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Hundeforum Der Hund
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Vererbung von Charakter und Wesen

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Eigentlich gehört das in Zucht- ich würde aber hier gerne mal wissen ob es Menschen gibt die bewusst oder zufällig Hunde haben die verwandt sind -und wo ihr Parallelen seht bzgl. Charakter, Wesensmerkmalen oder Eigenheiten.

 

Ich finde es sehr interessant was teilweise vererbt wird.

 

Beispiel meine verstorbene Australien Shepherd Hündin. 

 

Eine Freundin von uns besaß eine Halbschwester (gleiche Mutter) von ihr. Durch diese Hündin bin ich zum Hundesport und grunsätzlich zu Hütehunden gekommen. Diese Hündin war ein Schatz. Zwei Eigenschaften waren bei ihr sehr auffällig: wenn sie jemanden begrüßte den sie kannte und mochte, nieste sie sehr stark und oft.

Außerdem lief sie beim Spaziergang immer nah an der Person dran, lief ca. 10 m vor um dann wieder umzudrehen und einmal hinter dem "HF" herzugehen. Wenn sie dies nicht tat, lief sie eng, wie bei Fuß. Dies war ihr nie beigebracht worden.

 

Meine Hündin bekam ich einige Jahre später. Leider hatte sie keine guten Erfahrungen gemacht. Sie war dadurch etwas schwierig im Umgang geworden, obwohl vom Charakter her ebenfalls ein Goldstück.

Ich wusste bis ich sie bekam nicht dass meine und die Hündin unserer Freundin Halbschwestern waren. 

 

Aber es war auch so zu auffällig: sie zeigte genau die gleichen Verhaltensweisen. Das Niesen, das Umrunden.

 

Jetzt habe ich einen Junghund der mit meiner verstorbenen BC Hündin sehr, sehr eng verwandt ist. Sie sind nicht komplett gleich vom Charakter her (klar) aber oft und je älter sie wird (jetzt 11 Monate), sehe ich Verhaltensweisen die ihr sehr ähneln. Die Art wie sie ein Spielzeug schüttelt, wie sie wie ein Schneepflug durch den Schnee rennt, wie sie kuschelt und auf den Arm kommt, dass sie beim Pinkeln weiter laufen muss.. ein Blick... erst vor kurzem hatte mein Mann Tränen in den Augen. Er meinte sie hätte genauso geguckt wie meine verstorbene Hündin und er musste 2x hingucken. Sie hat einfach DIESEN bestimmten Blick. 

 

Kennt ihr auch solche Beispiele? 

 

 

 

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Ich habe durch Zufall die Mutter von Nicky kennen gelernt, zu der er aber seit sie die Welpen nach Kaiserschnitt weggebissen hatte,keinen Kontakt mehr hatte.

Beide sind durch minimale Reize auslösbar, also ganz niedrige Reizschwelle, obwohl sie total schön wohnt und von Welpenbeinen auf in der Familie lebte, ländlich , mit ausreichend positivem Drumrum und sicher nicht depriviert.

Geht sofort aggressiv nach vorne, wobei man die Ursache deutlich erkennen kann: Unsicherheit.

Hat schon große Hunde klinikreif gebissen und Anfassen von Fremden erst nach ausgiebiger Kennenlernphase, eingeschränkt möglich.

Jagdlich hochmotiviert, dabei nicht kontrollierbar.

Hat mit Neuem große Probleme und generalisiert schlecht.

Seine Geschwister, da müsste ich mal nachfragen. Einen Bruder haben wir mal getroffen - lebt bei der Mutter - und wir waren nachmittags gemeinsam unterwegs.

Beide unsicher, kompensierten das mit Pöbeln, wobei erkennbar war, dass keine böse Absicht dahinter steckte. jagdlich ebenfalls hochmotiviert und unkontrollierbar dabei.

Alle drei aber äusserst sensibel, direkt mimosenhaft, bei vertrauten Personen total verschmust und in sich überhaupt nicht dominant oder "böse" und wenn sie nicht so unsicher wären, bzw. wenn sie sich sicher fühlen, total liebe Frohnaturen.

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Leider kenne ich keine Verwandten meiner Hunde. Ich würde gerne Emmas Eltern oder Geschwister kennenlernen.

 

Aber ich kenne es von Katzen. Unser Kater, sein Bruder des gleichen Wurfs, sein 1 Jahr älterer Bruder und sein Vater haben gleiche Eigenschaften: Alle sind wahnsinnig auf Menschen bezogen, brauchen sehr viel Körperkontakt, haben Fressen als Hobby und haben noch eine gemeinsame Leidenschaft: Sie lassen sich gerne von "ihren" Hunden durch den Garten ziehen. Klingt komisch, ist es auch :D 

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Kennt ihr auch solche Beispiele?

