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Hundeforum Der Hund
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Der Hund denkt, er muss mich beschützen

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Aber da hab ich eher das Gefühl, dass der Hund meine Verunsicherung spürt und darauf reagiert. Aber nicht mit "Ok, deine Stimmung verändert sich gerade negativ, deshalb pass ich auf, dass dir nix passiert" sondern eher "Oha, deine Stimmung verändert sich gerade negativ, mit dieser Spinne da scheint irgendwas nicht zu stimmen, ich weiß zwar nicht was, aber du wirst damit schon recht haben, also sind wir jetzt beide irgendwie erschrocken".

 

Hm... mal auf mein Beispiel bezogen. (ich kann ja nur aus Erfahrungen heraus was sagen, ich hab ja nur meinen Hund zum beobachten)

 

Ich war unsicher mit dem laufen, aber nicht mit meiner Umwelt drum herum.

D.h. nicht mit den Hunden die wir trafen und nicht mit den Menschen die wir trafen.

Da war ich wie immer. Ich hab ihm ja noch gesagt "Oh, schau wer da ist...." und wollte ihn animieren.

Und er so: "Nein, sicher nicht! ALLE MÜSSEN HIER JETZT WEGBLEIBEN!!!"

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An Cartolinas Beitrag fand ich gut, daß es auch positiv sein kann, eigene Angst und Unsicherheit zu zeigen, um dann gemeinsam einen Modus zu finden und da rauszukommen. Und wenn' s sogar der Fall ist, daß der Hund meint, er müsse zum (Verteidigungs-)Angriff übergehen, und man damit rausgerissen wird, daß man handeln/schalten muß, damit dem Hund (und Anderen) nichts passiert, das bringt u.U. gut sukzessive von der eigenen Angst runter.

 

Stärke Schauspielern halte ich für kontrapoduktiv, echtes souveränes Verhalten ist natürlich super, aber nicht in allen Notsituationen machbar.

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Hallo, ich weiß, bin zu spät, die Diskussion ist ja schon gestern gewesen, aber ich hab heute mal reingelesen und wollte dazu auch mal was schreiben, bzgl. Beschützerinstinkt oder nicht, das ist genau mein Thema mit meinem Snoops, Aussi, 4 Jahre alt und aus privatem Haushalt vor rund 1 Jahr zu mir genommen. Er kannte mit seinen 3 Jahren nicht viel, außer unter Allen Umständen ruhig und gehorsam zu sein, und das offensichtlich mit leider unsinnigen Methoden anerzogen. Es stimmt, er ist in der Wohnung superlieb, jetzt erst traut er sich manchmal ein bissl *rumzukaspern*, ansonsten ist er es auch gewohnt gewesen bis zu 12 Stunden Alleinsein *ein Horror*, aber er tut es...das kam mir natürlich zugute, da ich ja auch arbeiten muss, das hat er vom ersten Tag locker weggesteckt ohne Stresssymptome. Aber das würde u weit führen die ganze Story zu erzählen.

Zum Thema:

Draußen ist er wunderbar, SOLANGE KEIN HUND kommt. Und genau da beginnt der Teufelskreis (natürlich ist es Dank Training nach einem Jahr schrittweise besser geworden, aber eben immer noch nicht entspannt)

Es sieht so aus, Hund kommt, wir laufen Bögen, von Weitem klappt es gut. Er bellt, aussitypisch, wenn wir auf einem Weg sind wo wir nicht weichen können, er will dann zu dem Hund hin UNBEDINGT, er ist nicht aggressiv, aber PROLLIG ... wie ich es nenne. Er dreht und trillt dann wie bekloppt und ich habe alle Mühe ihn zu halten. Anfangs dachte ich auch er will mich beschützen, mittlerweile denk ich, nö, der will sein Ding durchziehen. Läuft er frei und sieht einen Hund, fliegt er förmlich drauf zu, was Hund und Halter natürlich meist total erschreckt, weil er auch oft *be-shepperd* bellt und kreist, ich laufe dann hin und nehmen ihn, muss mir immer viel anhören, würde am liebsten im Boden versinken...

