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Hundeforum Der Hund
Mark

Natural Dogmanship von Jan Nijboer

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@Abriraffe bzw Gast - das verwundert mich etwas, dass du dich persönlich gar so bedeckt halten willst. Ich finde, zu einem so richtig auf den Hund gekommenen Menschen gehört auch eine kleine Portion Verwegenheit, Mut (auch zum eigenen Fehler), bissl Souveränität und Achselzuckenkönnen, auch wenn man angebellt wird. ;):winken: ich selbst gehöre der schreibenden Zunft an und es ist durchaus vorstellbar, dass ich mich in absehbarer Zeit auch dem Thema Hund schreiberisch widmen werde. Wenn ich dran denke, was ich in meinem mehrjärigen Forenleben schon so alles von mir gegeben habe, das nicht so ganz Wohlmeinende mir im Falle eines Falles an den Kopf werfen könnten, wird der Aufbau einer dicken Terrierhaut gut und zweckmäßig sein, :megagrins aber --- meine Güte: deswegen verstecke ich mich doch nun wirklich nicht. Hürden sind da, um genommen zu werden und in guter alter Terriermanier am besten grinsend. :D

Das was du mit überholt und Irrweg bezeichnest sind die Forschungsergebnisse, die an in Gefangenschaft lebenden Wölfen gemacht wurden und die Krasse Dominanzlehre, die daraus resultierte (Alphawurf um den Hund zu unterwerfen und so ein Kram). Man hatte nicht bedacht, dass diese wild zusammengewürfelten Rudel ganz anders ticken könnten. Tun sie aber.

Nein, DIESEN alten Hut meine ich nicht. Das ist der ganz alte Hut. ;) Wenn du dich mal mit Miklasi & Co beschäftigt hast, wirst du wissen, was ich meine, nämlich, dass auch vermeintlich Neueres ein alter Hut ist.

Das bedeutet aber nicht, dass es gar keine hierarchiche Ordnung gibt, wie in natürlichen Rudeln. Wenn du einmal genau hinsiehst, wirst du feststellen, dass es diese Ordnungen sowohl in Primatenfamilien, als auch in Mensch/Hund Rudeln gibt.

Noch einmal: Vergiss doch die "natürlichen Rudel". Am Hund ist schon lang nichts mehr natürlich in dem Sinn, dass ein halbwildes Rudel Hunde um eine menschliche Lagerstätte streift. Der Mensch hat das Wesen Hund okkupiert, sich mit ihm verbündet, es selektioniert (was nicht geklappt hätte, wenn sich die halbwilden Hunderudel fröhlich nach eigenem Gutdünken vermehrt hätten) und der Hund hat im Lauf seiner Evolution so sehr wie kein anderes Lebewesen "Menschenverstand" entwickelt. Schon die alten Römer hielten Hunde nicht so ganz anders als wir.

Ich brauche bei meinem Hund keine Rangordnung, sondern ich brauche sein Vertrauen in meine Kompetenz in Situationen, wo der Hund mit seinen eigenen Kompetenzen nicht gut über die Runden käme. Umgekehrt hat der Hund mein Vertrauen in Situationen, in denen ER die Kompetenz hat. Eine der Ursachen für Probleme ist ein gestörtes Vertrauensverhältnis bzw ein Negieren der Kompetenz seines 4- bzw 2-beinigen Partners.

Das entspannte zurücklehnen mit seinem Hund ist schön und gut. Schön ist es aber wenn man ein wenig von der Sprache seines Hundes mitbekommt und z.B.merkt wenn er gerade nicht gestreichelt werden will. ...Und man kann sich ohne gewisses Wissen und Vorbeugen auch nen Haufen Probleme einhalndeln. Was glaubst du warum es so viele Problemhund-Spezialisten gibt. Dabei sind s in der Regel die Menschen, die den Hund nicht erstehen undfrustrieren.

