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Hundeforum Der Hund
Kristina89

Leinenaggression, wie geht ihr vor?

Empfohlene Beiträge

Hey,

ich hab ja nun seit fast 2 Monaten einen Hund aus dem Tierschutz. Zuletzt wurde er auf ca. 10 Jahre geschätzt, ein kleiner Terrier Mischling,kastriert.

Viele "Probleme" haben wir mittlerweile gut im Griff. Ich hatte ja auch eine Hundetrainerin hier. Wir haben nun keinen neuen Termin gemacht, da sie meinte ich händel ihn gut und solle erstmal so weitermachen und bei Bedarf treffen wir uns noch einmal.

Frido ist wirklich aufgeweckt und lernt ziemlich schnell. Das eigentliche "Problem" ist folgendes: Er tickt bei anderen hunden völlig aus. Ich versuche immer große Bögen zu laufen, wenn ich von weitem einen Hund sehe und er sieht ihn auch lobe ich ihn und geb ihm ein Leckerchen. Bis zu einem gewissen Punkt funktioniert das auch. Aber sobald dann eine unsichtbare Grenze überschritten ist...Ja...Dann ist alles vorbei. Es sind wirklich diese "Frontalbegegnungen". Ich nehme ihn immer auf die andere Seite,damit ich als Puffer dazwischen bin. Ich wollte mal wissen wie ihr bei so etwas vorgegangen seid?

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das problem kenne ich, den hund den ich gassi führe ist dann so auf andere hunde fixiert und erstarrt regelrecht und springt in die leine.

du musst den zeitpunkt erwischen bevor er den anderen hund fixiert ---- unser hundetrainer hat uns eine retrieverleine empfohlen, aber mit stopper --- kannst ja mal googeln diese leine

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Wo genau ist denn da der Unterschied zu einer normalen Leine? Ich möchte meinen Hund ja nicht würgen.

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Öhm. Du machst doch jetzt schon alles richtig. Ausweichen,d ie Wohlfühldistanz deines Hundes beachten und ihn belohnen, wenn er den Hund sieht und noch nicht ausrastet.
Das dauert einfach.
Du kannst die Belohnungsfrequenz erhöhen - also bei jeder Hundesichtung, auch wenn sie sowieso gut verlief, viele Belohnungen geben, damit Hundeanblick = passiert was Schönes im Gehirn hinterlässt.
Auch ein Alternativverhalten nach der Hundesichtung etablieren: Noch mehr ausweichen, Dummy fangen, Spielzeug apportieren, oder, oder, oder.

Warum eine Leine, auch mit Zugstopp, da helfen soll... egal welche ominöse Erklärung nun kommt: Mach es nicht. Unangenehme Reize bei Frontalbegegnungen mit Leineneinschränkung (die ALLE Hunde im Grunde nicht so mögen, manche können nur wesentlich besser damit umgehen) machen es nur noch schlimmer.

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klar diese retrieverleine zieht sich zu, aber du ziehst ja nicht dauerhaft an dieser leine, diese leine ist ja auch nicht zum spazieren gedacht, sondern zur korrektur. das der hund seine aufmerksamkeit dann auf dich lenkt --- lässt du die leine wieder locker, dann würgt es den hund auch nicht.

 

es ist eine übungssache mit der leine, der hund merkt den ruck und lernt dann nach ein paar mal, wenn er andere hunde sieht, das er locker an der leine weiter gehen soll

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Nein, das lernt er nicht. Leinenrucks machen das problem schlim mer. Finger weg von der Retrieverleine.

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Naja...Mein Hund würgt sich ja quasi schon selber wenn er sich so in die Leine hängt...Das möchte ich nicht noch weiter verstärken und meistens läuft er sowieso am Geschirr...Am Halsband ist er nur wenn wir an einer Straße laufen, weil er am Halsband gesittet läuft und am Geschirr "wilder" sein darf. Das hat sich so eingespielt und ich find es so auch gut, er hat auch einen leichten Herzfehler und da soll man ja sowieso so gut es geht auf ein Halsband verzichten (?).

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es ist eine übungssache mit der leine, der hund merkt den ruck und lernt dann nach ein paar mal, wenn er andere hunde sieht, das er locker an der leine weiter gehen soll

Nee, er lernt viel wahrscheinlicher, dass immer wenn er andere Hunde sieht, er bestraft wird = andere Hunde noch mehr kacke.

So läuft es mit fast allen "Korrekturen". Und die Leute wundern sich, dass sie immer bedrohlicher und widerlicher zu ihren Hunden werden müssen, damit der Hund irgendwann so eine ANgst vor den Konsequenzen hat, dass er "nichts mehr tut".