Also, da hab ich nicht den Eindruck, dass er mich beschützen will, sondern Egotour! Ich bin ziemlich am Ende mit meinem Latein, da ich ihn nur noch an übersichtlichen Wiesen rennen lassen kann, kommt ein Hund, sofort Leine und Abstand. Wenn aber ein aggressiver Hund auf uns zubrettert, dann ist er sofort da, und *hütet*, verteidigt und passt auf. Mir wird da nix passieren, aber ich bekomme einfach nicht raus, WAS es ist. Hat jemand eine Idee? Natürlich sehe ich auch bei mir das Problem, weil ich immer auf *hab Acht- Stellung* bin.

Ich möchte aber nicht grobe Methoden anwenden, um ihm das abzugewöhnen, um nix kaputtzumachen, was wir uns mühsam ein Jahr aufgebaut haben. Ansonsten ist er ein liebenswerter Hund, der es endlich verdient hat ein glücklicher Hund zu sein.

Manchmal denke ich, ich muss einen Hundebegegnungs-Flashmob starten, wie am Fliesband, bis er keinen Bock mehr hat sich so aufzuführen. Wer kennt dieses Problem nicht?

Würde mich freuen über Antworten...

:o)

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um all diese Probleme zu vermeiden, trainiere ich meine Hunde auf das Kommando "Hinter mir-kurz hinten".

All meine Hunde , egal ob Schäferhund, Doggen-Rottweiler-Mix, Jagdhund, sie mußten es lernen.

Ich gehe noch heute gerne in Baumärkte und nehme die Hunde mit.

Korb, ein Hund links, einen rechts.

Und das Kommando "hinter", es gibt so viele Hindernisse, wo Hund nicht anders kann als hinter mir zu laufen.

Meine Beinarbeit hilft auch dabei, ohne zu treten!!

Und wenn Hund das Kommando kennt, bleibt er auch bei Begegnungen hinter mir, egal wer da vorne ist.

Erst wenn sie nach vorne dürfen, übernehmen sie und werden aktiv.

Und im Freilauf, klar machen meine Hunde dann ihr Ding.

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Klingt als hätte er bisher wenig Hundekommunkation gehabt und als wär' er etwas auf Jobsuche, Schutztriebproblematik sehe ich hier auch nicht. Du müßtest dann vielleicht erstmal den Tagesablauf/eure gemeinsame Beschäftigung usw. schildern, evtl. auch ein Video beisteuern, auch ein eigener Thread dazu ist meist ganz gut um mehr Ratschläge zu kriegen.

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Ja, den Versuch hab ich schon gestartet, hat auch super geklappt im Training....leider im Alltag NICHT.Hund in Sicht, aus die Maus! Versuche dann auch mich vor ihn zu stellen, mich groß zu machen und ihn kurz zu halten....manchmal hab ich den Eindruck, dadurch verstärke ich den Drang noch. Vielleicht muss ich mir einen Leberwurstgürtel umschalten *lach*, aber danke für die Antwort, wir bleiben dran :o)

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@gebemeiesenfdazu

Ja, da hast Du absolut Recht, da mach ich mir das mega schlechte Gewissen.

Ich habe bisher genau 2 Hunde gefunden mit denen wir laufen können, weil die Besitzer SEHEN, dass dieser Hund NICHT aggressiv ist, und auch einfach Verständnis haben. Das fehlt uns sehr. Die meisten haben keinen Nerv sich das anzutun, irgendwie auch verständlich.