Das entspannte Zurücklehnen schließt keinesfalls aus, dass man sich mit dem Wesen und der Sprache des Hundes beschäftigt. ;) Im Gegenteil: wer sich entspannt zurücklehnt und beobachtet kriegt wahrscheinlich mehr mit als der, der ständig aktiv damit beschäftigt ist, am Hund nach allen Regeln der ihm genehmen Lehre herumzumodeln.

Was das Wissen und Vorbeugen betrifft: Natürlich tut man gut daran, sich über Hunde zu informieren, wenn man sich einen Hund anschafft. Leider muss nun mal ein Hund in unserer Welt mehr können als der Hund eines einsamen Inselbewohners - und dazu braucht es ein gewisses Know how. Das Wissen allein schützt jedoch noch lang nicht davor, Fehler zu machen, die nicht auf mangelnder Informiertheit sondern auf persönlichen Schwächen beruhen. Vielleicht nicht mal Schwächen, sondern eben persönliche Eigenschaften, die es einem schwerer machen, mit einem so direkten, emotionalen Wesen wie dem Hund zurechtzukommen. Da hat ein Trainer wohl manchmal schwer dran zu knabbern (verständlich) und beginnt womöglich, die Welt etwas einseitig als eine der problembeladenen Hundehalter zu sehen. Aber ganz so ist es ja auch nicht. Verdammt viele Leute kommen ziemlich gut mit ihren Hunden zurecht, ganz ohne fremde Hilfe. Muss wohl doch noch "Hundegene" in vielen Menschen geben. ;)

Es ist ja schön, dass du mit deinem Jack Russel so gut zurecht kommst aber mach das mal mit Instinkt mit nem extrem territorialen und mißtrauischen Owtscharka. Wenn du da das richtige Exemplarerwischt hast, kann dich keiner mehr besuchen kommen. Da muss man gut überlegt mit umgehen um gemeinsam auszukommen.

Mit gutem Grund käme ich niemals auf die merkwürdige Idee, mir bei meinen Lebensumständen und Interessen einen Herdenschutzhund ins Haus zu holen. Eben auch das sollte einem sowohl Information als auch Instinkt sagen: mit welcher Hunderasse könnte man harmonieren? Wer schon da beim ersten Schritt schlecht/instinktlos wählt, legt den Grundstein zu späteren Problemen. So wie der langsame Opi mit der schnellen Jack Russelline, die wir im Wald trafen und die sich angeblich nicht abrufen ließ weswgen die arme Haut nie von der Leine kommt, erst auf meine Bitte durfte sie unter tausend Bedenken vom Gängelband - und haute sofort ab. :D Klar, wenn man mit brüchiger Greisenstimme "Annaanna" in den Wald hineinflüsterruft, tut sich bei so einem Hundchen nix. Bei meinem fröhlichen terriergewohntem Trompeten kam sie im Sauseschritt. Mensch und Hund müssen halt von der Mentalität her zusammenpassen, dann kommt's zu vielen Problemen gar nicht.

So ich sende mal ab damit es nicht zuu lang wird. ;)

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Hunde hatten IMMER eine feste Aufgabe, Sie wurden für diese Aufgaben gezüchtet. Vermehren konnten sie sich auch viel besser so freilaufnd auf dem Hof und hatten Territorium....

Heute sind die Hunde OHNE Lebensaufgabe. ....

Heute haben die meisten Hunde kein Territorium mehr. Und das bisschen was da ist, wird von 10 anderen beansprucht, was Stress bedeutet und zu territorial bedingter Frustration führen kann wenn der Hund dazu neigt.

Vermehren ist heute auch nicht mehr weil die Hunde immer unter Aufsicht sind und das vom Menschen verhindert wird -> Sexuelle Frustration, da Selbstbefriedigung auch nicht is.......

