Jump to content

Toll, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast!

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
Nils89

Hund, 6 Monate, hat totale Panik draußen

Empfohlene Beiträge

Deprivation hat gar nichts mit Aggressionen zu tun, das bedeutet ganz schlicht, dass Hunde reizarm aufgewachsen sind und nicht auf unsere Umweltreize geprägt wurden (wie Kaspar Hauser).
Sie fürchten sich vor allen unbekannten Dingen, normalen Alltagsgeräuschen, Kindern, Autos, Straßenlärm, Flugzeugen, Dingen, die für uns -und für die meisten Hunde- völlig selbstverständlich sind.

Es macht ihnen so große Angst, dass manche Hunde regelrechte Panikattacken draußen bekommen und am liebsten immer flüchten wollen.

Der Hund steht dabei so unter Stress, dass er nichts anderes mehr wahrnimmt und auch nicht lernen kann, da der Körper permanent auf Flucht programmiert ist.

Hier braucht es ein einfühlsames und langsames Training, Schritt für Schritt, damit der Hund die Defizite langsam aufholen kann.

 

Hier ist eine Erklärung:

 

Als Deprivationssyndrom wird die Gesamtheit der Symptome bezeichnet, die durch eine reizarme Aufzucht entstehen, wenn sich der Hund in seinem weiteren Leben in einer komplexen und anregenden Umwelt befindet.

Durch seine Defizite in der Gehirnstruktur kann er mit den vielen Umwelteinflüssen nicht umgehen. Er reagiert zunächst mit einer Phobie vor allem, was neu ist und aufgrund der dynamischen Vorgänge im Rahmen dieser Erkrankung lebt er sehr bald in einem dauernden Zustand von Angst: deprivationsbedingte Ängstlichkeit. Allzu schnell lernt ein Hund in diesem überwachsamen, angespannten Zustand, dass aggressives Verhalten ein hervorragende Methode ist, sich alles und jeden vom Leib zu halten.

Da diesen chronisch ängstlichen Hunden aufgrund ihrer Erkrankung eine vernünftige Selbstkontrolle fehlt, stellen sie eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Öffentlichkeit und, wenn die Kommunikation gestört ist, auch für ihre Familie dar! In manchen Fällen finden diese ängstlichen Hunde für sich eine – scheinbar – grossartige Lösung. Sie kann die Ursache für das nächste Problem sein ...

http://angsthund.de/content/deprivation/scholl/

 

Aggression ist nach meiner Erfahrung ein selten resultierendes Verhalten, die meisten Hunde, die ich trainierte, waren nur ständig auf der Flucht, bis hin zu körperlichen Panikattacken.

Einige geben sich auf, wenn sie nicht die Möglichkeit bekommen, eine angstfreie Zone zu bekommen.

Euer Hund ist zum Glück noch sehr jung, mit etwas Unterstützung und Üben in kleinen Schritten wird sie das sicher lernen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Vielleicht hat er ein Problem mit der Beengtheit von Häusern/Wänden ringsum, weil er keinen Fluchtraum sieht evt. ist die Sackgasse grad nicht so ideal,wenn das ein enger Weg ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ihr habt ja schon gute Tipps bekommen. Als Ergänzung: Die meisten Hunde zeigen am Ende einer Angstphase ein deutliches Zeichen der Erleichterung. Sehr häufig schütteln sie sich dann. Versucht, den Hund gut zu beobachten und ihn in dem Moment zu bestätigen, in dem er seinen Stress "abschüttelt". Freundliches unaufgeregtes Loben oder auch Leckerchen sind da gut. Versucht auch, herauszufinden, was für den Hund einfach das Mega- Leckerchen ist (bei meiner Panikmaus ist es stark duftendes Brathähnchen - man gönnt sich ja sonst nix, ne!). Das würde ich als Belohnung ins "feindliche Land" (Sackgasse) mitnehmen und ruhig immer mal wieder anbieten. Freue Dich und lobe ihn, wenn er es bemerkt und daran schnüffelt oder auch nur sein Interesse kurz dahin richtet und erst recht, wenn er es annimmt.

Und ansonsten: Geduld, Geduld, Geduld... viel Erfolg und noch mehr Freude wünsche ich Euch!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Er schüttelt ich wirklich zwischendurch mal. Danke für das Wissen, dass er sich so von seiner Angst erleichtert. Haben direkt heute mehr darauf geachtet und ihn dann direkt bestätigt

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Innen Hui, draußen pfui?

