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Dein Hundeforum  Der Hund
Silkies

Körpersprache - Block - Hemmung?

Empfohlene Beiträge

gast   

Ab Minute 42 kann man das super sehen.

 

 

Und hier ist der Block auf alle Fälle aversiv ;)

 

Und das kann man nicht anders machen? Also den Hund so vom Fleisch "blocken" das der nicht gleich zusammenfährt und den Schwanz einzieht?

Was soll das Beispiel? Um zu zeigen das Körpersprache auch sehr aversiv sein kann? Jup das geht natürlich auch.

Aber grundsätzlich?

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gast   
(bearbeitet)

Vor etwa einem Monat haben meine Freundin und ich Verwandtschaft an der Nordsee besucht. Die Mama meiner Freundin  hat einen 1,5 jährigen Boxer. Der Hund ist gleichermaßen süß wie unerzogen ;) Ich kannte den Hund nicht und sah ihn das erste Mal, als ich ihn -aus organisatorischen Gründen- zusammen mit dem Stiefpapa meiner Freundin zum Tierarzt fahren sollte. Don (der Boxer) wurde in den Kofferraum meines Autos gehoben. Er hatte ausreichend Platz, wußte aber dennoch nicht wohin mit sich. Er wollte aus dem Kofferraum springen und versuchte immer wieder sich an Herrchen vorbei zu schummeln. Dem Herrchen war die Situation sichtlich unangenehm. Er hielt den Hund fest... bzw. versuchte er es. Der Hund wollte aber raus und drohte sich bei der Aktion zu verletzen (Springen --> erhöhte Verletztungsgefahr, da der Hund bereits verletzt war). Dieses Drama konnte ich mir nicht lange mit ansehen... ich ging an den Kofferraum und berührte den Hund an der Brust...

 

[um das jetzt entstehende Kopfkino von Beginn an 'klein zu halten', definiere ich 'an der Brust berühren': ich hielt meine flache Hand an seiner Brust... und ließ sie dort. Kann man sich so vorstellen, dass man einen Menschen an der Schulter berührt und die Hand dort verharren läßt, um diesen Menschen Trost zu spenden (Bitte erspart mir an dieser Stelle die Info, dass Ihr auf diese Art und Weise niemanden trösten würdet ). Ich habe meine Hand zu seiner Brust geführt. Weder habe ich sie zur Brust geschlagen noch habe ich dabei irgendwelche Zisch-, Grunz- oder Würglaute von mir gegeben ;) ]

 

Don war noch 1-2 Sekunden unruhig und ließ dabei seine Blicke zwischen seinem Herrchen und dem Außenbereich schweifen. Meine Hand blieb an seiner Brust. Nach besagten 2 Sekunden sah man´s sichtlich in Dons Kopf rattern 'Moment mal. Da berührt mich jemand und der Kerl ist dabei total ruhig. Ich glaube ich schau da mal hin'. Ich erwiderte seinen Blick, hielt meine Hand noch kurz an der Stelle, nahm sie dann weg und fragte ganz ruhig sowas wie: 'Und? ...können wir jetzt los Don?'. Dann schloss ich die Kofferraumklappe.

 

Ne Weile später gingen wir mit den Hunden spazieren. Don blieb immer in meinem Umkreis. War mehr an mir, als an seinem Herrchen interessiert. Der Papa meiner Freundin sagte noch, dass er total überrascht über Dons Verhalten sei... eigentlich wäre der Hund immer 'irgendwo' und würde nur sehr schlecht auf Rückruf reagieren.

 

Ganz ehrlich... ich find´s wichtig sich interessant für den Hund zu machen. An seiner Wahrnehmung der Umgebung teilzunehmen. Sich selbst fallen lassen und die negativen Alltagsgedanken mal beiseitelegen zu können. Blickkontakte zu loben und dem Hund zu zeigen, dass man GEMEINSAM unterwegs ist. Dann bleiben Hunde nämlich gerne in der Nähe und man muss sich weniger (ich sage bewusst nicht keine) Gedanken um den Rückruf machen. Den kann man dann noch immer spielerisch konditionieren.

 

In der Ruhe liegt die Kraft. Dann muss man sich auch weniger Gedanken darüber machen, welche Trainingsmethode die beste und welches Management (mein persönliches Unwort des Jahres 2016) am sinnvollsten ist.

