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Hundeforum Der Hund
Nils89

Hund, 6 Monate, hat totale Panik draußen

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Da läßt sich doch super ansetzen!

Dann sind es wahrscheinlich Gerüche, Geräusche und die ungewohnte Szenerie. Einem wird erst richtig bewußt, wieviele Flugzeuge unterwegs sind, wenn man einen Angsthund dabei hat.

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Ich würde auch erstmal gar nicht großartig spazieren gehen - oder halt dort, wo er sich wohler fühlt (wie du schreibst, wenn ihr aus der Stadt rausfahrt). Ansonsten vielleicht im Park hinsetzen und einfach nur gucken lassen.

 

Das braucht einfach Zeit, Geduld und Ruhe. 

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ich würd auch die Stadt meiden und lieber in ruhigen Gegenden spazieren gehen. Toll wäre es wenn er Hundefreunde finden würde, die souverän in der Stadt sind. Kennenlernen in einsamen Gegenden bis er sich richtig freut sie zu sehen und dann sollen sie euch mal daheim abholen. Vielleicht lenkt ihn das ab.

 

In der Stadt wird er in seiner Panik gefangen sein und nur noch weg wollen und gar nicht auf eure Hilfen reagieren können. Denke nicht dass ihr so weit seid, dass er euch genug vertraut, dass er sich dort öffnen wird in naher Zukunft.

 

Was irgendwann auch noch eine Option wäre.. such dir bei euch in der Strasse die einsamste Ecke oder Autokofferraum etc.. und da setzt euch zusammen hin und beobachtet einfach die Gegend. Das nicht nur paar Minuten sondern eine Stunde.. bis er lockerer wird. Aber verlang nichts vom ihm, steh ihm bei, sei in seiner Nähe, setz dich so hin dass er von allem abgeschirmt ist und ihn nichts bedrohen kann. Und dann lies ein Buch, lass ihm Zeit alles zu verarbeiten und zu merken, dass hier nichts passiert

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Führt ihn langsam an die Dinge ran. Bei einem solchen Hund ist Vertrauen und Geduld wichtig.

Aber auch immer mal wieder an seine Grenzen gehen das er merkt es ist nicht schlimm.

Einfach 10 min in der Stadt hinsetzten und ihm die Möglichkeit geben zu merken es ist nicht schlimm.

Für ihn da sein Halt geben wie bei einem Kind

So habe ich es bei Yuri gemacht und auch bei meinen PS Hunden. Sie kamen alle mit unterschiedlichen Ängsten

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Geduld, ich würde erstmal immer dieselbe kleine Runde drehen, auf möglichst ruhigen Strecken, bis er sich da sicher fühlt und dann nach und nach die Strecken varieren. Auf keinen Fall viele verschiedene Strecken täglich, solange er so unsicher ist. Alles in Zeitlupe entschleunigt und zu Hause dann anschließend ruhen lassen, damit er verarbeiten kann, nicht zu Hause dann Aktion starten, dass eher vorher, falls er überhaupt Bock drauf hat. Evt. muss er sich auch erst an die Leine gewöhnen, das ist oft ein Problem, da sie mit Gefangenwerden schlechte Erfahrungen haben.

 

Die Leine sollte nicht zu kurz sein. Ich würde außerdem ein Brustgeschirr verwenden mit Bruststeg, der Druck am Hals beim Halsband ist für unsichere Hunde wirklich ein Problem.

 

Tierarzt wär auch nicht schlecht, um sicher zu gehen, dass keine Krankheit dahinter steckt.

 

Hunde schlafen/ruhen sehr viel, je nach Alter zwischen 18 und 22 Stunden am Tag, sie müssen nicht 8 - 10 Stunden Lust auf Aktion haben.

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Das hört sich schwer nach Deprivationssyndrom an, das kann ein langer Weg sein, für den man viel, viel Geduld und Hilfe braucht.
Sucht euch einen Trainer, der sich mit Angstproblemen auskennt und lasst euch helfen!
 

Ein Hund, der Angst hat, kann nicht fressen, er kann dann keine Leckerlis annehmen, der Körper ist ständig auf Flucht programmiert.
Es gibt ein sehr gutes Buch, das Hintergrundwissen und Tipps für den Alltag vermittelt: "Der ängstliche Hund" von Nicole Wilde.
Da könnt ihr schon mal viel nachlesen, das hilft sehr.

Ich finde es toll, dass ihr nicht aufgeben wollt und eurem Hund helfen möchtet! Mit dem richtigen Training und viel Motivation und Geduld kann man das hinbekommen, es dauert nur eine ganze Weile.
Ich drücke euch alle Daumen!!!

