auf einen Platz (den hat sie sich als Junghund selbst ausgesucht und vereinnahmt) und da muss sie warten, bis ich meine Tasche abgestellt und die Schuhe ausgezogen habe.

 

Auch wenn ihr Popo im sitzen hin und her schwingt und die Pfoten vorne schon zum los stürmen pföteln, gibt's erst ein "na eddzerlda komm her", wenn das ganze Ritual fertig ist.

Dann darf sie mich in den offenen Armen umrennen, auf meine Schoß hüpfen und mich am Ohr knutschen.

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Tagsüber läuft mir Mimmo fast überall hin nach. Erst abends, wenn er sich müde auf die Couch legt, interessiert es ihn nicht, was mache, wenn ich das Zimmer verlasse. Ich lasse ihn mitlaufen, wenn er will. Er ist halt gerne bei mir, wenn ich da bin. Ist ja auch verständlich. 

 

Wenn ich die Wohnung verlasse, haben wir ein Ritual. Ich ziehe meine Jacke und Schuhe an, dann werfe ich ein paar kleine Leckerlis verstreut ins Wohnzimmer und verstecke zwei, drei Stück. Er sucht dann während ich gehe und beachtet mich weiter nicht. Ich sag jedes Mal "Mimmo, Fraule geht, ich komm bald wieder". Dann blickt er zu mir, sieht mich aus der Türe gehen, die Leckerlis sind aber interessanter. Inzwischen ist es so, dass er schon von der Leckerlibox sitzt, wenn er sieht, dass ich meine Jacke anziehe.

 

Wenn ich länger weg war, länger als 2 Stunden (Mimmo ist inzwischen 9,5 Monate) hab ich ihn ohnehin noch nie alleine gelassen, dann erwartet er mich an der Türe. Manchmal lass ich ihn um mich rum toben, manchmal nicht, dann streichel ich nur kurz über den Kopf. Das Zurückkommen ist kein festes Ritual.

 

Wenn ich nur ne Viertelstunde im Dachboden war, dann liegt er entspannt im Flur auf seinem Platz und wartet dort auf mich. Dann gibts auch kein großes Getobe. Er hört mich wohl immer noch im Haus und weiß, dass ich nicht weit weg bin.

 

Wir hatten anfangs auch Probleme mit dem Alleinebleiben, weil ich es erstens zu schnell angegangen bin, und zweites die Bindung nicht eng genug war. Inzwischen ist das kein Thema mehr bei uns.

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Danke für die Antworten.

 

Es stimmt, ich bin echt angespannt, wenn ich die Übungen zu Hause mit ihr mache. Das Nachlaufen stört mich eigentlich auch nicht. Ich hab nur an Julie gedacht.

Sie kommt nicht zur Ruhe. Zur Ruhe kommt sie erst, wenn wir beide abends auf der Couch liegen. Ich muss das alles entspannter angehen.

 

Ich habs auch lange nicht ausgehalten, wenn Julie anfing wegen dem Alleine bleiben zu heulen. So ca. 5 Min. und dann bin ich zu ihr gegangen. Vielleicht sollte ich da noch etwas mehr warten.

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Seit 8 Wochen habe ich eine Yorki-Hündin, 4 Jahre und kommt aus Spanien.  Seit dieser Zeit trainiere ich auch das Alleine bleiben mit ihr. Leider ist es echt schwierig. Nach wie vor läuft sie mir wie ein Schatten hinterher. Sie auf ihren Platz schicken kann ich  mittlerweile. Leider verweilt sie dort nicht lange. Entspannen kann sie noch nicht. Ich laufe auch ohne sie zu beachten durch die Wohnung.

 

Du hast sie von Anfang an auf ihren Platz geschickt, um ein Nachlaufen zu verhindern..... um das Alleinebleiben zu üben.

Das war viel zu früh und verhindert nur die Entstehung einer echten Bindung.

 

Sie versteht nicht, warum du sie immer von Dir wegschickst, warum du sie krampfhaft nicht beachtest, sie in die Küche sperrst.

Das verunsichert sie nur und lässt kein Vertrauen entstehen.

 

Damit der Hund entspannen kann, solltest Du dich erstmal entspannen und ihre Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit erfüllen.

Alles andere kommt dann von alleine.

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