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kareki   

Woher weiß der Hund, dass es besser ist bei einer so offensiven Körperhaltung lieber nicht zu kommen? Weiß er das einfach so oder kennt er die Bedeutung (konditionierter Strafreiz)?

Hm?

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Lemmy   

Vielleicht hat der Hund auch einfach gelernt, dass es lohnenswert sein kann, auf die Körpersprache des Menschen zu achten.

 

Das kann negativ sein ("Lohnt sich hinzugucken, denn wenn ich nicht hingucke krieg ich evtl eins auf den Döötz") aber auch positiv ("Lohnt sich hinzugucken, dann seh ich schnell wann ich an das gute Futter ran kann weil der Mensch dann geht. Je eher ich erkenne dass Mensch jetzt fertig ist mit essen, desto schneller bin ich am Futter und habe einen Vorteil gegenüber den anderen Hunden")

 

Ich bin mir sicher, beides hat dazu geführt, dass Hunde sehr genau hinsehen, was ihre Menschen machen.

 

Ich weiß ich weiß, jetzt komm ich wieder mit dem doofen Trailen :lol: Trotzdem:

Wenn ich einen Hund antraile, der schon länger bei seinem Menschen lebt, muss ich in der Tat sehr darauf achten, wie starkt der hund sich an seinem Menschen orientiert und was ihn "hemmt" darin, einer spur zu folgen.

Manche Hunde sind sehr durcherzogen - ganz egal wie sie erzogen wurden - und es fällt ihnen dann schwerer, die Signale des Menschen hinten nicht zu deuten. Das sind Hunde, bei denen ich mehr Power in den Start bringe, damit sie viel Ehrgeiz haben ans Ziel zu kommen und so kurz den Menschen "vergessen".

(habe ich erfahrene Trailer als Menschen, mit einem neuen Hund, ist es einfacher. Die wissen oft schon, worauf sie achten müssen und versuchen den Einfluss auf den Hund durch Körpersprache zu minimieren)

 

Wenn ich einen Welpen antraile, dann ist der erstmal "frei" von irgendwelchen Erziehungen. Der jüngste war 10 Wochen alt, vielleicht konnte er schon "sitz", mehr aber nicht. Da musste ich nicht so sehr aufpassen, denn der Mensch war dem Hund noch nicht so bekannt. Wir konnten uns voll konzentrieren, dass der Welpe lernt was wir wollen ("finde die Person die zu diesem Geruch gehört"). Alles andere, "Erziehung", kam später und somit konnte der Hund lernen, dass die Signale von da hinten nicht wichtig sind wenn er arbeitet (außer "Stop", aber das lernt Hund ganz nebenbei durch das Festhalten der Leine bzw kurznehmen der Leine).

 

 

Ich bin mir sicher, dass es kein Zufall ist dass die besten Trailhunde als Welpen angefangen haben, bevor sie irgendwelche Sitzplatzfuß-Kommandos gelernt hatten.

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kareki   

Und das kann man nicht anders machen? Also den Hund so vom Fleisch "blocken" das der nicht gleich zusammenfährt und den Schwanz einzieht?

Was soll das Beispiel? Um zu zeigen das Körpersprache auch sehr aversiv sein kann? Jup das geht natürlich auch.

Aber grundsätzlich?

Es gin hier um den Thread. Um die Frage, woher der Hund das weiß bzw. nicht weiß und warum Wölfe im WSC da signiofikant anders reagieren als die Hunde des WSC.

Natürlich machen sie es sonst anders. Das war einmalig. Die Wölfe und Hunde werden im Training nicht gestraft normalerweise. Aber ich fand die Szene absolut auffschlussreich.

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Gast   

Ich hab da gerade so einen Gedanken im Bezug auf auf frontales Zuwenden zum Hund, anhand einer Eskalations(Bedrohungs)-leiter

 

 

 

 

 

                                                bedrohliches Geräusch in beschriebener Körperhaltung

                                                                      mit fixierendem Blick zum Hund

                                           mit zusätzlich plötzlicher, unangenehm wirkender Berührung des Hundes

 

                                   bedrohliches Geräusch in beschriebener Körperhaltung mit fixierendem Blick zum Hund

                                                  mit schneller, ruckartiger Bewegung auf den Hund zu

                                                            

                               _______aufgerichtet, breit, Hund fixieren und Körpertendenz nach vorne zum Hund______

                                                                 

                          ___________________aufgerichtet , breitgemacht den Hund fixieren_______________________    

 

                    _____________________sich dabei aufrichten und breit machen________________________________

 

                __________________Entspanntes, neutrales "sich dem Hund in den Weg stellen"_________________________________

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kareki   

Hellgrün wäre bei mir nicht mehr hellgrün.

