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Hundeforum Der Hund
Ronya MP

Was ist Jagdtrieb?

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

In einem anderen Thread wird gerade über den Jagdtrieb bei bestimmten Rassen gesprochen. Dabei fällt mir auf, dass Jagdtrieb anscheinend nicht für jeden dasselbe bedeutet. Daher die Frage an euch: Was versteht ihr unter Jagdtrieb? Was ist für euch "händelbar"?

Zu meiner Meinung

Früher hatten wir einen Labrador in der Familie. Dieser ist immer mal wieder einem Hasen nach, aber er war sehr gut abrufbar. Da ich damals noch seeehr jung war, galt das für mich als Jagdtrieb, also das Nachjagen hinter Objekten oder Tieren.

Während eines Auslandsaufenthaltes hatte ich dann die Möglichkeit mit vielen verschiedenen Hunden der unterschiedlichsten Rassen zu trainieren. Einer davon war ein Husky, der bei mir den "Jagdtrieb-standart" geändert hat. Dieser hat nämlich nicht nur auf Sicht gejagt, sondern hat teilweise auf mehrere Kilometer Spuren verfolgt.

Nun haben wir ja aktuell zwei Hunde in der Familie. Einen Settermix und einen Kooikerhondje. Beide haben m. M. n. Jagdtrieb. Mia (Settermix) Jagd sowohl auf Sicht, verfolgt Wochenalte Spuren und würde sofern man nicht aufpasst auch Stöbern gehen und schlussendlich abhauen. War oder ist ein für sie Jagbares Tier in der Nähe, ist sie wie auf heißen Kohlen und schwer wieder runterzufahren. Ist ihr Jagdmodus an, ist das schwer zu kontrollieren aber durch durchgehendes Training machbar.

Unser Kooiker hat verglichen dazu kaum einen Jagdtrieb. Ich sehe jedoch gerade ihr Stöbern und Spuren verfolgen als aktive Jagd, auch wenn man dies als Halter nicht unbedingt negativ zu spüren bekommt, da sie in der Nähe bleibt und auch abrufbar ist.

Ein anderer Gedanke

Manche Jagdhunde wurden ja speziell aufs apportieren gezüchtet, wie Golden Retriever oder Labrador Retriever. Streng genommen müsste doch dann auch dieses zum Jagdtrieb zählen, oder verstehe ich da was falsch?

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Ich kenne mich da zu wenig aus, aber wie du ebenfalls schon gesagt hast, zählen Golden Retriever ja ebenfalls als Jagdhunde, obwohl diese eher den Vogel aus dem Wasser "apportiert" haben.

Und es gibt ja mehrere Rassen, die ein Tier eben "nur" apportieren, aber halt nicht jagen, dennoch zählen sie unter Jagdhunde?

 

So ganz blicke ich da auch nicht wirklich durch, um ehrlich zu sein, aber ich bin mir sicher, dass da andere mehr Wissen und etwas dazu sagen können. Da bin ich mal gespannt, denn mich interessiert

das auch :)

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Bis jetzt dachte ich jagdtrieb heißt das der Hund dem Tier nachgeht also die spur aufnimmt und verfolgt.

Mein Hund jagdt abends gerne hasen wenn die rum hoppeln sind sie weg (im Gebüsch) kommt er zurück, lässt sich auch abrufen. Selbes mit Tauben und Raben (wenn man ihn lässt)

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Ich denke, so wie hier der Begriff gebraucht wird ist es der Trieb etwas zu jagen.

Also nachrennen, fangen, fressen.

Das macht ja ein Retriever nicht, der holt nur etwas.

Ich empfinde das fröhliche nachrennen eines jungen Hundes bei einem fliehenden zb Reh oder Krähe, nicht unbedingt als fixen Jagdtrieb. Eher als Spiel. Hat Wega auch lustig gefunden mit den Raben, war aber leicht abzugewöhnen.

Andrerseits wird ja auch das Hüten/Treiben der BC oder Aussies als Jadgtrieb eingeordnet, hat aber für auch eine andere Qualität.