      Guten Abend,    ich habe einen 11 Monate alten amstaff Mischling welcher von anfang an nicht gerade leicht zu erziehen war.  Oder alternativ - da mein erster Hund - ich einfach zu locker an die Sache ran gegangen bin und dementsprechend zu viel falsch gemacht habe.    Aktuell habe ich nur noch draußen mit ihm zu kämpfen und das im wahrsten Sinne des Wortes...   Sobald er einen anderen Hund sieht, egal ob der 5 Meter oder gefühlt 500m weit weg steht, bleibt er sofort stehen - legt sich hin und wartet bis dieser Hund zu uns kommt.  Dreht der Besitzer des anderen Hundes ab und schlägt eine andere Richtung ein oder läuft gar zurück - dann ist das geheule, gezerre und verzweifelte "ich sterbe wenn ich nicht an ihm schnuppern darf" Getue groß.    Wenn er sich dann mal hingelegt hat, dann kann ich absolut nichts mehr mit ihm anfangen - ich kann seine 30kg hinter mir her ziehen oder ihn tragen - aber abgesehen davon das er auf meinem Arm wie ein irrer durch dreht - würde ich es auch nicht ständig machen wollen.    Sobald uns zwei Hunde entgegen kommen, welche zusammen laufen - dreht er vollkommen durch (sieht für mich aggressiv aus), kleffen, knurren, aufgestelle etc. Und mir bleibt eigentlich nur noch die Flucht.    Vielleicht hat hier ja jemand hilfreiche Tipps.

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Hund pinkelt draussen kaum

      Hallo Ihr, ich erhoffe mir von euch Tips, ich habe einen Hund aus schlechter Haltung, bzw ist es der Hund von der alten Nachbarin meiner Mutter. Die Frau ist recht alt, hat aber mit mir offen über die Probleme gesprochen. Mit ihrer Gesundheit ging es rapide bergab, sie hat den Hund nur noch in den Garten gelassen, schlussendlich war der Hund wohl so unterfordert dass er im Garten nur noch geguckt hat, statt sein Geschäft zu verrichten. Es ist wohl so, dass er so lange eingehalten hat bis er im Gehen in der Wohnung gepinkelt hat oder es sich weggeschleckt hat, bzw das meiste dass auf dem Platz landet wo er gerade liegt. Nun hab ich ihn seit einigen Monaten bei mir, gehe regelmässig mit ihm nach draussen.  Er ist natürlich total aufgeregt draussen, klar, hat ja weiss ich nicht wie lange draussen nichts mehr gesehen.  Er scannt die Gegend nach Leuten oder Hunden, hat keine Zeit sich zu lösen. Man kann es denk ich so sagen dass er seine Blase draussen etwa ein Viertel löst. Auf einem ca einstündigen Spaziergang.  Das ganze hält dann so drei Stunden, dann fängt er an zu schlecken oder seine Pinkelspuren zu legen. Müsste also mit ihm theoretisch alle drei Stunden eine Stunde rausgehen. Das ist natürlich nicht immer möglich und gesund ist es für ihn sicher auch  nicht wenn er nie eine leere Blase hat. Auch hebt er sein Bein nicht mehr. Das hat er früher als die Frau noch richtig laufen konnte aber gemacht. Hat er sich wohl mit der Pinkelei in der Wohnung angewöhnt.  Was kann ich tun? Vielleicht noch ein paar Eckdaten, der Hund ist sechs Jahre alt, bis vor ein Jahr konnte sie noch laufen, dann ging das los dass er eben immer mehr drin blieb. Ich habe sie angesprochen und sie weinte, wir sind dann überein gekommen dass ich ihn nehme weil es bei ihr einfach nicht mehr geht und sie ihn in guten Händen wissen will. Viele Grüße Marinah

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Hunde trennen -drinnen und draußen