Hm, ich habe den Eindruck, dass da stark vermenschlicht wird. ;)

Der nicht arbeitende Hund, der Sozialhilfeempfänger auf vier Beinen, das deutsche Leistungsdenken... :D

Ganz abgesehen davon: der Hund HAT Arbeit, mal abgesehen von den Beschäftigungen, die wir ihm ausdrücklich bieten. Er muss in einer für Hunde ziemlich seltsamen Umwelt zurechtkommen, er muss sich zB mit seinem Menschen durch die tausend Eindrücke des Großstadtdschungels kämpfen, er muss zB im Schuhgeschäft abliegen unter Schuhkartontürmen, während Frauchen 20 Paar Schuhe probiert und irgendwelche Leute auf die seltsame Idee kommen, über ihn drüberzusteigen, andere Hunde oder Pommestüten an seiner Nase vorbeiziehen lassen etc.

Wir haben ja auch nicht mehr die ursprünglichen Arbeiten wie Holz oder Pilze sammeln oder Schweine häuten. Und trotzdem denkt jeder Manager, dass nix wichtiger ist als das, was er so natur- und ursprungsfern am Schreibtisch tut. :D Auch Hunde gehen mit der Zeit. ;)

Und ob so ein Bummel durch die Innenstadt an der Leine im dichtesten Touristengewühl nicht mehr Arbeit für den heutigen Stadthund ist als etwa das, was ein angeketteter Wachhund (Klingel-Ersatz) im altrömischen Villenhaushalt zu tun hatte?

Achja, die sexuelle Frustration: warum wird gerade DA mal NICHT auf dem "wildlebenden Rudel" rumgeritten, wo beileibe nicht jeder Rüde ran darf, wenn die Chefin läufig ist? ;) Und, so ganz unter uns: auch Hunde "können" Selbstbefriedigung, offenbar wenn sie sexualisiert genug sind. Meiner ist es nicht, aber der PRT einer Freundin rammelt und durchnässt allabendlich sein Kissen. Also auch Rüdenmänner wissen sich anscheinend zu helfen, wenn die Nöte zu groß werden. :D

Die meissten Jack Russels können heute nicht mehr jagen. Entweder leben sie in der Stadt wo das eh kaum geht oder es wird einfach unterbunden. Nofalls mit Teletac oder Master plus oder wie die Halsbänder heißen. Diese Tiere sind echt arm dran weil sie es immer noch voll in den Genen haben. Züchter achten ja eher auf Schönheit und Gesundheit. Das heisst den Jagdtrieb züchtet keiner bewusst raus, was den Tieren aber helfen würde.

:o Ich kenne nolens volens sehr viele JRT und PRT, aber die angebliche "Abhilfe" aus der Steckdose entspringt doch eher deiner Fantasie! Ein einziger mir bekannter PRT-Halter, ein Jäger, hing mal an seinen jagdlich geführten PRT - übrigens völlig erfolglos, ein solches Kästchen dran als wir spazieren waren. Der jagdlich geführte und prüfungsreiche Parson war der einzige von sechs seiner Rasse, der längere Zeit im Wald verschwand. Samt seinem nutzlosen Kasterl am Hals. Ich denke, mittlerweile ist es längst entsorgt. on den vielen prt, die ich persönlich kenne, sind die meisten glückliche, zufriedene Hunde in Nichtjägerhand (die 5 in Jägerhand, die ich kenne, übrigens natürlich auch) - nur 2 haben Menschen abgekriegt, die schlichtweg nicht für die Rasse geeignet sind und ein einziger Fall (um den sich sehr bemüht wird) ist der von dir geargwöhnte arme voll genbelastete übermäßig jagdtriebige Hund, dem nicht zu helfen ist. Kann nur mit Schleppleine abgesichert sein Dasein fristen. Und die übertriebene Hibbeligkeit und Nervosität dieser Hündin würde sie für den Jagdeinsatz untauglich machen - das ist schlicht und einfach ein Hund mit einem unglückseligen Naturell, übrigens rasseuntypisch.

Und so sieht man Jack Russels stundenlang wie süchtig hinter titschenden Gummibällen herlaufen

D'accord - wenn ich so einen Balljunkie sehe, den nichts sonst im Leben interessiert, kriege ich auch immer einen dicken Hals. Sowas machen aber die Menschen aus dem Hund.