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Ja, das nachrennen bei Tieren von jungen Hunden empfinde ich auch oft mehr als Spiel.

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Kann aber den Jagdtrieb aktivieren, deshalb würde ich es immer unterbinden.

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Naja, "Jagd" ist ja auch nicht nur "hinterher-rennen". :)

 

Zum Jagen gehört das Aufstöbern/suchen, verfolgen, hetzen, fangen und töten der Beute. Fressen gehört da eigentlich schon nicht mehr rein, es sei denn ich erinner das grade falsch.

 

Viele Rassen haben nur Teilelemente des Ganzen in ihren Anlangen - zB die Vorstehhunde und Retriever das Suchen/aufstöbernd (und dann evtl Vorstehen). Ich weiß nicht, wo das Tragen der Beute (Retriever) ins Spiel kommt, ob das zur Jagd gehört oder eher zur Führsorge für den Nachwuchs (Beute in die Höhle bringen).

 

Bracken haben das stöbern und verfolgen, auch Schweißhunde "jagen" wenn sie eine Spur verfolgen.

 

Das was man gemeinhin wirklich "Jagdtrieb" nennt ist (erstens eigentlich kein "Trieb" aber das ist mir jetzt mal egal  und zweitens) das hetzen, verfolgen, suchen nach Beute. Im Grunde eigentlich eher "Hetztrieb" oder "Fangtrieb" bzw "Verfolgetrieb". Viele Hunde kämen definitiv auch zum Töten der Beute - ob sie die dann fressen ist wieder was anderes.

Bei vielen Rassen aber ist das Verlangen nach Jagd ebenfalls an eine hohe Bereitschaft zur Mitarbeit gekoppelt. Retriever sind da ein Beispiel, ebenso Vorstehhunde. Bracken (die Mittel- bis Nordeuropäischen Brackenrassen meine ich jetzt, bei den südländischen kenne ich mich zu wenig aus) und viele Terrierrassen sind dagegen eher auf "solo-Arbeit" selektiert. Die gehen los, suchen ne Spur, verfolgen die, machen dabei Lärm (was die Beute in Bewegung bringt und den Menschen zu"schiebt" ohne sie zu hetzten was zu ungenauen Schüssen führen würde) und das ganze ohne Einfluss des Menschen. In der Regel sind diese Rassen auch nicht abrufbar wenn sie jagen - der "knopf" war nicht vorgesehen bei den Rassen.

 

Heißt also: ist der Drang zu verfolgen und zu hetzen groß, aber gekoppelt an viel Bereitschaft zur Zusammenarbeit (will to please) dann lässt sich auch großer Jagdtrieb gut managen.

Ist der Will to please in diesem Bereich (Jagd) nicht von gesteigertem Interesse beim Menschen gewesen, ... naja, für sowas wurde dann das GPS-Halsband erfunden. Und ne Leine ;):D

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Ich denke, wenn hier von Jagdtrieb geredet wird, geht es meistens darum, dass jemand ein Problem hat. Also eben, diejenjgem, die hetzen und nicht abrufbar sind.

Retriever sind deshalb kein Problem.

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Kann ich Lemmy nur zustimmen. Ich finde die Fragestellung ja gerade deshalb interessant, da jeder etwas anderes im Kopf hat wenn man von Jagdtrieb bzw. Jagen spricht. Gerade wenn man über Rassehunde spricht.

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Stimmt, natürlich ist der Jagdtrieb der den Hund animiert vorzustehen eher selten ein Problem ;)

Und wenn mein Hund buddelt, dann jagt er strenggenommen auch - ist für mich aber kein großes Problem. Wenn er hingegen loszockelt und Rehfährten verfolgt, dann ist es sehr wohl ein Problem, denn das kann dauern bis er wiederkommt. Beim Buddeln ist er ja an einer festen Stelle - das ist einfach. Selbst wenn der Erfolg am Ende gleich unwahrscheinlich ist (ok, bei den Mäusen ist der Erfolg etwas wahrscheinlicher) bewerte ich die beiden Formen komplett unterschiedlich.

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      in Lernverhalten


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