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Das hört sich ja ganz nach Peppino an.

 

Also zwei Monate ist für so einen ängstlichen Hund gar nichts, da ist er noch nicht angekommen, dass kann wirklich sehr lange dauern.

 

Ich würde so einen Hund so wenig wie möglich Reizen aussetzen, eines nach dem anderen.

 

Erst sollte so ein Hund zuhause Sicherheit bekommen.

Haus und Garten genügt erst mal.

Peppino nimmt heute noch keine Leckerchen an und geht auch heute noch nicht alleine in den Garten, muß er auch nicht, wenn er nicht will.

Peppino ist jetzt 2 Jahre bei uns.

Wir haben uns immer eine Sache ausgesucht z.B ein Geschirr anziehen ( war für Peppino die Hölle )

Damit sind wir sehr behutsam umgegangen und immer mit viel Lob.

Wenn das einigermaßen klapp, Spazierengehen üben immer wieder ganz kurze Runden immer mit viel Lob.

Wenn das klappt kann man mit was anderen beginnen.

Also bei Peppino hat es geholfen, er ist schon sehr selbstsicherer geworden.

Peppino wird immer ein Hund bleiben der bei neuen Situationen oder Situationen in die er nicht oft kommt ängstlich reagiert.

 

Aber wenn ihr eurem Hund zeigt, dass er bei euch jeden Schutz findet wenn er es braucht, wird es besser und besser werden.

 

Du könntest Deinem Hund auch mal Rescue oder Mimulus geben.

Peppino bekam die Tropfen mit ins Trinkwasser.

 

Ich möchte gar nicht wissen was so ein Hund alles mitgemacht hat um so traumatisiert zu sein.

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Danke für die vielen Tipps.

Heute vormittag waren wir mal wieder auf einer größeren Weide. Dort rannte er an seiner 8m Flexi leine freudig mit wedelnder rute rum und kam öfters auf Zuruf zu uns, wo wir ihn direkt mit lecker wurst und lob bestätigten.

Mittags wieder zuhause nach dem fressen, die gewohnte rute. Ca. 250m in die sackgasse rein und dann in den Park. Wir begegneten keinem Menschen, kein auto einfach nix. Trotzdem wieder die rute eingeklemmt und schnell geschäfft machen und zurück nach Hause. Dabei die ganze wild umher schauend als ob hinter jedem grashalm was raus gesprungen kommt.

Seine standard route ist wirklich sehr ruhig

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Hallo,

 

erst einmal schön, dass es mit der Vormittagsrunde so toll geklappt hat und euer Hund euch gezeigt hat, dass er sich auch freuen kann und euch beachtet. :)

 

Auch wenn du schreibst, die 250 m in der Sackgasse sind total ruhig, was ich dir auch glaube, kann es sein, dass dein Hund Angst vor ganz anderen Dingen hat, die du nicht so wahrnimmst. :)

Das könnten Mülltonnen sein, die Dichte der Häuser, Alltagsgeräusche usw. usw. Irgendetwas macht deinem Hund auf dieser Strecke jedenfalls zu schaffen.

 

Ich würde auch sehen, ihm Zeit zu geben, alles in Ruhe kennen zu lernen, denn das ist schon ein ganz schönes Paket, was dein Hund jetzt verarbeiten muss. Das Leben im Haus, euren Rhythmus kennen zu lernen, die vielen Reize außerhalb. Das dauert erst einmal. Und von der Vergangenheit seines Hundes weiß man ja meistens auch nichts, sprich wie die Präge- und Sozialisierungsphase so gewesen ist. 

 

Mein Rüde hatte da damals als er mit 5 Monaten zu uns kam auch dran zu knacken, aber mit viel Liebe, Einfühlungsvermögen und - falls es wirklich Deprivation ist, auch Fachwissen (wie mit dem Buchtipp von benno0815 hier vor mir), kann man das schaffen, dem Hund ein schönes Hundedasein zu bieten und als Besitzer auch glücklich mit seinem Hund zu sein. :) 

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Das unser Hund diese Deprivation hat glaub ich nicht unbedingt. Er zeigt sich draußen in keiner weise aggressiv gegenüber anderen hunden oder Menschen. Er hat auch seinen festen platz wo er sich lösen kann. Ist auch schon innerhalb 1 woche stubenrein und schafft es schon 12 std über nacht auszuhalten. Er hat sich auch nur einmal bis jetzt "aggressiv" gezeigt und das war als ein fremder hund zu besuch war und dieser war sehr verspielt und flippig. Da wollte er sein revier verteidigen. Und als der fremde hund zu unserer jüngsten Tochter gegangen ist, hat er ihn verjagt.

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