Symptombekämpfung, aber nur höchstens.

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Hey,

ich hab ja nun seit fast 2 Monaten einen Hund aus dem Tierschutz. Zuletzt wurde er auf ca. 10 Jahre geschätzt, ein kleiner Terrier Mischling,kastriert.

Viele "Probleme" haben wir mittlerweile gut im Griff. Ich hatte ja auch eine Hundetrainerin hier. Wir haben nun keinen neuen Termin gemacht, da sie meinte ich händel ihn gut und solle erstmal so weitermachen und bei Bedarf treffen wir uns noch einmal.

Frido ist wirklich aufgeweckt und lernt ziemlich schnell. Das eigentliche "Problem" ist folgendes: Er tickt bei anderen hunden völlig aus. Ich versuche immer große Bögen zu laufen, wenn ich von weitem einen Hund sehe und er sieht ihn auch lobe ich ihn und geb ihm ein Leckerchen. Bis zu einem gewissen Punkt funktioniert das auch. Aber sobald dann eine unsichtbare Grenze überschritten ist...Ja...Dann ist alles vorbei. Es sind wirklich diese "Frontalbegegnungen". Ich nehme ihn immer auf die andere Seite,damit ich als Puffer dazwischen bin. Ich wollte mal wissen wie ihr bei so etwas vorgegangen seid?

 

 

Hallo Kristina

Ziemlich genau so wie du es beschreibst hab ich es auch gehalten mit meinem Hund. Wichtig für meinen Hund war auch, dass ich ihn nicht ignoriere, seine Zeichen ("Oh, da kommt ein Hund") schon frühzeitig erkenne und darauf reagiere. Manchmal bin ich einfach umgedreht und hab eine andere Richtung gewählt, mein Hund hat kein Problem damit wenn ein Hund hinter ihm ist - vor ihm ist doof, hinter ist ihm fast egal.

Der Hund meiner Eltern aber ist da anders, der mag keine Hunde HINTER sich. Vor sich zwar auch nicht :lol: aber das ist nicht so schlimm für ihn wie hinter sich.

 

Also - dein Weg ist auf jeden Fall nciht der schlechteste, kombiniert mit "Hund lesen und verstehen" hat das bei uns wirklich gut geholfen.

 

 

ABER: nicht in zwei Monaten ;) Das dauert eine Weile.

 

Bedenke: du hast deinen Hund noch nicht lange. In der Regel dauert es ca 6 Monate (mal mehr, mal weniger) bis der Hund richtig "da" ist - dich versteht, weiß dass er bleiben wird, deine Regeln versteht (und dann langsam versucht sie zu umgehen, geschickt und subtil :D ) und einfach ausatmen kann. Meiner kam mit 6 Jahren zu mir - der brauchte wirklcih das halbe Jahr. Und bisher kommt der Zeitraum aus diversen Beschreibungen ganz gut hin.

 

Das heißt jetzt NICHT; dass er nach 6 Monaten plötzlich nicht mehr an der Leine zickt. Aber es ist eben auch ein Faktor, den du nicht unterschätzen darfst.

Schau, dass er lernt dir zu vertrauen - du managest das, er muss sich nicht aufregen, es geht ihm besser ohne das gezeter - und das kann auch in kleinen Bereichen des Alltags immer wieder bestätigt werden. Einen ENORMEN Vertrauenszuschuss bekam ich von meinem Hund, als ich ihm mal eine Kuh vom Hals hielt, die meinte er wolle was von ihrem Kalb. Ich hab sie einfach nur mit ner flachen Hand auf der Stirn zurück gehalten bis mein Hund vorbei war -  aber er hat mich angeschaut als hätte ich gerade die Sonne aufgehen lassen.

 

Ruhe, Vertrauen und Routine - und viel Geduld. Das wird schon, irgendwann fragst du dich, wo eigentlich der kläffende Hund hin ist, den du mal hattest :zunge:

 

PS: ich mag Retrieverleinen, aber nicht als Erziehungsmittel! bei mir sind sie deswegen beliebt, weil mein hund die meiste Zeit dann ohne Leine laufen kann und kein Halsband am Hals hat ;) Ich war der Meinung, das ist der Zweck dieser Leinen!

Die sind dazu da, damit man sie AB machen kann vom Hund :)

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naja es gibt genauso gegner, die gegen diese brustgeschirre sind, weil das drückt dem hund auch den brustkorb ab, wenn er sich in das geschirr hängt.

 

diesen tipp habe ich von dem hundetrainer bekommen, dieser wird es schon wissen, das diese leine was bringt. und man nimmt ja diese leine nicht für die ewigkeit.

es ist ja nur eine "korrekturleine"

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