Was die Auslastung angeht tue ich mein Bestes, versuche unsere Spaziergängen spannend zu gestalten und mich intensiv mit ihm zu beschäftigen. Daran liegt es nicht, wir üben jeden Tag und sind wirklich viel draußen, er macht ansonsten im Allgemeinen überhaupt keinen unzufriedenen Eindruck, aber das, was er will ist leider mit dem Verhalten noch nicht zu verwirklichen. Ich habe den anderen gegenüber auch eine Verantwortung und muss es erst gut steuern können. Bei den Vorbesitzern hat er mangels Kraft (45 kilo-Frauchen vs. 26kg geballte Energie)immer erreicht, dass er aus 500 m Entfernung auf sein Ziel zureden konnte, wenn es in den Freilauf ging. Sie hat ihn einfach nicht gehalten bekommen und so ist er zu seinem Ziel gekommen. Das gibt es bei mir nicht, und sein Sturkopf hat da die Synapsen noch nicht verkabelt obwohl er dermaßen schlau und gelehrig ist, da ist Kurzschluss.

Das ist unsere Baustelle, ansonsten *Lämmchen* mit *scjau-mir-in-die-Augen-Schmelz-Charme*....ich sag ja TEUFELSKREIS!

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Übrigens, klasse dieser Spruch "er ist scheinbar auf Jobsuche"...trifft's genau! Geh ich mal mit ihm zum Arbeitsamt *lach*

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Warum sollen mich meine Hunde nicht verteidigen dürfen? Es kann immer passieren, dass ich nicht in der Lage bin mir zu helfen und ihre Hilfe brauche und ich seh da drinnen auch keinen Machtverlust, keine Schwäche dem Hund gegenüber. Warum sollte er denken ich wäre ein schlechter "Führer" wenn ich einmal versage und er einsrpingt. Ich halte es eher für bedenklich wenn man seinem Hund alles abtrainiert. Vielleicht bild ich mir es ein, aber ich höre öfters in letzter Zeit von solchen Zwischenfällen.. Hundehalter, die überfallen werden, Frauen, die vergewaltigt werden und die Hunde? Die schauen zu oder hauen ab?

 

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/wien/5094729/Frau-in-Wiener-Park-vergewaltigt-Ihr-Hund-lief-davon

 

Ich hab vielleicht eine andere Sicht der Dinge, eine andere Einstellung wie das Zusammenleben mit meinen Hunden funktioniert, weil sie doch ihre Ecken und Kanten haben und ich mit strenger Erziehung bei ihnen nicht weit komme. Sie sind sehr instinktiv und wir agieren als Team, bei dem ich das Sagen habe, weil wir einfach in einer Menschenwelt leben. Aber ich vertraue ihrem Urteil, ich vertrau ihren Entscheidungen. Ich weiß wenn mich jemand angreifen würde, dann hätte der Angreifer ein riesiges Problem und das ist mM auch gut so. Weil lieber verteidigen mich meine Hunde als dass ich vergewaltigt oder sogar umgebracht werde

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Warum sollen mich meine Hunde nicht verteidigen dürfen?

 

Ich habe das für mich ganz klar definiert:

1. habe ich eh kleine Hunde die kaum was ausrichten (was soll da passieren - ein Tritt und man bricht ihm u. U. schon die Rippen) aber 2.:

Warum sollte ich das Leben meines Hundes riskieren? Das letzte was ich möchte ist, dass er verletzt wird.

Ich bin froh, wenn er aus gefährlichen Situationen zurückbleibt, hinter mir bleibt.

Ich weiß heute nie, was mein Gegenüber in der Tasche hat. Mit Glück nur Pfefferspray. Mit Pech ein Messer.

Mein Hund könnte sein Leben verlieren.

Und das soll er wegen mir nicht. Lieber rüste ich mich entsprechend und passe auf mich auf.

Sein Leben ist genauso wertvoll und schützenswert wie meins.

 

Abtrainieren musste ich das nicht, meine Hunde sind damit alle aufgewachsen und haben es im Alltag gelernt wie "hier" oder "warte".

Und das nicht, um ihnen irgendwas unbedingt zu verbieten oder abzutrainieren, umzuerziehen, zu kontrollieren - sondern schlicht um ihr Leben zu schützen.

Und für mich spielen "Führer"oder sonst irgendwas eh keine Rolle - da kann ich nichts zu sagen. Im meinem Zusammenleben mit Hunden hat das nichts zu suchen.

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