Oh ja!

Ich hatte dazu vor Jahren mal ein Thema: Mein Hund besteht fast nur aus Erbmasse

http://www.polar-chat.de/hunde/topic/86133-mein-hund-besteht-fast-nur-aus-erbmasse/

Ich kopier einfach meinen Eingangspost.

(Tschulis Mutter ist leider inzwischen verstorben)

Seit einer Woche ist mal wieder Tschulis Mutter bei uns zu Besuch.

13924542mn.jpg

Und was soll ich sagen, ich bin mal wieder baff, ich hab hier fast sowas wie eineiige Zwillinge.

Es ist nicht nur die Art und Weise, wie sie sich bewegen. Wie sie gucken, sich auf dem Rücken wälzen, grunzen und jodeln, Futter verteidigen (wollen würden), andere Hunde anpöbeln, eifersüchtig sind, maulen und sich freuen, Junghunde maßregeln, mit den kleinen Katern umgehen und sogar wie sie spielen (selten und grob). All das ist fast identisch in der Ausführung, nur graduell bissel mehr oder weniger heftig.

Die Vorlieben ähneln sich genauso wie Abneigungen und Feindbilder. Es sind haargenau die gleichen Hundetypen, die Gepöbel auslösen in haargenau gleicher Intensität, und die gleichen, die süß gefunden werden.

Die Beurteilung von Reizen, die Reaktion auf Reize, fast identisch.

Aber vor allem das Verhalten, von dem ich dachte, das sei mindestens 50% durch Umwelt und Erziehung geprägt: fast gleich trotz völlig anderer Kinderstube, anderer Frauchen (Erziehungsstile) und Lebensumstände.

Ich glaube ab jetzt nicht mehr dran, dass Wesen und Verhalten durch 50% Genetik und 50% Umwelt entsteht. Hier bei den beiden sehe ich mindestens 90% Genetik.

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Vielleicht spielt da auch das Zuchtziel bei Rassehunden mit hinein?

Die Mult-Mix Tochter meiner reinrassigen Pflegehündin hatte ungefähr gar keine Überschneidungen, weder optisch noch charakterlich, weder hatte sie den Schutztrieb ihrer Mutter noch deren Stolz, die hatte im Gegensatz dazu einen starken Jagdtrieb und konnte schlecht alleine bleiben, verfiel dann schnell ins Winseln. Dieses Geräusch hatte ich von der Mutter annähernd nie gehört.

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Wow   :)  

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Mh, eben,es gibt ja auch ganz unterschiedliche Charaktere innerhalb der Familie. Meine Hündin in Deutschland kannte ich ja von Anfang an. Sie war der einzige Welpe, der da jammernd am Zaun stand, während die anderen spielten oder dösten. Sie wollte zu den Menschen und das hat sich ihr Leben lang nicht geändert. Alleine bleiben war für sie die Hölle.

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Ich denke auch dass manches vielleicht auch Generationen überschlägt. Die Geschwister meiner BC Hündin waren ihr recht wenig ähnlich.

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Ich finde es sehr interessant was teilweise vererbt wird.

Ja, ich auch.

Da ich jahrelang recht engen Kontakt zu Tschulis Mutter hatte, konnte ich ein paar eigentümliche Dinge beobachten. Tschuli hat ein paar -ich nenn`s mal felsenfeste Eigenschaften, die sich auf Teufel komm raus nicht beeinflussen lassen, mit nichts, keinem Um- oder Ablenken, keinem Training, nix. Und genau diese Eigenarten hat ihre Mutter ebenso. Mein Fazit ist, dass ererbte Verhaltensweisen um vieles schwerer oder gar nicht zu beeinflussen sind als erlernte, was ja eigentlich nix Neues ist, nur durfte ich es eben am eigenen Hund erfahren.

Erstaunlich aber war für mich zu sehen, was genau das alles sein kann. Darunter Verhalten (und nicht nur die Neigung zu einem bestimmten Verhalten), von dem ich vorher nie gedacht hätte, dass es auch unter ganz verschiedenen Lebensumständen 1:1 vererbt werden kann.

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Um so wichtiger, den Hund so zu akzeptieren, wie er ist -  ist meine Meinung. Ähm,also nicht alles abtrainieren zu wollen u.ä. . Das wollte ich damit sagen.

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