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gast   

Das WSC hat diese Shclussfolgerung gezogen, nicht ich. Siehe Video. Die Hunde werden dort ja nicht aversiv trainiert.

Aber lies einfach irgendeinen Mist in meine Aussagen, ist schon gut.

Und ja, das Deuten usw. weiß ich.

Das WSC komtm hierbei zu ähnlichen Ergebnissen, sagt aber, dass der Hund es dennoch im Schnitt viel besser kann als der Wolf, der mit Menschen aufgewachsen ist ;)

Nur kannst du da bitte NICHT einfach drauf schließen, dass sich ein Wolf auch blocken ließe. Wer ist hier nun in seiner eigenen Welt und legt es sich zurecht?!

UND ich habe nicht gesagt, dass meine Hunde die Körpersprache nicht lesen können, sie können. Sie lassen sich davon nur nicht hemmen, sondern weichen so einer Person einfach aus bzw, umrunden sie oder flutschen an ihr vorbei.

Meine Hunde haben mich niemals überrannt. Sie wissen halt, dass dieses Kasperlthater lächerlich vom Menschen ist und haben keine Angst. Man mus shalt überzeugend scheiße sein, wenns funktionieren soll, oder was willst du genau damit sagen? ;)

 

Wenn man schon von Haus aus überzeugt ist, dass man seinen Hund nicht körperlich blocken kann und auch nicht will, ist es kein Wunder, wenn es nicht geht!

 

Und was die Wölfe betrifft, da wird es sicher noch viele Untersuchungen brauchen, bevor man da endgültige Schlüsse ziehen kann jedenfalls so wie du das darstellst, ist es für mich nicht logisch.

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kareki   
(bearbeitet)

Wenn man schon von Haus aus überzeugt ist, dass man seinen Hund nicht körperlich blocken kann und auch nicht will, ist es kein Wunder, wenn es nicht geht!

 

Und was die Wölfe betrifft, da wird es sicher noch viele Untersuchungen brauchen, bevor man da endgültige Schlüsse ziehen kann jedenfalls so wie du das darstellst, ist es für mich nicht logisch.

 

Ich weiß, dass es "geht". Ich hab ja immer wieder mit gehemmten Hunden zu tun. Ich will es nicht.

Aber nochmal für dich, chibambola.

Es haben ja schon so einige versucht, mir zu zeigen, dass es nur an der Willenskraft fehlt (fehlt es mir ja tatsächlich, ich WILL ES NICHT):

Was ist passiert? Meine Hunde sind einfach vorbeigeflutscht.

Obwohl der Mensch ganz überzeugen ind Cesar-Millan/Balser/Nowak-Manier war. Auch ein sehr aggressives Brüllen hat nicht geholfen. Fazit war: Meine Hunde seien halt einfach superdominant.

Ich weiß nicht, warum man es erstrebenswert findet, den Hund zu blocken. Oder warum ich indirekt als unfähig hingestellt werde, weil iche s nichtw ill und somit auch nicht kann. Ich finde es schön, dass sich meine Hunde nicht hemmen lassen und slebst bei anderen cool bleiben, die es "ernst meinen".

Vertrauen pur! ♥

Ich habe keine endgültigen Schlüsse gezogen und das WSC tut das auch nicht. Es war nur ein sehr tolles Beispiel für aggressiven Körperblock und wie Lebewesen darauf reagieren.

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gebemeinensenfdazu   

Das ist zwar noch echt zu früh, um sowas festzustellen, aber es besteht die Möglichkeit, daß bei der Anzahl und Schnelle der Postings einige einzelne schlicht unberücksichtigt bleiben, während andere (Viel-) Poster quasi im engen Zwiegespräch miteinander stehen, ohne dass die Infos wieder zusammenlaufen. Das gibt's zwar oft in Diskussionen, ist aber immer schade.

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