      Ich habe mir schon ganz viele Infos aus diesem Forum holen können. Nun habe ich etwas, wo ich keine Infos gefunden habe. Etwas zur Vorgeschichte: Wir haben eine 13jährige Dackel-Jack Russel Hündin, die sehr, sehr selbstbewusst ist. Sie lebt in einem 40qm Auslauf draußen. Das hat sie als Junghund selbst entschieden. Paula war anfangs ganz normal bei uns im Haus. Wir hatten einen kleineren Auslauf, in dem sie war, wenn wir bei der Arbeit waren. Unser Gedanke, dann muss sie nicht im Haus rumliegen, sondern kann draußen machen was sie will. Dann war es irgendwann so, dass sie nur noch raus wollte. Immer wenn wir alle drin waren, saß sie an der Tür und wollte raus. Irgendwann haben wir es dann zugelassen. Wir sind eh sehr aktiv, egal bei welchem Wetter, daher waren wir immer viel mit ihr zusammen. Der kleine Auslauf wurde auf 40qm ausgebaut, die Hütte wurde erweitert, Hund zufrieden. Recht schnell zog eine Freundin für sie ein, aber eher für unser Gefühl als für unseren Ersthund. Sie nahm das so hin.... Der Zweithund kam von der Straße, fand das Leben draußen auch gut und somit war die Konstellation sehr passend. Leider ist die Zweithündin zu früh verstorben und wir waren ein paar Jahre mit nur einem Hund. Nun ist wieder ein Zweithund eingezogen. Unsere alte Hündin nimmt den Nachwuchs halt so hin, wie beim letzten Mal auch. Erst war der Welpe natürlich mit drin, beim Züchter hat er aber auch Zeit im Zwinger mit dem Rudel verbracht. Nun das Problem: Der neue Hund ist sehr Menschen bezogen und ich denke, er ist draußen mit Ersthund, ohne Menschen nicht glücklich. Meine Idee, tagsüber soll der Junghund bei der Alten draußen sein, abends kommt er mit rein. Funktioniert das? Hat jemand so einen Fall zu Hause? Ich habe keine Sorge, dass die Alte eifersüchtig wird, sie will nicht rein. Aber wie ist es im Winter? Tagsüber für 3-4 Std draußen, ja auch wenn es kalt ist, dann rein ins warme Haus? Mein Mann ist von der Lösung 1 Hund drinnen, einer draußen gar nicht begeistert.

      in Hunderudel

    • Hund hat nach schlechten Erfahrungen Panik vor Artgenossen

      So, nun mache ich das mal zum Thema. Dazu muss ich aber ausholen - lehnt euch zurück     Bei uns ist der Wurm drin und das begann Anfang November mit einem Beinbruch. Emma ist scheinbar in ein Loch getreten. Es geschah beim ganz normalen morgendlichen Spaziergang und bei der Strecke, die ich seit Welpenbeinen an mit ihr gehe. Jedenfalls musste sie operiert werden, trägt jetzt eine Schiene und Schrauben aus einem speziellen Kunststoff im Vorderbein. 8 Wochen Schonzeit waren angesagt.  Damit begann der Wurm.    Als die Schonzeit vorbei war, konnte sie zwar wieder gut laufen, aber sie hatte noch längere Zeit Probleme mit Bändern, Ödemen etc.  Als die Schonzeit vorbei war, retteten wir eine ca. 3 Monate junge Hündin vor dem Hungerstod. Sie saß in einem Rohr unter/ neben der Straße. Einige wissen von Lili.  Damit begann der Wurm größer zu werden.   Anfangs schien es so, als würden sich Emma und Lili bestens verstehen. Im dritten Monat zeigte sich aber dann, dass Lili Emma mobbte - einige von euch haben es mitbekommen, weil ich das hier im Forum berichtete. Um es kurz zu machen: Wir suchten Lili ein neues Zuhause, das sich schneller fand als gedacht. Sie lebt nun in Frankreich und hat einfach ein super tolles Frauchen bekommen.   Für Emma hatte diese Zeit aber Nachwirkungen: Sie hat jetzt Angst vor Junghunden. Sind diese auch noch stürmisch, kommen angerannt oder noch schlimmer, sie rennen hinter Emma her, dann wird die Angst zur Panik.   Aber damit nicht genug. Emma wurde Anfang April von einem großen Hund attackiert und gebissen. Die körperlichen Wunden sind verheilt, die seelischen Narben sind geblieben: Sie hat jetzt echt Panik vor Hunden. Diese Angst hat sich ausgeweitet. Es sind jetzt nicht "nur" große Hunde, sondern fast alle (fremden) Hunde. Lediglich die Zwerge wie Yorkshire und Co. machen ihr keine Angst.   Seitdem bin natürlich auch ich nicht mehr total entspannt und gelassen, wenn wir freilaufenden Hunden begegnen. Es ist aber nicht so, dass ich mein Schiss auf Emma überträgt. Dazu ein kurzes Beispiel: Wir trafen in einem Ort in Frankreich auf drei Hundehalter, die ich letztes Jahr schon traf. Sie gehen morgens am See mit ihren beiden kleineren Hunden und einem Golden Retriever spazieren. Alle im Freilauf. Als ich sie sah, habe ich mich total gefreut. Letztes Jahr sind wir nämlich an einem Morgen gemeinsam am See entlang gegangen.  Diesmal: Emma sah die Hunde und vor allem den Retriever, stoppte, drehte um und lief weg  Der Hund war dann für sie Grund genug, überhaupt nicht mehr spazieren zu wollen.   Ich habe von einem von mir sehr geschätzten Menschen gute Tipps erhalten, die ich jetzt auch umsetze. Also z.B. lasse ich Emma entscheiden, ob sie weitergehen oder umdrehen möchte. Ich lasse ihr Zeit, erstmal den Hund mit großem Abstand zu beobachten.  Das ist natürlich nicht in jeder Situation möglich. Aber ich versuche immer auszuweichen, wenn Emma das möchte oder halt aus Distanz zu beobachten.    Und natürlich kann ich nicht jede Hundebegegnung beeinflussen. Gestern kam ein Boxer aus einem Grundstück heraus gestürmt und stürmte zielstrebig auf Emma zu. Nicht spielend, sondern arg angespannt. Die Leute hatten vergessen das Tor zu schließen. Ich war wie gelähmt, Emma ebenso, aber mein Mann war mit und er konnte handeln. Er machte sich groß, rief laut "Hey!" und klatschte in die Hände. Das hat bei dem Hund gewirkt, denn er hatte uns überhaupt nicht bemerkt, erschrak also sehr und haute ab. Für Emma mal wieder ein Drama und Grund genug nur noch eine Mini-Runde drehen zu wollen, um nicht an diesem Grundstück vorbei zu müssen.    Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Wie seid ihr vorgegangen? Ist euer Hund wieder fröhlich und entspannt geworden oder blieben die Ängste bestehen? Und wie habt ihr eure eigene Angst in den Griff bekommen, wenn wieder ein Hund angestürmt kommt (kein echter Tut-nix, sondern unnette Hunde)?  