Unsere Hunde leben heute mit uns VÖLLIG anders als früher. Da kommen die Probleme unserer Zeit doch her!!!

Nun, es schadet unserem Gebein (und unserer Psyche) nicht, wenn wir es in der freien Natur in Betrieb setzen, und gemeinsam mit unserem Partner Hund auf die Pirsch und auf die Jagd nach schönen Eindrücken gehen. :winken: 10 km im flotten Schritt und die Probleme unserer Zeit haben sich ziemlich aus dem Kopf verblasen. :klatsch:

Und genau über sowas macht sich Jan viele Gedanken und genau das versucht ND zu berücksichtigen.

Ich mach mir meine Gedanken halt ohne Jan und siehe da: auch das geht. :D

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Hunde müssen bei uns funktionieren und perfekt sein und am besten Pfote geben können.

Die meisten Menschen machen das nicht mit und gehen lieber woanders hin und holen sich ein Teletac. Und deswegen wird ND auch immer eine Aussenseiter Methode bleiben. Vorbehalten denen, die bereit sind wirklich an sich was zu tun und Zeit zu investieren.

So, jetzt habe ich zwei Tage lang allen mögliche Kram zu ND durcheinander geschrieben. Schätze aus dem Durcheinander konnte man sich kein zusammenhängendes Bild machen :(

Also nix für ungut, aber das mit "allem möglichen Kram durcheinandergeschrieben" --- da muss ich dir für diesen post recht geben. *gg*

Wo bitte, in welcher Gegend dieser Welt, holen sich "die meisten Menschen" ein Teletac?????

Und wo müssen Hunde in der Form funktionieren, dass sie Pfote geben können? *kopdkratz*

Ein Hund muss vordringlich so "funktionieren", dass ich mit ihm sicher durch das anspruchsvolle Leben in unserer mitteleuropäischen Welt komme. Wenn er ohne Leine sicher im Wald laufen können soll, muss er noch mehr können und dem entsprechend "funktionieren". Den Rest überlasse ich so gut es ohne Einschränkungen für andere Lebewesen geht seinem eigenen Gestaltungswillen, und das ist für MICH natürliche Hundehaltung. Und dazu brauchts für mich kein aufwendiges Programm mit offenbar ziemlich stressigen Erklärungen. ("Du musst Hundebesitzern eeeendlooos viel über die Hunde erklären, ihre Sprache, ihre Instinkte, ihre Natur bevor manche nachvollziehen können/wollen was dahinter steht. Dann musst du ihnen erklären, dass sie ihren täglichen Spaziergang nach der Arbeit, der so entspannend ist und der Hund sich schön mit sich selbst beschäftigt, eintauschen sollen gegen gemeinsame Jagd. ")

Weißt du, meine Welt ist in Hundebelangen eine äußerst einfach gestrickte. Ich finde zB Obedience über die Maßen affig. Wenn ein Hund mit seinem Kopf an meinem Knie klebend, seine Augen in meine bohrend und in jedes Loch am Wegesrand stolpernd neben mir herliefe, würde ich einen Tag lang ein hartes Stück Arbeit dransetzen, ihm diesen Unfug schleunigst abzugewöhnen und ihm eine vernünftigere und zweckdienlichere Art der Fortbewegung anzugewöhnen. Mir ist ziemlich rätselhaft, wie man auf die Idee kommt, einem Hund sowas beizubringen und MICH würde das wirklichnervös machen, ich käme mir entsetzlich bedrängt vor. Aber manchen Menschen scheint das Spaß zu machen und wenn es ihren Hunden auch Spaß macht (und dagegen scheint in vielen Fällen nichts zu sprechen, die kleben da mit recht vergnügten Gesichtern) so ist es ja ok und eben DEREN Art von Arbeit.

Ebenso affig finde ich es aber, wenn man mir etwas als besonders "natürlich" verkaufen will, das unheimlich unnatürlicher Denkverrenkungen bedarf, um es zu kapieren.

