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Strassenhund Welpe/Junghund und Futterneid - vergeht das irgendwann?

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Hallo Leute,

kurze Vorstellung:

Ich lebe und arbeite in Thailand und habe vor einigen Monaten einen waschechten Straßenhund Welpen (damals schätzungsweise 6-8 Wochen alt) vorm ersaufen gerettet.

Die Kleine wurde wohl auf dem, abgesehen von einigen Streetfood Ständen und Gerümpel, unbewohnten Nachbargrundstück geboren und hat dort "gelebt".

Sie lag alleine in einem Graben, während ein typischer Monsunregen anfing.

Wer die Verhältnisse hier kennt, weiß das so ein Graben, währen eines Monsuns innerhalb von Sekunden voll laufen kann.

 

Nun haben wir aber noch vier andere, kleinere Hunde, so etwa in Pudel Größe.

Die "neue" hatte allerdings einen ausgeprägten Futterneid, schon vom allerersten Tag an.

Knurrte die anderen anfangs an und mit wachsendem Alter gäb es echte Beissereien.

Mittlerweile ist "Song" natürlich eine Ecke größer als die anderen und daher mache ich mir Gedanken, das vielleicht mal einer der kleinen verletzt werden könnte.

Wir füttern mittlerweile getrennt, was auch funktioniert, aber ab und an kommt es doch zu Keilereien, wenn z.B. mal etwas herunterfällt und Song meint das wäre nur für sie.

Futter können wir natürlich auch keines stehen lassen.

Leckerlies aus der Hand sind aber z.B. gar kein Problem und ich könnte ihr das Futter aus dem Maul "klauen", da würde gar nichts passieren.

 

Ansonsten ist der Hund lieb, spielt auch (leider ab und an etwas rabiater) mit den anderen, sofern die mitmachen und hat auch kein Problem mit fremden Menschen.

Wird man dieses Verhalten jemals aus dem Hund bekommen, oder ist das einfach ein "Strassenhund-Gen"?

 

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Ich hab auch grad einen Welpen hier, der der Großen das Futter wegfressen würde, wenn er könnte. 

 

Ich füttere beide zwar gleichzeitig, allerdings aus getrennten Näpfen und ich achte darauf, dass keiner an den Napf des anderen darf. Vor allem der Kleine muss lernen, dass er einerseits in Ruhe fressen kann, ohne es verteidigen zu müssen, als auch andererseits, dass man auch keinem anderen Hund das Futter streitig machen darf.

 

Gut, wenn mal was runterfällt und ich nicht schnell genug bin, kann es passieren, dass er es vor der Großen erwischt....oder umgekehrt. Aber das versuche ich weitestgehend zu vermeiden.

 

Vielleicht solltest du auch noch insgesamt daran arbeiten, dass die Hunde nichts fressen, was so am Boden liegt

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Wird man dieses Verhalten jemals aus dem Hund bekommen, oder ist das einfach ein "Strassenhund-Gen"?

Straßenhunde sind ansich sehr sozialkompetent und zeichnen sich gerade nicht durch asoziales Verhalten aus. Eure Song hat ein entscheidendes Defizit und das ist, dass sie zu früh von der Mutter getrennt war.

Von Mutter und Geschwistern hätte sie noch eine Menge gelernt, von euren Hunden natürlich auch, aber ich das reicht nicht vollkommen aus, um das Zusammensein mit Mutter und Geschwistern zu ersetzen.

Darüberhinaus scheint sie gerade in der Pupertät zu sein (wie alt ist sie?) und sich die Hörner abzustossen. 

Vielleicht ist es möglich mit Song öfter mal alleine rauszugehen und sie mit größeren Hunden zusammen zu bringen, die ihr körperlich gewachsen sind?

Sie braucht höchstwahrscheinlich auch mehr Auslastung als eure anderen Hunde und sollte deshalb auch einzeln gefördert werden. 

Ich finde es auch wichtig, dass ihr die Hunde täglich gemeinsam außerhalb des Grundstücks bewegt und sie auf neutralem Terrain gemeinsam laufen. Das entspannt das ganze Gruppenleben, fördert die Gemeinschaft und tut den Hunden gut. 

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Eure Song hat ein entscheidendes Defizit und das ist, dass sie zu früh von der Mutter getrennt war.

 

Tja, da magst Du Recht haben, aber die Alternative wäre in jenem Moment, absaufen gewesen.

Zumal man nicht weiß, ob die Mutter überhaupt noch verfügbar war?

Geschwister waren keine (mehr) vorhanden.

Aber zumindest fraß sie schon selbständig feste Nahrung,

 

Unsere Nachbarin erzählte damals meiner Frau, das sie den Hund schon einige Tage vorher, als es extrem regnete, über Nacht in der Wohnung hatte, dann aber am Morgen zurück brachte.

 

 

Darüberhinaus scheint sie gerade in der Pupertät zu sein (wie alt ist sie?) und sich die Hörner abzustossen.

 

Sie dürfte jetzt etwa 5-6 Monate alt sein.

 

 

 

Vielleicht ist es möglich mit Song öfter mal alleine rauszugehen und sie mit größeren Hunden zusammen zu bringen, die ihr körperlich gewachsen sind?

Sie braucht höchstwahrscheinlich auch mehr Auslastung als eure anderen Hunde und sollte deshalb auch einzeln gefördert werden.

 

Frei laufen lassen ist schwierig, überall, teils aggressive, Straßenhunde und die haben gar keinen Spaß an fremden "Konkurrenten"

Beim Gassi gehen, habe ich z.B. immer einen Bambusstock dabei, um die Streuner notfalls zu verscheuchen.

...ist halt nicht mit Deutschland zu vergleichen :(

Meine Möglichkeiten sind also begrenzt.

Glücklicherweise ist unser Grundstück recht groß, so dass sich die Hunde nicht ständig auf den "Pfoten stehen"

Aber abseits vom Futter, gibts ja eigentlich auch keinen Stress.

 

 

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Das habe ich mit allen meinen Hunden (kamen alle als Welpen, bzw. wurden hier geboren) durchexerziert.

Bei uns heißt es allerdings "HEY" oder "FEIERABEND" scharf und unmissverständlich ausgesprochen.

Dazu ein böser Blick, herunter gebeugt zu dem Hund und entweder Zeigefinger oder Stiel von der Fliegenklatsche gezeigt.

Dann ist sofort Schluss mit Schabernack und der Rückwärtsgang wird eingelegt.

Funktioniert immer, auch bei Song....abgesehen von der Futterproblematik.

Mir ist allerdings aufgefallen, das die Kloppereien immer im Umkreis meiner Frau stattfinden...Mangel an Respekt womöglich?

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