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Chihuahua bellt und quiekt pausenlos draußen rum

      Ich bin ehrlich gesagt langsam echt am verzweifeln. Also es geht um meinen Chihuahua Buddy er ist 3 jahre alt und umkastriert. Ich habe noch einen Mittelspitz, mit ihm versteht er sich sehr gut, keinerlei Streitereien.  kurz mal zu seiner Vorgeschichte: Ich habe ihn aus dem Tierschutz, der kleine Kerl war 1 Woche lang allein zuhause weil die Besitzerin der Meinung war in urlaub zu fahren, die Wohnung war voller Kot Müll etc. er hat zuvor in einer Messie Wohnung gelebt und hat noch nie echtes Licht bzw gar einen Rasen gesehen ( war nur dort nie draußen), man kann sich also denken, dass er auch  nicht stubenrein war und auch nicht geimpft. Ich habe ihn zu mir genommen da ich viel Erfahrung mit Hunden habe und auch  Problemhunden und ich bisher alles in den griff bekommen habe, allerdings ist er eine wirklich große Herausforderung! Vielleicht habt ihr ja einen ähnlichen Fall bewältigt und könnt mir tipps geben. So sieht das Problem aus: er ist draussen immer sehr überfordert und quiekt die ganze zeit ziemlich laut rum, dann kommt dazu noch das  er wirr um sich bellt, dort ist keiner aber er bellt trotzdem, wenn er einen Hund sieht ist es noch schlimmer wenn er ihn nur hört, rastet er regelrecht aus zieht extrem  in verschiedene Richtungen und schreit förmlich. Zuhause ist er ein sehr verschmuster Hund er schläft viel und ist leider auch nicht  zum spielen zu kriegen aber so ist er halt, er hat halt viel erlebt ( er wurde mit Sachen beworfen, hatte einen Bandscheibenvorfall weil er zu heftig rumgetreten wurde und ähnliches) . Er bellt Zuhause  auch kaum ausser das Fenster ist auf und er hört das Geräusch einer leine, bei hundebellen reagiert er garnicht, nur das rascheln bzw. das Geräusch was eine Leine macht. Er war in Bereich Stubenreinheit sehr gut zu erziehen, genauso ist er sehr ruhig beim Tierarzt.  Das Problem besteht also nur draussen. Er hat es auch schon geschafft sich von der Leine zu lösen und einfach dann in die Richtung abzuhauen  von wo das Geräusch kommt. Ich habe ihn jetzt 1 Jahr und habe das Problem nicht beheben können, es tut mir so für ihn leid, denn er verdient besseren als draussen so verwirrt zu sein, er sollte rumrennen und spielen können.   Ich bedanke mich schon mal für Tipps oder ähnliches, ich komme aus Berlin, falls sie einen guten Hundetrainer kennen.

      in Hundeerziehung & Probleme


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.