Da geh ich doch lieber ganz bescheiden mit meinem Hund raus, lass ihn Hund und mich Mensch sein und das Leben ist schön. =) Wie ich hoffe auch für meinen Kumpel. ;

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Hallo zusammen....Ich war schon öffters bei Jan Nijboer auf Seminaren und habe auch die Bücher von ihm gelesen....ich find sie einfach nur toll und den Menschen an sich auch, Jan Nijboer hat eine ganz tolle Art und Weise Mensch und Hund dieses beizubringen....

Wir arbeiten auch mit den Grundprinzipien von Jan N. nur nicht ganz hündisch wie er.... ;)

Da wir keinen einfachen Hund haben oder eher gesagt hatten,waren wir dankbar darüber nach dieser Methode arbeiten zu dürfen,es ist am Anfang nicht so einfach es zu verstehen,aber wen man es einmal verstanden hat um was es eigentlich geht und sich mit dieser Sache mal auseinander setzt hat ist alles ganz einfach und das ware Hundeleben...

Mit dieser Art Hundeerziehung muß man sich vielen Sachen stellen und man bekommt sooft den eigenen Spiegel vorgehalten....aber manche wollen sich einfach nicht verädern oder wollen es erst gar nicht probieren....schade man verpasst soviel im Leben....

Wie heist der Spruch so schön...Der Hund ist Dein Spiegel !!! Und das ist die Wahrheit !!!

Aber es ist auch gut so das wir Menschen nicht alle gleich sind und das sich jeder das raussuchen sollte wo man selber am besten mit klar kommt...

Lieben Gruß Diana mit Shiva.

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Wie heist der Spruch so schön...Der Hund ist Dein Spiegel !!! Und das ist die Wahrheit !!!

Ich sags ja: ich bin schizophren :D

Ich habe drei Hunde und jeder ist anders: also eigentlich liebe ich Menschen so dass ich jedem am liebsten um den Hals fallen und ihn küssen möchte, gleichzeitig bin ich eher reserviert und schüttele nur dem die Hand der wirklich gaaanz nett ist oder was zu Essen dabei hat, und wiederum zur gleichen Zeit habe ich die blanke Panik wenn jemand mich nur anschaut. Ich muss echt an mir arbeiten :party:

Dazu kommt dass ich eigentlich recht faul bin und es mir egal ist wo wir gehen solange ich meine Ruhe habe (Hund 1), aber immer gerne neue Wege gehe (Hund 2) und dabei immer schaue ob ich eine Maus oder ein Reh sehe dass ich jagen könnte (Hund 3 ).

Leider (oder zum Glück) sind meine Hunde eigenständige Persönlickeiten mit eigenen Vorlieben, Abneigungen und Ängsten. Ein Problem weniger.

LG, Karin!

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Der Hund ist Dein Spiegel !!! Und das ist die Wahrheit !!!

Ich kann Karin nur zustimmen. Der Spruch ist völlig falsch; das merkt man insbesondere wenn man zwei oder mehrere Hunde hat.

Raspu ist völlig anders als Spike - nicht ansatzweise zu vergleichen. (weder vom Wesen, noch von der Triebigkeit, noch beim Ausführen von Kommandos, noch bei der Dominanz, noch bei der Ängstlichkeit, noch beim Spaziergang - nix, rein gar nix). Könnte man jetzt seitenweise "belegen", lohnt aber nicht, weil es jedem einleuchten sollte - außer er hat noch nie auf seine und andere Hunde geschaut und nimmt so einen Spruch einfach hin. So ein Spiegel ist nix wert ;)

Aber wie immer: Denken ist gefragt. Kontrollfrage, wenn mir jemand so etwas erzählt: Hmmm, kann das sein? Stimmt das mit meinen beiden Hunden überein? Stimmt es mit anderen Mehrhundehaltern überein? Stimmt es mit denjenigen Hundehaltern überein, die schon einige Hunde hatten - der erste, der Raufbold, als der Tod war, der Zweite, der eher Schüchterne usw.

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Hallo Mark,

hier zeigt sich leider wieder, dass Zitate aus dem Zusammenhang gerissen nicht immer das wiedergeben, was der eigentliche Verfasser im Original aussagt. Hättest Du das Buch gründlich gelesen ( :??? ) wäre Dir sicher aufgefallen, dass Jan Nijboer nicht nur sagt, dass der Führende immer voran geht. Er sagt auch, dass ranghohe Hunde je nach Bedarf auch mal rangniedere Rudelmitglieder nach vorne schicken, um z.B. bestimmte Aufgaben zu erledigen. So kann es sein, dass ein Junghund ein besonders guter Fährtenleser ist und deswegen auf der Jagd nach vorne geschickt wird, um dem ganze Rudel Zeit und Energie einzusparen. Ein ranghohes bzw. Alphatier hat schon die Führung, muss aber dafür nicht immer an erster Stelle laufen. Er zeigt an seiner Körpersprache/-haltung seinen Status! Wichtig ist dabei, dass der momentan Führende vom "Boss" an diesem Platz geschickt wurde und sich diesen nicht von alleine genommen hat. Ein souveräner Rudelführer sorgt dafür, dass er einen guten Nachfolger bekommt, wenn er einmal die Führung verlieren sollte. Also müssen andere Rudelmitglieder die Führung auch "üben" können. Schließlich wird die Rangordnung immer wieder in Frage gestellt und muss verdient werden.

Hier ist der Unterschied zum Mensch-Hund-Rudel! Einer unserer Haushunde wird niemals die Führung über sein Menschenrudel haben, also muss er diese Funktion auch nicht üben! Mein Hund läuft immer im Unterordnungsbereich neben oder hinter mir, wenn ich darauf achte! Sie versucht natürlich immer, ein kleines bißchen von der Rudelführung zu übernehmen, so wie das jeder Hund tut, indem sie voran gehen möchte. Aber da ich am besten mit meiner Körpersprache mit ihr kommunizieren kann, gehe ich nun mal voran, demonstriere meine Rudelführung und vermittle ihr dadurch Sicherheit. Das versteht mein Hund! Ich gehe voran in unbekanntes Terrain, ich gehe zuerst durch Türen wenn wir nicht zuhause sind. Aber ich schicke sie auch voran zum Treibballtraining oder zum apportieren von Gegenständen. Bei der Fährtenarbeit hat sie ganz klar die Führung, da sie es ist, die der Fährte folgt, ich gehe hinterher. Trotzdem bin ich der Rudelführer, ich habe sie geschickt, wir arbeiten gemeinsam als Team!

Ich bin kein Jan Nijboer-Groupie, aber in dieser Hinsicht finde ich seine Erziehungsphilosophie großartig!!! Ich arbeite immer beziehungsorientiert mit meinen Klienten, viele Probleme entstehen nämlich allein durch Probleme in der Rudelstruktur.

So viel dazu,

trotzdem viel Spaß mit allen Hunden!

Marianne

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Ohmann, man kann sich auch künstlich jede Menge Stress machen. :Oo:kaffee:

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Ohmann, man kann sich auch künstlich jede Menge Stress machen. :Oo:kaffee:
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=1240&goto=681843

:think: Wieso ????

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Den ganzen Tag dahinter sein, den Rudelchef raushängen zu lassen, aufpassen, dass der Hund bloß ja nicht vor rennt und dort womöglich die Weltherrschaft ergreifen möchte, wenn er hinterdrein zappelt ewig sehen, was er denn da so macht den lieben langen Tag...eben Stress.

Den hab ich gottseidank nicht, denn mein Hund läuft dort wo's ihn grade freut, und ich habe keine Ängste, dass er die Herrschaft übernehmen will, weil der Augenschein zeigt, dass er mich und meine Anliegen auch dann respektiert, wenn wir ganz entspannt miteinander durch die Welt latschen. ;)

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